

Openbank, eine vollständig digitale Bank, hat sich als Option für moderne Bankkunden etabliert. Besonders für deutsche Kunden, die nach einer benutzerfreundlichen und kosteneffizienten Banklösung suchen, bietet Openbank viele Vorteile. Da das Kreditinstitut auch Sparanlagen offeriert, fragen sich einige Anleger, wo sie bei Openbank den Freistellungsauftrag anlegen oder ändern können.
Diese Frage ist berechtigt. Denn ein Freistellungsauftrag bei Openbank könnte einen möglichen Steuerabzug verhindern. Die kurze Antwort lautet: Ja, Sie können bei Openbank einen Freistellungsauftrag hinterlegen.
Kurz erklärt: Was ist überhaupt ein Freistellungsauftrag? Mit einem Freistellungsauftrag können Anleger Kapitalerträge, wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne, bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei stellen. Für Ledige beträgt dieser Freibetrag 1.000 EUR, für gemeinsam veranlagte Ehepaare 2.000 EUR pro Jahr.
Durch die Einreichung eines Freistellungsauftrags bei einer deutschen Bank werden Kapitalerträge bis zur Höhe dieses Freibetrags von der Abgeltungssteuer befreit. Einen Freistellungsauftrag können Anleger nur bei deutschen Finanzinstituten einreichen, da diese der steuerlichen Gesetzgebung von Deutschland unterliegen.
Openbank gehört zwar zu Santander Group, einer spanischen Unternehmensgruppe, verfügt aber über eine Zweigniederlassung in Deutschland. Daher können Sie auch bei Openbank einen Freistellungsauftrag einrichten und entsprechend ändern oder löschen.
Was bedeutet das für den Anleger? Wenn Sie nicht möchten, dass Openbank Steuern an den deutschen Fiskus abführt, müssen Sie einen Freistellungsauftrag beim Institut hinterlegen.

▶️ Sie können bei der Openbank einen Freistellungsauftrag hinterlegen
Kapitalerträge, die bei Openbank erzielt werden, unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer. Um das zu vermeiden, können Sie, sofern Sie die Möglichkeit dazu haben, bei der Openbank einen Freistellungsauftrag hinterlegen.
Wie zuvor erwähnt, können Sie als Einzelperson 1.000 EUR im Jahr an Freistellungsauftrag hinterlegen. Das gilt aber für sämtliche Kapitalerträge, die Sie bei inländischen Banken erhalten. Angenommen, Sie haben bei drei Banken Kapitalerträge, dann müssen oder können Sie die 1.000 EUR auf alle drei Institute aufteilen, etwa so:
Weil Openbank Zinsen auf Tagesgelder zahlt und andere Anlageformen anbietet, bedeutet dies für deutsche Steuerpflichtige, dass alle bei Openbank erzielten Kapitalerträge nicht unbedingt in der Steuererklärung angegeben werden müssen, da die Zahlung mit der Abgeltungssteuer abgegolten ist.
Der Nachteil zu Anlagen bei einer ausländischen Bank liegt darin, dass Sie nicht den vollen Zinsertrag ausgezahlt bekommen und diesen nicht unterjährig wieder anlegen könnten. Die Steuer ist sofort bei Zahlung fällig und nicht erst mit der nächsten Steuererklärung im darauffolgenden Jahr. Sie können daher keine Steuerstundung und damit nicht eine Art kostenlosen Kredit des Finanzamts nutzen.
Ja, bei der Openbank können Sie einen Freistellungsauftrag einrichten. Openbank gehört zwar zur spanischen Santander Group, aber unterhält eine Zweigniederlassung in Deutschland.
Kapitalerträge bei Openbank unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer. Openbank führt diese Steuer automatisch ab, sodass Sie die Erträge nicht unbedingt in der deutschen Steuererklärung angeben müssen, sofern Sie im Vorfeld alles korrekt angegeben haben.
Alle Kapitalerträge können Sie in der Anlage KAP der deutschen Steuererklärung aufführen. Die Bank stellt dafür Steuerberichte zur Verfügung, die Sie über das Online-Banking oder die App abrufen können.
Deutsche Kunden, die bei Openbank Erfahrungen gemacht haben, können bestätigen, dass Anleger beim Finanzinstitut einen Freistellungsauftrag hinterlegen können.
Dennoch liegt die Verantwortung für die korrekte Angabe und Besteuerung von Kapitalerträgen vollständig beim Kunden. Eine sorgfältige Dokumentation und die korrekte Angabe der Erträge in der Steuererklärung sind unerlässlich, um steuerliche Verpflichtungen zu erfüllen und mögliche Sanktionen zu vermeiden.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.