

Der DAX hat am 07.08.2026 mit 26.319 Punkten seine Rekordjagd der vergangenen Wochen eindrucksvoll fortgesetzt. Seit dem lokalen Tief vom 17. Juli bei rund 24.800 Punkten hat der deutsche Leitindex um mehr als 8 % zugelegt. Wenn Sie sich für die DAX-Prognose aktuell interessieren, blicken Sie auf einen Markt, der von einer wenig überraschenden Berichtssaison, nachlassenden Ölpreisen und stabilen US-Arbeitsmarktdaten bestimmt wird.
Die DAX-Prognose heute ordnet die Lage zum Wochenschluss ein, während der Blick nach vorn zeigt, wie die DAX-Prognose morgen bzw. für den Montag und die neue Handelswoche ausfallen könnte. Charttechnisch bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt, auch wenn der kurzfristig überkaufte Markt eine Verschnaufpause nahelegt.
Anleger richten ihren Blick nun verstärkt auf die kommende Handelswoche vom 10. bis 15. August, in der weitere DAX-Quartalszahlen für neue Impulse sorgen dürften. Der DAX-Ausblick liefert Ihnen alle wichtigen Kursmarken, Szenarien und Hintergründe auf einen Blick und stützt sich dabei auf eine aktuelle Analyse der charttechnischen Ausgangslage.

Kurzfristig könnte sich der positive DAX Trend fortsetzen (Foto:Shutterstock/ m.mphoto)
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Eckpunkte der DAX-Prognose aktuell zusammen, bevor die einzelnen Abschnitte im Detail auf Tendenz, Szenarien und Kursmarken eingehen.
Der DAX notiert am Handelsende bei 26.319 Punkten und damit in der Nähe seines Allzeithochs von 26.447 Punkten vom gleichen Tag.
Der Handelstag verlief bullisch. Nach robusten US-Arbeitsmarktdaten zog der DAX weiter an und schloss mit einem spürbaren Plus knapp unter der Tagesbestmarke.
Die kurzfristige DAX-Prognose heute bleibt positiv, wenngleich die überkaufte Marktlage laut technischer Indikatoren erste Gewinnmitnahmen begünstigen könnte.
Für den 10.08.2026 rechnen Analysten mit einer moderaten Fortsetzung der Rekordjagd, sofern keine belastenden Nachrichten aus der Geldpolitik oder dem Nahost-Konflikt hinzukommen.
Zwischen dem 10. und 15. August 2026 rücken US-Inflationsdaten, deutsche Verbraucherpreise sowie mehrere DAX-Quartalszahlen in den Fokus und dürften die Schwankungsbreite erhöhen.
Auf Sicht der kommenden Wochen bleibt der Aufwärtstrend intakt, wobei die psychologische Marke von 27.000 Punkten als nächstes Etappenziel gilt.
Stand der letzten Aktualisierung: 07.08.2026
Die DAX-Prognose fällt für heute positiv aus, denn nach dem Ausbruch auf ein neues Allzeithoch bei über 26.400 Punkten überwiegen weiterhin die Kaufsignale der gleitenden Durchschnitte. Kurzfristig ist wegen der überkauften Lage aber mit einer technischen Verschnaufpause zu rechnen.
Die aktuelle Tendenz im DAX ist bullisch. In den vergangenen beiden Handelstagen vor dem 07.08.2026 hat der Index an mehreren Sitzungen in Folge neue Höchststände markiert und dabei die Marke von 26.400 Punkten kurzzeitig überschritten. Getragen wurde die Rally von einer überwiegend positiv aufgenommenen Berichtssaison der DAX-Konzerne, sinkenden Ölpreisen sowie robusten US-Arbeitsmarktdaten, die Zinssorgen zunächst dämpften.
Gleichzeitig zeigen Oszillatoren wie die Slow Stochastik eine überkaufte Marktlage an, was auf ein erhöhtes Rückschlagrisiko hindeutet. Der übergeordnete Aufwärtstrend seit dem Verlaufstief am 17. Juli bleibt dennoch intakt, sodass die kurzfristige Tendenz trotz Konsolidierungsrisiken nach oben gerichtet ist.
Im bullischen DAX-Ausblick sprechen aktuell mehrere Faktoren für steigende Kurse:
Charttechnisch relevant ist ein nachhaltiger Ausbruch über das bisherige Allzeithoch bei rund 26.440 Punkten, der weitere Käufer anlocken und den Weg zur psychologischen Marke von 27.000 Punkten ebnen könnte. Bleiben die positiven Nachrichten auf Unternehmensseite und Nahost-Diplomatie erhalten, erscheint ein Kursbereich zwischen 26.400 und 26.900 Punkten realistisch. Ein dynamischer Wochenstart mit weiter sinkenden Ölpreisen könnte diesen Bereich sogar in Richtung der 27.000er-Marke ausweiten.
Im neutralen DAX-Ausblick ist eine Seitwärtsphase wahrscheinlich, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Unter diesen Bedingungen dürfte sich der DAX in einer Handelsspanne zwischen etwa 26.100 und 26.500 Punkten bewegen. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Wochen wäre eine solche Konsolidierung technisch gesund und würde die kurzfristig überkaufte Lage abbauen, ohne den Aufwärtstrend infrage zu stellen. übergeordneten
Im bärischen DAX-Ausblick bestehen Risiken für fallende Kurse vor allem im geopolitischen Bereich: Eine Eskalation des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen oder neue Spannungen um die Straße von Hormus könnten die Ölpreise treiben und die Stimmung belasten. Hinzu kommt das Risiko höher als erwartet ausfallender US-Inflationsdaten, die Spekulationen auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank befeuern würden. Auch enttäuschende Quartalszahlen von Schwergewichten wie E.ON, RWE oder Hannover Rück könnten kurzfristig belasten.
Im Fall einer stärkeren Korrektur gilt zunächst der gleitende Durchschnitt der letzten 20 Handelstage als erste Auffanglinie. Darunter rückt die Marke von rund 25.300 Punkten in den Fokus, ehe bei etwa 25.100 Punkten eine offene „Kurslücke“ geschlossen werden könnte.
Für den kurzfristigen DAX-Ausblick sind vor allem folgende Marken entscheidend: Auf der Oberseite bildet das Allzeithoch von Anfang August bei rund 26.440 Punkten den ersten DAX-Widerstand, gefolgt von der psychologischen Marke bei 27.000 Punkten als zweitem Widerstand. Auf der Unterseite verläuft eine erste DAX-Unterstützung am Tagestief vom 4. August bei rund 26.080 Punkten.
Darunter folgt eine zweite Unterstützung am lokalen Verlaufstief vom 30. Juli bei etwa 25.300 Punkten. Sollte auch diese Marke unterschritten werden, rückt die Marke bei rund 25.100 Punkten in den Blick, deren Schließung den kurzfristigen Aufwärtstrend ernsthaft infrage stellen würde.

Der DAX hat sich zu dem bedeutendsten Börsenbarometer Europas entwickelt (Foto: Shutterstock/ gopixa)
Der DAX-Ausblick für die kommenden Handelstage lässt sich in zwei Abschnitte gliedern: die DAX-Prognose morgen für den unmittelbaren Wochenauftakt und die DAX-Prognose diese Woche für den Zeitraum bis zum 15.08.2026.
Eine fundierte technische Analyse ist für die DAX-Prognose unverzichtbar, da Chartmuster, gleitende Durchschnitte und Oszillatoren frühzeitig Hinweise auf mögliche Trendwenden oder Trendfortsetzungen liefern können. Sie ergänzt damit die fundamentale Betrachtung von Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen um eine marktbasierte Perspektive.
Die DAX-Analyse der vergangenen Handelstage zeigt ein klar bullisches Chartbild mit mehreren Tagen in Folge neuer Rekordstände. Ausgehend vom lokalen Tief am 30. Juli bei rund 25.300 Punkten baute der Index eine dynamische Aufwärtsbewegung auf, die den Kurs auf ein neues Allzeithoch bei rund 26.440 Punkten trug. Kennzeichnend für diese Phase waren steigende Tages-Hochs und -Tiefs, die ein klares Indiz für einen intakten kurzfristigen Aufwärtstrend sind.
Der übergeordnete, seit Monaten bestehende Aufwärtstrendkanal bleibt unverändert bestehen. Zwar deutete das kurzzeitige Überschreiten des oberen Bollinger-Bandes Anfang August auf eine überhitzte Marktlage hin. Die Kaufsignale der gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage blieben davon jedoch unberührt und untermauern das übergeordnet positive Bild.
Die aktuelle DAX-Analyse der relevanten Chartzonen macht Folgendes deutlich: Auf der Oberseite verläuft der erste relevante DAX-Widerstand am Allzeithoch bei rund 26.440 Punkten, da dort zuletzt Gewinnmitnahmen einsetzten. Gelingt der nachhaltige Ausbruch, rückt als zweiter Widerstand die psychologisch bedeutsame Marke von 27.000 Punkten in den Fokus, an der erfahrungsgemäß verstärkt Verkaufsorders platziert werden.
Auf der Unterseite bildet das Tagestief vom 4. August bei etwa 26.080 Punkten die erste Unterstützung, da der Index dieses Niveau in der jüngsten Aufwärtsbewegung mehrfach erfolgreich verteidigt hat. Als zweite Unterstützung gilt das lokale Verlaufstief vom 30. Juli bei rund 25.300 Punkten, das zugleich mit dem Ausgangspunkt der aktuellen Rally zusammenfällt. Sollte diese Zone unterschritten werden, wäre der kurzfristige Aufwärtstrend technisch angeschlagen und der Blick würde sich auf die Kurslücke bei rund 25.100 Punkten richten.
Die Betrachtung von Indikatoren ist für die DAX-Prognose deshalb wichtig, weil sie die reine Kursbewegung um eine quantitative, weniger emotionale Komponente ergänzt und so hilft, die Nachhaltigkeit eines Trends besser einzuschätzen.
Die gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage (GD20, GD50, GD200) verlaufen allesamt unterhalb des aktuellen Kurses und weisen intakte Kaufsignale auf. Solange der DAX oberhalb dieser Linien notiert, spricht die Logik der Trendfolge für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung, wenngleich ein Rücksetzer zum GD20 im Rahmen einer Konsolidierung jederzeit möglich bleibt.
Für die DAX-Prognose ist auch der Relative-Stärke-Index relevant. Er bewegt sich nach der jüngsten Rally im oberen, überkauften Bereich oberhalb der 70-Marke. In starken Aufwärtstrends kann der RSI zwar länger erhöht bleiben, ohne dass dies automatisch eine Trendwende bedeutet. Dennoch signalisiert die Konstellation ein erhöhtes Risiko für eine kurzfristige technische Gegenbewegung in den kommenden Handelstagen.
Der MACD notiert oberhalb seiner Signallinie und damit weiterhin im positiven, den Trend bestätigenden Bereich. Sollte sich der Abstand zwischen MACD- und Signallinie in den kommenden Tagen verringern, wäre dies ein frühes Warnsignal für nachlassendes Aufwärtsmomentum, ohne dass der übergeordnete Trend dadurch bereits gebrochen wäre.

Aktuelle Entwicklungen beeinflussen die DAX Prognose (Foto: Shutterstock/ Yuganov Konstantin)
Die Prognose und Entwicklung des DAX werden aktuell von mehreren, teils gegenläufigen Faktoren beeinflusst, die Sie bei Ihrer Einschätzung der weiteren Kursentwicklung im Blick behalten sollten.
Von der Europäischen Zentralbank gehen derzeit eher neutrale bis leicht positive Impulse aus, da keine kurzfristige geldpolitische Straffung im Euroraum ansteht. Die Notenbank dürfte ihren Kurs vorerst beibehalten, was europäischen Aktien wie dem DAX tendenziell Rückenwind verleiht, solange keine überraschenden Inflationsdaten aus der Eurozone dazwischenfunken.
Für Anleger bedeutet die aktuell stabile Zinslandschaft im Euroraum vor allem Planungssicherheit, was sich positiv auf die Bewertung zinssensitiver Branchen wie Immobilien, Versorger und Bau auswirken kann. Sollte die EZB im weiteren Jahresverlauf dagegen von ihrem abwartenden Kurs abweichen, könnte dies kurzfristig für zusätzliche Nervosität an den europäischen Aktienmärkten sorgen.
Die deutsche Wirtschaft sendet gemischte Signale. Zwar belasten strukturelle Probleme und aktuell auch das Niedrigwasser in wichtigen Flüssen die Industrieproduktion, gleichzeitig deuten Stimmungsindikatoren auf eine allmähliche Stabilisierung hin. Der Effekt auf den DAX ist damit derzeit eher neutral einzustufen.
Da der Deutsche Aktienindex viele exportorientierte Konzerne enthält, deren Umsätze überwiegend im Ausland erwirtschaftet werden, wirkt sich die Binnenkonjunktur zudem ohnehin nur indirekt auf die Indexentwicklung aus. Die internationalen Absatzmärkte und Wechselkurse spielen hingegen häufig eine größere Rolle.
Die laufende Berichtssaison wirkt überwiegend positiv. Zahlreiche Schwergewichte wie die Deutsche Telekom überzeugten zuletzt mit angehobenen Ausblicken, auch wenn einzelne Werte wie Allianz und Munich Re nach ihren Zahlen unter Druck gerieten.
In der Summe überwiegen die positiven Überraschungen, was den Index stützt. Mit GEA, Eon, Brenntag, Hannover Rück und RWE stehen in der kommenden Handelswoche weitere Berichte an, deren Ausblicke zusätzlichen Aufschluss darüber geben dürften, ob sich der positive Trend der Berichtssaison fortsetzt oder ob erste Ermüdungserscheinungen sichtbar werden.
Die US-Börsen lieferten zum Wochenschluss ebenfalls positive Vorgaben, nachdem robuste Arbeitsmarktdaten die Sorge vor einer allzu restriktiven Geldpolitik zunächst dämpften. Diese Entwicklung wirkte sich unterstützend auf die europäischen Indizes und damit auch auf den DAX aus. Da amerikanische Technologie- und KI-Werte einen erheblichen Teil der globalen Marktkapitalisierung ausmachen, wirkt sich deren Stimmung regelmäßig auch auf europäische Indizes wie den DAX aus, selbst wenn dort kaum vergleichbare Technologiewerte enthalten sind.
Die Diskrepanz zwischen dem offiziellen US-Leitzins von 3,5 % und der Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen von rund 4,2 % signalisiert, dass der Anleihemarkt mit einer strafferen Geldpolitik rechnet als aktuell umgesetzt. Steigende Anleiherenditen wirken tendenziell belastend auf Aktienbewertungen und stellen damit einen der größten Risikofaktoren für die kommenden Wochen dar. Besonders wachstumsstarke und höher bewertete Sektoren reagieren erfahrungsgemäß empfindlicher auf steigende Zinsen als klassische Value-Titel, wie sie im DAX vergleichsweise stark vertreten sind.
Alle drei gleitenden Durchschnitte verlaufen unterhalb des aktuellen Kurses und senden intakte Kaufsignale. Diese charttechnische Konstellation wirkt sich positiv auf die mittelfristige Einschätzung aus, solange der DAX diese Marken nicht nachhaltig unterschreitet. Ein Rückfall unter den GD50 würde dagegen als erstes ernstzunehmendes Warnsignal gewertet und könnte weitere, auf Trendfolge ausgerichtete Verkäufe nach sich ziehen.
Über die DAX-Prognose aktuell hinaus lohnt sich ein mittelfristiger Ausblick. Dieser DAX-Ausblick für die kommenden sechs bis zwölf Monate bleibt insgesamt positiv, auch wenn die Marktstruktur nach der starken Rally der vergangenen Wochen anfälliger für Rücksetzer geworden ist.
Der Index-Stand hat sich seit dem Verlaufstief im Juli deutlich von seinen gleitenden Durchschnitten entfernt, was die Wahrscheinlichkeit einer zwischenzeitlichen Konsolidierung erhöht, ohne den übergeordneten Aufwärtstrend grundsätzlich infrage zu stellen. Zahlreiche Analysehäuser haben ihre Kursziele im Jahresverlauf mehrfach angehoben, nachdem frühere Prognosen bereits erreicht oder übertroffen wurden.
In der Summe überwiegen für die kommenden sechs bis zwölf Monate die positiveren Faktoren, sodass ein weiterer, wenn auch volatilerer Anstieg in Richtung der psychologischen Marke von 27.000 Punkten und darüber hinaus realistisch erscheint. Ein Rückschlag in Richtung 24.500 bis 25.500 Punkte im Zuge einer stärkeren Korrektur ist angesichts der geopolitischen und geldpolitischen Unsicherheiten jedoch ebenfalls nicht auszuschließen und sollte bei der eigenen Anlagestrategie berücksichtigt werden.

Mittelfristig ist es sehr schwer eine genaue DAX Prognose zu erstellen (Foto: Shutterstock/ ImYanis)
Anleger, die vom aktuellen DAX-Ausblick und einem möglichen DAX-Kursziel oberhalb von 27.000 Punkten profitieren möchten, können über verschiedene Assetklassen am Index partizipieren. Jede Variante bringt ein eigenes Chance-Risiko-Profil sowie unterschiedliche Anforderungen an Kapitaleinsatz und Handelserfahrung mit sich.
Contracts for Difference ermöglichen den gehebelten Handel auf steigende und fallende DAX-Kurse, ohne dass Sie den Index physisch erwerben. CFDs eignen sich vor allem für kurzfristig orientierte Trader, bergen wegen des Hebels aber ein überdurchschnittliches Verlustrisiko und erfordern ein konsequentes Risikomanagement mit klar definierten Stop-Loss-Marken.
Börsengehandelte Indexfonds bilden unter anderem auch die Wertentwicklung des DAX kostengünstig und transparent ab. ETFs sind besonders für langfristig orientierte Anleger geeignet, die ohne Hebel und mit geringem Verwaltungsaufwand am DAX partizipieren möchten, etwa im Rahmen eines Sparplans oder einer langfristigen Vermögensaufbau-Strategie. Zum kurzfristigen Trading sind ETFs nur wenig geeignet.
Strukturierte Produkte wie Index- oder Turbozertifikate bieten flexible Möglichkeiten, gezielt auf bestimmte Kursszenarien zu setzen. Turbozertifikate erlauben dabei einen gehebelten Einsatz, bergen aber ein erhöhtes Risiko eines Totalverlusts, sollte eine vordefinierte Knock-out-Schwelle erreicht werden. Sie sollten deshalb genau prüfen, wie nah der Basispreis eines Produkts am aktuellen Kursniveau des DAX liegt, bevor sie sich für ein bestimmtes Zertifikat entscheiden.
DAX-Futures werden institutionell stark genutzt und eignen sich für Anleger, die standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte mit hoher Liquidität bevorzugen. Aufgrund der Kontraktgrößen und Margin-Anforderungen richten sie sich in erster Linie an erfahrene Marktteilnehmer, die mit dem Prinzip von Nachschusspflichten und täglicher Gewinn- und Verlustverrechnung vertraut sind.
Optionen auf den DAX geben Anlegern das Recht, nicht aber die Pflicht, den Index zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Sie eignen sich sowohl zur Absicherung bestehender Positionen als auch für spekulative Strategien. Optionen erfordern jedoch ein fundiertes Verständnis von Optionsbewertung und Zeitwertverfall, da der Wert einer Option neben der Kursentwicklung auch von der Restlaufzeit und der impliziten Volatilität abhängt.
Unabhängig von der gewählten Anlageform gilt: Jede Investitionsentscheidung sollte auf einer eigenen Risikoeinschätzung basieren und nicht allein auf Grundlage einer einzelnen DAX-Prognose getroffen werden.
Für die Einschätzung der künftigen DAX-Entwicklung sind vor allem Konjunkturdaten interessant, die Hinweise auf die wirtschaftliche Dynamik geben. Dazu zählen unter anderem Einkaufsmanagerindizes, Inflationsraten, Arbeitsmarktdaten und Zahlen zur Industrieproduktion. Entscheidend ist dabei nicht nur der absolute Wert, sondern vor allem die Abweichung von den bisherigen Erwartungen.
Technische Indikatoren können dabei helfen, bestehende Trends systematisch zu untersuchen. Gleitende Durchschnitte zeigen etwa, ob sich der Index über längere Zeit eher aufwärts oder abwärts bewegt. Momentum-Indikatoren können Hinweise darauf geben, ob eine Bewegung an Stärke gewinnt oder an Dynamik verliert. Besonders interessant wird die Analyse, wenn mehrere Signale übereinstimmen.
Unterstützungs- und Widerstandszonen gehören zu den wichtigsten Werkzeugen der technischen DAX-Analyse. Eine Unterstützung kann Bereiche markieren, in denen in der Vergangenheit verstärkt gekauft wurde. Ein Widerstand kann dagegen auf eine Zone hinweisen, an der wiederholt Verkaufsdruck entstanden ist. Wird eine solche Marke überzeugend durchbrochen, kann sich das technische Bild verändern.
Steigende Gewinnerwartungen können höhere Aktienkurse unterstützen, sofern die Bewertungen nicht bereits zu ambitioniert sind. Werden Gewinnprognosen dagegen mehrfach reduziert, kann dies auf zunehmenden wirtschaftlichen Druck hindeuten. Für die DAX-Prognose sollte daher nicht nur die aktuelle Gewinnsituation betrachtet werden, sondern auch die Richtung der Analystenschätzungen und die Frage, ob die Erwartungen bereits vollständig im Kurs berücksichtigt sind.
Für eine Prognose ist vor allem entscheidend, wie sich die Erwartungen an die Geldpolitik verändern. Nicht nur tatsächliche Zinsentscheidungen, sondern auch Aussagen zur zukünftigen Zinspolitik können den Aktienmarkt bewegen. Ein Umfeld mit sinkenden Finanzierungskosten kann Aktien grundsätzlich unterstützen, während steigende Renditen von Anleihen den Wettbewerb um Kapital verschärfen können.
Eine Trendwende sollte nie anhand eines einzigen Signals vorhergesagt werden. Interessant wird die Situation, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig auf eine Veränderung hindeuten. Dazu können ein Bruch wichtiger Unterstützungs- oder Widerstandszonen, nachlassendes Momentum, veränderte Gewinnerwartungen oder eine deutliche Verschiebung der Marktstimmung gehören. Besonders aussagekräftig ist die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse. Erst wenn verschiedene Signale in dieselbe Richtung weisen, wird eine mögliche Trendwende für die DAX-Prognose relevanter.

Verschiedene Faktoren beeinflussen den DAX (Foto:Shuttertsock/ CryptoFX)

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.