

Die Rheinmetall-Aktie steckt mitten in einer Phase, in der sich fundamentale Stärke und charttechnische Schwäche gegenüberstehen. Anleger, die eine Rheinmetall-Prognose aktuell einordnen möchten, stoßen auf ein Unternehmen mit bestens gefülltem Auftragsbuch, das an der Börse dennoch spürbar unter Druck steht.
Auslöser der jüngsten Nervosität war unter anderem die Stornierung des Fregattenprogramms F126 durch die Bundesregierung, die Rheinmetall zu einer gesenkten Umsatzprognose für das laufende Jahr zwang. Gleichzeitig bleibt der strukturelle Rückenwind aus steigenden Verteidigungsbudgets in Europa intakt, denn die NATO-Staaten haben sich auf deutlich höhere Ausgabenziele verständigt. Für den Aktienkurs bedeutet diese Situation, dass sich Chartbild und Unternehmensrealität derzeit auseinanderentwickeln.
Die folgende Übersicht fasst die Einschätzung für unterschiedliche Zeithorizonte zusammen. Sie dient als schneller Orientierungspunkt, bevor die einzelnen Aspekte im weiteren Verlauf vertieft werden.
Kurzfristige Prognose: Der übergeordnete Trend zeigt seit dem Rekordhoch aus dem Herbst 2025 nach unten. Die Marke von 1.000 € wurde unterschritten, ein Rutsch bis in die Zone zwischen 968 und 932 € erscheint bei anhaltendem Verkaufsdruck möglich. Erst eine Rückeroberung der 1.020er-Region würde das Bild kurzfristig aufhellen.
Mittelfristiger Ausblick: Der Auftragsbestand von deutlich über 80 Milliarden Euro und die anhaltend hohen Verteidigungsbudgets sprechen für eine Stabilisierung, sobald sich die aktuelle Konsolidierung erschöpft hat. Die Umsetzung der Kapazitätsausweitung in den kommenden Quartalen dürfte über die Richtung entscheiden.
Langfristiger Ausblick: Der strukturelle Wandel der europäischen Verteidigungspolitik, das deutsche Sondervermögen und die NATO-Ausgabenziele bis 2035 stützen ein Szenario steigender Umsätze und Gewinne über mehrere Jahre.
Stand der letzten Aktualisierung: 14.09.2026

Die aktuelle Rheinmetall Prognose sieht weiter positiv aus (Foto: Shutterstock/ Piotr Swat)
Wenn Sie die Aktie des Rüstungskonzerns intraday handeln möchten, benötigen Sie eine Rheinmetall-Prognose für heute, aber nicht, wenn Sie das Papier mittelfristig kaufen. Für die kommenden Wochen überwiegt aus charttechnischer Sicht die Vorsicht, solange die Aktie unterhalb der 1.020-Euro-Marke notiert und keine stabile Bodenbildung erkennbar ist.
Die Rheinmetall-Prognose für heute ergibt vor allem für aktive Trader Sinn, die ihre Position noch am selben Tag wieder schließen. Für sie zählt in erster Linie die Charttechnik der vergangenen Stunden. Wenn Sie dagegen auf Wochen oder Monate planen, sollten Sie eine einzelne Rheinmetall-Prognose von heute nicht überbewerten, da Tagesausschläge selten die mittelfristige Richtung verändern.
Die Tendenz der vergangenen Handelstage ist eindeutig bearish einzuordnen. Der Kurs rutschte von rund 1.072 €, als die 50-Tage-Linie nach unten gekreuzt wurde, bis auf etwa 990 € ab. Damit büßte die Aktie binnen einer Woche rund 9 % ein und durchbrach dabei die psychologisch wichtige 1.000-Euro-Schwelle.
Auslöser waren neben der allgemeinen Konsolidierung bei Rüstungswerten auch eine skeptischere Einschätzung von JPMorgan, nachdem die runde Marke gefallen war. Die Verkaufsdynamik überwiegt derzeit klar, wenngleich einzelne Handelstage kurze Erholungsversuche zeigten, die bislang jedoch ohne Nachhaltigkeit blieben.
Für die aktuelle Rheinmetall-Prognose bedeutet diese Einordnung, dass kurzfristig eher mit weiterer Vorsicht als mit einer schnellen Erholung zu rechnen ist. Der kurzfristige Rheinmetall-Ausblick bleibt entsprechend vorsichtig, solange sich diese Abwärtsdynamik nicht spürbar abschwächt.
Für steigende Kurse der Rheinmetall-Aktie spricht in erster Linie die fundamentale Ausgangslage:
Diese Fakten liefern Argumente für eine technische Gegenbewegung. Charttechnisch wäre eine Rückeroberung der 50-Tage-Linie bei etwa 1.072 Euro ein erstes positives Signal. Gelingt darüber hinaus der Sprung über die 1.100-Euro-Zone, rückt der Widerstandsbereich um 1.137 Euro in Reichweite. In der nahen Zukunft erscheint bei einem bullischen Verlauf ein Anstieg in den Bereich zwischen 1.050 und 1.100 Punkten realistisch.
Ein Seitwärtstrend ist wahrscheinlich, wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt bleiben. Die folgende Liste nennt drei Voraussetzungen für ein neutrales Szenario.
Treffen diese drei Punkte zu, dürfte sich der Kurs in einer Handelsspanne zwischen etwa 960 und 1.050 € einpendeln, in der sowohl Käufer als auch Verkäufer immer wieder aktiv werden, ohne dass sich eine klare Richtung durchsetzt. Ein solch stabiler Rheinmetall-Ausblick würde vor allem risikoscheuen Anlegern entgegenkommen, die kurzfristig keine großen Ausschläge erwarten.
Das größte Risiko für weiter fallende Kurse liegt in einer möglichen diplomatischen Annäherung im Ukraine-Krieg, die Zweifel an der Nachhaltigkeit der hohen Verteidigungsbudgets nähren würde. Auch eine erneute Herabstufung durch Analysten könnte zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen. In kommenden Wochen wäre bei anhaltendem Abwärtsdruck ein Test der 950er-Region nicht überraschend.
Auf Basis der aktuellen Chartanalyse lassen sich mehrere Marken festhalten. Die 1.000-Euro-Linie fungiert nun eher als Widerstand, nachdem sie zuvor lange als Unterstützung diente. Bei rund 1.072 € verläuft die 50-Tage-Durchschnittslinie, deren Rückeroberung als erstes Erholungssignal gilt. Der nächste bedeutende Widerstand liegt im Bereich 1.234 bis 1.241 €, an dem frühere Erholungsversuche im Frühsommer scheiterten.
Auf der Unterstützungsseite ist die Zone zwischen 968 und 932 € entscheidend, ergänzt durch die Marke um 900 €, das aktuelle 52-Wochen-Tief vom 25.06.2026. Für die Rheinmetall-Prognose sind damit vor allem die Marken bei 1.000 und 1.072 € bedeutend, da sich an ihnen die kurzfristige Richtung entscheiden dürfte.
Diese Marken bilden zusammen das Gerüst für den kurzfristigen Rheinmetall-Ausblick. An ihnen zeigt sich, ob sich die jüngste Schwäche fortsetzt oder eine Gegenbewegung einsetzt. Anleger, die das Chartbild aktiv verfolgen, sollten diese Punkte in den kommenden Handelstagen im Auge behalten.

Bei dem Handel der Rheinmetall Aktie sollte man wichtige Kursmarken beachten (Foto: Shutterstock/ Nan Tun Nay)
Für die Entwicklung in den nächsten Wochen zeichnet sich zunächst eine Fortsetzung der angeschlagenen Grundstimmung ab, solange die Aktie unterhalb der 1.020-Euro-Marke notiert. Wenn Sie die Aktie in den kommenden Tagen handeln möchten, benötigen Sie zum Beispiel eine Rheinmetall-Prognose für morgen. Es zählt dann vor allem die Charttechnik, während fundamentale Nachrichten kaum unmittelbaren Einfluss auf die Kursbildung nehmen.
Die technische Analyse liefert wichtige Anhaltspunkte dafür, wie sich Angebot und Nachfrage bei der Rheinmetall-Aktie kurzfristig entwickeln könnten. Eine sorgfältige Rheinmetall-Analyse verbindet den langfristigen Blick auf Auftragslage und Branche mit der kurzfristigen Charttechnik.
Der Blick auf die vergangenen Handelstage zeigt einen Aktienkurs, der bereits vor diesem Zeitraum unter Druck stand und die 50-Tage-Linie bei rund 1.072 € nach unten durchbrach. Der übergeordnete Trend seit dem Rekordhoch von gut 2.008 € im Oktober 2025 verläuft klar abwärts, wobei sich die Verkaufswelle seit dem Frühjahr 2026 fortsetzt.
Kurzfristige Erholungsversuche, etwa in Richtung der 1.100-Euro-Marke, wurden bislang jeweils innerhalb weniger Handelstage wieder verkauft. Das Muster ähnelt damit früheren Phasen im laufenden Jahr, in denen Erholungen am ersten ernsthaften Widerstand scheiterten.
Für eine echte Trendwende wäre ein nachhaltiger Ausbruch über die 1.234-Euro-Marke notwendig, während ein Bruch der Unterstützung um 968 € die nächste Abwärtsetappe einleiten würde. Der Chart bleibt damit angeschlagen, auch wenn einzelne Tage kurze Stabilisierungsversuche zeigten. Für den kurzfristigen Rheinmetall-Ausblick bleibt dieses Chartbild damit der wichtigste Referenzpunkt.
Die Zone zwischen 968 und 932 € dient als nächste Rheinmetall-Unterstützung, da dort in der Vergangenheit bereits Käufer eingestiegen waren und eine frühere Erholungsbewegung begann. Darunter liegt bei rund 900 € das aktuelle 52-Wochen-Tief vom 25. Juni 2026 als weitere Rheinmetall-Unterstützung.
Auf der Oberseite bildet die 50-Tage-Linie bei etwa 1.072 € den ersten Rheinmetall-Widerstand, da sie den Kurs zuletzt Anfang September nach unten begrenzte. Der nächste größere Rheinmetall-Widerstand liegt im Bereich 1.234 bis 1.241 €, wo frühere Erholungen im Frühsommer 2026 jeweils abgewiesen wurden. Erst oberhalb dieser Zone würde mit der 200-Tage-Linie und dem Bereich um 1.322 bis 1.336 € die nächste übergeordnete Hürde in den Blick rücken.
Diese Kursmarken bilden das Gerüst, an dem sich kurzfristige Handelsentscheidungen in den kommenden Tagen orientieren dürften. Die Marken fließen unmittelbar in jede aktuelle Rheinmetall-Prognose ein, da sie die wahrscheinlichsten Reaktionspunkte für die kommenden Tage und Wochen markieren.

Eine technische Analyse ist für den Handel mit Rheinmetall wichtig (Foto: Shutterstock/ Arsenii Palivoda)
Neben Trend und Kursmarken liefern klassische Indikatoren zusätzliche Hinweise darauf, wie überkauft oder überverkauft eine Aktie wie die von Rheinmetall aktuell ist und wie belastbar eine mögliche Gegenbewegung wäre. Für die Rheinmetall-Prognose lohnt sich der Blick auf Moving Average, RSI und MACD.
Der Kurs notiert unterhalb der 50-Tage-Linie bei rund 1.072 € und ebenso deutlich unterhalb der 200-Tage-Linie im Bereich um 1.322 bis 1.336 €. Dieses Bild bestätigt den übergeordneten Abwärtstrend. Eine Stabilisierung würde erst mit einer Rückeroberung der 50-Tage-Linie an Substanz gewinnen.
Der Relative-Stärke-Index bewegt sich mit einem Wert um 33 im schwachen Terrain und nähert sich der überverkauften Zone. Historisch entstehen aus solchen Bereichen häufiger technische Gegenbewegungen, ohne dass der übergeordnete Trend damit automatisch bricht.
Der Trendfolgeindikator sendet derzeit ein bärisches Signal, da die Signallinie oberhalb der MACD-Linie verläuft. Erst ein Übergang zu einem positiven Kreuz würde auf eine nachhaltigere Stabilisierung hindeuten.
In Summe zeichnen die drei Indikatoren derzeit ein vorsichtiges Bild für den technischen Rheinmetall-Ausblick, auch wenn die überverkaufte Ausgangslage das Potenzial für eine kurze Gegenbewegung erhöht.
Die Entwicklung der Rheinmetall-Aktie hängt aktuell von mehreren, zum Teil gegenläufigen Faktoren ab. Die folgenden fünf Punkte fassen zusammen, wie sich diese Einflussgrößen auf den Kursverlauf auswirken könnten.
Die NATO-Staaten haben sich auf eine schrittweise Erhöhung der Verteidigungs- und sicherheitsbezogenen Ausgaben bis 2035 verständigt, Deutschland plant für 2026 mit rund 108 Milliarden € inklusive Sondervermögen. Dieser Faktor wirkt eindeutig positiv, da er die langfristige Nachfrage nach Rheinmetall-Produkten absichert und dem Unternehmen Planungssicherheit über viele Jahre verschafft. Auch andere NATO-Mitgliedstaaten haben ihre Budgetpfade in den vergangenen Monaten nach oben angepasst, was die Nachfragebasis zusätzlich verbreitert.
Die Bundesregierung hat den milliardenschweren Auftrag im Marinesegment gestrichen, was Rheinmetall zu einer Senkung der Umsatzprognose 2026 auf 13,7 bis 14,2 Milliarden € zwang. Dieser Faktor wirkt negativ, weil er zeigt, wie schnell politische Entscheidungen selbst scheinbar sichere Großaufträge kippen können. Investoren reagierten auf diese Nachricht mit Verkäufen, da sie das Vertrauen in die Planbarkeit künftiger Aufträge erschütterte.
Mit einem Auftragsbuch von deutlich über 80 Milliarden € und neuen Bestellungen von rund 11 Milliarden € allein im zweiten Quartal, darunter ein Großauftrag aus Rumänien über 5,7 Milliarden €, verfügt Rheinmetall über eine der besten sichtbaren Umsatzbasen der Branche. Dieser Faktor wirkt positiv, weil er mehrere Jahre an Beschäftigung der Werke im Voraus sichert und die Abhängigkeit von einzelnen Großprojekten reduziert.
Während die Deutsche Bank zuletzt an ihrer Kaufempfehlung festhielt, äußerte sich JPMorgan nach dem Rutsch unter die 1.000-Euro-Marke skeptischer zur kurzfristigen Entwicklung. Dieser Faktor wirkt derzeit eher neutral bis leicht negativ, da die gemischten Einschätzungen kurzfristig für zusätzliche Unsicherheit unter Anlegern sorgen und einzelne Kursziele deutlich voneinander abweichen.
Solange keine belastbaren Friedensverhandlungen absehbar sind, bleibt die Nachfrage nach Munition, Fahrzeugen und Luftverteidigungssystemen hoch. Dieser Faktor wirkt aktuell positiv für die Auftragslage, birgt jedoch das Risiko, bei einer überraschenden diplomatischen Annäherung schnell ins Negative zu kippen. Gerade deshalb reagiert der Kurs regelmäßig empfindlich auf einzelne Schlagzeilen aus der Diplomatie, selbst wenn sich an der operativen Lage des Unternehmens kurzfristig nichts ändert.

Viele Faktoren beeinflussen die Rheinmetall-Prognose (Foto: Shutterstock/ Torsten Pursche)
Für den Zeitraum der kommenden drei bis zwölf Monate zeigt sich bei Rheinmetall ein Markt, der von einem deutlichen Auseinanderlaufen zwischen operativer Entwicklung und Börsenbewertung geprägt ist. Der Umsatz legte im 2. Quartal 2026 um 69 % auf 3,29 Milliarden € zu. Das operative Ergebnis verdoppelte sich nahezu auf 562 Millionen €, während die Marge von 13,4 auf 17,1 % stieg.
Gleichzeitig hat der Kurs seit dem Rekordhoch aus dem Oktober 2025 rund die Hälfte an Wert verloren. Diese Diskrepanz bildet den Ausgangspunkt für den mittelfristigen Rheinmetall-Ausblick. Die aktuelle Rheinmetall-Prognose verdeutlicht, dass sich Chance und Risiko in etwa die Waage halten und die weitere Richtung stark von den kommenden Quartalsberichten abhängt. Auf der Chancen- und Risikoseite lassen sich mehrere Punkte benennen.
Im wahrscheinlichsten Szenario dürfte sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten zunächst weiter stabilisieren, sobald die aktuelle Konsolidierung ausgelaufen ist. Danach sollten die solide Auftragslage und die anhaltend hohen Verteidigungsbudgets wieder stärker in den Vordergrund rücken.
Ein Rheinmetall-Ausblick, der ausschließlich auf die kurzfristige Charttechnik blickt, würde dabei zu kurz greifen, da die strukturellen Treiber der Branche über mehrere Jahre angelegt sind. Wenn Sie die Aktie mittelfristig bewerten, sollten Sie deshalb sowohl die operative Entwicklung der kommenden Quartalsberichte als auch die politische Großwetterlage in Europa im Blick behalten, bevor Sie sich für ein Engagement entscheiden.
Anleger, die von der Kursentwicklung der Rheinmetall-Aktie profitieren möchten, können dafür auf unterschiedliche Finanzinstrumente zurückgreifen. Bevor Sie sich für ein Instrument entscheiden, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Rheinmetall-Prognose, da sie Hinweise auf den passenden Zeithorizont und die angemessene Positionsgröße liefert.
CFDs (Differenzkontrakte) ermöglichen über CFD-Broker den gehebelten Handel auf Kursbewegungen der Rheinmetall-Aktie, ohne dass die Aktie selbst erworben wird. Sie können sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen und bereits mit kleinerem Kapitaleinsatz größere Positionen bewegen. Der Hebel erhöht jedoch ebenso die Verlustrisiken, weshalb CFDs vor allem für kurzfristig orientierte Trader geeignet sind, die ihre Positionen aktiv überwachen und mit klaren Verlustgrenzen arbeiten.
ETFs (Exchange Traded Funds) bieten eine Möglichkeit, indirekt in Rheinmetall zu investieren, etwa über Rüstungs- oder Verteidigungs-ETFs, die neben Rheinmetall weitere Branchenwerte wie Hensoldt oder Renk bündeln. Diese Variante streut das Einzelaktienrisiko über mehrere Unternehmen und eignet sich eher für Anleger mit einem längerfristigen Anlagehorizont, die am strukturellen Wachstum der gesamten Branche teilhaben möchten.
Zertifikate wie Turbo- oder Knock-out-Zertifikate bilden die Kursentwicklung der Rheinmetall-Aktie gehebelt ab und eignen sich für Trader, die kurzfristige Kursbewegungen gezielt ausnutzen möchten. Anbieter weisen darauf hin, dass ein Großteil der Kleinanleger bei diesen Produkten Verluste erleidet. Deshalb ist ein umsichtiger Umgang mit der Positionsgröße besonders wichtig und eine vorherige Auseinandersetzung mit der Funktionsweise des jeweiligen Produkts unerlässlich.
Futures erlauben den Handel auf den künftigen Kurs der Rheinmetall-Aktie zu einem heute festgelegten Preis und werden vor allem von institutionellen Marktteilnehmern sowie erfahrenen Privatanlegern zur Absicherung oder Spekulation genutzt. Sie erfordern in der Regel ein spezielles Handelskonto und ein gutes Verständnis der Kontrakte.
Optionen räumen dem Käufer das Recht ein, die Rheinmetall-Aktie zu einem festgelegten Preis und Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Sie eignen sich sowohl zur Spekulation auf Kursbewegungen als auch zur Absicherung bestehender Positionen und erfordern ein gutes Verständnis von Zeitwert und Volatilität.
Welches Instrument sich am besten eignet, hängt vom individuellen Anlagehorizont, der Risikobereitschaft und der Erfahrung des jeweiligen Anlegers ab. Wenn Sie kurzfristig von Schwankungen profitieren möchten, greifen Sie eher zu CFDs oder Zertifikaten. Längerfristig orientierte Anleger sind hingegen oft mit ETFs oder dem direkten Aktienkauf besser bedient.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Rheinmetall Kursentwicklung zu Handeln (Foto: Shutterstock/ nitpicker)
Eine fundierte Rheinmetall-Prognose stützt sich in der Regel auf zwei Säulen: die fundamentale Analyse von Umsatz, Auftragsbestand, Marge und Geschäftsausblick sowie die technische Analyse von Chartverlauf, gleitenden Durchschnitten und Indikatoren wie RSI oder MACD. Beide Ansätze ergänzen sich, da fundamentale Daten eher die mittel- bis langfristige Richtung vorgeben, während die Charttechnik kurzfristige Ein- und Ausstiegspunkte liefert.
Eine kurzfristige Analyse konzentriert sich auf Kursmarken, Handelsvolumen und Indikatoren der vergangenen Tage und Wochen, um Trading-Chancen innerhalb weniger Tage zu identifizieren. Eine langfristige Analyse betrachtet dagegen Geschäftsmodell, Wettbewerbsposition, Auftragsbestand und Branchentrends über mehrere Jahre, da einzelne Tagesschwankungen für diesen Anlagehorizont kaum Bedeutung haben.
Ein Rheinmetall-Kursziel bildet die Einschätzung eines Analysten ab, wo die Aktie nach dessen Modellrechnung in etwa zwölf Monaten stehen könnte. Es handelt sich um eine Orientierungsgröße auf Basis von Bewertungsmodellen und Gewinnschätzungen, nicht um eine Garantie. Deshalb können einzelne Kursziele je nach Analyst und Bewertungsmethode teils deutlich voneinander abweichen.
Analysten nutzen unterschiedliche Bewertungsmodelle, treffen abweichende Annahmen zu künftigem Umsatzwachstum sowie Margen und gewichten Risiken wie politische Auftragsstornierungen unterschiedlich stark. Dadurch kann ein Rheinmetall-Kursziel je nach Analyst spürbar variieren, auch wenn alle Experten auf dieselben veröffentlichten Unternehmenszahlen zugreifen.
Eine Rheinmetall-Unterstützung markiert eine Kurszone, in der in der Vergangenheit verstärkt gekauft wurde, weshalb dort erneut Nachfrage erwartet wird. Ein Rheinmetall-Widerstand kennzeichnet dagegen eine Zone, an der frühere Kursanstiege ins Stocken gerieten, weil dort verstärkt verkauft wurde. Beide Marken helfen Tradern dabei, mögliche Wendepunkte im Kursverlauf frühzeitig einzuschätzen.
Zu den zentralen Risiken zählen politische Entscheidungen wie Auftragsstornierungen, eine mögliche Entspannung geopolitischer Spannungen, Kapazitätsengpässe bei der Auftragsabarbeitung sowie eine grundsätzlich hohe Bewertung, die empfindlich auf enttäuschende Nachrichten reagieren kann. Wer diese Faktoren kennt, kann Prognosen realistischer einordnen und eigene Erwartungen entsprechend anpassen.
Die Rheinmetall-Aktie zählt aufgrund der hohen Schwankungsbreite und der Abhängigkeit von politischen Entscheidungen zu den volatileren Werten im DAX. Einsteiger sollten sich vor einem Investment intensiv mit dem Geschäftsmodell, der Bewertung und den branchenspezifischen Risiken auseinandersetzen und gegebenenfalls zunächst kleinere Positionen oder breiter gestreute Instrumente wie ETFs in Betracht ziehen.
Neben Umsatz und operativer Marge lohnt sich der Blick auf den Auftragsbestand, da er die Umsatzsichtbarkeit für die kommenden Jahre widerspiegelt. Ergänzend helfen Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis dabei einzuschätzen, wie viel Wachstum der Markt bereits im aktuellen Kurs eingepreist hat.
Fundamentale Nachrichten wie Auftragsmeldungen oder Prognoseänderungen liefern den grundsätzlichen Rahmen für die Bewertung der Aktie, während die Charttechnik zeigt, wie der Markt diese Informationen tatsächlich verarbeitet. Häufig reagiert der Kurs zunächst stark auf eine Nachricht, bevor sich im weiteren Handelsverlauf herausstellt, ob die Bewegung von Dauer ist oder wieder korrigiert wird.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.