

Der S&P 500 hat sich nach der kurzen Konsolidierung der vergangenen Tage wieder gefangen. Der US-Leitindex notiert bei 7.733,5 Punkten, ein Plus von 0,77 Prozent. Kräftige Kursgewinne bei Nvidia nach starken Quartalszahlen sowie der Auftakt des Notenbankertreffens in Jackson Hole prägen aktuell das Marktgeschehen.
Für die aktuelle S&P 500-Prognose ergibt sich ein konstruktives Bild. Der Index notiert weiterhin oberhalb seiner gleitenden 50- und 200-Tage-Durchschnitte bei intaktem Golden Cross, und auch der MACD hat zuletzt ein positives Signal geliefert, ohne dass sich eine Divergenz zum Kursverlauf abzeichnet. Der RSI bewegt sich im neutralen bis leicht erhöhten Bereich und lässt damit weiterhin Raum für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.
Entscheidend für die kommenden Handelstage wird sein, ob der S&P 500 die Widerstandszone um 7.780 Punkte überwinden kann. Unser Ausblick ordnet die aktuelle technische Ausgangslage ein und zeigt, welche Marken und Entwicklungen dafür maßgeblich sind.
Die aktuelle S&P 500-Prognose fasst die wichtigsten Eckdaten kompakt zusammen. Sie dient als schneller Überblick, bevor die einzelnen Punkte im weiteren Verlauf des Beitrags vertieft werden.
Der S&P 500 notiert aktuell bei 7.733,5 Punkten, ein Plus von 0,77 Prozent. Der Index nähert sich damit wieder der Widerstandszone um 7.780 Punkte, nachdem er sich von der kurzen Konsolidierung der vergangenen Tage erholt hat.
Seit dem letzten Update am 25.08. hat sich die Stimmung an der Wall Street spürbar aufgehellt. Auslöser waren die Quartalszahlen von Nvidia, die sowohl beim Umsatz als auch beim Ausblick die Markterwartungen übertrafen und der gesamten Technologiebranche Auftrieb gaben. Am Donnerstag eröffnete zudem das dreitägige Notenbankertreffen in Jackson Hole, bei dem Anleger auf Hinweise zur weiteren Zinspolitik warten.
Die aktuelle Tendenz ist bullisch. Der S&P 500 notiert oberhalb seiner gleitenden 50- und 200-Tage-Durchschnitte bei intaktem Golden Cross, und die jüngste Erholung hat den kurzfristigen Rücksetzer der vergangenen Woche wieder ausgeglichen.
Die Indikatoren fallen bullish aus. Der RSI bewegt sich im neutralen bis leicht erhöhten Bereich, ohne eine überkaufte Marktsituation anzuzeigen. Beim MACD hat sich zuletzt ein bullisches Signal gebildet, eine Divergenz zum Kursverlauf ist nicht erkennbar.
Für die kommenden Handelstage bleibt entscheidend, ob der S&P 500 die Widerstandszone bei 7.780 Punkten überwinden kann. Im Mittelpunkt steht dabei die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole, von der sich Anleger Hinweise zur Zinspolitik im September erhoffen.
Der mittelfristige S&P 500-Ausblick bleibt aus charttechnischer Sicht grundsätzlich positiv. Der Index notiert weiterhin oberhalb seiner wichtigen mittel- und langfristigen Durchschnittslinien und damit innerhalb einer übergeordnet konstruktiven Trendstruktur. Eine stärkere Korrektur und insbesondere ein nachhaltiger Bruch wichtiger mittelfristiger Trendmarken würden dieses Bild dagegen zunehmend infrage stellen..
Stand der letzten Aktualisierung: 27.08.2026

Der S&P 500 wird von vielen Faktoren beeinflusst (Foto: Shutterstock/ Gorodenkoff)
Der S&P 500 zeigt sich zur Wochenmitte wieder fester. Nach der kurzen Konsolidierung der vergangenen Tage hat der Index einen Teil seiner vorherigen Kursgewinne zurückgeholt und notiert bei 7.733,5 Punkten. Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt damit intakt.
Die Indikatoren bestätigen die Erholung. Der RSI bewegt sich im neutralen bis leicht erhöhten Bereich, ohne eine überkaufte Marktsituation anzuzeigen. Beim MACD hat sich zuletzt ein bullisches Signal gebildet, eine Divergenz zum Kursverlauf ist nicht erkennbar. Der Index notiert weiterhin oberhalb seiner gleitenden 50- und 200-Tage-Durchschnitte bei intaktem Golden Cross.
Entscheidend für die weitere kurzfristige Entwicklung ist, ob der S&P 500 die Widerstandszone bei 7.780 Punkten überwinden kann. Gelingt das, wäre der Weg zu neuen Rekordständen frei.
Seit dem letzten Update am 25.08. hat vor allem Nvidia die Richtung vorgegeben. Der Chipkonzern übertraf am Mittwoch sowohl beim Umsatz als auch beim Ausblick die Markterwartungen und wagte erstmals in der Firmengeschichte eine Prognose für das gesamte kommende Geschäftsjahr – ein Umsatzwachstum von 70 Prozent. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund sieben Prozent zu, weitere Technologiewerte wie Salesforce, Crowdstrike und Okta zogen nach starken eigenen Zahlen zweistellig an. Gegenläufig entwickelten sich HP nach einem schwächeren Ausblick und der Einzelhändler Dick’s Sporting Goods, dessen Aktie nach den Quartalszahlen um rund ein Viertel einbrach.
Parallel dazu rückte am Donnerstag der Auftakt des Notenbankertreffens in Jackson Hole in den Fokus. Die US-Inflation verharrt bei 3,7 Prozent, im Offenmarktausschuss der Fed wächst der Druck in Richtung höherer Zinsen – zuletzt stimmten drei Mitglieder für eine Anhebung. Gleichzeitig hat sich das US-Verbrauchervertrauen im August den zweiten Monat in Folge eingetrübt. Die Terminmärkte rechnen aktuell nur mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent für eine Zinserhöhung im September.
Der S&P 500 zeigt kurzfristig eine neutrale bis leicht schwächere Tendenz. Nach der vorangegangenen Aufwärtsbewegung hat der Index zuletzt einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Eine grundlegende Veränderung des übergeordneten positiven Chartbildes lässt sich daraus bislang jedoch nicht ableiten.
Auch die technischen Indikatoren sprechen derzeit eher für eine Abkühlung als für einen ausgeprägten Trendwechsel. Der RSI befindet sich mit 54,61 Punkten weiterhin im neutralen Bereich. Gleichzeitig liefert der MACD ein schwächeres kurzfristiges Signal, da die MACD-Linie unterhalb ihrer Signallinie liegt und das Histogramm negativ ist.
Für die weitere Entwicklung kommt es deshalb darauf an, ob sich der Index nach der jüngsten Konsolidierung stabilisieren kann. Die weiterhin steigenden 50- und 200-Tage-Durchschnitte und der darüber liegende Index sprechen bislang dafür, dass die übergeordnete Aufwärtsstruktur intakt ist.
Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung spricht der intakte übergeordnete Aufwärtstrend. Der S&P 500 notiert oberhalb seiner gleitenden 50- und 200-Tage-Durchschnitte bei intaktem Golden Cross, und auch der MACD hat zuletzt ein bullisches Signal ohne erkennbare Divergenz zum Kursverlauf geliefert. Zusätzliche Unterstützung könnte von sinkenden US-Anleiherenditen und einer wieder zunehmenden Nachfrage nach Aktien ausgehen.
Charttechnisch wäre entscheidend, dass der S&P 500 die Widerstandszone bei 7.780 Punkten überwindet und anschließend höhere Hochs und höhere Tiefs ausbildet. Gelingt das, wäre ein Anlauf auf die Allzeithochs bei 7.830 bis 7.850 Punkten möglich.
Eine Seitwärtsbewegung zwischen der Unterstützung um 7.680 bis 7.700 Punkten und dem Widerstand bei 7.780 Punkten stellt weiterhin ein plausibles Szenario dar. Sollte sich Fed-Chef Warsh bei seiner Rede in Jackson Hole zurückhaltend äußern, könnte das dem Markt zunächst neue klare Impulse vorenthalten.
Solange der S&P 500 seine wichtigen Unterstützungs- und Trendbereiche verteidigt, wäre eine solche Konsolidierung zunächst als Verschnaufpause innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends einzuordnen.
Das bärische Szenario würde an Bedeutung gewinnen, wenn ein falkenhafter Auftritt von Fed-Chef Warsh in Jackson Hole die Zinserwartungen nach oben verschiebt und der S&P 500 wichtige Unterstützungs- und Trendbereiche nachhaltig unterschreitet. Zusätzlicher Druck könnte von steigenden US-Anleiherenditen oder einer zunehmenden Risikoaversion an den Aktienmärkten ausgehen.
Setzt sich ein Kursrückgang fort und wird die Unterstützungszone bei 7.680 bis 7.700 Punkten nachhaltig unterschritten, würde das Risiko einer tieferen Korrektur in Richtung der Zone um 7.600 bis 7.630 Punkte steigen. Erst ein Bruch zentraler mittelfristiger Trendbereiche würde jedoch auch den bislang intakten übergeordneten Aufwärtstrend stärker infrage stellen.
Auf der Unterseite bildet zunächst die Zone bei 7.680 bis 7.700 Punkten eine wichtige Unterstützung, denn sie markiert sowohl die Unterkante der Ichimoku-Wolke im 4-Stunden-Chart als auch die Kijun-sen-Linie. Fällt der S&P 500 nachhaltig darunter, rückt der Bereich um 7.600 bis 7.630 Punkte in den Fokus, ein Cluster aus dem 200-Tage-Durchschnitt und den Verlaufstiefs von Ende August.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstandsbereich bei 7.760 bis 7.780 Punkten, der Oberkante der 4H-Ichimoku-Wolke und dem jüngsten lokalen Hoch. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch darüber, rückt die Zone der Allzeithochs bei 7.830 bis 7.850 Punkten in den Fokus.
Für die kommenden Handelstage bleibt zunächst entscheidend, ob der S&P 500 die Widerstandszone bei 7.760 bis 7.780 Punkten überwinden kann. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist intakt, und die zuletzt wieder aufgenommene Kursdynamik spricht für einen erneuten Ausbruchsversuch. Scheitert der Index dagegen an dieser Marke, würde zunächst wieder die Unterstützungszone bei 7.680 bis 7.700 Punkten in den Fokus rücken.
Im Mittelpunkt steht dabei die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag beim Notenbankertreffen in Jackson Hole. Fällt sie restriktiver aus als erwartet, könnte das die Zinserwartungen verschieben und insbesondere hoch bewertete Technologiewerte belasten. Bleibt Warsh dagegen bei seiner zurückhaltenden Kommunikationslinie, dürfte die Charttechnik der wichtigere Taktgeber bleiben.
Warsh hält am dritten Tag des Notenbankertreffens in Jackson Hole seine mit Spannung erwartete Rede. Da er bislang kaum konkrete Signale zu seiner geldpolitischen Linie gegeben hat, könnte der Auftritt für erhöhte Volatilität sorgen. Positionierungen sollten Anleger entsprechend vorsichtig timen. Fällt der Ton restriktiver aus als vom Markt erwartet (aktuell werden nur rund 30 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September eingepreist), könnte das insbesondere hoch bewertete Wachstumswerte belasten.

Die Prognosen für den S&P 500 gehen weit auseinander/ Shutterstock/ Stock 4you
Die technische Analyse zeigt beim S&P 500 derzeit ein konstruktives Bild. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist intakt, und auch kurzfristig hat sich die Ausgangslage nach der Erholung der vergangenen Tage wieder verbessert. Der Index nähert sich erneut wichtigen Widerstandsbereichen unterhalb der Allzeithochs.
Der übergeordnete Trend des S&P 500 bleibt aufwärtsgerichtet. Nach dem kurzen Rücksetzer der vergangenen Tage hat der Index wieder an Dynamik gewonnen und nähert sich erneut den jüngsten Hochs.
Auch kurzfristig fällt das Bild wieder bullisher aus. Der RSI bewegt sich im neutralen bis leicht erhöhten Bereich, ohne eine überkaufte Marktsituation anzuzeigen. Beim MACD hat sich die Lage verbessert: Die MACD-Linie hat ihre Signallinie zuletzt wieder von unten gekreuzt, eine Divergenz zum Kursverlauf ist nicht erkennbar. Damit hat das kurzfristige Momentum wieder zugenommen.
Entscheidend ist nun, ob der S&P 500 die Widerstandszone bei 7.760 bis 7.780 Punkten überwinden und anschließend höhere Hochs ausbilden kann. Gelingt das, würde sich das technische Bild weiter aufhellen. Ein Rückfall unter die Unterstützungszone bei 7.680 bis 7.700 Punkten würde dagegen ein Warnsignal liefern.
Das Betrachten technischer Indikatoren ist wichtig, um die kurzfristige S&P 500-Prognose auf eine solide Grundlage zu stellen, da Kursmuster allein oft nicht ausreichen. In Kombination liefern sie aber ein differenzierteres Bild der aktuellen Marktlage.
Der S&P 500 notiert oberhalb seiner gleitenden 50- und 200-Tage-Durchschnitte, wobei der kürzere über dem längeren verläuft (Golden Cross). Diese Konstellation bestätigt die übergeordnet positive Trendstruktur. Kritischer würde das Bild erst, wenn der Index eine der beiden Linien nachhaltig unterschreitet oder sich die Reihenfolge der Durchschnitte umkehrt (Death Cross).
Der RSI bewegt sich im neutralen bis leicht erhöhten Bereich und zeigt damit weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Marktsituation an. Solange er sich in diesem Bereich hält, liefert er kein Extremsignal in die eine oder andere Richtung.
Beim MACD hat sich das Bild zuletzt aufgehellt: Die MACD-Linie hat ihre Signallinie von unten gekreuzt, das Momentum hat wieder zugenommen. Eine Divergenz zum Kursverlauf, also ein neues Kurshoch ohne entsprechende Bestätigung durch den Indikator ist derzeit nicht erkennbar.
Der Chikou Span notiert nahezu deckungsgleich mit der Kurslinie und liefert damit derzeit kein eindeutiges Signal.
Die Entwicklung und die S&P 500-Prognose werden aktuell von mehreren, zum Teil auch gegenläufigen Faktoren geprägt. Diese Einflussfaktoren prägen sowohl den kurzfristigen als auch den mittelfristigen S&P 500-Ausblick für die kommenden Monate, was übrigens ebenso für eine Dow Jones Prognose gilt.
Die am heutigen Nachmittag veröffentlichten FOMC-Protokolle der August-Sitzung dürften richtungsweisend sein. Eine Tonalität, die weitere Zinssenkungen offenhält, würde tendenziell positiv wirken, da niedrigere Zinsen die Bewertung von Aktien stützen. Signalisiert die Fed dagegen anhaltende Sorge um die Inflation, wäre dies eher belastend, da Anleiherenditen dann weiter steigen könnten.
Der nächste offizielle Arbeitsmarktbericht steht erst Anfang September an, sodass in dieser Woche vor allem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag als Vorlaufindikator dienen. Ein moderater, stabiler Verlauf wäre neutral bis leicht positiv einzuordnen, während ein sprunghafter Anstieg als negatives Signal für die Konjunktur gewertet würde.
Auch wenn in dieser Woche keine neuen Inflationsdaten anstehen, bleibt das Thema über die Bondmärkte präsent. Die zuletzt weiterhin hohe Kerninflation hat die Renditen langlaufender Anleihen auf mehrjährige Höchststände gebracht, was strukturell belastend für hoch bewertete Aktien wirkt.
Der Technologiesektor hat den S&P 500 im bisherigen Monatsverlauf mit einem Plus von mehr als 7 % getragen. Weitere Unternehmenszahlen aus dem Halbleiterbereich könnten diesen positiven Trend fortsetzen, sofern die Ausblicke der Unternehmen überzeugen. Enttäuschende Prognosen einzelner Schwergewichte könnten dagegen schnell auf den Gesamtindex durchschlagen, da die Marktkapitalisierung stark auf wenige Technologiewerte konzentriert ist.
Die Rendite langlaufender US-Staatsanleihen notiert auf dem höchsten Niveau seit rund zwei Jahrzehnten. Dieser Faktor wirkt aktuell belastend, da höhere Zinsen die relative Attraktivität von Aktien schmälern und die Finanzierungskosten für Unternehmen erhöhen. Bleibt der Renditeanstieg moderat, dürfte der Effekt überschaubar sein, während eine weitere deutliche Beschleunigung zunehmend Druck auf die Bewertungen ausüben würde.
Positiv zu werten ist, dass sechs der elf S&P 500-Sektoren im bisherigen Monatsverlauf im Plus liegen, wenngleich Technologie die Gewinne dominiert. Eine Rotation aus Wachstumswerten in defensivere Sektoren wie Gesundheit oder Energie, wie sie zuletzt ansatzweise zu beobachten war, kann kurzfristig für Stabilität sorgen, auch wenn der Gesamtindex dabei seitwärts tendiert. Eine zu enge Marktbreite, bei der wenige Schwergewichte den Index tragen, gilt hingegen als Risikofaktor für die mittelfristige Stabilität des Aufwärtstrends.

Eine mittelfristige S&P500 Prognose ist nicht genau vorhersehbar (Foto: Shutterstock/ Branislav Nenin)
Auf Sicht der kommenden sechs bis zwölf Monate bleibt der mittelfristige Ausblick für den S&P 500 grundsätzlich positiv. Der Index notiert weiterhin oberhalb wichtiger langfristiger Trendmarken und der übergeordnete Aufwärtstrend ist bislang intakt. Gleichzeitig haben die jüngsten Schwankungen gezeigt, dass insbesondere Veränderungen bei Inflation, Zinserwartungen und Anleiherenditen für stärkere Kursbewegungen sorgen können.
Für die weitere Entwicklung dürfte deshalb vor allem das Zusammenspiel aus Unternehmensgewinnen, US-Konjunktur, Geldpolitik und Bewertungen entscheidend sein. Strukturelle Wachstumstreiber wie die Investitionen in künstliche Intelligenz und die dazugehörige Infrastruktur können den Markt weiterhin unterstützen. Gleichzeitig erhöht die starke Bedeutung großer Technologieunternehmen für den Gesamtindex die Anfälligkeit für Rückschläge, wenn die hohen Wachstumserwartungen enttäuscht werden. Was sind die aktuellen Chancen und Risiken?
In der Gesamtbetrachtung bleibt der mittelfristige S&P-500-Ausblick damit grundsätzlich positiv, ohne dass daraus eine geradlinige Fortsetzung der bisherigen Aufwärtsbewegung abzuleiten wäre. Der intakte übergeordnete Trend und strukturelle Wachstumstreiber sprechen weiterhin für den US-Aktienmarkt. Gleichzeitig können Veränderungen bei Inflation, Anleiherenditen, Geldpolitik und Unternehmensgewinnen jederzeit stärkere Konsolidierungen auslösen. Entscheidend bleibt deshalb, ob die langfristige technische Trendstruktur erhalten bleibt und die fundamentale Entwicklung die hohen Bewertungen weiterhin rechtfertigen kann.
Falls Sie auf die Entwicklung des S&P 500 setzen möchten, können Sie dafür auf verschiedene Finanzinstrumente zurückgreifen, die unterschiedliche Möglichkeiten bieten.
Contracts for Difference ermöglichen es, direkt auf steigende oder fallende Kurse des S&P 500 zu spekulieren, ohne den Index physisch zu besitzen. Durch die Hebelwirkung können Sie bereits mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz überproportionale Gewinne erzielen, aber auch hohe Verluste erleiden. Deshalb sind CFDs vor allem für kurzfristig orientierte, erfahrene Trader geeignet. Der Handel ist vor allem über einen guten CFD-Broker sinnvoll.
Exchange Traded Funds bilden die Wertentwicklung des S&P 500 bis auf kleinste Abweichungen 1:1 nach und eignen sich besonders für Anleger, die langfristig und kostengünstig am breiten US-Aktienmarkt partizipieren möchten. ETFs gelten als vergleichsweise risikoarmer Zugang zum S&P, da kein Hebel zum Einsatz kommt und die Kosten meistens mit 0,2 bis 0,7 % im Jahr niedrig sind.
Zertifikate mit dem Basiswert S&P 500 bieten eine große Bandbreite an Ausgestaltungen, angefangen von einfachen Index-Zertifikaten, die den S&P 500 nahezu 1:1 abbilden, bis hin zu Bonus- oder Discount-Zertifikaten mit spezifischen Auszahlungsmerkmalen. Zertifikate eignen sich für Anleger, die eine bestimmte Markterwartung gezielt umsetzen möchten, weisen jedoch ein Emittentenrisiko auf.
Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die vor allem von institutionellen Marktteilnehmern und erfahrenen Privatanlegern zur Absicherung oder Spekulation auf den S&P 500 genutzt werden. Sie bieten eine hohe Hebelwirkung und Liquidität, erfordern jedoch ein entsprechendes Handelskonto sowie fundierte Kenntnisse über Margin-Anforderungen.
Optionen auf den S&P 500 geben dem Inhaber das Recht, den Index zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Sie eignen sich sowohl zur Absicherung bestehender Positionen als auch zur gezielten Spekulation auf bestimmte Kursbewegungen, erfordern aber ein grundlegendes Verständnis der Optionsbewertung und des damit verbundenen Zeitwerts.
Welches dieser Produkte für ein Investment bzw. den Handel des S&P 500 am besten zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont ab. ETFs sind eher für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet, während sich CFDs, Futures und Optionen in erster Linie an Trader mit kurzfristigerem Handelsansatz richten.

Es gibt viele Möglichkeiten den S&P 500 zu handeln (Foto: Shutterstock/ Immersion Imagery)
Eine fundierte Prognose stützt sich in der Regel auf eine Kombination aus fundamentalen Faktoren wie Zinspolitik, Konjunkturdaten und Unternehmensgewinnen sowie auf technischen Indikatoren wie gleitenden Durchschnitten, RSI und MACD. Eine gründliche S&P 500-Analyse verbindet daher stets mehrere Daten, statt sich auf einen einzelnen Faktor zu verlassen.
Kurzfristige Prognosen sind naturgemäß mit erhöhter Unsicherheit behaftet, da einzelne Nachrichtenereignisse den Kursverlauf innerhalb weniger Stunden deutlich verändern können. Sie bieten dennoch eine sinnvolle Orientierung für mögliche Szenarien.
Die Zinspolitik der Fed beeinflusst die Bewertung von Aktien maßgeblich, da niedrigere Zinsen die Finanzierungskosten senken und zukünftige Unternehmensgewinne im Vergleich zu heute aufwerten, während höhere Zinsen tendenziell belastend wirken.
Der Relative-Stärke-Index misst, ob ein Wert kurzfristig überkauft oder überverkauft ist. Werte über 70 gelten als Hinweis auf eine überkaufte Lage, Werte unter 30 als überverkauft, wobei beide Extreme keine automatischen Handelssignale darstellen.
Gleitende Durchschnitte glätten kurzfristige Schwankungen und helfen dabei, den übergeordneten Trend zu erkennen. Besonders der 50-Tage- und der 200-Tage-Durchschnitt gelten als vielbeachtete Referenzlinien für Unterstützungen und Widerstände.
Neben der Geldpolitik zählen Konjunkturdaten, geopolitische Entwicklungen, Unternehmensgewinne sowie die Entwicklung der Anleiherenditen zu den zentralen Einflussgrößen auf den Index.
Der Index selbst ist nicht direkt handelbar. Anleger nutzen stattdessen Produkte wie ETFs, Zertifikate, CFDs, Futures oder Optionen, um an seiner Entwicklung zu partizipieren.
Da sich die Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten laufend ändern können, empfiehlt es sich, Einschätzungen regelmäßig zu aktualisieren und insbesondere vor wichtigen Terminen wie Notenbanksitzungen oder Konjunkturdaten zu überprüfen.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.