

Der Euro notiert am Montag, den 10.08.2026, bei rund 1,1550 US-Dollar und damit etwas leichter als am Freitag. Die Euro/Dollar-Prognose steht aktuell ganz im Zeichen der schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag: Statt der erwarteten 80.000 neuen Stellen bauten US-Unternehmen im Juli netto 23.000 Jobs ab. Die Reaktion an den Devisenmärkten fiel deutlich aus und der Dollar gab spürbar nach, bevor er sich am Montag leicht erholte.
Für die Euro/Dollar-Prognose für heute bedeutet das: Der Kurs bewegt sich in einer engen Spanne knapp unterhalb der jüngsten Hochs. Auch die Euro/Dollar-Prognose für morgen und der Euro/Dollar-Ausblick für die gesamte Woche hängen stark von zwei Terminen ab, die die Marktteilnehmer bereits fest im Blick haben: den US-Inflationsdaten am Mittwoch sowie den Produzentenpreisen am Donnerstag.
Gleichzeitig bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus ein Unsicherheitsfaktor, der die Ölpreise und damit auch die Inflationserwartungen in beiden Währungsräumen beeinflusst. Wie die Euro/Dollar-Prognose diese Woche im Detail ausfällt, welche Kursmarken jetzt entscheidend sind und was Sie aus der technischen Euro/Dollar-Analyse ableiten können, lesen Sie im Folgenden.
Bevor wir tiefer in die Details einsteigen, liefert Ihnen die folgende Übersicht die wichtigsten Eckdaten der Euro/Dollar-Prognose aktuell auf einen Blick. Sie fasst Kurs, Trend sowie den Euro/Dollar-Ausblick für die kommenden Tage kompakt zusammen.
Der Euro notiert bei etwa 1,1550 US-Dollar, nachdem er am Freitag im Zuge der schwachen US-Jobdaten zeitweise bei rund 1,1578 Dollar gehandelt wurde.
Leicht abwärts gerichtet, da sich der US-Dollar nach dem Kursminus vom Freitag etwas erholt. Der übergeordnete Trend bleibt jedoch bullisch, solange der Euro über dem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt liegt.
Seitwärts bis leicht schwächer, Handelsspanne zwischen rund 1,1500 und 1,1580 wahrscheinlich.
Erhöhte Schwankungsbreite möglich, da am Mittwoch die US-Verbraucherpreise veröffentlicht werden und Vorpositionierungen den Kurs bewegen dürften.
Geprägt von US-Inflationsdaten, Erzeugerpreisen, Einzelhandelsumsätzen und dem Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Insgesamt spricht die Datenlage für erhöhte Volatilität.
Der Euro/Dollar-Kurs bewegt sich seit Monaten in einer breiteren Handelsspanne zwischen etwa 1,13 und 1,19 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben ist möglich, aber noch nicht bestätigt.
Stand der letzten Aktualisierung: 10.08.2026

Die Euro Dollar Prognose erhält viel Aufmerksamkeit (Foto: Shutterstock/ alexkich)
Die Euro/Dollar-Prognose für heute fällt leicht defensiv aus: Nach der deutlicheren Dollar-Schwäche vom Freitag konsolidiert das Paar am Montag knapp unter der Marke von 1,1600. Solange keine neuen Impulse hinzukommen, dürfte sich der Kurs in einer engen Spanne bewegen.
Betrachten wir den Euro/Dollar-Verlauf der vergangenen zwei Handelstage vor dem 10.08.2026, zeigt sich ein gemischtes Bild. Am Freitag sprang der Kurs nach den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten deutlich nach oben und markierte den höchsten Stand seit dem 17. Juni. Der Dollar verlor also gegenüber dem Euro an Wert. Grund dafür war die veränderte Zinserwartung.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung der Fed im September sank laut CME FedWatch Tool von rund 67 auf 46 %, da der schwache Stellenaufbau gegen eine weitere geldpolitische Straffung spricht. Am Montag hat der Greenback zwar etwas Terrain zurückgewonnen, die grundsätzliche Tendenz bleibt aber bullisch für den Euro, solange die jüngsten Tiefs nicht unterschritten werden. Diese Lage bildet den Ausgangspunkt für die gesamte Euro/Dollar-Prognose der kommenden Handelstage.
Für steigende Kurse und somit einen stärkeren Euro spricht vor allem die veränderte Zinserwartung gegenüber der Fed: Fällt die US-Inflation am Mittwoch schwächer aus als erwartet, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung weiter sinken, was den Dollar zusätzlich belasten würde. Charttechnisch wäre bei einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zunächst das Freitagshoch bei etwa 1,1581 relevant. Darüber rückt das Junihoch bei rund 1,1622 als nächster Euro/Dollar-Widerstand in den Fokus.
Gelingt der Ausbruch, wäre sogar ein Vorstoß in Richtung 1,1650 bis 1,1700 denkbar. Als kurzfristiges Euro/Dollar-Kursziel gilt bei einem bullischen Szenario ein Bereich zwischen 1,1580 und 1,1630 US-Dollar, sofern die Marktstimmung beim Dollar eher negativ bleibt. Die Euro/Dollar-Prognose für heute favorisiert dieses Szenario tendenziell leicht, sofern die Marktreaktion auf die schwachen US-Arbeitsmarktdaten in den kommenden Handelsstunden anhält.
Eine Seitwärtsphase ist am 10.08.2026 wahrscheinlich, wenn folgende Voraussetzungen zusammentreffen:
Treffen diese Punkte zu, dürfte sich der Euro in einer Handelsspanne von etwa 1,1500 bis 1,1600 US-Dollar bewegen, ohne dass sich eine klare Richtungsentscheidung abzeichnet. Für die kurzfristige Euro/Dollar-Prognose wäre dies das wahrscheinlichste, wenn auch am wenigsten spektakuläre Szenario.
Ein Rückgang des Euro gegenüber dem Dollar ist vor allem dann denkbar, wenn die US-Inflation am Mittwoch überraschend anzieht und die Markterwartung für eine Fed-Zinserhöhung im September wieder steigt. Auch eine weitere Zuspitzung im Persischen Golf mit steigenden Ölpreisen könnte den Dollar als sicheren Hafen stützen.
Im Chart wäre bei einem solchen Szenario zunächst der Bereich um den gleitenden 20-Tage-Durchschnitt bei 1,1484 als erster Euro/Dollar-Widerstand von unten relevant. Darunter rückt das Tief vom 3. August bei 1,1500 sowie schließlich das Tief vom 28. Juli bei 1,1353 als nächste tiefere Euro/Dollar-Unterstützung in den Blick, sollte der Abwärtsdruck zunehmen. Für die Euro/Dollar-Prognose für heute wäre ein solches Szenario allerdings nur bei einer deutlichen fundamentalen Kurskorrektur wahrscheinlich.
Auf der Unterstützungsseite ist zunächst die Marke bei 1,1500 relevant (Tief vom 3. August 2026), gefolgt vom 20-Tage-EMA bei 1,1484. Darunter liegt mit 1,1353 das Tief vom 28. Juli als nächste wichtige Euro/Dollar-Unterstützung.
Auf der Widerstandsseite bildet das Freitagshoch bei 1,1581 die erste Hürde, gefolgt vom Jahreshoch seit dem 15. Juni bei 1,1622. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung der oberen Begrenzung der seit Monaten bestehenden Handelsspanne bei etwa 1,19 US-Dollar öffnen. Das ist ein realistisches mittelfristiges Euro/Dollar-Kursziel, sollte sich die Dollar-Schwäche fortsetzen.
Diese Zonen ergeben sich aus den jüngsten Hoch- und Tiefpunkten sowie dem gleitenden Durchschnitt und bilden das Gerüst für die weitere Kursentwicklung in den kommenden Handelstagen. Insgesamt bestätigt die Euro/Dollar-Prognose aktuell damit ein technisches Bild, das trotz der leichten Erholung des Dollars am Montag klar bullisch für den Euro ausgerichtet bleibt, solange die genannten Unterstützungen Bestand haben.

Die Euro/Dollar Prognosen variieren stark (Foto: Shutterstock/ Roman Samborskyi)
Für die Euro/Dollar-Prognose für morgen und den weiteren Wochenverlauf bis zum 15. August rückt vor allem der US-Datenkalender in den Vordergrund. Am Mittwoch veröffentlicht das US-Arbeitsministerium die Verbraucherpreise für Juli. Nach der überraschend schwachen Juni-Inflation von 3,5 % im Jahresvergleich (Kernrate 2,6 %) rechnen Ökonomen mit einer stabilen bis leicht anziehenden Rate, da die Energiepreise infolge der angespannten Lage an der Straße von Hormus zuletzt wieder gestiegen sind.
Fällt die Inflation niedriger aus als erwartet, dürfte dies die Erwartungen für Zinserhöhungen der Fed weiter dämpfen und den Dollar belasten. Der Euro könnte dann in Richtung des Junihochs bei 1,1622 vorstoßen. Ein unerwartet hoher Wert hätte den gegenteiligen Effekt und würde den Dollar stützen, was die Euro/Dollar-Prognose für morgen entsprechend pessimistischer gestalten würde.
Die technische Euro/Dollar-Analyse ist für die Prognose deshalb so wichtig, weil sie unabhängig von fundamentalen Nachrichten zeigt, wo Marktteilnehmer aktuell kaufen oder verkaufen. Kursmarken, Trendlinien und Indikatoren liefern damit zusätzliche Anhaltspunkte für die kurzfristige Richtung und ergänzen die fundamentale Einschätzung um eine auf dem Chart basierende Perspektive, ohne die geldpolitischen und geopolitischen Faktoren zu ersetzen.
In den vergangenen Handelstagen zeigt der Euro/Dollar-Chart ein bullisches Bild. Nach einer mehrwöchigen Seitwärtsbewegung gelang am Freitag der Ausbruch über die vorherigen Verlaufshochs, begleitet von deutlich erhöhtem Handelsvolumen infolge der schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Der Kurs handelt seither oberhalb des gleitenden 20-Tage-Durchschnitts bei 1,1484, was für eine intakte kurzfristige Aufwärtsdynamik spricht.
Der übergeordnete Trend bleibt eine Handelsspanne, die sich seit Monaten zwischen etwa 1,13 und 1,19 US-Dollar erstreckt. Innerhalb dieser Range hat sich der Kurs zuletzt deutlich in Richtung der oberen Begrenzung bewegt. Relevant bleiben dabei das Freitagshoch bei 1,1581 sowie das Junihoch bei 1,1622 als nächste Etappenziele und potenzielle Euro/Dollar-Kursziel-Marken, sollte die Aufwärtsbewegung anhalten.
Technisch entscheidend ist, ob der Kurs den Bereich um 1,1580 auf Schlusskursbasis überwinden kann, denn erst ein solcher Schlusskurs würde die Aufwärtsdynamik chartseitig bestätigen. Für die Euro/Dollar-Prognose diese Woche liefert dieses Chartbild damit ein positives Bild, das jedoch von den anstehenden US-Konjunkturdaten jederzeit auf die Probe gestellt werden kann.
Die aktuell wichtigste Euro/Dollar-Unterstützung liegt bei 1,1500, dem Tief vom 3. August, das mehrfach erfolgreich verteidigt wurde. Direkt darunter verläuft der gleitende 20-Tage-Durchschnitt bei 1,1484, der in den vergangenen Wochen wiederholt als Fundament für Erholungsbewegungen diente. Als weitere Auffanglinie gilt das Tief vom 28. Juli bei 1,1353, das erst bei einer deutlicheren Trendwende in den Fokus rücken dürfte.
Auf der Oberseite bildet das Freitagshoch bei 1,1581 den ersten nennenswerten Euro/Dollar-Widerstand, da hier zuletzt Verkäufer aktiv wurden. Darüber liegt mit 1,1622 das Verlaufshoch seit dem 15. Juni als nächste Hürde. Ein Bruch dieser Marke würde technisch den Weg zur oberen Begrenzung der langfristigen Handelsspanne um 1,19 US-Dollar ebnen und wäre ein wichtiges Signal für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Diese Marken bilden zusammen das Gerüst für jede kurzfristige Euro/Dollar-Analyse in den kommenden Tagen.
Neben reinen Kursmarken liefern technische Indikatoren wichtige Zusatzinformationen für die Euro/Dollar-Prognose, da sie Marktdynamik und Überkauft- bzw. Überverkauft-Situationen sichtbar machen und damit die reine Betrachtung der Charts sinnvoll ergänzen. Für den Zeitraum bis zum Ende der Woche ergibt sich folgendes Bild:
In der Gesamtbetrachtung deuten alle drei Indikatoren aktuell auf ein überwiegend bullisches Bild bis zum Ende der Woche hin, sofern die fundamentalen Daten diese Richtung nicht durcheinander bringen. Die für den Euro positive Euro/Dollar-Prognose wird aktuell damit von der technischen Seite gestützt, auch wenn einzelne Konjunkturüberraschungen in den kommenden Tagen kurzfristig für eine Gegenbewegung sorgen können.

Bei dem Handel von Euro/Dollar sollte man ein paar Indikatoren beachten (Foto: Shutterstock/ Inside Creative House)
Die Entwicklung und Prognose des Euro/Dollar werden aktuell von einer ganzen Reihe fundamentaler Faktoren beeinflusst, die sich teils gegenläufig auswirken und den Euro/Dollar-Ausblick auf unterschiedliche Weise prägen. Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Einflussgrößen ein.
Beide Notenbanken befinden sich in einer ungewöhnlichen Lage, da sie angesichts der durch den Nahost-Konflikt getriebenen Energiepreise eher über Zinserhöhungen als über Senkungen diskutieren. Die EZB hatte im Juni erstmals seit 2023 die Zinsen angehoben und im Juli pausiert, während die Fed zuletzt mit 9:3 Stimmen für eine Zinspause votierte.
Tendenziell wirkt dieses Umfeld für den Euro eher unterstützend, da die EZB geldpolitisch bereits vorangegangen ist. Für die fundamentale Einordnung ist dieser geldpolitische Gleichlauf einer der wichtigsten Bausteine, da er zeigt, dass beide Notenbanken derzeit ähnlichen Zwängen unterliegen.
Mit einem Leitzins der Fed von 3,50 bis 3,75 % gegenüber einem EZB-Einlagensatz von 2,25 % bleibt die Zinsdifferenz weiterhin deutlich zugunsten des Dollars. Das wirkt eher negativ für den Euro, solange sich die Spanne nicht verringert.
Die enttäuschenden Juli-Daten mit einem Stellenabbau von 23.000 statt des erwarteten Zuwachses wirken kurzfristig klar positiv für den Euro, da sie die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen in den USA dämpfen. Kein anderer Einzeltermin hat die Euro/Dollar-Prognose zuletzt so stark bewegt wie dieser Bericht. Für den Aktienmarkt in den USA sind schlechte Zahlen am Arbeitsmarkt ebenfalls eher negativ.
Während die US-Inflation im Juni auf 3,5 % zurückging, zog die Eurozone-Inflation im Juli auf 2,9 % an, getrieben von steigenden Energiepreisen. Diese Konstellation wirkt eher neutral bis leicht positiv für den Euro, da sie den Druck auf die EZB erhöht, an ihrem strafferen Kurs festzuhalten.
Der Eurozone-Einkaufsmanagerindex kletterte im Juli überraschend auf 51,9 Punkte und signalisiert damit erstmals seit vier Monaten wieder Wachstum. Das wirkt positiv für den Euro, da es die Konjunktursorgen etwas dämpft und die mittelfristigen Wachstumsaussichten der Eurozone verbessert.
Die Rendite-Differenz zwischen US-Staatsanleihen und Bundesanleihen bleibt ein wichtiger Faktor. Steigen die US-Renditen relativ stärker, wirkt das für den Dollar unterstützend und damit für den Euro eher belastend. Ein Rückgang der US-Renditen infolge der schwachen Jobdaten wirkt dagegen positiv für den Euro und stützt tendenziell den kurzfristigen Euro/Dollar-Ausblick.
Der mittelfristige Euro/Dollar-Ausblick für die kommenden sechs bis zwölf Monate bleibt von erheblicher Unsicherheit geprägt. Die Marktstruktur zeigt seit Monaten eine breite Handelsspanne zwischen etwa 1,13 und 1,19 US-Dollar, aus der bislang kein nachhaltiger Ausbruch gelungen ist. Ob sich diese Konsolidierung fortsetzt oder in einen neuen Trend übergeht, hängt maßgeblich von der weiteren geldpolitischen und geopolitischen Entwicklung ab.
Auch längerfristige Modelle, etwa von Analysehäusern, siedeln ein realistisches Euro/Dollar-Kursziel für das Gesamtjahr 2026 im Bereich zwischen rund 1,15 und 1,20 US-Dollar an, wobei die Schätzungen einzelner Institute teils deutlich auseinandergehen.
Auf der Chancen-Seite sprechen mehrere Faktoren für einen potenziell stärkeren Euro. Auf der Risikoseite steht zunächst die Gefahr einer weiteren Eskalation im Persischen Golf, die die Ölpreise erneut nach oben treiben und die Inflation in beiden Wirtschaftsräumen anheizen könnte. Zudem gibt es weitere Unsicherheiten:
Es besteht generell das Risiko, dass geopolitische Schocks außerhalb des Nahost-Konflikts, etwa im Handelsbereich zwischen den USA, China und der EU, kurzfristig für erhöhte Volatilität sorgen und sichere Häfen wie den Dollar stützen.
In der Gesamtbetrachtung überwiegt derzeit ein leicht positives bis neutrales Bild für den Euro, wobei die Schwankungsbreite hoch bleiben dürfte. Ein nachhaltiger Ausbruch aus der bestehenden Handelsspanne in die eine oder andere Richtung erscheint erst dann wahrscheinlich, wenn sich entweder die geopolitische Lage am Persischen Golf spürbar entspannt oder eine der beiden Notenbanken ihren geldpolitischen Kurs deutlich anpasst. Bis dahin bleibt der mittelfristige Euro/Dollar-Ausblick ein Abwägen zwischen geldpolitischer Konvergenz und geopolitischem Risiko.

Die mittelfristige EUR/USD Vorhersage bleibt weiter schwierig vorherzusehen (Foto: Shutterstock/ PeopleImages)
Wenn Sie von Bewegungen im Euro/Dollar profitieren möchten, können Sie dafür auf verschiedene Finanzprodukte zurückgreifen, die sich in Risiko, Kosten und Handhabung deutlich unterscheiden. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die gängigsten Möglichkeiten, mit denen Sie sowohl kurzfristige Kursbewegungen als auch längerfristige Trends im Euro/Dollar handeln.
Differenzkontrakte erlauben es Ihnen mit einem Hebel, sowohl auf steigende als auch auf fallende Dollar-Kurse zu setzen. Dadurch lassen sich bereits kleine Kursbewegungen im Euro/Dollar in überproportionale Gewinne oder Verluste ummünzen. Aufgrund der hohen Handelsfrequenz eignen sich CFDs vor allem für kurzfristig orientierte Trader, die tägliche oder wöchentliche Schwankungen aktiv nutzen möchten und ihre Positionen eng an der aktuellen Euro/Dollar-Prognose ausrichten.
Über CFD- bzw. Forex-Broker wie eToro haben Sie die Möglichkeit, das Währungspaar Euro/Dollar direkt zu handeln. Das passiert über die Trading-Plattform, die der Broker Ihnen zur Verfügung stellt. Sie nehmen so am Devisenhandel teil, der wie das CFD-Trading mit einem Hebel funktioniert. Bei den Hauptwährungspaaren kann dieser bis zu 30:1 betragen.
Futures auf den Euro/Dollar sind standardisierte Terminkontrakte, mit denen sich ein Wechselkurs für einen späteren Zeitpunkt vereinbaren lässt. Sie können damit auf steigende oder fallende Kurse des Euro gegenüber dem US-Dollar spekulieren. Erwarten Sie einen Anstieg, können Sie Futures kaufen, während Sie bei einer erwarteten Abwertung des Euro Futures verkaufen würden.
Optionen auf den Euro/Dollar geben Ihnen das Recht, nicht aber die Pflicht, zu einem festgelegten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Damit können Sie sowohl spekulative Strategien als auch gezielte Absicherungen gegen Kursschwankungen umsetzen, wobei der maximale Verlust beim Kauf einer Option von vornherein auf die gezahlte Prämie begrenzt ist.
Zertifikate auf den Euro/Dollar-Kurs, etwa als Index- oder Hebelzertifikate, ermöglichen eine flexible Nachbildung der Kursentwicklung mit unterschiedlichen Risikoprofilen. Sie können damit gezielt auf bestimmte Kursziele setzen oder Absicherungsstrategien für bestehende Fremdwährungspositionen umsetzen.
Welches Produkt am besten passt, hängt vor allem von den folgenden Faktoren ab:
In jedem Fall sollten Sie Ihre Entscheidung nicht allein auf eine einzelne Euro/Dollar-Prognose stützen, sondern verschiedene Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten berücksichtigen.
Die Euro/Dollar-Prognose stützt sich auf eine Kombination aus fundamentalen Faktoren wie Zinsentscheidungen, Konjunkturdaten und geopolitischen Entwicklungen sowie auf technische Chartanalyse mit gleitenden Durchschnitten, Trendlinien und Indikatoren wie RSI oder MACD.
Kurzfristige Prognosen können durch unerwartete Nachrichten, etwa überraschende Konjunkturdaten oder geopolitische Ereignisse, schnell überholt sein. Sie bieten daher eher eine Orientierung als eine verlässliche Vorhersage, weshalb jede Prognose regelmäßig überprüft werden sollte.
Die Zinsdifferenz zwischen der Eurozone und den USA gehört zu den wichtigsten Einflussfaktoren, da sie die Attraktivität von Anlagen in der jeweiligen Währung bestimmt. Steigende Zinsen wirken tendenziell stützend für die jeweilige Währung.
Über diese Meerenge wird ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gashandels abgewickelt. Spannungen dort beeinflussen die Energiepreise und damit die Inflation, was wiederum die Geldpolitik beider Notenbanken und somit den Wechselkurs beeinflusst.
Gängige Werkzeuge sind gleitende Durchschnitte, der RSI zur Einschätzung von Überkauft- oder Überverkauft-Situationen sowie der MACD zur Beurteilung der Trenddynamik. In Kombination liefern sie ein umfassenderes Bild als ein einzelner Indikator allein.
Prognosen sollten stets als ein Baustein unter mehreren betrachtet werden. Sie ersetzen keine individuelle Risikoeinschätzung, sondern geben lediglich einen Hinweis auf eine Richtung des Assets wie dem Währungspaar Euro und US-Dollar.
Angesichts der hohen Nachrichtendichte rund um Zinsentscheidungen und geopolitische Ereignisse verändert sich die Einschätzung mitunter innerhalb weniger Stunden, weshalb eine regelmäßige Aktualisierung sinnvoll ist.
Sie markieren Kursbereiche, an denen in der Vergangenheit verstärkt gekauft oder verkauft wurde, und dienen daher als Orientierung für mögliche Trendwenden oder Ausbruchsszenarien innerhalb jeder fundierten Euro/Dollar-Analyse.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.