

Silber bleibt auch am 13. August 2026 einer der spannendsten Werte am Edelmetallmarkt. Nach einem kräftigen Anstieg am Vortag auf zeitweise über 66 US-Dollar je Feinunze pendelt der Silberpreis heute wieder um die Marke von 65 US-Dollar, während Silber-Futures bei rund 65,60 US-Dollar notieren. Damit steht der Markt genau an jener Zone, die in den vergangenen Monaten immer wieder über die weitere Richtung entschieden hat.
Wenn Sie sich für die aktuelle Silberpreis-Prognose interessieren, blicken Sie vor allem auf den kurzfristigen Widerstand bei rund 65,50 US-Dollar sowie auf die anstehenden US-Konjunkturdaten. Nach dem Verbraucherpreisindex vom Mittwoch folgt heute der Erzeugerpreisindex, der die Zinserwartungen an die US-Notenbank weiter prägen dürfte. In unserem Beitrag ordnen wir die Silberpreis-Prognose für heute, morgen und diese Woche ein.
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Eckdaten der aktuellen Silberpreis-Prognose zusammen, bevor wir im weiteren Verlauf des Textes ins Detail gehen.
Rund 65,00 US-Dollar je Feinunze im Spotmarkt, Silber-Futures bei etwa 65,60 US-Dollar.
Nach dem kräftigen Plus vom Vortag zeigt sich heute eine leicht konsolidierende bis schwächere Tendenz mit Gewinnmitnahmen im Bereich des kurzfristigen Widerstands.
Der Fokus liegt auf dem Erzeugerpreisindex sowie darauf, ob sich der Kurs oberhalb von 65 US-Dollar behaupten kann.
Für morgen stehen Einzelhandelsumsätze und das vorläufige Verbrauchervertrauen der University of Michigan im Fokus, die für zusätzliche Bewegung sorgen dürften.
Die Handelswoche bleibt von Daten beeinflusst und volatil mit Schwankungen, die grob zwischen 63 und 67 US-Dollar erwartet werden.
Auf Sicht der kommenden Wochen bleibt das Gesamtbild dank anhaltender Angebotsknappheit positiv, auch wenn kurzfristig Rücksetzer möglich sind.
Stand der letzten Aktualisierung: 13.08.2026

Die Prognose für den Silberpreis bleibt positiv (Foto: Shutterstock/ VladKK)
Die Silberpreis-Prognose für heute fällt uneinheitlich aus. Kurzfristig überwiegt die Vorsicht nach dem starken Anstieg vom Vortag, während das übergeordnete technische Bild mit Kursen über den wichtigen gleitenden Durchschnitten weiterhin freundlich bleibt.
Unsere Silberpreis-Analyse der vergangenen zwei Handelstage zeigt ein Bild zwischen Euphorie und Vorsicht. Am Mittwoch sprang der Kurs im Tagesverlauf deutlich nach oben und näherte sich der Marke von 66,50 US-Dollar, gestützt von schwachen US-Arbeitsmarktdaten und der Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik der Federal Reserve.
Am Donnerstag kam es dann zu Gewinnmitnahmen, der Kurs gab moderat nach und pendelt seither um die 65-Dollar-Marke. In der Gesamtschau lässt sich die Tendenz am ehesten als neutral bis leicht bullisch einordnen, denn der übergeordnete Aufwärtsimpuls ist intakt, kurzfristig dominiert jedoch eine Konsolidierung nach dem schnellen Anstieg.
Für steigende Kurse sprechen aktuell mehrere Faktoren:
Charttechnisch wäre ein Tagesschluss oberhalb von 65,50 bis 65,60 US-Dollar das Signal für weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung 68 bis 71 US-Dollar. Als optimistisches Silberpreis-Kursziel für den Rest der Woche gilt im bullischen Szenario ein Bereich zwischen 66 und 68 US-Dollar, sollte der PPI-Bericht die Zinssenkungserwartungen weiter befeuern. Im bullischen Silberpreis-Ausblick würde ein solcher Ausbruch die Tür für eine dynamischere Fortsetzung der laufenden Rally öffnen.
Eine Seitwärtsphase in dieser Woche ist beim Silberpreis wahrscheinlich, wenn folgende Voraussetzungen zusammentreffen:
In diesem Fall dürfte sich der Silberpreis in einer Handelsspanne von etwa 63,50 bis 66,00 US-Dollar bewegen, mit Orientierung an den gleitenden 20- und 50-Tage-Durchschnitten.
Ein Rückgang des Silberpreises droht kurzfristig vor allem dann, wenn der Erzeugerpreisindex überraschend hoch ausfällt und dadurch neue Zinssorgen aufkommen, was den US-Dollar stützen und Edelmetalle belasten würde. Auch verstärkte Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten schnellen Anstieg oder eine Entspannung der geopolitischen Lage im Nahen Osten könnten die Nachfrage nach dem sicheren Hafen dämpfen.
Als Silberpreis-Unterstützung gelten in diesem Szenario zunächst der 20-Tage-Durchschnitt bei rund 60,40 US-Dollar sowie die Zone um 60,80 bis 61,00 US-Dollar, die in der Vergangenheit als langfristige Unterstützungszone diente. Ein Bruch dieser Marken würde den Weg in Richtung 54,50 US-Dollar öffnen. Im bärischen Silberpreis-Ausblick würde sich die kurzfristige Erholung damit als reine Zwischenrally erweisen.
Für die Silberpreis-Prognose sind aktuell vor allem die folgenden Chartzonen entscheidend, da sie in der jüngsten Kursentwicklung mehrfach als Wendepunkte fungiert haben. Wenn Sie ein realistisches Silberpreis-Kursziel für die kommenden Handelstage ableiten möchten, sollten Sie diese Marken im Blick behalten. Auf der Oberseite bildet die Zone um 65,50 bis 65,60 US-Dollar den kurzfristigen Silberpreis-Widerstand, da hier das bisherige Konsolidierungshoch verläuft.
Darüber liegt der nächste größere Widerstand bei etwa 71,80 US-Dollar, gefolgt von der Marke bei 74,63 US-Dollar. Auf der Unterseite fungiert der 20-Tage-Durchschnitt bei 60,37 US-Dollar als erste Silberpreis-Unterstützung und der 50-Tage-Durchschnitt bei 61,80 US-Dollar als weitere Auffanglinie. Tiefer liegt die Zone um 60,80 US-Dollar, die als langfristig bedeutsame Unterstützung gilt, da sie in der Vergangenheit wiederholt hohe Nachfrage anzog.
Für die Silberpreis-Prognose für morgen und den Rest der Handelswoche bleiben die makroökonomischen Daten entscheidend. Nach dem Verbraucherpreisindex vom Mittwoch und dem Erzeugerpreisindex stehen am Freitag die US-Einzelhandelsumsätze sowie die vorläufige Umfrage zum Verbrauchervertrauen der University of Michigan an. Beide Termine können kurzfristig für erhöhte Volatilität sorgen, da sie Rückschlüsse auf die Konsumlaune und damit auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Federal Reserve zulassen.
Fällt der PPI-Bericht moderater aus als erwartet, dürfte sich die bereits laufende Zinssenkungsfantasie verstärken. In diesem Fall wäre für den Kursverlauf am Folgetag ein Test der Widerstandszone bei 65,50 bis 66,00 US-Dollar realistisch. Es besteht ein Ausbruchspotenzial in Richtung 68 US-Dollar, sollte auch der Arbeitsmarktausblick am Freitag freundlich ausfallen. Ein überraschend starker PPI-Wert hingegen würde die Zinssorgen neu entfachen, den Dollar stützen und könnte den Silberpreis tendenziell auf 63 bis 64 US-Dollar zurückfallen lassen.

Die langfristige Silberpreis Prognose bleibt positiv (Foto: Shutterstock/ JasonYoder)
Die technische Analyse ist für eine fundierte Silberpreis-Prognose unverzichtbar, weil Kursmarken im Chart, Trendlinien und Indikatoren häufig frühzeitig anzeigen, an welchen Kursniveaus Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen. Gerade bei einem volatilen Rohstoff wie Silber hilft dieser Blick, um kurzfristige Übertreibungen von tragfähigen Trends zu unterscheiden.
Der Chartverlauf der vergangenen Handelstage liefert wichtige Hinweise für die Silberpreis-Prognose. Ausgehend von einem Niveau knapp über 62 US-Dollar zu Wochenbeginn kletterte der Kurs zur Wochenmitte spürbar, angetrieben von schwachen US-Arbeitsmarktdaten und der Hoffnung auf niedrigere Zinsen.
Zur Wochenmitte markierte Silber im Tagesverlauf ein Mehrwochenhoch nahe 66,50 US-Dollar, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Der übergeordnete Trend zeigt weiterhin nach oben. Entscheidend bleibt, ob der kurzfristige Silberpreis-Widerstand überwunden wird oder ob sich eine breitere Konsolidierung anschließt, bevor der Aufwärtstrend fortgesetzt werden kann.
Unsere Silberpreis-Analyse der aktuellen Chartzonen ergibt mehrere relevante Marken. Auf der Unterseite bildet der 20-Tage-Durchschnitt bei 60,37 US-Dollar die erste Auffanglinie, da kurzfristig orientierte Trader sich häufig an diesem Durchschnitt orientieren. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 61,80 US-Dollar dient als zweite Unterstützung, weil sich in diesem Bereich in der Vergangenheit bereits mehrfach Käufer eingefunden haben.
Für eine belastbare Silberpreis-Analyse lohnt sich der Blick auf mehrere Indikatoren gleichzeitig, da sich einzelne Signale gegenseitig bestätigen oder relativieren können. Bezogen auf die aktuelle Situation beim Silber ergibt sich das folgende Bild.
Silber notiert deutlich über dem 20-Tage-Durchschnitt (60,37 US-Dollar) und dem 50-Tage-Durchschnitt (61,80 US-Dollar). Diese Konstellation gilt technisch als bullisch und spricht dafür, dass der übergeordnete Trend erst einmal intakt bleiben dürfte, solange keine der beiden Linien unterschritten wird.
Der RSI bewegt sich oberhalb der neutralen 50-Marke und nähert sich der überkauften Zone um 70. Das deutet darauf hin, dass kurzfristig weiteres Aufwärtspotenzial besteht, gleichzeitig aber auch das Risiko einer technischen Verschnaufpause steigt.
Der MACD hat zuletzt ein frisches Kaufsignal geliefert und notiert im positiven Bereich. Das untermauert das kurzfristig positive Bild, Sie sollten es jedoch bei nachlassendem Momentum genau beobachten, da ein Abflachen des Histogramms häufig einer Konsolidierung vorausgeht. In der Gesamtbetrachtung stützen alle drei Indikatoren aktuell eine tendenziell positive Silberpreis-Prognose.

Auf den Silberpreis haben verschiedene Faktoren Einfluss (Foto: Shutterstock/ Dragon Claws)
Prognose und Entwicklung des Silberpreises werden aktuell von mehreren Faktoren gleichzeitig beeinflusst, die teils gegenläufig wirken und deshalb im Zusammenspiel betrachtet werden sollten.
Silber folgt traditionell der Richtung des Goldpreises, da beide Metalle als sichere Häfen gelten. Die Gold-Silber-Ratio liegt aktuell bei rund 68 und damit leicht über dem Vortageswert, was zeigt, dass Silber den jüngsten Goldanstieg nicht ganz mitgehen konnte. Insgesamt wirkt dieser Faktor derzeit eher neutral bis leicht positiv, da ein historisch erhöhtes Ratio-Niveau auf mittlere Sicht Aufholpotenzial für Silber signalisieren kann.
Die industrielle Nachfrage bleibt einer der stärksten fundamentalen Einflussfaktoren. Chinesische Importe silberhaltiger Erze legten im Juni im Jahresvergleich um rund 62,5 % auf 219.000 Tonnen zu, was auf eine robuste Verarbeitungsnachfrage hindeutet. Zusätzlich sorgen Anwendungen in Rechenzentren, Elektrofahrzeugen und der allgemeinen Elektrifizierung für strukturellen Rückenwind. Dieser Faktor wirkt sich aktuell klar positiv auf den Silberpreis aus.
Der Photovoltaiksektor bleibt ein wichtiger Faktor für die Nachfrage, allerdings mit gemischten Vorzeichen. Zwar wächst die weltweite Solarproduktion weiter, gleichzeitig sinkt der Silberverbrauch je Solarzelle durch Materialeinsparungen und Substitutionseffekte in der Zellfertigung. Für die kurzfristige Silberpreis-Prognose bedeutet das einen eher neutralen Effekt, da wachsende Stückzahlen und sinkender Verbrauch pro Einheit sich teilweise ausgleichen.
Ein schwächerer US-Dollar verbilligt Silber für Käufer außerhalb der USA und wirkt daher tendenziell unterstützend. Nach dem enttäuschenden Juli-Arbeitsmarktbericht mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 % hat sich die Zinssenkungsfantasie verstärkt, was den Dollar zuletzt belastet hat. Dieser Faktor wirkt sich aktuell positiv auf den Silberpreis aus, bleibt jedoch stark abhängig von den kommenden US-Konjunkturdaten.
Silber wirft als Sachwert keine Zinsen ab, weshalb sinkende Realzinsen die Opportunitätskosten des Haltens senken und den Silberpreis stützen. Angesichts der aktuellen Fed Funds Rate von 3,63 % und der zunehmenden Markterwartung einer vorsichtigeren Geldpolitik wirkt dieser Faktor derzeit ebenfalls unterstützend, auch wenn die endgültige Entscheidung der Federal Reserve erst auf der Sitzung im September fällt.
Für den mittelfristigen Silberpreis-Ausblick auf die kommenden sechs bis zwölf Monate zeigt sich ein Markt, der von strukturellen Angebotsdefiziten auf der einen und erheblicher Unsicherheit über die Geldpolitik auf der anderen Seite geprägt ist. Silber gilt seit Jahren als das volatilere Pendant zu Gold, dessen Kursbewegungen in beide Richtungen stärker ausfallen können. Die Chancen für eine positive Entwicklung des Silberpreises sind vielfältig.
In der Gesamtbetrachtung überwiegen mittelfristig die unterstützenden Faktoren, insbesondere das anhaltende Angebotsdefizit und die wachsende industrielle Nachfrage. Gleichzeitig bleibt die Schwankungsbreite hoch, sodass die tatsächliche Entwicklung maßgeblich von der Geldpolitik der Federal Reserve sowie der weltweiten Konjunkturlage abhängt.
Ein Silberpreis-Kursziel lässt sich seriös daher nur als Bandbreite formulieren. Realistisch erscheint auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten ein Korridor zwischen rund 55 und 80 US-Dollar, wobei sowohl deutlich höhere als auch niedrigere Kurse je nach Datenlage und geopolitischer Entwicklung möglich bleiben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten von dem Silberpreis zu profitieren (Foto: Shutterstock/ Harbucks)
Wenn Sie nicht nur die Silberpreis-Prognose verfolgen, sondern auch selbst am Silbermarkt aktiv werden möchten, können Sie dafür auf unterschiedliche Finanzinstrumente zurückgreifen. Diese unterscheiden sich deutlich in Risiko, Kapitaleinsatz und Funktionsweise.
CFDs ermöglichen es, an Kursbewegungen des Silberpreises zu partizipieren, ohne dass Sie das Metall physisch besitzen. Über einen vom CFD-Broker bereitgestellten Hebel können Sie bereits mit geringem Kapitaleinsatz größere Positionen bewegen, was Chancen und Verlustrisiken gleichermaßen vergrößert. CFDs eignen sich vor allem für kurzfristig orientierte Trader, die aktiv auf Basis der tagesaktuellen Silberpreis-Analyse und Silberpreis-Prognose handeln möchten.
Silber-Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die vor allem von institutionellen Anlegern und erfahrenen Privatanlegern genutzt werden. Sie erfordern in der Regel ein spezielles Handelskonto sowie eine Margin-Hinterlegung und eignen sich aufgrund der hohen Hebelwirkung eher für risikobewusste Marktteilnehmer.
Optionen auf Silber geben Käufern das Recht, Silber zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Sie eignen sich sowohl zur Spekulation auf steigende oder fallende Kurse als auch zur Absicherung bestehender Positionen, erfordern aber ein größeres Verständnis der Optionsbewertung.
Silber-ETCs bilden die Kursentwicklung des Edelmetalls ab, entweder physisch besichert oder über Derivate. Sie lassen sich wie Aktien an der Börse handeln und eignen sich besonders für Anleger, die langfristig am Silberpreis-Ausblick partizipieren möchten, ohne sich um Lagerung oder Versicherung physischen Silbers kümmern zu müssen.
Zertifikate wie Index-, Bonus- oder Knock-out-Zertifikate bilden die Silberpreisentwicklung ab und bieten je nach Ausgestaltung unterschiedliche Chance-Risiko-Profile. Während einfache Partizipationszertifikate den Kurs 1:1 nachbilden, ermöglichen gehebelte Varianten überproportionale Gewinne, aber auch überproportionale Verluste bis hin zum Totalverlust.
Welches Produkt sich eignet, hängt stark von Ihren Zielen, der Risikobereitschaft und den vorhandenen Kenntnissen ab. Alle genannten Instrumente sind mit Verlustrisiken verbunden, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals reichen können.
Die Silberpreis-Prognose wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Entwicklung der Weltwirtschaft, Inflation, Zinsen, der US-Dollar und die Nachfrage aus der Industrie. Auch Fördermengen, Lagerbestände und geopolitische Ereignisse können den Silberpreis bewegen.
Die industrielle Nachfrage spielt für Silber eine besonders wichtige Rolle, da das Metall unter anderem in Elektronik, Solarzellen und verschiedenen technischen Anwendungen eingesetzt wird. Steigt die industrielle Produktion, kann dies den Bedarf erhöhen. Eine schwächere Konjunktur kann dagegen die Nachfrage und damit den Preis belasten.
Zinsentscheidungen können die Attraktivität von Edelmetallen verändern. Steigende Zinsen machen verzinsliche Anlagen häufig interessanter und können Gold und Silber unter Druck setzen. Sinkende Zinsen können hingegen die Nachfrage nach Silber unterstützen. Für eine langfristige Prognose ist daher die erwartete Geldpolitik wichtiger als eine einzelne Zinsentscheidung.
Silber wird international überwiegend in US-Dollar gehandelt. Verändert sich der Wert der amerikanischen Währung, kann dies den Silberpreis beeinflussen. Ein schwächerer Dollar kann Edelmetalle für Käufer außerhalb der USA günstiger machen. Deshalb beobachten Analysten bei einer Silberpreis-Prognose häufig auch die Entwicklung des Dollar-Wechselkurses.
Inflation kann die Nachfrage nach Edelmetallen beeinflussen, weil Anleger nach Möglichkeiten suchen, ihr Vermögen gegen einen Kaufkraftverlust abzusichern. Silber kann dabei eine Rolle spielen, allerdings reagiert der Markt nicht automatisch auf jede Inflationsbewegung. Entscheidend sind unter anderem Inflationserwartungen, Zinsen und die allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten.
Das verfügbare Silberangebot beeinflusst zusammen mit der Nachfrage die Preisentwicklung. Veränderungen bei Minenproduktion, Recycling und Lagerbeständen können das Gleichgewicht am Markt verschieben. Da Silber häufig als Nebenprodukt anderer Metallförderungen gewonnen wird, lässt sich das Angebot nicht immer kurzfristig an eine steigende Nachfrage anpassen.
Langfristige Silberpreis-Prognosen können Orientierung bieten, sind aber grundsätzlich mit Unsicherheit verbunden. Niemand kann wirtschaftliche Entwicklungen, politische Ereignisse oder Veränderungen bei Angebot und Nachfrage exakt vorhersehen. Sinnvoller ist es daher, verschiedene Szenarien zu betrachten und eine Prognose regelmäßig anhand neuer Marktinformationen zu überprüfen.
Für eine fundierte Einschätzung empfiehlt sich ein Blick auf mehrere Kennzahlen gleichzeitig. Besonders relevant sind industrielle Nachfrage, Inflation, Zinsentwicklung, US-Dollar, Minenproduktion und geopolitische Risiken. Zusätzlich können Marktstimmung und Investitionsnachfrage wichtige Hinweise liefern. Eine einzelne Kennzahl reicht dagegen meist nicht aus, um die Preisentwicklung zuverlässig einzuschätzen.

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