

Auch die Nvidia-Aktie kann am Freitag von den schwachen Arbeitsmarktzahlen und den damit verbundenen nachlassenden Zinssorgen in den USA profitieren. Obwohl die Aktie zum Handelsschluss wieder etwas abgab, markierte sie zuvor mit 237,88 US-Dollar ein neues Rekordhoch. Negativ wirkte die Nachricht von Google, welche nun ebenfalls KI-Chips an externe Kunden verkaufen.
Fundamental ist der Hintergrund außergewöhnlich stark. Nvidia meldete für das 2. Quartal des Geschäftsjahres einen Umsatz von 96,2 Milliarden US-Dollar, über 100 % mehr als im Vorjahresquartal. Der Data-Center-Umsatz wuchs um 117 % auf 89,0 Milliarden US-Dollar. Für das dritte Quartal stellt das Unternehmen 108 Milliarden US-Dollar Umsatz +/- 2 % in Aussicht, ohne Umsätze mit Data-Center-Computing in China einzurechnen.
Die folgende Übersicht fasst die Nvidia-Prognose zusammen. Der Nvidia-Ausblick ist kurzfristig positiv, aber nicht risikolos.
Nach dem Rekordhoch am Freitag dürfte die Nvidia-Aktie zunächst volatil bleiben. Für die kommenden Wochen erscheint eine Bewegung in einer Spanne von 220 bis 245 US-Dollar wahrscheinlich. Die starke KI-Nachfrage könnte stabilisieren.
Auf Sicht von drei bis zwölf Monaten bleiben die fundamentalen Aussichten für Nvidia positiv. Bei anhaltend hohen KI-Investitionen erscheint eine Entwicklung innerhalb einer Spanne von 230 bis 300 US-Dollar möglich. Entscheidend sind Umsatzwachstum und Margen.
Über einen Zeitraum von ein bis drei Jahren besitzt Nvidia weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial. Bei einer anhaltend starken Nachfrage nach KI-Chips und Rechenzentren ist eine Kursspanne von 280 bis 450 US-Dollar denkbar. Risiken bleiben Wettbewerb und Bewertung.
*Stand der letzten Aktualisierung: 04. Oktober 2026.

Die aktuelle Nvidia Prognose sieht weiter positiv aus (Foto: Shutterstock/ gguy)
Wenn Sie die Aktie intraday handeln möchten, benötigen Sie eine Nvidia-Prognose für heute, die vor allem Eröffnungslücke, Volumen, Renditen und Chartmarken berücksichtigt. Für einen mittelfristigen Kauf sind dagegen Fundamentaldaten entscheidender.
Die aktuelle Tendenz ist bullisch mit einem Überhitzungsrisiko. Nach dem Rücksetzer bis in den Bereich von etwa 210 US-Dollar im September konnte der Kurs die 50-Tage-Linie zurückerobern und ein neues Rekordhoch markieren.

Wochenchart der Nvidia Aktie
Die bullische Tendenz ist die Folge höherer Schlusskurse. Vorsicht entsteht hingegen, weil der Intraday-Hochpunkt nahe am 52-Wochen-Hoch von 236,54 US-Dollar liegt. Die Nvidia-Analyse spricht deshalb nicht für ein blindes Hinterherlaufen, sondern für einen Test des Trends: Hält 228 bis 230 US-Dollar als kurzfristige Basis, bleibt das Bild positiv. Fällt die Aktie darunter, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur in Richtung 224 US-Dollar.
Im bullischen Szenario bestätigen die Ergebnisse der anstehenden Termine die hohe Nachfrage nach einer KI-Infrastruktur. Positiv wirken bei der Nvidia-Aktie folgende Faktoren:
Die geplante Übernahme von Hugging Face kann den Software- und Open-Model-Zugang stärken, sofern regulatorische Risiken kontrollierbar bleiben. Charttechnisch wäre ein nachhaltiger Schluss über 234 und anschließend über 236 US-Dollar ein Kaufsignal. Unter der Voraussetzung wäre in der nahen Zukunft ein Bereich von 245 bis 250 US-Dollar realistisch, sodass ein Kauf der Aktien über einen Online-Broker sinnvoll sein kann.
Ein neutrales Szenario entsteht, wenn die Nachfrage intakt bleibt, aber Anleger nach dem starken Anstieg Gewinne sichern. Eine realistische Handelsspanne liegt dann zwischen 224 und 238 US-Dollar.
In diesem Fall könnte die Nvidia-Prognose seitwärts lauten. Rücksetzer bei 224 bis 228 US-Dollar werden gekauft, Aufwärtsbewegungen bei 234 bis 237 US-Dollar treffen auf Angebot. Das wäre eine Konsolidierung, jedoch kein fundamentaler Bruch des Trends.
Das bärische Szenario wird wahrscheinlicher, wenn der PPI oder CPI am Markt zu steigenden US-Anleiherenditen führt, die Nvidia-Veranstaltung die Erwartungen enttäuscht oder neue China-Exportbeschränkungen den Markt weiter verkleinern. Zusätzlich bleiben Bewertungs-, Lieferketten- und Konzentrationsrisiken hoch.
Der 8-K-Bericht zur Hugging-Face-Transaktion nennt selbst regulatorische Risiken, mögliche Einschränkungen offener Modelle und China-bezogene Folgen als Risikofaktoren. In diesem Fall wäre eine Bewegung Richtung 210 bis 205 US-Dollar in den nächsten ein bis zwei Wochen nicht auszuschließen.
Die wichtigsten Kursmarken ergeben sich aus den offiziellen Schlusskursen, dem jüngsten Tageshoch und dem 52-Wochen-Hoch.
| 237,88 USD | Widerstand – Rekordhoch vom 02.10.2026 |
| 234,76 USD | Widerstand – Intraday-Hoch vom 4. September; kurzfristiger Ausbruchspunkt. |
| 230 bis 228 USD | Pivotzone – Schlusskurse vom 3. und 4. September; hier entscheidet sich die Trendstabilität. |
| 224,41 USD | Unterstützung – Schlusskurs vom 2. September und vorheriger Ausbruchsbereich. |
| 220,78 bis 217,44 USD | Unterstützung – Schlusskurse vom 31. August und 1. September; letzte deutliche kurzfristige Basis. |
| 210 bis 205 USD | Unterstützungsbereich – August-Zone und möglicher Zielbereich einer größeren Korrektur |
Der Nvidia-Widerstand vom Rekordhoch bei 237,88 US-Dollar ist für kurzfristige Trader wichtiger als ein weit entferntes Kursziel. Die Nvidia-Unterstützung bei 224,41 US-Dollar ist die erste Marke, die ein Rücksetzer halten sollte.

Bei dem Handel der Nvidia Aktie sollte man wichtige Kursmarken beachten (Foto: Shutterstock/ Mijansk786)
Eine Nvidia-Prognose für morgen ist vor allem eine Planung für die nächste eröffnete Sitzung am kommenden Tag und nicht für eine längerfristige Anlage in die Aktie gedacht. Ähnliches gilt für die Prognose für die Woche, die vorrangig Tradern und sehr kurzfristig orientierten Anlegern hilft.
Nach dem Anstieg von rund 220 auf knapp über US-Dollar ist ein Test des Bereichs 228 bis 234 US-Dollar durchaus plausibel. Oberhalb von 234 US-Dollar könnte die Aktie 236 US-Dollar erreichen und unterhalb von 228 US-Dollar wäre ein Rücklauf zu etwa 224 US-Dollar wahrscheinlicher.
Die Präsentation des Unternehmens besitzt nach wie vor eine größere Bedeutung für die Nvidia-Aktie. Anleger werden wahrscheinlich auf folgende Punkte achten:
Nvidia erwartet im 3. Quartal 108 Milliarden US-Dollar Umsatz +/- 2 % und kalkuliert dabei keinen Data-Center-Compute-Umsatz aus China ein. Bestätigt das Management diese Sicht und klingt es bei den Vorbestellungen zuversichtlich, wäre ein Test von 240 bis 245 US-Dollar realistisch. Bei Enttäuschungen könnte der Kurs auf 220 bis 228 US-Dollar fallen.
Ebenfalls relevant für die Nvidia-Prognose für diese Woche ist der 11. September, denn dann erscheint der US-CPI für August um 8:30 Uhr Eastern Time. Eine niedrigere oder erwartungsgemäße Inflation würde die Zinssensitivität hoch bewerteter Wachstumsaktien entspannen. Eine höhere Kerninflation könnte US-Renditen nach oben treiben und trotz starker Nvidia-Zahlen Verkäufe auslösen.
Die technische Analyse ist für die Nvidia-Prognose wichtig, weil sie zeigt, wie Marktteilnehmer auf bekannte Informationen reagieren und wo sich Angebot und Nachfrage konzentrieren. Sie ersetzt keine Fundamentalanalyse, kann aber Einstiegs-, Ausstiegs- und Risikozonen für den Nvidia-Kurs sichtbar machen.
Das aktuelle Chartbild der vergangenen zwei Wochen zeigt zunächst einen Rückgang auf 217,55 US-Dollar, danach aber eine Erholung über rund 220 US-Dollar bis zu etwa 230,40 US-Dollar. Rückblickend ist der übergeordnete Trend seit dem Tiefpunkt von 164,27 US-Dollar im 52-Wochen-Fenster aufwärtsgerichtet und kurzfristig hat sich ein positiver Impuls gebildet.
Das Chartbild ist daher positiv, aber nahe am oberen Rand der jüngsten Bewegung. Ein Schluss über rund 236,50 US-Dollar würde den Aufwärtstrend bestätigen. Bleibt die Aktie darunter, ist eine Seitwärtsphase zwischen 224 und 236 US-Dollar technisch gesund. Ein Schluss unter etwas mehr als 217 US-Dollar wäre dagegen ein Warnsignal.
Der erste Nvidia-Widerstand liegt bei 237,88 US-Dollar, dem Hoch vom 2. Oktober. Darunter folgt 236,54 US-Dollar als 52-Wochen-Hoch. Diese Zone kann Verkaufsdruck erzeugen, weil kurzfristige Anleger Gewinne realisieren und Breakout-Trader auf eine Bestätigung warten.
Die erste Nvidia-Unterstützung liegt zwischen 228 und 230 US-Dollar. Sie wird durch die Schlusskurse vom 3. und 4. September sowie den Ausbruchscharakter der Bewegung gestützt. Die nächste Unterstützung befindet sich bei 224,41 US-Dollar und entspricht dem Schlusskurs vom 2. September.
Darunter liegen die 50-Tage-Linie und die Zone 217 bis 221 US-Dollar. Sie bündelt mehrere jüngste Schlusskurse und wäre ein wichtiges Korrekturziel. Hält auch diese Zone nicht, verschiebt das Kursrisiko auf 210 bis 205 US-Dollar.

Eine technische Analyse ist für den Handel mit Nvidia wichtig (Foto: Shutterstock/ gguy)
Indikatoren sind für den Nvidia-Ausblick nützlich, weil sie Trendstärke, Überdehnung und mögliche Drehpunkte ergänzen, dürfen aber nicht isoliert interpretiert werden.
Die Schlusskurse der Nvidia-Aktien der vergangenen Tage liegen zwischen rund 217 und 230 US-Dollar. Der einfache Fünftage-Durchschnitt liegt bei rund 224 USD und der Schlusskurs vom 4. September liegt rund 2,7 % darüber. Das bestätigt eine kurzfristige Stärke, signalisiert aber auch einen Abstand zum Mittelwert. Bis Ende der Woche ist der Moving-Average-Ausblick bullisch, solange der Kurs von 224 US-Dollar gehalten wird.
Aus den letzten Anstiegen ergibt sich kurzfristig ein erhöhtes Momentum. Der RSI wäre bei einer Fortsetzung des Anstiegs wahrscheinlich in der neutralen bis überkauften Zone. Das spricht nicht automatisch für einen Verkauf, erhöht aber das Rückschlagsrisiko an 234 bis 237 US-Dollar. Der RSI-Ausblick bis zum Ende der Handelswoche ist daher positiv mit einem leichten Risiko einer Überhitzung.
Die Folge höherer Schlusskurse spricht für eine positive MACD-Richtung. Ein bullisches Histogramm wäre bis zum Wochenende wahrscheinlich, solange die Aktie über 224 US-Dollar bleibt. Dreht die Nvidia-Aktie unter 228 und fällt anschließend unter den kurzen Durchschnitt, könnte ein bärisches Signal entstehen.
Unsere Nvidia-Prognose und die Entwicklung der Aktie werden aktuell von mehreren miteinander verbundenen Faktoren beeinflusst.
Nvidia berichtete, dass Vera Rubin in die Vollproduktion geht und Systeme bei CoreWeave, Google Cloud, Microsoft Azure, Oracle Cloud Infrastructure und Nebius anlaufen. Die geplante Infrastrukturfinanzierung mit großen Kapitalverwaltern zeigt, dass der Ausbau nicht allein aus den laufenden Budgets der Cloud-Anbieter finanziert werden muss. Das verbessert die Nachfrageperspektive, verschärft aber die Abhängigkeit von Kapazitäts- und Stromprojekten.
Der Ausblick auf die Q3-Zahlen unterstellt keinen Data-Center-Compute-Umsatz aus China, was den kurzfristigen Umsatzhebel begrenzt. Gleichzeitig kann eine klare Exportregel zwar Planungssicherheit schaffen, sie erhöht jedoch das Risiko für verlorenen Marktanteil und beschleunigt lokale Alternativen. Der 8-K-Bericht zu Hugging Face weist zusätzlich auf mögliche regulatorische Einschränkungen offener Modelle mit China-Bezug hin.
Eigene ASICs und AMD können einzelne Workloads günstiger bedienen. Nvidia verteidigt sich mit einer integrierten Plattform aus GPU, CPU, Networking, Systemen und CUDA-Software. Der Wettbewerb ist damit aber nicht gleichbedeutend mit einer sofortigen Nachfrageverlagerung. Für die nächsten Wochen ist der Effekt eher neutral, jedoch kann er über Jahre die Margen und Marktanteile belasten.
Eine sinkende Inflation würde die Bewertungsunterstützung verbessern, eine neue Beschleunigung könnte dagegen Renditen und Kapitalkosten erhöhen. Der CPI-Termin am 11. September ist deshalb ein wichtiger kurzfristiger Test.
Nvidia weist hohe Wachstumserwartungen auf und reagiert deshalb empfindlich auf den Diskontsatz. Steigende Renditen drücken den Barwert künftiger Gewinne und können eine starke Aktie trotz guter Zahlen belasten, fallende Renditen würden den Nvidia-Ausblick unterstützen. Für die Nvidia-Analyse ist die Richtung der Renditen daher genauso relevant wie die absolute Höhe.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Nvidia-Prognose (Foto: Shutterstock /jamesonwu1972)
Der mittelfristige Nvidia-Ausblick für die nächsten sechs bis zwölf Monate bleibt positiv, aber die Ausgangsbewertung braucht eine Bestätigung im operativen Geschäft. Nvidia wächst nicht mehr nur als Chipanbieter, sondern als Full-Stack-Plattform für AI-Factories.
Gleichzeitig zeigt die Erwartung von 108 Milliarden US-Dollar, dass das Unternehmen weiteres Wachstum bereits in die Planung eingebaut hat. Der zentrale Punkt ist deshalb nicht, ob Nvidia wächst, sondern ob Wachstumstempo, Margen und Kapitalrendite die hohen Erwartungen weiter rechtfertigen. Chancen für die Nvidia-Aktie sind vor allem die folgenden:
Das Basisszenario für sechs bis zwölf Monate ist daher ein weiter aufwärts gerichteter, aber unterbrochener Trend. Ein Bereich von 220 bis 280 US-Dollar wäre unter normalen Makrobedingungen plausibel und ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde beschleunigtes Gewinnwachstum und stabile Renditen voraussetzen.
Ein bärisches, langfristiges Szenario unter 200 US-Dollar wäre denkbar, wenn Cloud-Ausgaben einbrechen, Exportbeschränkungen ausgeweitet werden und die Margen gleichzeitig fallen. Sie als Anleger sollten daher nicht nur ein Kursziel, sondern Umsatz, Bruttomarge, Auftragsbestand, Lieferfähigkeit und Kundenkonzentration verfolgen.
Neben den Nvidia-Aktien gibt es verschiedene Assets, über die Sie Nvidia handeln können. Das passende Produkt hängt von Anlagehorizont, Verlusttragfähigkeit, Kosten und gewünschtem Hebel ab.
Differenzkontrakte ermöglichen Long- und Short-Positionen mit einem Hebel, sodass Sie beim Kauf über den CFD-Broker relativ wenig Kapital einsetzen müssen. Finanzierungskosten und eventuell schnelle Verluste machen sie für kurzfristiges Trading zwar geeignet, aber für viele Privatanleger riskant.
Ein Halbleiter-, Technologie- oder KI-ETF verteilt das Nvidia-Risiko auf mehrere Unternehmen. Das reduziert die Einzelaktienabhängigkeit, bedeutet aber, dass ein Nvidia-Anstieg nur teilweise im ETF ankommt.
Optionsscheine, Knock-out-Produkte und Discount-Zertifikate bieten mit dem Basiswert Nvidia-Aktien die Möglichkeit, überproportional von der Entwicklung zu profitieren. Bei eventuellen Verlusten gilt jedoch das Gleiche. Zudem sind die verschiedenen Zertifikat-Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften ausgestattet, die Sie vorab kennen sollten.
Börsenstandardisierte Kontrakte erlauben eine effiziente Absicherung und dienen ebenso der Spekulation auf die Entwicklung der Nvidia-Aktie. Sie verlangen allerdings eine ausreichende Margin und können bei schnellen Bewegungen zu Nachschüssen führen.
Calls und Puts bieten asymmetrische Strategien, Absicherung und als Verkäufer können Sie Prämien einnehmen. Zeitwertverlust und implizite Volatilität beeinflussen den Wert stärker als nur die Richtung der Aktie, sodass Optionen vor allem für erfahrene Anleger bzw. Trader geeignet sind.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Nvidia Kursentwicklung zu Handeln (Foto: Shutterstock/ Jack Hong)
Unsere Nvidia-Prognose verbindet Fundamentaldaten, technische Analyse und Marktstimmung. Fundamentaldaten umfassen zum Beispiel den Umsatz, den Cashflow und Produktzyklen. Die technische Analyse betrachtet Trends, Unterstützungen, Widerstände und Indikatoren. Eine seriöse Prognose nennt deshalb Annahmen und Szenarien statt eine scheinbar exakte Zahl zu versprechen.
Die Guidance beschreibt, welche Entwicklung das Management im kommenden Quartal erwartet. Bei Nvidia ist sie besonders relevant, weil der Markt hohe Wachstumsraten einpreist. Eine starke Ist-Zahl kann die Aktie trotzdem enttäuschen, wenn die nächste Guidance unter den Erwartungen liegt. Umgekehrt kann eine Aktie steigen, wenn das Management eine glaubwürdige Beschleunigung signalisiert.
Ein Kursziel ist meistens ein konkreter Wert für einen definierten Zeithorizont. Ein Nvidia-Ausblick beschreibt dagegen die möglichen Treiber und Risiken. Kursziele hängen von Gewinnschätzungen und Annahmen über Zinsen ab. Der Ausblick hingegen erklärt, was diese Annahmen verändern könnte, sodass die Bandbreite für Entscheidungen oft hilfreicher als ein einzelnes Kursziel ist.
CUDA ist Nvidias Software- und Entwicklerökosystem für beschleunigte Berechnungen. Je mehr Modelle, Anwendungen und Entwickler auf dieser Umgebung aufbauen, desto höher können Wechselkosten und Plattformbindung werden. Die Entwicklung von CUDA sollten Sie zusammen mit Leistung pro Watt, Kosten pro Token und Gesamtbetriebskosten bewerten.
Aktienkurse reagieren auf die Differenz zwischen Ergebnis und Erwartung, nicht nur auf das absolute Ergebnis. Wenn Anleger bereits sehr starke Zahlen erwarten, kann selbst ein Rekordumsatz enttäuschen. Zusätzlich können Renditen steigen, ein Wettbewerber Fortschritte melden oder das Management vorsichtiger klingen. Auch Gewinnmitnahmen an einem Widerstand können eine kurzfristige Reaktion erklären.
Unterstützungen sind Bereiche, in denen Käufer historisch oder aufgrund eines jüngsten Ausbruchs aktiv werden könnten. Sie entstehen beispielsweise an früheren Schlusskursen, Trendlinien oder gleitenden Durchschnitten. Aussagekräftiger wird die Unterstützung, wenn Kurs, Volumen und Marktbreite gemeinsam reagieren. Wird eine Unterstützung klar durchbrochen, kann sie später zum Widerstand werden.
Wichtige Risiken sind eine Verlangsamung der Cloud-Investitionen, steigender Wettbewerb, kundeneigene Chips, Exportbeschränkungen, Lieferkettenengpässe, Stromknappheit in Rechenzentren, regulatorische Eingriffe und höhere Renditen. Auch die Bewertung ist ein Risiko: Je höher die Erwartungen, desto größer der Kursdruck bei kleinen Abweichungen.
Nein. Nvidia kann für Anleger geeignet sein, die hohe Schwankungen akzeptieren und langfristig an den Ausbau von KI-Infrastruktur glauben. Die Aktie eignet sich nicht automatisch für risikoarme Portfolios oder Anleger, die größere zwischenzeitliche Verluste nicht tragen können.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.