

Da die Pepperstone GmbH in Deutschland ihren Sitz hat und der Regulierung der BaFin unterliegt, führt Pepperstone Abgeltungssteuer ab. Doch wie Pepperstone Steuern berechnet, ggf. abführt und was es noch zu beachten gilt, beschreiben wir in diesem Artikel.
Gewinne aus dem CFD- und Forex-Handel unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Abgeltungssteuer. Diese beträgt pauschal 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Der Steuersatz liegt damit insgesamt zwischen 26,375 % und knapp 28 %, je nach individueller Situation des Anlegers.
Die Höhe der Steuer ist übrigens nicht davon abhängig, wie hoch ein Anleger bei Pepperstone den Hebel ansetzt. Einige Anleger meinen, da bei einem Hebel Zinsen gezahlt werden, könnten diese gegengerechnet werden, aber dem ist nicht so.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen privatem und gewerblichem Handel:
| ✅ Privater Handel: | Für die meisten Privatanleger gilt der CFD-Handel als private Vermögensverwaltung. Gewinne werden mit der Abgeltungssteuer besteuert. |
|---|---|
| ✅ Gewerblicher Handel: | Bei sehr umfangreicher und professioneller Handelstätigkeit kann das Finanzamt den Handel als Gewerbebetrieb einstufen. In diesem Fall erfolgt die Besteuerung mit dem persönlichen Einkommensteuersatz. |
Hinweis: Im Rahmen der Günstigerprüfung kann die letztlich zu zahlende Kapitalertragssteuer im privaten Handel auch geringer ausfallen. Das ist dann der Fall, wenn der persönliche Einkommensteuersatz unter 25 % liegt.
Als deutscher Broker mit Sitz in Düsseldorf bietet die Pepperstone GmbH für in Deutschland steuerpflichtige Kunden einen entscheidenden Vorteil: Pepperstone behält Steuern in Deutschland automatisch ein und führt diese an das Finanzamt ab.
Konkret bedeutet das:
Der letztgenannte Punkt muss deutlich hervorgehoben werden: Anleger müssen bei Pepperstone Steuern auf jeden Gewinntrade zahlen. Gewinne und Verluste darf der Broker auch unterjährig nicht verrechnen.
Mitunter werden im Trading von Pepperstone Gebühren berechnet. Diese können nicht mit Gewinnen gegengerechnet werden.
Für Trader aus anderen Ländern gelten möglicherweise abweichende Regelungen. Es werden von Pepperstone keine Steuern einbehalten, wenn der Kunde außerhalb Deutschlands ansässig ist.

▶️ Pepperstone Steuern werden automatisch abgeführt, so gelingt das Trading ohne Kompromisse
Für eine korrekte steuerliche Behandlung der Handelsergebnisse sind folgende Dokumente wichtig:
In der jährlichen Steuererklärung müssen die Gewinne und Verluste aus dem CFD-Handel in der Anlage KAP angegeben werden. Auch wenn Pepperstone die Abgeltungssteuer bereits einbehalten hat, kann sich eine Angabe in der Steuererklärung lohnen, um eventuell zu viel gezahlte Steuern zurückzuerhalten.
Denn schließlich wurden die Verluste bis dato nicht berücksichtigt. Alle Unterlagen, die Pepperstone für die Steuererklärung bereitstellt, sind auf Deutsch und werden in der Regel von deutschen Finanzämtern anerkannt.
Die erfordelrichen Dokumente erhalten Anleger auch über die Postbox ihrer Pepperstone App.
Verluste aus CFD-Geschäften können nur eingeschränkt mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden. Seit 2021 gilt eine Verlustverrechnungsbeschränkung, die die Verrechnung auf maximal 20.000 EUR pro Jahr begrenzt.
Bei CFDs auf Aktien können Dividendenanpassungen anfallen. Diese werden steuerlich wie normale Dividenden behandelt und unterliegen ebenfalls der Abgeltungssteuer.
Anleger können bei Pepperstone einen Freistellungsauftrag einreichen, um den Sparerpauschbetrag zu nutzen. Der maximale Freibetrag beträgt 1.000 EUR für Einzelpersonen und 2.000 EUR für Ehepaare.
Hinweis: Der Freistellungsauftrag gilt für sämtliche Kapitalerträge, nicht nur für das CFD-Trading und Broker- bzw. Bankenübergreifend.
Aufgrund der Komplexität des Themas ist es für viele Trader ratsam, einen Steuerberater hinzuzuziehen. Dieser kann:
Zusätzlich gibt es spezielle Software und Online-Dienste, die bei der Dokumentation und Auswertung der Trades helfen können. Diese erleichtern die Erstellung der Steuererklärung erheblich.
Wie Pepperstone Steuern für in Deutschland ansässige Anleger berechnet, folgt klaren Regeln:
Anleger sollten die steuerlichen Aspekte ihres Handels nicht unterschätzen. Eine gute Vorbereitung und ggf. professionelle Unterstützung können helfen, Steuerfallen zu vermeiden und alle legalen Optimierungsmöglichkeiten zu nutzen.
Wer sich unsicher ist, sollte zunächst mit kleinem Budget handeln und die Auswirkungen auf die Steuer beobachten. Da es keine Mindesteinzahlung bei Pepperstone gibt, eignet sich dieser Broker dafür hervorragend.
Pepperstone erleichtert deutschen Anlegern durch den automatischen Steuerabzug zwar die Handhabung, entbindet sie aber nicht von der Verantwortung, ihre steuerlichen Pflichten vollständig zu erfüllen.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.