

Die Onvista Bank schließt ihre Pforten spätestens Ende 2025. Bis dahin müssen Kunden einen neuen Depotanbieter finden. Was die Schließung bedeutet und worauf Kunden der Onvista Bank jetzt achten sollten, klären wir in diesem Artikel.
▶️ Die Commerzbank schließt die Bank Onvista
▶️ Kunden haben bis Ende 2025 Zeit, sich einen neuen Anbieter zu suchen
▶️ Wir geben unseren Lesern die besten 5 Alternativen an die Hand
Hinweis: Das gleichnamige Finanzportal onvista.de ist nicht von der Schließung der Onvista Bank betroffen. Es handelt sich um rechtlich zwei voneinander getrennte Unternehmen. Das Finanzportal wird von der onvista media GmbH betrieben. Alle Watchlisten, Musterdepots etc. bleiben dort erhalten.
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Die Onvista Bank ist eine Marke der Commerzbank AG. Die Commerzbank betreibt mit der Marke Comdirect bereits eine Direktbank. In Zukunft will sich das Kreditinstitut auf nur noch zwei Marken fokussieren: Commerzbank und Comdirect.
Die Onvista Bank ist von der Anzahl der Kunden her deutlich kleiner als die Comdirect. Zudem ist das Leistungsspektrum eingeschränkter. Eine Zusammenlegung dieser beiden Banken würde außerdem für die Commerzbank Kosten sparen und Synergieeffekte mit sich bringen.
Daher ergibt es für die Commerzbank Sinn, die Bank Onvista zu schließen und versucht, die Kunden von ihrer anderen Marke zu überzeugen. Denn die Kunden möchte sie natürlich behalten.
Zunächst einmal ändert sich nicht viel. Die Leistungen und Produkte der Onvista Bank können Bestandskunden weiterhin wie gewohnt in Anspruch nehmen.
Allerdings besteht schon jetzt keine Möglichkeit mehr, ein neues Depot zu eröffnen. Laut Angaben von Anlegern, die im laufenden Prozess mit der Onvista Bank Erfahrungen gemacht haben, kommt die Commerzbank mit einem Wechselangebot auf Bestandskunden zu.
Da die Onvista Bank schließt, ist es naheliegend, dass Kunden einen möglichst einfachen Wechsel bevorzugen.
Die Onvista Bank beschreibt auf ihrer Website, dass ein Umzug zur Comdirect jedoch nicht möglich ist. Onvista Bank Kunden müssten daher zuerst ein Comdirect Depot eröffnen und dann einen klassischen Depotumzug in die Wege leiten.
Nein. Es erfolgt kein automatischer Umzug zur Comdirect Bank. Daher können Onvista Bank Kunden die Gelegenheit auch nutzen und sich nach einem preiswerteren Anbieter umschauen. Empfehlenswerte Alternativen gibt es in unserem Aktiendepot Vergleich.
Da beide Marken zur Commerzbank AG gehören, ist es naheliegend, dass Kunden sich im Zuge der Schließung der Onvista Bank für die Comdirect als neuen Anbieter entscheiden.
Ob das in jedem Fall die beste Option ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Der Wechsel zur Comdirect wird damit beworben, dass Neukunden für die ersten drei Jahre Rabatte erhalten.
Es fallen keine Depotgebühren an und der Wertpapierhandel ist zum Festpreis für 3,90 EUR möglich. Kunden von Onvista berichten vereinzelt, dass ihnen zudem eine 100 EUR Prämie für den Wechsel angeboten wurde.
Die Comdirect bietet ein größeres Leistungsspektrum als die Onvista Bank an. Lediglich im Options- und CFD-Handel sind die Konditionen schlechter als bei der Onvista Bank.
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Keine Depotgebühren und im Aktien- sowie ETF-Handel fallen keine Ordergebühren an. Das zeichnet eToro aus. Außerdem können Anleger bei eToro CFDs handeln. Wer das zuvor bei der Onvista Bank auch handelte, könnte mit eToro genau an der richtigen Adresse sein.
Zusätzlich ermöglicht der Broker die Anbindung ans Copy-Trading. Hierbei können Anleger die Trades professioneller Händler verfolgen und auf Wunsch in ihrem eigenen Depot kopieren lassen.
Zu beachten ist, dass zu eToro kein Depotübertrag möglich ist. Der Broker bietet sich jedoch auch als Zweitdepot an.
Das Unternehmen hat seinen Sitz auf Zypern und eine Zulassung für Deutschland von der hiesigen Wertpapieraufsichtsbehörde BaFin, wird allerdings von der zyprischen CySEC reguliert. Wer sich unsicher ist, kann zunächst ein gebührenfreies Testkonto einrichten, welches wir im Übrigen in unserem Vergleich als bestes Aktien Demokonto erkoren.
Da die Onvista Bank schließt, müssen sich Kunden ohnehin einen neuen Anbieter suchen. Warum dann nicht der Wechsel zu einem Neobroker aus Deutschland?
Anleger erhalten hier Zugang zu über 10.000 Aktien, 2.400 ETFs und die Transaktionskosten liegen bei lediglich 1 EUR Festpreis. Außerdem können Anleger auf eine Vielzahl von Basiswerten einen gebührenfreien Sparplan einrichten. Die Mindestsparrate liegt bei nur 1 EUR.
Obendrein bietet Trade Republic eine Verzinsung auf dem Verrechnungskonto und 1 % Saveback mit seiner neuen Kreditkarte.
Anleger, die einen besonders umfangreichen Zugang zu weltweiten Börsen schätzen, könnten Interactive Brokers (IB) in Betracht ziehen. Kunden können bei IB an über 130 Börsen in mehr als 50 Ländern handeln.
Handelbar sind zudem Optionen und Futures an internationalen Börsen. Die Preise liegen deutlich unter denen der Onvista Bank. Ein Depotübertrag zu IB ist ebenfalls möglich.
Das Angebot von Finanzen.net Zero ähnelt dem von Trade Republic: keine Depotgebühren, Handel für nur 1 EUR, ab 500 EUR Ordervolumen sogar ohne Ordergebühren. Zahlreiche Sparpläne auf Aktien und ETFs sind verfügbar.
Wer möchte, kann bei Finanzen.net Zero auch einen Wertpapierkredit beantragen. Das Geld aus dem Kreditrahmen darf im Übrigen auch für den Konsum verwendet werden, es ist also nicht zweckgebunden.
Dass die Onvista Bank schließt, ist für Bestandskunden im ersten Moment unglücklich, da mit einem Depotwechsel mehr Arbeit auf sie zukommt.
Doch die Welt der Online-Broker hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Und die Onvista Bank ist etwas stehen geblieben.
Bestandskunden sollten daher jetzt die Gelegenheit nutzen und sich nach einer besseren Alternative umsehen. Empfehlenswerte Optionen haben wir in diesem Artikel beschrieben.
Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.