

Wer als Trader auf CFDs (Differenzkontrakte) oder Währungen und andere Derivate setzen will, handelt mit Hebel. Der Vorteil: Bereits eine sehr geringe Bewegung beim Preis reicht, um den Gewinn zu beeinflussen. Allerdings ist der Hebel immer ein zweischneidiges Schwert. Inzwischen werden die Hebel im Trading starke beschränkt.
Schuld daran ist der Schweizer Franken – oder vielmehr dessen Abkopplung vom Euro. Durch die massive Aufwertung haben selbst Trader mit einem Stop Loss durch das starke Slippage existenzielle Verluste eingefahren. Inzwischen hat selbst die ESMA dem einen Riegel vorgeschoben. Trader sollten sich trotzdem mit dem Hebel Rechner beschäftigen.
Ein Hebel Rechner – auf Englisch einfach Leverage Calculator – ist ein wichtiges Werkzeug für Trader. Besonders groß ist dessen Einfluss im Bereich des Forex und CFD Tradings. Hier wird der Hebel verwendet, um bei kleinsten Preisbewegungen immerhin einen Gewinn zu erzielen. Ohne den Hebel (Leverage) wäre es als Privatanleger kaum möglich, an den Basiswerten vieler Hebelprodukte teilzuhaben. Wie entsteht der Hebel auf eine Position? Und was passiert, wenn der Kurs am Ende gegen die Position läuft?
Hebel können im Bereich der Kapitalanlagen auf verschiedenen Wegen entstehen. Eine Möglichkeit: Fremdkapital vom Broker. Im Trading entsteht so die Möglichkeit, größere Handelspositionen zu kontrollieren – als es das eigene Kapital erlaubt. Das zusätzliche Kapital muss nicht zwingend vom Broker kommen. Trader können sich auch bei Banken leihen – etwa durch das Hinterlegen von Wertpapieren als Sicherheit – und mit dem Kredit traden. Letztlich entsteht der gleiche Effekt: Es wird eine größere Position am Markt bewegt.
Während der Broker als Geber des Hebels sehr genau Vorstellungen hat, wie das Ganze abläuft, ist der Bankkredit flexibler. Hier entscheiden Sie als Trader, welche Finanzinstrumente bedienen. Aber: Da Sie einen Finanzierungszins zahlen, sollte die Rendite schon ein Stück höher ausfallen – was Sie als Trader natürlich unter Zugzwang setzt. Wie können Beispiele für das Trading mit Hebel aussehen?
Beispiel für Trading mit einem Bankkredit: Sie haben 10.000 EUR Eigenkapital und nehmen einen Kredit von 90.000 EUR auf. Damit können 100.000 EUR investiert werden. Der Hebel beträgt in diesem Fall 10:1, da das investierte Kapital zehnmal so groß ist wie das eigene Kapital.
Warum greifen Trader zu Assetklassen, die als Hebelprodukte gehandelt werden. Dafür sprechen natürlich die Vorteile. Hebel ermöglichen es, größere Positionen zu handeln und somit potenziell höhere Gewinne zu erzielen. Damit nehmen Sie als Anleger mit überschaubarem Anlagekapital eine ganz andere Marktexposition ein. Auf der anderen Seite erleben Trader von Hebelprodukten regelmäßig, wie Verluste bei dieser Art des Tradings entstehen.
Leider kann der Hebel nicht nur Gewinne vervielfachen. Er vergrößert auch Verluste im gleichen Umfang – da er einfach in zwei Richtungen läuft. Bei starken Marktbewegungen gegen die Position des Traders kann es schnell zu einem Margin Call kommen, der zusätzliche Mittel erfordert oder zur Zwangsliquidation führt. Umso wichtiger ist es, mit Rechnern und Indikatoren das Risiko im Handel zu kontrollieren.
Um zu berechnen, wie der Hebel auf eine Position aussehen muss, brauchen Anleger vier Werte: Die Größe der Position bei der Eröffnung des Trades, die Größe beim Schließen, die Höhe der Marginanforderung und ob Sie die Position long oder short handeln. Mehr ist nicht nötig, um mit dem Rechner zu arbeiten.
Beispiel: Sie handeln 10.000 Euro in der Long Position mit einer Margin von 500 Euro und schließen die Position bei 11.000 Euro. In diesem Fall sind Sie mit einem Hebel beim Trading von 1:20 unterwegs – und einer Margin von fünf Prozent. In der Praxis würde dies beispielsweise einem Forex Nebenwert entsprechen.
Hintergrund: Für den Handel mit Hebelprodukten sind in der EU für Retailkunden durch die ESMA (European Securities and Markets Authority) verbindlich folgende Hebel festgelegt:
| ✔️ Hebel bis 1:30 | Hauptwährungspaare (sogenannte Majors) wie EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY |
| ✔️ Hebel bis 1:20 | Neben-Währungspaare (Minors) sowie Gold und wichtige Index-Werte wie der DAX, S&P 500, FTSE 100 |
| ✔️ Hebel bis 1:10 | Rohstoffe (außer Gold) und Neben-Indizes |
| ✔️ Hebel bis 1:5 | Aktien und sonstige Werte |
Um beim Broker mit hohem Hebel zu traden, müssen sich Anleger als professioneller Trader freischalten lassen. Wozu benutzen Trader den Hebel Rechner?
Trader nutzen den Hebel Rechner, um Handelsstrategien zu optimieren und Risiken besser zu managen. Sie können ihn beispielsweise zur Bestimmung der Marginanforderungen verwenden. Bevor Sie die Position eröffnen, prüfen Sie mit dem Hebel Rechner, ob Sie genügend Kapital haben, um die Positionen zu unterstützen und so das Risiko eines Margin Calls vermeiden. Durch die Verwendung des Hebel Rechners können Trader zudem besser verstehen, wie viel Kapital sie in einer Position tatsächlich riskieren.
Es gibt drei wichtige Einsatzgebiete, in denen der Hebel Rechner eine Rolle spielt:
1️⃣ Daytrading
2️⃣ FX Handel
3️⃣ CFD Trading.
In allen drei Bereichen setzen Sie Hebelprodukte ein. Gerade bei den letzten beiden Handelsbereichen ist die Verwendung offensichtlich. Warum sollte der Hebel Rechner aber im Daytrading eine Rolle spielen?
Daytrader nutzen verschiedene Handelsarten, um ihr Ziel, die Mitnahme eher kleiner Gewinnsummen aus verschiedenen Positionen, zu realisieren. In der Praxis erklärt sich der Einsatz von Hebeprodukten hier durch die Kurzfristigkeit, da Sie häufig auf CFDs oder Forex setzen. Bereits kleine Preisbewegungen sorgen an dieser Stelle dafür, dass eine Rendite erzielt wird. Natürlich müssen Sie an dieser Stelle Informationen zum Hebel haben, um die Handelsstrategie zu planen und umzusetzen.
Der CFD Handel ist das klassische Beispiel, in dem der Hebel Rechner zum Einsatz kommt. Differenzkontrakte handeln keine Aktien oder Rohstoffe und Währungen. Hier werden deren Kurse als Basis benutzt, um daraus ein Finanzderivat abzuleiten. In der Praxis setzen Anleger CFDs nicht nur aufgrund der Renditechancen ein. Es geht hier auch um die Tatsache, dass mithilfe der Differenzkontrakte verschiedene Positionen besetzt werden. Entweder handeln Sie bei steigenden Kursen aus der Long Position oder gehen in die Short Position, wenn die Preise in den Abwärtstrend übergehen. Da Anleger bei den CFDs fast ausschließlich mit Hebelprodukten agieren, ist der Rechner in diesem Zusammenhang besonders wichtig.
Beim Trading auf Devisen bewegen sich die Kurse in Nachkommastellen. Ohne die Hebelwirkung wäre es als Anleger hier kaum realistisch, einen Gewinn zu erzielen. Gehandelt werden im Retailsegment oft die Hauptwährungspaare – also Euro, US-Dollar oder Yen und Pfund. Der Hebel Rechner spielt hier seine Stärken im Risikomanagement und der Planung Ihrer Anlagestrategie aus.
Trader setzen auf eine breit gefächerte Strategie. Eine ausgeprägte Risikostreuung kann verhindern, dass Hebelprodukte im Portfolio bei schlechter Performance alle anderen starken Wertpapiere mitreißen. Aus diesem Grund ist eine breite Streuung wichtig – und natürlich der Einsatz verschiedener Werkzeuge. Welche Rechner spielen im Trading eine besondere Rolle?
Pip-Rechner ermöglichen es Tradern, den Wert eines Pips in der Währung ihrer Handelskonten zu bestimmen. Pips (Kurzform für Percentage in Point oder Price Interest Point) sind die geringste Bewegung des Preises, die zum Beispiel im Forex Trading auftreten kann. Hier entsprechen sie der vierten Dezimalstelle. Die Berechnung variiert je nach Lotgröße (die Standardgröße ist 100.000). Abweichungen von der Standardgröße, etwa beim japanischen Yen, wirken sich auf den Pip Wert für die Handelsposition aus. Pip Rechner werden vor allem von Investoren genutzt, die im Forex Bereich eine Marktposition eröffnen wollen.
Der Margin Rechner ist ein nützliches Tool für Trader. Wenn Anleger gehebelte Produkte wie CFDs oder Währungen handeln, müssen sie eine Sicherheitsleistung beim Broker hinterlegen. Mit dem Rechner können Sie leicht herausfinden, wie hoch die Margin sein muss. Dabei spielt der gewählte Hebel eine wichtige Rolle. Außerdem können Sie hier immer nachsehen, welche Initial Margin für eine Position im Daytrading erforderlich ist. Der Rechner verlangt unter anderem das Volumen, den Hebel und wenn Sie Währungen handeln auch das Währungspaar bzw. den Wechselkurs. Die Margin ist außerdem wichtig, wenn es um das Offenhalten einer Position geht.
Der CFD Rechner gibt die Möglichkeit, Tradern ihre Investitionen in Hebelprodukte zu gestalten. Der Rechner erfordert Angaben zum Basiswert und ob der CFD auf einen Index, Aktien oder Rohstoffe abzielt. Was zudem gebraucht wird, sind Angaben über die Währung, Eröffnungs- und Schlusskurse. Ein sehr wichtiger Aspekt bei der Angabe aller Infos und der Kurse ist der Spread. Die Tools verlangen hier für die Berechnungen die entsprechenden Angaben, um alle wichtigen Infos zu liefern. Zu den Besonderheiten dieser Handelsklasse gehört, dass Sie aus der Long- oder Short-Position auf die Kontrakte handeln können. Unterm Strich erreichen Anleger damit eine Verbesserung der Rendite, da der CFD Rechner viele Infos zur optimalen Gestaltung der Handelsstrategie liefert.
Sobald Daytrader Assets in anderen Währungen handeln, entstehen zusätzliche Gewinnchancen. Diese ergeben sich aus den Wechselkursen. Der Rendite Rechner muss auch diesem Aspekt gerecht werden. In erster Linie bestimmt sich aber hier, wie lange die Marktexpositionen noch lukrativ bedient werden kann. Was im Hinblick auf die Nutzung des Devisenrendite-Rechners wichtig ist: Der Gesamtgewinn muss auch die Effekte aus dem Wechselkurs enthalten. Damit können Sie als Trader zusätzliche Erträge abschöpfen.
Risikomanagement ist im Umgang mit den verschiedenen Hebelprodukten extrem wichtig – vor allem bei CFDs oder Währungen. Läuft der Kurs in der Bewegung gegen die eigene Position, sind hohe Verluste die Folge. Deshalb nutzen Trader den Stop Loss. Damit wird eine Position automatisch geschlossen, sobald der Kurs unter ein bestimmtes Niveau fällt. Als Anleger managen Sie damit das Risiko. Den Trailing Stop Loss können Sie als Kombination eines Take Profit Elements und des Risikomanagements nutzen, da der Stop Loss hier mit dem Kurs nachgezogen wird. Wo der Stop Loss gesetzt wird, rechnen sich mit dem Stop Loss Rechner aus. Auf diese Weise unterstützen Sie Ihr Risikomanagement.
Welchen Nutzen haben die verschiedenen Rechner für Trader? In der Praxis nutzen Sie diese, um in verschiedenen Situationen Ihre Positionen zu bewerten und sich im Risikomanagement einen Vorteil zu verschaffen. Außerdem können Trader mit dem Hebel oder Stop Loss Rechner ihre Handelsstrategie besser planen und damit Rendite optimieren. Mithilfe der Tools bewerten Sie verschiedene Strategien hinsichtlich der Rahmenbedingungen für das eigene Portfolio und das gewählte Risikoprofil. Was die Tools nicht können: Ihnen Anlageentscheidungen abnehmen.
Es handelt sich hier nicht um Werkzeuge, die automatisiert Kurse analysieren und Ihnen so bereits fertige Handelssignale liefern. Robo-Trader gehen in ihrem Funktionsumfang von einem komplett anderen Ansatz aus. Letztlich liefern Ihnen die verschiedenen Trading Rechner Informationen, mit denen Sie eine Marktexposition planen. Um Entscheidungen zum Einstieg in den Markt zu treffen, müssen Sie die Ergebnisse mit der Wertpapieranalyse verbinden.
Dieser hilft Anlegern, Handelssignale zu identifizieren. Dazu setzen Sie in Chartanalyse auf verschiedene Werkzeuge. Eine Möglichkeit: Sie lesen bereits aus dem Chart wichtige Informationen ab.
Die beiden ersten erlauben einen Blick auf die Eröffnungs- und Schlusskurse. Bei den beiden letzten Charttypen werden Mikrobewegungen geglättet. Insofern liefert Ihnen der Chart bereits grafisch wichtige Hinweise.
Erfahrene Trader nutzen zusätzlich noch die technische Analyse. Hier setzen Sie verschiedene mathematische Modelle, um aus den Preisbewegungen Ein- und Ausstiegspunkte herauszulesen. Dabei können Sie über den Gleitenden Durchschnitt oder den MACD beispielsweise Trends erkennen. Andere Indikatoren sorgen dafür, dass deren Stärke besser bewertet werden kann. Unterm Strich müssen Sie die verschiedenen Werkzeuge kombinieren, um im Trading die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Ziel: Mithilfe aller Informationen entwickeln Sie eine Strategie, um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten.
Es gibt verschiedene Strategien, in denen Hebelprodukte eine Rolle spielen. Diese können Sie als Anleger nutzen, um Gewinne zu erzielen. Vorher greifen Sie zum Hebel Rechner, um die Strategie zu planen und suchen mit den Indikatoren nach geeigneten Punkten für den Einstieg in den Markt.
✅ Scalping gehört zu den kurzfristig angelegten Trading-Strategien. Das Ganze zielt darauf ab, kleine Gewinne zu sammeln. Dazu wird die Rendite aus minimalen Preisbewegungen mitgenommen. Eine Herausforderung ist, auf Assets mit einem geringen Spread zu setzen.
✅ Momentum-Trading fokussiert sich immer auf Assets, bei denen sich ein starker Trend etabliert hat. Im Handel werden diese Bewegungen ausgenutzt, um Rendite aufzubauen, da sich starke Trends oft sehr lange fortsetzen. Hier spielen Hebel ihre Vorteile aus.
✅ Die Breakout-Strategie nutzt Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, um Preiskanäle zu definieren. Gehandelt wird, sobald der Preis für ein Asset diesen Kanal in eine Richtung durchbricht. Dahinter steht die Vermutung, dass sich nach dem Ausbruch ein starker Trend etablieren kann.
Trader stellen sich breit auf, um Risiken zu streuen und die Rendite zu optimieren. Dazu gehören auch Marktexpositionen mit Hebelprodukten. Unter anderem setzen Sie diese bei CFDs oder im Devisenhandel ein. Und auch als Daytrader werden Sie früher oder später zu Hebeln greifen. Um das Trading zu planen und im Risikomanagement immer einen Schritt voraus zu sein, nutzen Sie Hebel Rechner. Auf diese Weise können Sie für jedes Marktszenario herausfinden, welchen Hebel Sie brauchen. Mit anderen Tools – wie dem Rendite- oder Stop Loss Rechner – kombiniert, bauen Trader ihre Positionen auf und nutzen die Informationen zum Optimieren des eigenen Portfolios.
Nein, der Hebel Rechner ist dieser Aufgabe nicht gewachsen. Dessen Fokus liegt auf der Berechnung des Hebels anhand verschiedener Eckdaten zu den gehandelten Positionen. Über den Rechner können Sie zudem die nötige Margin bestimmen.
Da der Hebel Rechner einfach im Browser funktioniert, lässt er sich bequem auf dem Handy öffnen. Wenn Sie unterwegs in den Markt einsteigen wollen, können Sie im Vorfeld die Position bereits simulieren.
In der Praxis werden auch Börsenneulinge kein Problem damit haben, den Rechner zu bedienen. Die Funktionsweise ist vergleichsweise einfach gehalten und die Ergebnisse lassen sich schnell auslesen.
Über den Hebel Rechner gewinnen Anleger wichtige Informationen und können das Tool gratis nutzen. Insofern bietet sich hier die Chance, ein Tool einzusetzen, welches die Rendite nicht weiter belastet.
Nein, über den Rechner werden keine Kennzahlen berechnet, die Verluste minimieren. Insofern lassen sich aus dem Hebel Rechner auch keine Gewinngarantien ableiten.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.