

Wie gut der Broker NAGA im Test abschneidet, hängt nicht ausschließlich an der Auswahl der Handelsinstrumente und Märkte. Ob Anleger mit einem Testzugang das Trading lernen spielt genauso eine Rolle wie die NAGA Gebühren. Entscheidet sich doch über die Trading Kosten, ob das Handelskonto rentabel geführt werden kann.
Für die Bewertung stehen nicht allein die NAGA Kosten für den Handel auf dem Prüfstand. Es wird zu schnell unterschätzt, welchen Einfluss Verwaltungskosten auf die Performance haben. Ob der Broker eine Jahresgebühr erhebt oder die Eröffnung des NAGA Demokontos etwas kostet – jeder Euro an zusätzlichen Gebühren baut die Erträge aus dem Handel ab.
Sobald Sie sich als Anleger beim Broker anmelden, ist der Zugriff auf die Trading Plattform für den Handel von Differenzkontrakten und Aktien möglich. Weder für die Einrichtung des Handelskontos noch dessen Verwaltung werden durch den Online Broker Zusatzgebühren erhoben. Aber: Im Broker Test fällt ein wichtiger Punkt auf.
Es gibt bei NAGA Gebühren für inaktive Anleger. Sobald über einen Zeitraum von 12 Monaten keine Handelsaktivität mehr festzustellen ist, wird das Konto mit einer Strafgebühr von 20 Euro belastet. Der Broker behält sich in den AGB den Einzug als Jahresgebühr vor. In diesem Zusammenhang hätten wir uns für den Brokervergleich mehr Transparenz im Preisverzeichnis gewünscht.
Nach der Anmeldung als Neukunde zahlen Sie bei NAGA Guthaben auf das Handelskonto ein. Seitens des Brokers werden dafür keine Zusatzkosten erhoben. Allerdings kann die Einzahlung erst bearbeitet werden, wenn ein Volumen von mindestens 250 Euro erreicht ist. Was negativ auffällt: Bei NAGA fallen Gebühren für Auszahlungen an. Es werden bis zu fünf Euro Abhebegebühr veranschlagt. Wie teuer die Abbuchung in der Praxis wirklich wird, macht der Broker von Ihrem VIP Level abhängig.
Über die Handelsplattform haben Sie als Anleger Zugriff auf CFDs und können physisch Aktien handeln. Im Hinblick auf die Handelskosten entsteht eine Mischung aus „klassischer“ Orderprovision und Handelskosten über den Spread.
Beides erleben Sie mit dem Testkonto und machen dank virtuellem Guthaben bei NAGA Erfahrungen mit den einzelnen Märkten. Der Spread ist für gehebelte Produkte – wie CFDs auf Aktien oder Währungen und Indizes relevant. Wie hoch die Differenz zwischen Brief- und Geldkurs ist, richtet sich nach der Assetklasse und dem Basiswert, auf welchen Sie einen Kontrakt handeln.
Achtung: Das Eröffnen einer Aktien-Order und deren Schließung stuft NAGA als je eine getrennte Order ein. Damit fallen insgesamt sechs Euro an.
Zusätzlich zu den bereits angesprochenen Kosten entstehen bei NAGA Gebühren auch für die Nutzung des Autocopy-Modus. Hier entscheidet der Ertrag aus den kopierten Trades. Als Anleger wird das Konto über eine feste Handelsgebühr oder variablen Kostenfaktor belastet.
Die feste Copy Fee beträgt immer 0,99 Euro. Für den Fall der variablen NAGA Trading Kosten entfallen bis 10 Euro Gewinn Gebühren. Darüber hinaus werden fünf Prozent des Gewinns als Handelsgebühr eingezogen.
NAGA profiliert sich im Test als moderner Broker, der nicht nur den Handel mit CFDs anbietet. Als Anleger traden Sie physisch Aktien. Hinsichtlich der Kosten überzeugt NAGA mit einer Kontoführung ohne zusätzliche Kosten. Bei den Handelskosten müssen Sie als Trader einerseits den Spread im Auge behalten. Auf der anderen Seite fallen bei NAGA feste Gebühren für den physischen Handel mit Dutzenden Aktien an. Der Broker erhebt je Transaktion drei Euro als Orderprovision.
Der Broker fasst alle Kosten für den Handel und den Zahlungsverkehr übersichtlich zusammen. Über die Seite „Unsere Preisgestaltung und Handelszeiten“ kann sich jeder Anleger direkt vor der Anmeldung über die Gebühren bei NAGA informieren.
Seit Deutschland Abgeltungssteuer und Sparer-Pauschbetrag eingeführt hat, dürfen Handelskosten nicht mehr einfach als Werbungskosten abgesetzt werden. Diese Möglichkeit wird durch den Abzug des Pauschbetrags ersetzt.
Der Spread als Differenz aus dem Brief- und Geldkurs schwankt je nach Handelsklasse und Basiswert sehr stark. Es lassen sich keine pauschale Angaben zum Spread machen.
Es spielt in der Praxis keine Rolle, über welche Handelsplattform Sie auf NAGA zugreifen. Die Gebühren im Handel sind für übers Handy oder den Desktop Trading Desk identisch.
Gebühren, Verluste und Gewinne – am Ende fließt für die Rendite alles zusammen und ist auch relevant, wenn auf Erträge bei NAGA Steuern abgemeldet werden. Anders als Gebühren, dürfen Verluste mit Gewinnen verrechnet werden.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.