

Libertex ist ein CFD Broker, mit dem Trader auf hunderte Basiswerte setzen – von Aktien über Währungen bis Indizes. Im Brokertest fällt noch ein zweites Anlageprodukt auf: Libertex Invest. Damit realisiert der Anbieter den Zugang der Anleger an die Börsen. Wie wird das Libertex Invest Depot eröffnet?
Trader haben mit dem Libertex Depot Zugriff auf verschiedene Märkte, wie den Technologie-Sektor oder dividendenstarke Assets. Im Rahmen des Anbietertests geht es uns aber nicht nur um die Auswahl an Aktienwerten. Ob sich mobil handeln lässt oder Börsenneulinge mit einem Libertex Demokonto arbeiten können, beeinflusst die Bewertung unserer Libertex Invest Erfahrungen.
Libertex Invest ist ein separates Kontomodell, über das Sie echte Aktien handeln können. Es eignet sich für Anleger, die langfristig Aktien halten und Dividenden beziehen möchten.
Bei diesem echten Aktienkonto sind eine Reihe von Märkten und Branchen verfügbar, wie zum Beispiel Technologie-Sektor, Energie, Finanzen, Immobilien oder dividendenstarke Assets. Dennoch ist die Auswahl geringer als bei großen Brokern wie XTB oder eToro.
Gravierende Unterschiede zwischen Libertex Investment und dem Libertex CFD Konto gibt es zum Beispiel beim Hebel. Beim Aktienkonto kaufen Sie Aktien ohne Hebel, während beim Handel mit Aktien-CFDs ein Hebel genutzt werden kann.
Bei Libertex Invest haben Sie ein echtes Eigentum einzelnen Aktien, sodass – im Gegensatz zum CFD-Handel über Libertex – auch ein Anspruch auf Dividenden besteht. Diese werden Ihrem Konto nach Auszahlung seitens der AG gutgeschrieben.
Zudem unterscheiden sich Libertex Invest und Libertex CFD dadurch, dass ein anderes Gebührenmodell existiert. Beim Aktienkonto zahlen Sie keine Provisionen, sondern lediglich den marktüblichen Spread als Differenz zwischen dem An- und dem Verkaufskurs. Overnight-Fees gibt es bei Libertex Invest nicht, wohl aber beim CFD-Handel.
Für risikobewusste Anleger und Trader ist ebenfalls relevant, dass sich die Risikohinweise unterscheiden. Bei Libertex CFD wird auf das Risiko des schnellen Kapitalverlusts aufgrund Margin, Hebel und die damit verbundene Geldleihe vom Broker hingewiesen, beim Aktienkonto ist dieser Warnhinweis nicht nötig.

Libertex Invest ist ein separates Angebot des Brokers
Das Handelsangebot bei Libertex Invest erstreckt sich auf mehrere Hundert Aktien. Genauere Angaben gibt es dazu auf der Webseite von Libertex nicht. Die Aktienwerte stammen in der überwiegenden Mehrheit aus Europa und den Vereinigten Staaten, vor allen Dingen sogenannte Blue Chips. Die wichtigsten Branchen sind:
Die Titel lassen sich in der Plattform nach Branchen und weiteren Kriterien filtern. Über Libertex Invest sind bis dato ausschließlich Aktien handelbar und keine ETFs.
Wenn Sie sich für das Libertex Invest Aktienkonto entscheiden, fallen weder Depot- noch Kontoführungsgebühren an. Das gilt sowohl für die Eröffnung als auch die Führung des Depots. Zudem berechnet der Broker keine Orderprovision, allerdings die am Markt üblichen Spreads. Damit ist bei Aktien die Differenz zwischen dem An- und dem Verkaufskurs des Wertpapiers gemeint.
Berechnet werden allerdings Börsengebühren, die in erster Linie aus folgenden Posten bestehen:
Abhängig sind diese Fremdspesen des Brokers (Börsengebühren) vom Börsenplatz und der Ordergröße. Sie werden in der Regel als Prozentsatz des Ordervolumens plus Mindest- und Maximalbeträgen berechnet. Auf XETRA betragen die typischen Börsengebühren zum Beispiel 0,015 % (mind. 1,95 und max. 15 Euro).
Die beispielhafte Kostenstruktur eines Aktienkaufs sieht bei Libertex Invest wie folgt aus:
Wenn der Verkaufskurs im Beispiel bei 39,80 Euro liegt und es bis zum Verkauf keine Kursänderung geben würde, kämen noch 20 Euro indirekte Kosten durch den Spread hinzu sowie nochmal die Börsengebühren beim Verkauf.
Darüber hinaus gibt es beim Libertex Invest Aktienkonto Gebühren bei Abhebungen. Diese sind identisch mit denen des CFD Kontos. Auszahlungen auf das Kreditkartenkonto schlagen mit einem Euro zu Buche, für Abhebungen über Neteller wird ein Prozent Gebühr erhoben. Überweisungen können bis zu zehn Euro an Gebühren verursachen.

Libertex Invest können sie von vielen Vorteilen profitieren
Neue Kunden können sich im Zuge der Registrierung bei Libertex direkt für das Invest-Konto entscheiden. Besteht bereits ein Libertex Account, so lässt sich das Aktienkonto nachträglich aktivieren. Der Ablauf sieht wie folgt aus:
Der Handel von Aktien (Libertex Invest) erfolgt unmittelbar über die etablierte Trading-Plattform von Libertex. Innerhalb der Chart-Ansicht stehen Anlegern verschiedene Analysewerkzeuge und technische Indikatoren zur Verfügung, mit denen sich potenzielle Kauf- oder Verkaufssignale aus der Kursentwicklung ableiten lassen.
Sobald ein passendes Marktsignal erkannt wird, können Trades inklusive Zusatzfunktionen wie etwa Stop-Loss-Orders platziert werden. Da viele Nutzer ihr Depot auch unterwegs verwalten, ermöglicht Libertex den mobilen Zugriff über eine browserbasierte Web-Anwendung sowie über eine eigens entwickelte Libertex App für Smartphones und Tablets.
Beide Varianten erlauben es, jederzeit auf Libertex Invest zuzugreifen und Marktpreise auch mobil auf mögliche Handelssignale zu analysieren. Eine Portfolioansicht ist natürlich ebenfalls möglich.

Auch mobil kann man problemlos bei Libertex investieren
Da Sie beim Libertex Invest Konto echte Aktien und nicht Aktien-CFDs kaufen, stehen Ihnen als Aktionär Dividenden zu, deren Auszahlung die AG beschlossen hat. Die Dividendengutschrift erfolgt auf Ihrem Verrechnungskonto zum Libertex Depot.
Da der Broker seinen Hauptsitz nicht in Deutschland hat, führt er keine Abgeltungssteuer ab. Stattdessen sind Sie als Inhaber der Aktien selbst in der Pflicht, eventuelle Gewinne aus Kauf und Verkauf dem Finanzamt zu melden.
Die Regulierung des Brokers Libertex findet durch die zypriotische Aufsichtsbehörde, die Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) statt. Das sorgt für Sicherheit, da alle innerhalb der EU geltenden Vorschriften und Pflichten seitens des Brokers zu beachten sind. Dazu gehört zum Beispiel, dass Ihre Aktien als Sondervermögen verwahrt werden und im Fall der Insolvenz des Brokers nicht in die Insolvenzmasse fallen.
Libertex Invest ist insbesondere für technikaffine Anleger und Trader geeignet, die gerne online Aktien kaufen und verkaufen. Der Fokus der Kunden liegt in der Regel auf einer einfachen Bedienung und dem schnellen Erwerb und Verkauf der Wertpapiere.
Falls Sie bei Aktien keine große Auswahl benötigen, sondern Ihnen europäische und US-amerikanische Standard-Werte ausreichen, sind Sie bei Libertex Invest gut aufgehoben. Möchten Sie jedoch auch Nebenwerte oder Aktien aus Asien, Südamerika oder Afrika handeln, ist das Aktienkonto von Libertex aufgrund des begrenzten Angebotes kein Ersatz für einen größeren Depotbroker wie Trade Republic oder Scalable.
Genaue Angaben macht Libertex dazu nicht, aber es dürften mehrere Hundert Aktien sein. Dabei handelt es sich vor allem um Standardtitel aus Europa und den USA.
Ja, da Sie als Aktionär im Libertex Invest Konto echte Aktien besitzen, werden Ihnen die Dividenden gutgeschrieben. Das passiert seitens Libertex automatisch, nachdem der Ex-Tag der Dividende gewesen ist.
Nein, bei Libertex Invest fallen keine Overnight-Fees an. Der Grund ist, dass die Aktien ohne Hebel gehandelt werden und der Broker Ihnen somit kein Geld leiht, wie es beim CFD-Trading der Fall ist. Dort fallen bei über Nacht gehaltenen Positionen Gebühren an.
Die Spreads für den Handel von Aktien sind die am Markt gängigen. Sie ergeben sich aus der Differenz zwischen dem An- und Verkaufskurs, wie er an den Börsen notiert wird.
Über das Libertex Invest Konto können Sie ausschließlich Aktien, aber keine ETFs handeln.
Nein, Libertex führt keine Steuern ab, womit die Abgeltungssteuer gemeint wäre. Als Anleger und Trader müssen Sie sich somit darum kümmern, Ihre eventuellen Gewinne in der Steuererklärung anzugeben.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.