

Mintos ist längst nicht mehr nur eine Plattform für P2P-Kredite. Mit der Erweiterung des Angebots um ETFs, Anleihen und Immobilienanteile hat sich aber auch das Steuerregime für Anleger komplexer gestaltet. Ob Mintos Steuern auf Kapitalerträge einbehält und was Anleger berücksichtigen sollten, klären wir in diesem Artikel.
Wir gehen auch darauf ein, ob und wie Anleger ihre erzielten Gewinne bei Mintos in der Steuererklärung angeben müssen sowie welche Unterlagen die Plattform dafür bereitstellt.
Da Anleger bei Mintos in verschiedenen Sektoren Geld anlegen können, variiert auch die Steuerthematik. In den folgenden Abschnitten gehen wir auf die vier Segmente ein, die die Plattform bietet und was Anleger bei Mintos in puncto Steuern berücksichtigen sollten.
Bei Investitionen in P2P-Kredite auf Mintos handelt es sich steuerlich gesehen um Zinseinkünfte. Diese unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer, die pauschal 25 % beträgt, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Da Mintos keine Steuern automatisch abführt, müssen Anleger die Zinseinkünfte selbst in der Steuererklärung angeben, und zwar den vollen Betrag. Vorteilhaft dabei ist, dass Anlegern der gesamte Gewinn für die unterjährige Wiederanlage zur Verfügung steht.
Ob Boni aus einem Mintos Promo Code in der Steuererklärung angegeben werden müssen, können wir hier nicht pauschal sagen, da es auf die Art des Bonus ankommt.

▶️ Mintos bietet hilfreiche Infos und Tipps zur Versteuerung
Investitionen in Anleihen und Fractional Bonds unterliegen einer anderen steuerlichen Behandlung. Hier wird eine Quellensteuer fällig, die abhängig vom steuerlichen Wohnsitz des Anlegers und den jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen variiert.
Für Anleger innerhalb der EU und des EWR (aber außerhalb Lettlands) beträgt die Quellensteuer 5 %. Diese Senkung gilt jedoch nicht für Anleger außerhalb der EU/EWR oder für juristische Personen.
Die auf Anleihezinsen erhobene Quellensteuer kann in der Steuererklärung des Wohnsitzlandes angerechnet werden, sodass eine Doppelbesteuerung vermieden wird.
Für deutsche Anleger bedeutet dies, dass die bereits in Lettland gezahlte Quellensteuer mit der in Deutschland fälligen Einkommensteuer verrechnet werden kann.
Beispiel: Angenommen, ein Anleger aus Deutschland erhält 100 EUR Zinseinkünfte aus Anleihen. Davon behält Mintos Steuern in Höhe von 5 EUR ein. Die von Mintos einbehaltene Quellensteuer kann in der Steuererklärung bei der Kapitalertragsteuer angerechnet werden.
Erträge aus ETFs, die auf Mintos angeboten werden, sind in Deutschland ebenfalls steuerpflichtig.
Anders als bei inländischen Brokern behält Mintos keine Quellensteuer ein, sodass die vollständigen Erträge brutto an den Anleger ausgeschüttet werden.
Auch hier ist der Anleger verpflichtet, diese Einkünfte in seiner Steuererklärung anzugeben und die entsprechenden Steuern zu zahlen. Dazu stellt Mintos eine Steuerbescheinigung aus.
Bevor Anleger das Mintos Konto kündigen, sollten sie sichergehen, dass sie alle relevanten Unterlagen lokal gesichert haben.
Mintos ermöglicht seit Kurzem auch, in Immobilienanteile zu investieren. Die Einkünfte aus diesen Anlagen sind in der Regel als Kapitalerträge zu versteuern.
Es gelten die gleichen Regelungen wie bei anderen Kapitalerträgen, insbesondere die Anwendung der Abgeltungsteuer in Deutschland.
Die genauen steuerlichen Auswirkungen können jedoch je nach Struktur der Immobilieninvestition und dem Land, in dem die Immobilie gelegen ist, variieren.
In jedem Fall erhalten Anleger von Mintos Steuerberichte für ihre Unterlagen.

✅ Mintos eröffnet auch den Zugang zu Investition in Immobilien
Um die steuerlichen Anforderungen zu erfüllen, stellt Mintos einen detaillierten Steuerbericht zur Verfügung. Dieser enthält alle relevanten Daten, einschließlich der Zins- und Kapitalerträge, welche für die Erstellung der Einkommensteuererklärung erforderlich sind.
Diese Berichte sollten sorgfältig aufbewahrt und zur Erstellung der Steuererklärung verwendet werden.
Anleger sollten diesen Steuerbericht nutzen, um ihre Einkünfte aus Mintos korrekt in der Steuererklärung anzugeben.
Bei der Erstellung der Steuererklärung ist es wichtig, die in der Steuerbescheinigung angegebenen Werte korrekt in die entsprechenden Felder der Steuerformulare (z. B. Anlage KAP für Kapitalerträge) zu übertragen.
Ob Prämien aus Mintos Gutscheinen versteuert werden müssen, hängt von der Art der Prämie ab. Eine pauschale Aussage können wir hier nicht treffen.
Anleger, die ihre Steuerlast optimieren möchten, sollten folgende Punkte beachten:
In Deutschland können Kapitaleinkünfte bis zu einem bestimmten Freibetrag (Sparerpauschbetrag) steuerfrei bleiben. Dieser beträgt derzeit 1.000 EUR für Einzelpersonen und 2.000 EUR für Verheiratete.
Verluste aus P2P-Krediten können unter bestimmten Bedingungen mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen verrechnet werden. Dies erfordert jedoch eine sorgfältige Dokumentation und die Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Regelungen.
Anleger, die in Anleihen und Fractional Bonds investieren, sollten sicherstellen, dass sie die im Ausland gezahlte Quellensteuer in ihrer deutschen Steuererklärung korrekt angeben, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.
Inländische Broker und Anbieter führen zwar Steuern automatisch ab, aber im Bereich P2P-Kredite gibt es kaum Mintos Alternativen in Deutschland.
Die steuerliche Behandlung von Investitionen auf Mintos kann komplex sein. Wichtig ist eine sorgfältige Dokumentation und das Abspeichern der Unterlagen. Durch die Erweiterung des Angebots um ETFs, Anleihen und Immobilienanteile haben sich die steuerlichen Anforderungen weiter erhöht.
Der von Mintos bereitgestellte Steuerbericht ist dabei ein wertvolles Hilfsmittel, das detaillierte Informationen über alle relevanten Erträge und Ausgaben liefert. Dennoch kann es in komplizierten Fällen ratsam sein, einen Steuerberater zu konsultieren, um sicherzustellen, dass alle steuerlichen Verpflichtungen korrekt erfüllt werden.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.