

Müssen Anleger bei Interactive Brokers eine Mindesteinlage tätigen? In diesem Ratgeberartikel untersuchen wir die Anforderungen an die Mindesteinlage bei Interactive Brokers.
Weiterhin beleuchten wir die verschiedenen Zahlungsmethoden, mit denen bei Interactive Brokers Kapital eingezahlt werden kann. Außerdem gehen wir auf das Handelsangebot sowie die Gebühren des Brokers ein.
Bei manchen Brokern ist die Mindesteinzahlungssumme für die Ersteinlage höher als für spätere Einzahlungen. Dies trifft auf Interactive Brokers (IB) jedoch nicht zu.
Die erforderliche Mindesteinlage bei Interactive Brokers liegt konstant bei 0 EUR, unabhängig, ob es sich um die erste oder eine weitere Einzahlung handelt. Damit gilt der Anbieter als Broker ohne Mindesteinzahlung.
Das war übrigens nicht immer so. Bis ungefähr Mitte 2021 lag die Mindesteinlage noch bei 10.000 EUR.
Bei Interactive Brokers können Anleger zudem in vielen verschiedenen Währungen einzahlen. Das ist insofern wichtig, als der Broker weltweiten Zugang zu Börsen, auch außerhalb der Euro-Zone ermöglicht.
Interactive Brokers macht die Mindesteinlage auch nicht von der Zahlungsmethode abhängig. Sie beträgt in jedem Fall 0 EUR. Doch auch, wenn die Mindesteinlage bei 0 EUR liegt, ist unserer Meinung nach der Anbieter nicht als bester Online Broker für Anfänger geeignet.
Hinweis: Für bestimmte Kundengruppen existiert bei Interactive Brokers eine Mindesteinlage. Allerdings handelt es sich dabei um sogenannte Brokerkonten oder möglicherweise auch Firmenkunden, die spezielle Wünsche haben.
Für die Depoteröffnung legt Interactive Brokers keine Mindesteinlage fest. Allerdings kann es passieren, dass bei bestimmten Handelsaktivitäten der Broker dann doch eine Mindesteinlage fordert, genannt auch Margin-Anforderung.
Das betrifft Anleger, die gehebelte Investments tätigen, wie den Handel von Optionen oder Futures. Da diese Finanzprodukte hohe Risiken bergen und Anleger mitunter auch mehr Geld verlieren können, als sie ursprünglich investiert haben, gibt es vonseiten des Brokers Mindestanforderungen an die Kapitalausstattung.
Wie hoch diese sind, ist abhängig vom konkreten Handelsinstrument sowie der Strategie, die der Anleger verfolgt. Im Allgemeinen sind mindestens 2.000 EUR bis 3.000 EUR erforderlich. Für den Futures-Handel kann die Mindesteinlage bei Interactive Brokers auch 25.000 EUR betragen, abhängig davon, welche Futures der Anleger handeln möchte.
Anleger, die jedoch lediglich Aktien oder ETFs handeln, müssen keine Mindesteinlage oder Margin-Anforderungen berücksichtigen.
Die konkreten Zahlungsmethoden können von Land zu Land variieren. Im Allgemeinen gibt es bei Interactive Brokers nur eine Möglichkeit, Geld einzuzahlen, nämlich per Banküberweisung.
Der Prozess unterscheidet sich jedoch etwas von denen anderer Broker:
Der erste Schritt besteht darin, sich ins IB Depot einzuloggen. Im Kundenbereich müssen Anleger nun die Kontoverwaltung aufrufen und dort die Einzahlung gewissermaßen ankündigen.
Innerhalb der Kontoverwaltung ist es notwendig, einen Einzahlungsvermerk zu setzen. Der Anleger gibt an, wie viel Geld er einzahlen möchte. Dort erhält er auch die Bankdaten, an die er das Geld überweisen soll sowie den Verwendungszweck.
Im letzten Schritt müssen sich Anleger jetzt bei ihrer Hausbank einloggen und die Überweisung vornehmen. Wichtig dabei ist, den Verwendungszweck korrekt anzugeben.
Interactive Brokers berechnet für Einzahlungen keine Gebühren. Die erste Auszahlung im Monat ist gebührenfrei. Jede weitere kostet 1 EUR innerhalb des SEPA-Raums.
Dass es bei Interactive Brokers keine Mindesteinlage mehr gibt, macht den Anbieter nicht automatisch zu einem guten Broker. Anleger sollten auch die Kosten im Blick behalten. Welche Gebühren sollten Anleger bei IB unbedingt berücksichtigen?
Mitte 2021 wurde nicht nur die Mindesteinlage bei IB abgeschafft, sondern auch die Depotgebühren für Privatanleger. Der Handel an den weltweiten Börsen ist äußerst preiswert. Aus diesem Blickwinkel heraus ist Interactive Broker empfehlenswert.
Trotz dieser geringen Gebühren und dass Interactive Brokers keine Mindesteinlage fordert, eignet sich der Anbieter aber nicht unbedingt als Aktiendepot für Anfänger. Warum nicht? Die Handelsplattform und die gesamte Produktauswahl richtet sich an erfahrene Anleger.
Ohne eine vorherige detaillierte Einarbeitung ist es fast nicht möglich, über Interactive Brokers zu handeln. Anfänger sind regelmäßig überfordert von der Vielfalt, die die Handelsplattform mitbringt. Zudem gibt es kein Sparplanangebot für ETFs oder Aktien.
Positiv jedoch ist, dass der Broker ein gebührenfreies Trading Demokonto bereitstellt. Damit können Einsteiger sich einen Überblick verschaffen und den Handel ohne Risiko testen.
Interactive Brokers verzichtet auf eine Mindesteinlage und bietet niedrige Handelsgebühren. Eine Konto- oder Depotführungsgebühr fällt nicht an. Der Broker ermöglicht globalen Börsenzugang, setzt aber für bestimmte Handelsinstrumente, wie Optionen oder Futures, Mindestanforderungen fest. Einzahlungen erfolgen gebührenfrei per Banküberweisung.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.