

Portfolio Performance hilft privaten Anlegern als kostenloses Tool bei der Überwachung ihrer Investitionen. Die Open-Source-Software von Andreas Buchen gibt es seit über zehn Jahren in Desktopversionen für Mac, Windows und Linux, und seit Anfang 2024 auch als mobile App. Über eine schnörkellose Benutzeroberfläche eröffnen sich zahlreiche Funktionen, mit denen sich neue Nutzer bei den ersten Erfahrungen mit Portfolio Performance zunächst vertraut machen müssen.
Die Ausstattung holt vor allem erfahrene Anleger ab – diese schätzen insbesondere die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der kostenfreien Tracking-App. So lassen sich unterschiedliche Konten, Anlageklassen und Währungen verfolgen, für tatsächliche Anlagen und in Form von Watchlists.
Die folgenden Tabellen geben einen prägnanten Überblick über die Funktionen und möglichen Schwächen von Portfolio Performance.
Eins vorab – wer die Desktop-Software oder die App von Portfolio Performance nutzt, muss zunächst umfangreiche Daten einpflegen. Nur so zeigt sich das Tool später von seiner besten und leistungsfähigsten Seite. Gerade die schlichte Aufmachung der Benutzeroberfläche und des Menüs erweisen sich dabei in ihrer Klarheit als hilfreich.
Hat man sich an das Design gewöhnt, das den Charme eines Excel-Sheets hat, erschließt sich die Funktionalität recht schnell. Und diese ist bei Portfolio Performance selbst für anspruchsvolle Anleger überzeugend. So können Depots bei unterschiedlichen Anbietern samt den zugehörigen Referenzkonten verknüpft und fortlaufend analysiert werden – auf der Grundlage von mehr als einer Währung.
Einzelkonten wie Giro- oder Tagesgeldkonten integrieren die Entwicklung von Barvermögen in die Analysen ein. Assets sämtlicher Anlageklassen betrachtet die Software anhand aktueller und historischer Kurse. Die Ergebnisse werden anschließend in aussagekräftigen Berichten oder grafischen Darstellungen visualisiert.
Sämtliche Daten werden bei diesem Portfolio Tracker manuell eingegeben und offline verwahrt, was die Erfahrungen mit Portfolio Performance besonders sicher macht. Ein Forum hilft, Fragen rund um einzelne Funktionen oder Befehle zu klären, und trägt langfristig außerdem zur Weiterentwicklung der Software bei.
Besonders gut gefallen hat uns:
Portfolio Performance gibt es in Desktop-Versionen für Windows, Mac und Linux. Seit Anfang 2024 ist der Portfolio-Tracker auch als mobile Version für Android und iOS verfügbar. Alle Versionen sind auf der Website zum kostenlosen Download verlinkt.
Nach dem Herunterladen des Programms und der Installation muss Portfolio Performance eingerichtet werden – das wirkt zunächst komplex, daher wird die Beschäftigung mit dem Handbuch empfohlen. Zusätzliche Tutorials, etwa auf YouTube, führen schrittweise in die Funktionen ein.
Wir stellen die Einrichtung in mehreren Schritten vor:
Die grundsätzlich verwendete Währung wird festgelegt – für die meisten Anleger vermutlich der Euro. Dies ist jedoch nicht in Stein gemeißelt, denn später kann die Währung für einzelne Depots oder Assets angepasst werden.
Nun werden eines oder auch mehrere Wertpapierkonten mit dem zugehörigen Verrechnungs- bzw. Referenzkonto hinzugefügt. Anleger, die Depots bei verschiedenen Finanzdienstleistern führen, sollten von vornherein aussagekräftige Bezeichnungen für die schnelle Zuordnung wählen. Eine klare Benennung der Konten und Depots ist grundlegend wichtig für die spätere Analyse insbesondere bei komplexeren Portfolios.
Nicht nur verknüpfte Konten wie Depots und Verrechnungskonten werden eingegeben – das Programm überwacht auch die Entwicklung von Girokonten, Tagesgeld- und Festgeldkonten und erweist sich damit als integriertes Analysetool.
Neue Nutzer, die sich mit Portfolio Performance vertraut machen wollen, können hier Einzelwerte aus bekannten Indizes hinzufügen – es muss sich nicht um eigene Assets handeln, da die Wertpapiere auch in eine Watchlist gruppiert werden können.
Die Allokation des Portfolios und die visuelle Aufbereitung erfolgen anhand konfigurierbarer Kategorien – beispielsweise Anlageklassen, Regionen oder Branchen.

🖥️ Ein Blick auf die Portfolio Performance Website
Die Benutzerfreundlichkeit von Portfolio Performance wird in Nutzerbewertungen häufig hervorgehoben, insbesondere von erfahrenen Anwendern. Plattformen wie Finanzfluss bündeln solche Rückmeldungen, die von der intuitiven Menüführung und dem klar strukturierten Interface berichten. Die Navigation erfolgt über eine linksseitige oder untere Menüleiste, was eine direkte Ansteuerung relevanter Bereiche ermöglicht.
Jedoch zeigt sich ein Kontrast zwischen den Wahrnehmungen von Einsteigern und erfahrenen Nutzern. Während Letztere die minimalistische und sachliche Benutzeroberfläche als übersichtlich und funktional bewerten, empfinden Neulinge diese oft als kühl und wenig einladend – besonders im Vergleich zu den modernen gestalteten Interfaces von Wettbewerbern wie Parqet.
Die Einarbeitung wird durch die Bereitstellung eines umfassenden Handbuchs und den Zugang zu einem Forum erleichtert, wo erfahrene Anwender und Entwickler Ratschläge anbieten. Die zweisprachige Verfügbarkeit dieser Ressourcen (Deutsch und Englisch) trägt zur breiten Zugänglichkeit bei. Besonders für komplexe Fragestellungen erweist sich die Community als wertvolle Unterstützung, wenngleich die Beantwortung spezieller Anliegen gelegentlich Zeit in Anspruch nehmen kann.
Der hohe Grad an Konfigurierbarkeit wird ebenfalls als Stärke hervorgehoben. Nutzer können Ansichten und Berichte individuell anpassen, was Portfolio Performance zu einer flexiblen Lösung für verschiedene Anforderungen macht. Diese Anpassungsfähigkeit kompensiert teilweise die anfängliche Komplexität.
Dank klar gegliederter Bereiche ist die Funktionalität von Portfolio Performance übersichtlich und nachvollziehbar. Nutzer steuern über ein Menü die folgenden Sektionen an:
Tatsächlich gekaufte oder beobachtete Assets werden hier aufgeführt. Außerdem bildet das Tool die bekanntesten Indizes ab. Wertpapiere werden in eine Tabelle eingetragen, die zunächst standardmäßig deren Namen, ISIN, WKN, Symbol, aktuellen Kurs und einige zusätzliche Angabe vorsieht. Die Spalten sind jedoch nach eigenen Wünschen konfigurierbar. Ein Klick oder Antippen eines Wertpapiers öffnet den Chart, der bei tatsächlich gekauften Wertpapieren unter anderem Kaufkurse, Dividenden und den 100-Tage-Durchschnitt des Titels anzeigt, ebenso den Anlagewert oder Höchst- und Tiefstwerte des jeweiligen Börsentages. Zahlreiche weitere gleitende Durchschnitte, Volatilitätsindikatoren oder andere technische Analysewerkzeuge können Nutzer nach eigenen Wünschen hinzufügen bzw. konfigurieren.
Einzelkonten und Depots, außerdem Sparpläne werden hier hinterlegt und sind auf einen Blick zugänglich. Die Software gibt einen Überblick über Kontostände, aber auch über Umsätze. Da keine Realtime-Verknüpfungen mit tatsächlichen Bankkonten angelegt werden, müssen alle Eingaben händisch erfolgen. Wiederkehrende Umsätze wie die Ausführung von Sparplänen können automatisiert werden und müssen dann nicht mehr manuell eingegeben werden.
Dies ist der besonders relevante Bereich – das Reporting erfolgt durch Berechnung der gewünschten Anlagen, ist aber auch durch Grafiken visualisiert. Zu den Darstellungen gehören

📲 Auch die Portfolio Performance App überzeugt mit tollen Funktionen
Abgerundet wird die Ausstattung durch ein überschaubares Einstellungsmenü und grundlegende Informationen zu den wichtigsten Währungen.
Nicht jeder Portfolio-Tracker ist günstig bzw. kostenfrei zu haben. Die Desktopversionen von Portfolio Performance wurden 2012 als kostenlose Open-Source-Software an den Start gebracht und ist tatsächlich bis heute kostenfrei – ohne Wenn und Aber und mit vollem Funktionsumfang. Versteckte Kosten, etwa für Kursdaten oder ähnliches lassen sich im Test nicht ausmachen.
Die mobile App von einem anderen Entwickler ist wie die Desktop-Version kostenlos. Das gilt für die Vermögensaufstellung, die Berechnung der Performance und die Diagramme, die Aufstellung von Erträgen wie Zinsen und Dividenden und die Klassifizierungen und Kurse. Wer jedoch die erweiterten mobilen Dashboards nutzen möchte, erschließt sich dies über ein Abo.
Die Kosten sollten vor dem Hintergrund der höheren Entwicklungskosten für mobile Software verstanden werden. Im Kontext anderer Anbieter kann das Abo bei Portfolio Performance als günstig bewertet werden. Verbesserungen am Source Code werden mit einem Jahresabo honoriert.
Überzeugte Anwender loben den enormen und überdies konfigurierbaren Funktionsumfang der Software, die für private Anleger als regelrechte eierlegende Wollmilchsau gilt. Der Aufwand beim Einpflegen der Daten relativiert sich nach der anfänglichen Hinterlegung von Konten und Assets, der Import von PDF und CSV erleichtert die regelmäßige „Wartung“.
Das für Anleger so wichtige Reporting bietet die wichtigsten Kennzahlen und ermöglicht den Vergleich mit anderen Benchmarks – in Form detaillierter Berechnungen oder als anschauliche Grafik. Wer eine Alternative zu Portfolio Performance sucht, muss feststellen, dass andere Analyse-Lösungen all dies nicht vollumfänglich kostenlos bieten.

📊 Portfolio Performance bietet attraktive Analysefunktionen
Wer mit Getquin Erfahrungen macht, erschließt die volle Leistung des Tools nicht mit der kostenfreien Basisversion, sondern muss für die Premium-Version in die Tasche greifen. Auch die Parqet Erfahrungen bestehen nur mit Zuzahlung den Test anspruchsvoller Anleger.
Der extraETF Finanzmanager wird ebenfalls nur mit eingeschränkter Leistung kostenlos angeboten. Wer mehr als ein Portfolio verwalten will, kann dies nur über die im Abo angebotenen Standard- oder Premium-Versionen tun. Gegenüber den Wettbewerbern profiliert sich die kostenfrei angebotene Ausstattung von Portfolio Performance damit umso mehr.
Die Erfahrungen mit Portfolio Performance zeigen, dass es sich um ein sehr leistungsstarkes Werkzeug handelt. Mit den Funktionen sollten sich Einsteiger zunächst vertraut machen. Trotz der sehr logischen Menüführung und der übersichtlichen Benutzeroberfläche können Fragen auftauchen.
Da die Software und App von Portfolio Performance kein kommerzielles Angebot, sondern Open Source ist, wird kein direkter Support durch den Entwickler angeboten. Allerdings steht ein Handbuch zur Verfügung, das auf der Website aufrufbar ist. Hier können Leser sich zu Installation, Einrichtung und Handhabung des Programms informieren. Über das Inhaltsverzeichnis werden die gesuchten Themen schnell angesteuert.
Eine Community gibt es ebenfalls – das Forum zu Portfolio Performance beschäftigt sich mit wichtigen Themen rund um Portfolio Performance. Die Qualität der Beiträge ist hoch, da im Forum erfahrene Nutzer und Entwickler vertreten sind. Antworten auf einzelne Fragen können abhängig von der Komplexität des Themas jedoch eine Weile auf sich warten lassen.
Die Beiträge können anhand von Schlagwörtern, Betriebssystemen oder mit der Suchfunktion gefiltert werden. Auch neuere nützliche Widgets für die App und Hinweise zu Updates finden Nutzer hier.
Die Kombination von Handbuch und Forum ist in deutscher Sprache und auf Englisch verfügbar und erreicht damit eine breite Nutzerbasis über den deutschsprachigen Raum hinaus.
Nicht alle Portfolio-Tracker erfordern eigene Eingaben – bei vielen der angebotenen Alternativen zu Portfolio Performance werden die gewünschten Konten mit der App verknüpft, Vorgänge und Wertentwicklungen in Echtzeit aktualisiert. Das Hinterlegen von Konto- und Zugangsdaten ist allerdings auch ein Risiko.
Die Erfahrungen mit Portfolio Performance zeigen, dass es bei dieser Software keine derartigen Gefahren gibt. Die eingegebenen Daten werden lokal gespeichert, sei es auf der Festplatte des Geräts oder auf einem externen Medium. Unbefugte können das Programm also nicht als Hintertür zu einem Depot oder Konto nutzen. Selbst wenn Laptop oder Handy gestohlen werden oder verloren gehen, gibt das Programm keine Zugangsdaten oder PINs preis. Ein Passwortschutz für die Daten wird jedoch auch in diesem Fall empfohlen.
Der Sicherheitsaspekt lässt erfahrene Anleger die händische Eingabe von Daten gern in Kauf nehmen. Wer beispielsweise sein Depot oder seinen Sparplan bei Trade Republic mit Portfolio Performance analysieren will, kann die Berichte des Brokers mit einem der unterstützten Dateiformate einlesen lassen. Listen der Finanzdienstleister, die ihre Abrechnungen in den unterstützten Formaten PDF und CSV anbieten, findet man im Forum von Portfolio Performance.
Ein Analyse-Tool, das sich in hohem Maß konfigurieren lässt, Konten und Depots ebenso berücksichtigt wie Barbestände und deren Wertentwicklung anzeigt und vergleicht – all das kann Portfolio Performance. Was bei diesem Tracker kostenfrei angeboten wird, ist bei anderen Apps dieser Art nur gegen Zuzahlung zu haben.
Dafür nehmen Anleger die Benutzeroberfläche mit ihrem minimalistischen Design mit Fokus auf Funktionalität in Kauf – sie tut der Bedienung keinen Abbruch. Ein Verzicht auf eine Realtime-Verknüpfung von Portfolio Performance mit Trade Republic oder anderen Depotbanken bedingt viel „Handarbeit“ bei der Dateneingabe, kommt jedoch auch der Sicherheit zugute. Die differenzierten Analysen und das vielseitige Reporting verlangen neuen Nutzern die Bereitschaft ab, sich in die Software einzuarbeiten.
Dabei merkt man, dass sich das Tool an erfahrene Anleger wendet – auch wenn ein Handbuch und eine Community dabei helfen, alle Bereiche und Funktionen kennenzulernen. Für frischgebackene Aktionäre und Sparer vielleicht nicht die erste Wahl, doch wer seine Investitionen wirklich überblicken möchte und dabei auch Wert auf die Kontrolle der Asset Allocation und den Vergleich mit anderen Benchmarks legt, ist die App Portfolio Performance ein Top-Tipp.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.