

Die Ölpreis-Prognose steht aktuell ganz im Zeichen der ungelösten Lage rund um die Straße von Hormus. Nachdem die Sorte Brent zuletzt vier Handelstage in Folge zulegen konnte, zeigt sich der Markt am 11. August 2026 zunächst in einer Verschnaufpause: Brent notiert bei rund 88,50 US-Dollar, WTI bei etwa 83 US-Dollar je Barrel.
Grund für die anhaltende Nervosität sind neue Forderungen aus Washington und Teheran, die eine rasche Wiedereröffnung der wichtigen Meerenge weiter verzögern. Hinzu kommen ein Angriff auf die saudische Jazan-Raffinerie sowie ein attackierter Tanker in Hormus am vergangenen Wochenende. Für die Ölpreis-Prognose heute bedeutet das: Nach dem jüngsten Kursschub überwiegt zunächst Konsolidierung, ohne dass die grundsätzlich angespannte Angebotslage entschärft wäre.
Bevor die einzelnen Szenarien im Detail betrachtet werden, liefert die folgende Übersicht die wichtigsten Eckdaten der aktuellen Ölpreis-Prognose auf einen Blick. Sie fasst Kurswerte, Tendenz und Zeiträume für einen Ausblick kompakt zusammen.
Brent notiert bei circa 88,50 USD je Barrel, WTI bei rund 83 USD. Beide Sorten liegen damit deutlich über dem Niveau vor Ausbruch des Nahost-Konflikts Ende Februar 2026.
Nach vier Anstiegen in Folge zeigt sich der Ölpreis am 11. August 2026 seitwärts orientiert, die Handelsspanne bleibt eng.
Für heute überwiegt eine konsolidierende Tendenz mit einer leichten Aufwärtsbewegung, solange keine neuen Hormus-Nachrichten eintreffen.
Für morgen hängt die Richtung stark vom heutigen EIA-Kurzfristbericht sowie neuen Aussagen aus Teheran und Washington ab.
Für diese Woche wird mit erhöhter Volatilität gerechnet, getrieben von Lagerdaten und geopolitischen Schlagzeilen.
Für die kommenden Wochen bleibt die Angebotslage angespannt, auch wenn OPEC+ die Fördermenge im September weiter erhöht.
Stand der letzten Aktualisierung: 11.08.2026.

Viele Faktoren üben Druck auf den Ölpreis aus (Foto: Shutterstock/ Nattapon Saisaard)
Die Ölpreis-Prognose für heute fällt etwas verhaltener aus: Nach der jüngsten Rallye konsolidiert der Ölpreis auf hohem Niveau, während Marktteilnehmer neue Signale zur Hormus-Frage und zum heutigen EIA-Bericht abwarten. Größere Ausschläge sind in beide Richtungen möglich.
Die aktuelle Tendenz beim Ölpreis war in den vergangenen Handelstagen klar bullisch geprägt. Brent legte vier Sitzungen in Folge zu und kletterte von rund 83 auf zeitweise über 88 US-Dollar, nachdem Teheran erneut betont hatte, die Straße von Hormus werde ohne ein Ende der US-Marineblockade nicht regulär geöffnet. Zusätzlich befeuerten der Angriff auf die Jazan-Raffinerie in Saudi-Arabien sowie ein attackierter Tanker in Hormus die Sorge vor weiteren Lieferausfällen.
Am 11. August selbst hat sich das Tempo des Anstiegs jedoch deutlich verlangsamt, die Kursbewegung wirkt eher neutral bis leicht bullisch. Diese Lage prägt aktuell auch jede seriöse Ölpreis-Analyse, da fundamentale Unsicherheit auf technische Verschnaufpause trifft.
Für die aktuelle Ölpreis-Prognose sprechen im bullischen Szenario mehrere Faktoren:
Zudem befindet sich die strategische US-Ölreserve auf dem niedrigsten Stand seit 1983, was zusätzlichen Preisdruck erzeugen kann. Charttechnisch relevant wäre ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 88 US-Dollar bei Brent, der den Weg in Richtung 95 US-Dollar öffnen würde. Bei einem bullischen Szenario erscheint für den heutigen Tag ein Kursbereich zwischen 89 und 92 US-Dollar je Barrel realistisch, sollte eine neue Eskalation die Angebotssorgen erneut verschärfen.
Im Rahmen der Ölpreis-Prognose wäre aktuell eine Seitwärtsphase beim Ölpreis unter folgenden Voraussetzungen denkbar:
Unter diesen Bedingungen erscheint eine Handelsspanne zwischen etwa 86 und 89 US-Dollar je Barrel bei Brent realistisch. Der Markt würde dann primär bestehende Positionen absichern, statt neue, größere Trades einzugehen, bis klarere Impulse von der geopolitischen oder fundamentalen Seite kommen.
Ein deutlicher Rückgang des Ölpreises wäre vor allem dann wahrscheinlich, wenn sich Iran und Oman überraschend schnell auf eine Öffnungsroute für Hormus einigen oder die USA Zugeständnisse bei der Marineblockade signalisieren. Auch die zusätzliche OPEC+-Fördermenge von 188.000 Barrel pro Tag ab September könnte mittelfristig belasten, sobald sie tatsächlich am Markt ankommt. In diesem bärischen Szenario könnten die Preise durchaus auf 83 Dollar (Brent) bzw. 77 Dollar (WTI) fallen.
Aktuell ergeben sich bei Brent mehrere relevante Chartzonen und Kursmarken. Als erste Unterstützung gilt die Marke um 83 US-Dollar, die zuletzt mehrfach als Ausgangspunkt für Erholungen diente. Darunter folgt eine stärkere Unterstützungszone bei 78 bis 80 US-Dollar, die mit dem 200-Tage-Durchschnitt zusammenfällt.
Auf der Seite möglicher Preissteigerungen bildet der Bereich um 88 bis 90 US-Dollar einen ersten Widerstand, ehe bei rund 95 US-Dollar eine weitere Hürde wartet. Das ist ein Niveau, das auch als kurzfristiges Ölpreis-Kursziel bei einer Fortsetzung der Rallye gilt. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde die runde Marke von 100 US-Dollar in den Fokus rücken, die zugleich als psychologischer Ölpreis-Widerstand gilt.
Die Ölpreis-Prognose für morgen hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab: dem heute veröffentlichten EIA-Kurzfristbericht (Short-Term Energy Outlook) sowie neuen Entwicklungen bei den Verhandlungen zwischen Iran, Oman und den USA über die Straße von Hormus. Sollte der EIA-Bericht die zuletzt gestiegene Angebotsunsicherheit bestätigen, ist mit einer Fortsetzung der leicht bullischen Tendenz zu rechnen. Ein Kursbereich zwischen 87 und 91 US-Dollar bei Brent wäre dann realistisch.

Der Ölpreis bleibt höchstwahrscheinlich weiter in Bewegung (Foto: Shutterstock/ FOTOGRIN)
Die technische Analyse ist für unsere Ölpreis-Prognose aktuell ein wichtiges Werkzeug, weil sie hilft, Kursverläufe unabhängig von tagesaktuellen Nachrichten einzuordnen. Gerade in einer Phase, in der geopolitische Meldungen den Ölpreis kurzfristig stark bewegen, liefert der Blick auf Trends, Kursmarken und Indikatoren zusätzliche Orientierung.
Der Trend beim Ölpreis war in den vergangenen Handelstagen aufwärts gerichtet. Ausgehend von einem Niveau um 82 US-Dollar kletterte Brent in mehreren Schritten bis auf zeitweise 88 US-Dollar, wobei sich der Anstieg zuletzt spürbar verlangsamte. Der übergeordnete Trend bleibt damit intakt, auch wenn das Chartbild zunehmend Konsolidierungsmerkmale zeigt.
Der Kurs notiert weiterhin über dem gleitenden 100-Tage- sowie dem 200-Tage-Durchschnitt, was für eine grundsätzlich bullische Grundtendenz spricht. Relevant bleibt die Marke von 83 US-Dollar als kurzfristige Absicherung des Aufwärtstrends. Sollte diese Zone brechen, würde sich das Chartbild eintrüben und eine tiefere Korrektur wahrscheinlicher machen, während ein Ausbruch über 90 US-Dollar den Aufwärtstrend bestätigen würde.
Aktuell lassen sich beim Ölpreis mehrere Marken identifizieren. Die erste Ölpreis-Unterstützung liegt bei rund 83 US-Dollar, da dieser Bereich in den vergangenen Handelstagen mehrfach als Ausgangspunkt für Erholungsbewegungen diente. Eine zweite, stärkere Unterstützung befindet sich bei 78 bis 80 US-Dollar, wo der gleitende 200-Tage-Durchschnitt verläuft und zugleich ein charttechnisches Ausbruchsniveau aus dem Frühsommer liegt.
Auf der anderen Seite bildet die Marke um 88 bis 90 US-Dollar den nächsten Widerstand, da hier zuletzt wiederholt Verkaufsdruck einsetzte. Darüber wartet bei etwa 95 US-Dollar eine weitere Hürde, die mit dem Ölpreis-Kursziel mehrerer Analysehäuser übereinstimmt. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Ölpreis-Widerstand würde die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke in Reichweite rücken, die dann als nächstes Ölpreis-Kursziel gelten dürfte.
Das Betrachten von Indikatoren ist für die Ölpreis-Prognose deshalb wichtig, weil einzelne Kennzahlen wie gleitende Durchschnitte, RSI oder MACD helfen, die Stärke und Nachhaltigkeit eines Trends objektiver einzuschätzen als eine reine Chartbetrachtung.
Der Ölpreis notiert aktuell über dem 100- und dem 200-Tage-Durchschnitt, was auf eine grundsätzlich intakte Aufwärtsbewegung hindeutet. Mehrere Analysehäuser werten das Signal auf Tagesbasis aktuell als „Kauf“ beziehungsweise „Strong Buy“. Für die Entwicklung bis zum Ende der Woche spricht das eher für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtstendenz, solange der Kurs nicht unter die genannten Durchschnittslinien fällt.
Der Relative-Stärke-Index bewegt sich derzeit in einem neutralen bis leicht überkauften Bereich, nachdem der jüngste Kursanstieg viel Kaufinteresse gebündelt hat. Für die Entwicklung bis zum Ende dieser Handelswoche deutet das eher auf eine Verschnaufpause oder Konsolidierung hin, bevor der Ölpreis erneut Fahrt aufnehmen könnte. Ein Rückgang des RSI unter die neutrale Marke von 50 würde dagegen für nachlassendes Aufwärtsmomentum sprechen.
Der MACD zeigt aktuell ein grundsätzlich bullisches Bild, da die MACD-Linie oberhalb der Signallinie verläuft. Für die kommenden Handelstage spricht das für eine anhaltende, wenn auch möglicherweise abflachende Aufwärtsdynamik. Ein Crossover nach unten wäre ein erstes Warnsignal für eine Trendwende.

Der Ölpreis ist stark von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig (Foto: Shutterstock/ sizsus art)
Die Prognose und Entwicklung des Ölpreises wird aktuell von mehreren Faktoren gleichzeitig beeinflusst, die teils gegenläufig wirken und die Ölpreis-Analyse entsprechend komplex machen.
Die OPEC+ hat Anfang August beschlossen, die Fördermenge ab September um 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Das ist bereits die sechste Anhebung in Folge seit Kriegsbeginn und zeigt das Bestreben, einem (weiter) steigenden Ölpreis auf der Angebotsseite entgegenzuwirken.
Formal wirkt die Maßnahme als eher preisdämpfend, da mehr Rohöl auf den Markt kommen soll. Praktisch bleibt der Effekt jedoch begrenzt, da wichtige Förderländer wie Saudi-Arabien ihre Quoten wegen der teilblockierten Straße von Hormus ohnehin nicht ausschöpfen können. Kurzfristig wirkt der Beschluss damit eher neutral bis leicht negativ auf den Ölpreis.
Die US-Lagerdaten gewinnen aktuell besondere Bedeutung, weil die strategische Ölreserve der USA zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 1983 gefallen ist. Ein weiterer Rückgang der kommerziellen Lagerbestände würde als klar positiv für den Ölpreis gewertet, da er die ohnehin angespannte Versorgungslage zusätzlich unterstreicht. Ein unerwarteter Lageraufbau könnte dagegen kurzfristig dämpfend wirken.
Chinas Rohölimporte waren im Juni um mehr als 40 % im Jahresvergleich eingebrochen, was jedoch vor allem am Abbau hoher Lagerbestände lag und nicht an einem plötzlichen Nachfrageeinbruch. Im August zeichnet sich bereits eine leichte Erholung der Importe aus dem Nahen Osten ab. Insgesamt wirkt der Faktor China damit aktuell eher neutral: Die riesigen chinesischen Reserven von schätzungsweise 1,2 Milliarden Barrel dämpfen zwar kurzfristig die Importnachfrage, dürften mittelfristig aber wieder aufgefüllt werden müssen.
Der seit Ende Februar 2026 andauernde Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran bleibt der mit Abstand dominanteste Faktor. Neue Angriffe wie zuletzt auf die Jazan-Raffinerie oder auf Tanker in Hormus wirken klar preistreibend, da sie die Versorgungssicherheit unmittelbar infrage stellen. Auch neue, verschärfte Forderungen zwischen Washington und Teheran verlängern die Unsicherheit und wirken damit tendenziell positiv für den Ölpreis.
Neben der OPEC+ spielt auch die tatsächliche Förderfähigkeit der betroffenen Staaten eine Rolle. Solange die Straße von Hormus nur eingeschränkt passierbar ist, bleibt ein erheblicher Teil der offiziell verfügbaren Kapazitäten faktisch ungenutzt. Dieser Umstand wirkt strukturell unterstützend für den Ölpreis, unabhängig von den formalen OPEC+-Beschlüssen.
Der mittelfristige Ölpreis-Ausblick für die kommenden sechs bis zwölf Monate bleibt von der ungelösten Hormus-Frage geprägt, auch wenn sich die Märkte seit dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr 2026 bereits deutlich beruhigt haben. Damals hatte Brent zeitweise über 113 US-Dollar notiert, bevor eine im Juni vereinbarte Absichtserklärung zwischen den USA und Iran für eine spürbare Entspannung sorgte. Dass diese Vereinbarung inzwischen wieder ins Stocken geraten ist, zeigt, wie fragil die aktuelle Situation bleibt.
Chancen für einen moderateren Ölpreis gibt es einige, von denen wir im Folgenden die wichtigsten Punkte nennen. Risiken für einen anhaltend hohen Ölpreis stehen den Chancen gegenüber und auch hier nennen wir die wichtigsten Gefahren.
In der Summe bleibt ein zweigeteiltes Bild: Gelingt eine wirklich stabile Hormus-Lösung, erscheint ein Rückgang in Richtung der von der EIA skizzierten 70er-Marken bis Ende 2026 möglich. Bleibt die Lage dagegen ungelöst oder eskaliert erneut, sind auch Vorstöße deutlich über 100 US-Dollar nicht auszuschließen, wie es die Erfahrung aus dem Frühjahr 2026 bereits gezeigt hat. Für Anleger und Beobachter bleibt der mittelfristige Ölpreis-Ausblick damit in erster Linie eine Frage der geopolitischen Entwicklung rund um den Persischen Golf.

Historische Ölpreis-Entwicklungen dienen für zukünftige Prognosen (Foto: Shutterstock/ Hodoimg)
Anleger und Trader, die von Bewegungen beim Ölpreis profitieren oder sich gegen steigende Energiekosten absichern möchten, können auf verschiedene Anlageprodukte zurückgreifen. Die folgende Übersicht stellt die gängigsten Möglichkeiten vor.
CFDs ermöglichen den gehebelten Handel auf steigende wie fallende Ölpreise, ohne dass der Rohstoff physisch geliefert wird. Sie eignen sich vor allem für kurzfristig orientierte Trader, die von Tagesschwankungen laut der aktuellen Ölpreis-Prognose profitieren möchten, bergen aufgrund der Hebelwirkung aber ein erhöhtes Verlustrisiko. Der Handel erfolgt über spezialisiert CFD-Broker oder einige Wertpapierbroker, die zusätzlich CFD-Trading offerieren.
Manche ETCs bilden die Preisentwicklung von Rohstoffen wie Gold, Silber und Brent oder WTI als Rohöl meistens über Terminkontrakte ab. Sie sind vergleichsweise einfach handelbar und eignen sich eher für mittelfristig orientierte Anleger, die eine Position ohne tägliche Beobachtung halten möchten. Zu beachten sind mögliche Rollverluste bei länger laufenden Terminkontrakten.
Öl-Zertifikate, etwa Knock-out- oder Faktor-Zertifikate, bilden die Kursentwicklung mit unterschiedlichem Hebel ab. Sie erlauben eine flexible Positionierung entlang der eigenen Markteinschätzung, erfordern aber ein genaues Verständnis der jeweiligen Produktstruktur, insbesondere bei Knock-out Schwellen.
Öl-Futures sind Terminkontrakte, die direkt an Börsen wie der ICE oder der NYMEX gehandelt werden und die Grundlage für viele andere Ölprodukte bilden. Sie richten sich vor allem an erfahrene Marktteilnehmer, da sie mit Nachschusspflichten und größeren Kontraktgrößen verbunden sein können.
Optionen auf Öl-Futures geben Ihnen das Recht, Öl zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Sie eignen sich sowohl zur Absicherung bestehender Positionen als auch für gezielte Spekulationen auf bestimmte Kursbereiche, etwa im Rahmen einer eigenen Ölpreis-Analyse, erfordern jedoch fundierte Kenntnisse der Optionsbewertung.
Welches Finanzprodukt im Einzelfall passt, hängt von Anlagehorizont, Risikobereitschaft und Erfahrungen ab. Wenn Sie kurzfristig von der tagesaktuellen Ölpreis-Prognose profitieren möchten, greifen Sie eher zu CFDs, während mittelfristig orientierte Anleger und Trader häufiger auf ETCs oder Zertifikate setzen.
Der Ölpreis wird von zahlreichen Faktoren bestimmt. Besonders wichtig sind Angebot und Nachfrage, Fördermengen der OPEC+, geopolitische Konflikte, weltweite Konjunktur, Lagerbestände und Wechselkurse. Auch saisonale Schwankungen sowie Entscheidungen großer Förderländer können die Preisentwicklung kurzfristig und langfristig deutlich beeinflussen.
Eine Ölpreis-Prognose kann mögliche Entwicklungen aufzeigen, aber keine zukünftigen Preise garantieren. Der Ölmarkt reagiert empfindlich auf unerwartete Ereignisse wie politische Krisen, Produktionsausfälle oder Nachfrageschocks. Deshalb sollten Prognosen regelmäßig aktualisiert und immer im Zusammenhang mit aktuellen Marktdaten betrachtet werden.
Die OPEC+ besitzterheblichen Einfluss auf das weltweite Ölangebot. Änderungen der Förderquoten können das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage verändern und dadurch Preisschwankungen auslösen. Für eine fundierte Ölpreis-Analyse ist es daher wichtig, Förderentscheidungen und die tatsächliche Produktion genau zu beobachten.
Eine wachsende Weltwirtschaft benötigt normalerweise mehr Energie für Industrie, Transport und Produktion. Steigt die globale Nachfrage nach Öl, kann dies den Preis unterstützen. Bei einer wirtschaftlichen Abschwächung sinkt der Verbrauch häufig, sodass Konjunkturdaten und wirtschaftliche Erwartungen deshalb wichtige Bestandteile einer Ölpreis-Prognose sind.
Politische Spannungen können den Ölpreis erheblich beeinflussen, insbesondere wenn wichtige Förderregionen oder Transportwege betroffen sind. Bereits die Sorge vor möglichen Lieferunterbrechungen kann zu steigenden Preisen führen. Umgekehrt können Entspannung und sichere Versorgungserwartungen den Risikozuschlag und somit den Preis am Ölmarkt wieder reduzieren.
Brent und WTI sind zwei wichtige internationale Rohöl-Referenzsorten. Brent dient vor allem als Benchmark für den europäischen und internationalen Ölhandel, während WTI besonders für den nordamerikanischen Markt relevant ist. Beide Preise können sich ähnlich entwickeln, weisen aufgrund regionaler Faktoren jedoch unterschiedliche Preisniveaus auf.
Die Entwicklung der weltweiten und regionalen Öllagerbestände liefert wichtige Hinweise auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Steigende Bestände können auf ein Überangebot hindeuten und den Preisdruck erhöhen. Sinkende Lagerbestände können dagegen eine knappere Versorgung signalisieren und den Ölpreis unterstützen.
Eine seriöse Bewertung sollte mehrere Faktoren miteinander verbinden. Dazu gehören fundamentale Marktdaten, technische Kursentwicklungen, Konjunkturaussichten, Förderpolitik und geopolitische Risiken. Statt sich auf eine einzelne Vorhersage zu verlassen, ist es sinnvoll, verschiedene Szenarien zu vergleichen und die zugrunde liegenden Annahmen kritisch zu prüfen.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.