

In der digitalen Ära haben sich neue Bankinstitute etabliert, die den traditionellen Bankbetrieb in vielerlei Hinsicht verändern. Openbank, eine digitale Direktbank mit Sitz in Spanien, ist eines dieser neuartigen Kreditinstitute. Die Openbank Einlagensicherung ist für Bankkunden von zentraler Bedeutung, da sie das Vertrauen in finanzielle Institutionen stärkt und die Sicherheit von Einlagen gewährleistet.
In diesem Artikel werden wir untersuchen, ob Openbank eine deutsche Einlagensicherung bietet und worauf Anleger unbedingt achten sollten.
Openbank gehört zur renommierten Santander-Gruppe, einem der größten Finanzdienstleister in Europa und weltweit. Die Bank hat ihren Sitz in Spanien. Das bedeutet auch, dass Openbank der spanischen Einlagensicherung angehört.
In Spanien unterliegt die Einlagensicherung strengen gesetzlichen Regelungen, die durch den „Fondo de Garantía de Depósitos“ (FGD) gewährleistet werden.
Diese gesetzliche Einlagensicherung bietet Schutz für Einlagen bis zu 100.000 EUR pro Kunde und Bank. Das bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz von Openbank die Kunden bis zu diesem Betrag abgesichert sind.
Die Höhe dieser Einlagensicherung ist innerhalb der EU und auch in weiten Teilen Europas Standard, was auch unser Artikel zum Thema Weltsparen Einlagensicherung detailliert beleuchtet.
Daher bietet Openbank keine deutsche Einlagensicherung in dem Sinne. Allerdings ist die Höhe der gesetzlichen Einlagensicherung exakt dieselbe.

▶️ Openbank Einlagensicherung gilt nach spanischen Gesetzen
Im Folgenden beschreiben wir kurz, was konkret im Ernstfall passieren und wie die Einlagensicherung bei Openbank zum Tragen kommen würde:
Im seltenen Fall einer Insolvenz informiert die betroffene Bank ihre Aufsichtsbehörde.
Die spanische Einlagensicherung, vertreten durch den FGD, tritt in Kraft. Die Sicherung deckt alle Kunden ab, die Einlagen bei der insolventen Bank halten. Ab diesem Zeitpunkt ist möglicherweise kein Zugriff mehr auf das Konto möglich, auch nicht über die Openbank App.
Die Bank und der FGD berechnen die Ansprüche jedes Kunden basierend auf den Einlagen, die zum Zeitpunkt der Insolvenz bestehen.
Innerhalb von maximal 7 Arbeitstagen wird die Auszahlung der gesicherten Beträge von bis zu 100.000 EUR pro Kunde veranlasst.
Die betroffenen Kunden werden über den Auszahlungsprozess informiert und erhalten die entsprechenden Beträge auf ein angegebenes Konto ausgezahlt.
Das bedeutet nicht, dass Anleger ggf. auch eine höhere Erstattung als 100.000 EUR erhalten könnten. Allerdings sollten sich Bankkunden auf keinen Fall darauf verlassen.
Openbank bietet über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus keine weiteren zusätzlichen Sicherungsmechanismen, wie sie beispielsweise in Deutschland durch freiwillige Sicherungsfonds existieren. Dennoch besteht eine indirekte Sicherheit durch die finanzielle Stärke der Santander-Gruppe.
Diese Gruppe ist nicht nur eine der größten Banken in Europa, sondern hat auch eine solide Marktstellung in vielen anderen Ländern. Die finanzielle Stabilität und die umfangreichen Ressourcen der Santander-Gruppe können dazu beitragen, mögliche Risiken zu minimieren und das Vertrauen in Openbank zu erhöhen.
Die Entscheidung, ein Konto bei Openbank zu eröffnen, bietet zahlreiche Vorteile, jedoch ist auch auf die Risiken hinzuweisen:
Häufig tritt die Frage auf, ob Openbank Steuern auf Kapitalerträge wie Zinsen an den deutschen Fiskus abführt. Die Antwortet lautet nein. Als spanische Bank führt Openbank keine Abgeltungsteuer ab. Demzufolge ist es ratsam, die Höhe der Einlagen sorgfältig abzuwägen und gegebenenfalls das Kapital bei mehreren Banken anzulegen oder in sehr sichere Wertpapiere.
Die Einlagensicherung bezieht sich im Übrigen nicht nur auf das Girokonto, sondern auch auf Spareinlagen bei der Bank. Da Openbank Zinsen zahlt, die mitunter über denen anderer Banken liegen, könnten Anleger versucht sein, dort sehr hohe Beträge anzulegen. Die Einlagensicherung bezieht sich auf sämtliches kumuliertes Guthaben bei einem Kreditinstitut – nicht je Konto!

▶️ Es gibt keine deutsche Openbank Einlagensicheruing
Nein, Openbank bietet keine deutsche Einlagensicherung. Als spanische Bank unterliegt Openbank dem spanischen Einlagensicherungssystem. Dieses sichert Einlagen jedoch ebenfalls bis zu 100.000 EUR pro Kunde und Bank ab.
Openbank bietet keine zusätzlichen Sicherungsmechanismen, wie sie in Deutschland durch freiwillige Sicherungsfonds existieren. Allerdings profitiert Openbank von der finanziellen Stärke der Santander-Gruppe, was eine indirekte Sicherheit darstellen kann.
Ja, die Openbank ist sicher. Als Teil der Santander-Gruppe sind Einlagen bis zu 100.000 EUR je Kunde durch die spanische Einlagensicherung geschützt. Zudem profitiert Openbank von der Stabilität und finanziellen Stärke der Santander-Gruppe.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Openbank als digitale Bank, die unter dem Dach der stabilen Santander-Gruppe agiert, interessante Möglichkeiten für moderne Bankkunden bietet. Die gesetzliche Openbank Einlagensicherung von bis zu 100.000 EUR pro Kunde sorgt für ein gewisses Maß an Finanzsicherheit.
Dennoch sind potenzielle und bestehende Kunden gut beraten, sich der bestehenden Risiken bewusst zu sein, insbesondere in Bezug auf höhere Einlagen.
Wir empfehlen größere Beträge auf mehrere Bankinstitute zu streuen oder in EUR-Staatsanleihen mit höchster Bonität und kurzer Laufzeit anzulegen, sofern der Betrag äußerst konservativ anlegt werden soll.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.