

CFDs (Differenzkontrakte) oder Währungen sind Finanzprodukte, bei denen mit Hebel gehandelt wird. Schon eine sehr geringe Preisbewegung ist hier in der Lage, eine Rendite zu erzielen. Viele Anfänger sehen daher im Hebel ein lukratives Tool. Aber: Die Hebelwirkung kann auch einen hohen Verlust produzieren – wenn der Kurs gegen die Position läuft.
Wie entsteht der Hebel im Trading? Anleger müssen bei Brokern, die Hebelprodukte anbieten, nur einen Bruchteil der Positionsgröße mitbringen und diese hinterlegen. Ein Aspekt, der im Trading als Margin bezeichnet wird. Da sich diese an verschiedenen Faktoren orientiert, sollten Sie immer in der Lage sein, die Marginanforderung zu berechnen. Klar können Sie zu Papier und Stift greifen – oder einfach den Margin Rechner nutzen.
Der Margin Rechner ist ein wichtiges Werkzeug im Trading, besonders im Forex- und CFD-Handel. Hier wird mit Hebelprodukten gehandelt. Heißt: Anleger sind in der Lage, eine größere Position zu kontrollieren, als über das Eigenkapital allein möglich wäre. Der Hebel kann verschiedene Stärken annehmen. Bei 1:10 würde jeder Euro des Traders im entsprechenden Verhältnis durch Kapital des Brokers „gehebelt“.
Dass inzwischen auch im Retailsegment diese Produkte eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen, liegt unter anderem an dem Vorteil, in besonderen Märkten eine Exposition aufzubauen. Ohne die Hebel wäre es Privatanlegern kaum möglich, in Differenzkontrakte oder die Devisenbörsen einzusteigen.
Allerdings ist der „klassische“ Hebel über den Broker nur eine Seite der Medaille. Leverage lässt sich im Bereich der Kapitalanlagen auf mehreren Wegen generieren. Eine zweite Möglichkeit ist Fremdkapital aus Bankkrediten. Wer sich Kapital leiht, kann Eigenkapital und Fremdkapital kombinieren – um am Ende einen besseren Hebel zu haben. Diese Methode spielt im Retailsegment allerdings eine untergeordnete Rolle, da sie auch Druck aufbaut. Mit Kapitalanlagen müssen Trader immer über dem Finanzierungszins liegen.
Beispiel für den Hebel aus einem Bankkredit: Anleger setzen 1.000 EUR Eigenkapital ein und nehmen einen Kredit von 99.000 EUR auf. Damit können 100.000 EUR investiert werden. Der Hebel beträgt in diesem Fall 1:100.
Bei Brokern sind die Hebel deutlich kleiner. Allerdings nur, wenn Privat- und Kleinanleger traden. Der Grund: Die ESMA – European Securities and Markets Authority – hat verbindliche Regeln zum Hebel im Privatkundenbereich festgelegt. Dieser Entscheidung sind Entwicklungen an den Finanzmärkten vorausgegangen, die Anleger schwer geschädigt haben. So kam es durch die Abkopplung vom Franken vom Euro zu starken Marktbewegungen. Für einige Anleger war der Slippage Effekt so groß, dass trotz Stop Loss massive Verluste entstanden.
Inzwischen sind folgende Hebel vorgeschrieben:
| ✔️ Hebel bis 1:30 | Hauptwährungspaare (FX Majors), zu denen EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY gehören |
| ✔️ Hebel bis 1:20 | Neben-Währungspaare (Minors) sowie Gold und wichtige Index-Werte wie der DAX, S&P 500, FTSE 100 |
| ✔️ Hebel bis 1:10 | Rohstoffe (mit Ausnahme Gold) und Neben-Indizes |
| ✔️ Hebel bis 1:5 | Aktien und sonstige Werte |
Warum gehen Trader das Risiko, welches sich aus den Hebelprodukten ergibt, überhaupt ein? Eine der wichtigen Erklärungen: Durch den Hebel öffnen sich Marktzugänge. Gerade der FX Bereich und die Differenzkontrakte haben Vorteile. CFDs erlauben beispielsweise das Handeln aus der Short Position. Anders als beim direkten Investment auf Aktien, welches steigende Kurse präferiert, werden somit auch bärische Trends lukrativ. Außerdem bauen Anleger bei Hebelprodukten mit einem geringen Kapitalansatz bereits eine Marktexposition.
Die Margin ist eine Sicherheitsleistung, die Sie als Anleger hinterlegen. Im Gegenzug kann eine Position eröffnet werden, für die der Broker einen Hebel zur Verfügung stellt. Diese Sicherheitsleistung wird auch als Initial Margin bezeichnet. Relevant ist das Ganze nur beim Eröffnen einer neuen Position. Haben Anleger bereits eine Marktexposition aufgebaut, brauchen sie die Maintenance Margin. Hierbei handelt es sich um Liquidität, welche zum Offenhalten der Position nötig ist.
Oftmals passieren Fehler im Trading genau hier. Beispiel Abgeltungssteuer: Broker mit einem Sitz in Deutschland, die Hebelprodukte anbieten, ziehen aus Trades fällige Steuerbeträge immer zum Ende des Handelstages ein. Es besteht durchaus die reale Gefahr, damit die Marginanforderung zu unterlaufen. Das Ergebnis ist der bereits angesprochene Margin Call.
Eine dritte Margin greift, wenn Positionen über Nacht gehalten werden. Diese Overnight Margin blenden Anfänger gelegentlich aus und wundern sich, dass die Plattform einfach Positionen schließt. Grundsätzlich müssen Sie als Anleger diesen Zusammenhang verstehen, um die Ergebnisse aus dem Margin Rechner zu verstehen. Der Hebel hängt mit der Margin direkt zusammen. Ein Leverage von 1:20 bedeutet eine Margin von fünf Prozent. Bei 10.000 Euro müssen Sie also 500 Euro für die Margin einsetzen.
Als Anleger müssen Sie in der Lage sein, die Margin zu berechnen. Ohne diese Fähigkeit lässt sich keine ausreichende Liquidität auf eine Position sicherstellen. Zum Glück machen es sich Trader einfach und nutzen einfach den Margin Rechner. Dieser führt alle Schritte aus, um die Sicherheitsleistung zu berechnen.
Der Margin Rechner für CFDs ist einfach zu bedienen. Sie müssen nur wählen, aus welcher Position (long oder short) gehandelt wird, welches Asset Sie traden und wie die Positionsgröße (Handelsvolumen) ist. Über diese Parameter kann sich der Margin Rechner aus Datenbanken den notwendigen Hebel extrahieren und in den Rechner einfügen. Alternativ können Sie den Hebel einfach eingeben.
Das Ergebnis des Margin Rechners für CFDs ist die erforderliche Sicherheitsleistung. Achtung: Im Trading kann es durchaus passieren, dass Sie Fremdwährungspositionen handeln. Wenn der Rechner ein Ergebnis für die Margin in Euro liefert, haben Sie immer noch das Wechselkursrisiko zu berücksichtigen.
Die Margin spielt nicht nur für CFDs eine Rolle. Gerade im Hinblick auf den Forex Handel muss auch hier klar sein, wie hoch die Sicherheitsleistung zu sein hat. Wechselkurse bewegen sich über 10 oder 20 Pips – was immer noch im Nachkommastellen-Bereich ist. Hier lassen sich nur durch den Hebel attraktive Renditen sammeln. Anders als im CFD Rechner für die Margin spielen die Währungskurse an dieser Stelle eine Rolle.
Anleger müssen für den Margin Rechner die Basiswährung einstellen, die Positionsgröße und auf welches Währungspaar gehandelt wird. Letzteres definiert den Wechselkurs. Natürlich muss auch noch der Hebel festgelegt werden. Achtung: im FX Trading hängt die Positionsgröße vom Broker ab. Das Standardvolumen für 1 Lot beträgt normalerweise 100.000 Einheiten. Allerdings bieten viele Broker Mikro-Konten an, in denen 1 Lot deutlich weniger Einheiten umfasst. Dieser Aspekt muss im Margin Rechner für Währungen in jedem Fall berücksichtigt werden.
Das Ergebnis des Margin Rechners ist die erforderliche Sicherheitsleistung, um eine Position im Währungshandel zu eröffnen. Auch hier gilt wieder der Grundsatz, dass Wechselkursrisiken zur Basiswährung des Handelskontos nicht vernachlässigt werden dürfen.
Der Margin Rechner übernimmt im Trading eine sehr wichtige Rolle. Auf der einen Seite finden Sie als Anleger damit relativ schnell heraus, wieviel Kapital für das Eingehen einer Position bei den Hebelprodukten notwendig ist. Andererseits setzt der Rechner in verschiedenen Bereichen an – wie dem Risikomanagement oder der Strategieentwicklung des eigenen Portfolios. Hieraus erklärt sich die Bedeutung des Margin Rechners für Sie als Trader.
Als Trader setzen Sie mit dem Margin Rechner auf ein sehr starkes Tool, der im Risikomanagement und dem Aufbau der Positionen eine Rolle spielt. Als Tool ist er in die Handelsstrategie eingebettet, die auf verschiedene Trading Rechner setzt. Welche Tools sollten Sie als Anleger in jedem Fall kannen?
Im Trading wird Anfängern der Pip begegnen. Hierbei handelt es sich um die kleinste Einheit, die sich der Kurs eines Assets bewegen kann. In der Regel ist der Standard für den Percentage in Point oder Price Interest Point die vierte Dezimalstelle (im Forex Handel). Davon gibt es allerdings ein paar Ausnahmen. Mithilfe des Pip-Rechners bestimmen Sie den Wert eines Pips für Ihre Position. Diese Information ist wichtig, da die Änderung um 1 Pip bei einer Marktexposition von 10.000 Euro anders ausfällt als im Vergleich zu 100.000 Euro Positionsgröße. Die Info brauchen Trader, wenn sie in den Markt einsteigen wollen.
Im Forex Handel setzen Trader auf das Ausnutzen von Schwankungen in den Wechselkursen. Gehandelt werden Major-Währungspaare wie Euro und US-Dollar. Gerade bei den FX Minors – den Nebenwährungen – gibt es immer wieder Momente mit einer hohen Volatilität. Über den Forex Rechner bestimmen Sie den Gewinn bzw. Verlust aus einer FX Position. Hier spielen nicht nur die Größe Ihrer Position eine Rolle und wie sich die Wechselkurse zueinander verhalten. Anleger müssen sich im Klaren darüber sein, dass die Basiswährung und der Kurs zum Währungspaar durchaus über die Devisenrendite eine Rolle spielt.
CFDs gehören zu den Hebelprodukten. Statt direkt ein Asset physisch zu handeln, fokussiert sich ein Differenzkontrakt immer auf den Kurs des Basiswerts. Deshalb braucht der Rechner den Basiswert, ob ein CFD auf Währungen, Index-Werte oder Aktien und Rohstoffe gehandelt wird. Damit der CFD Rechner ein Ergebnis zur Verfügung stellt, müssen Anleger zusätzlich den Eröffnungs- und Schlusskurs definieren. Wichtig ist, in die Berechnung den Spread – also die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs sowie die Finanzierungsgebühren einzubinden. Letztere sind meist die Übernacht-Gebühren, wenn Positionen nicht zum Ende eines Handelstages geschlossen werden.
Mithilfe des Rendite Rechners bewerten Anleger, welchen Ertrag eine Position realisieren kann. An dieser Stelle spielt nicht nur der Gewinn aus Kurssteigerungen eine Rolle. Zur Rendite gehören auch sekundäre Faktoren, wie beispielsweise eine Dividendenzahlung. Aber auch Gewinne, die aus Wechselkursen bei Fremdwährungspositionen eine Rolle spielen, wirken sich in diesem Punkt aus. Der Rendite Rechner muss auch berücksichtigen, wie sich die Kostensituation entwickelt. Hier sind Ordergebühren sicherlich ein offensichtlicher Aspekt. Es gibt aber auch „versteckte“ Gebühren. Viele Beginner vergessen zum Beispiel, dass bei Hebelprodukten Finanzierungskosten für eine Haltedauer über die Handelszeiten hinaus anfällt.
Der Umgang mit den verschiedenen Hebelprodukten erfordert ein hohes Maß an Risikomanagement – insbesondere bei CFDs oder Währungen. Wenn sich der Kurs gegen die eigene Position bewegt, verursacht dies hohe Verluste. Das Risikomanagement setzt neben einer sehr breiten Streuung auf Orderzusätze wie den Stop Loss. Über den Rechner ermitteln Trader, wo der maximal erlaubte Verlust für die Position liegt. Der Take Profit macht genau das Gleiche – nur eben für Gewinne. Damit dient das Tool der Renditeoptimierung. Um als Anleger beide Aspekte miteinander zu verbinden, wird der Trailing Stop Loss eingesetzt. Dieser zieht den Stop Marker quasi mit dem Kurs mit, was zusätzliche Renditepotenziale freischaltet.
Welchen Nutzen haben die verschiedenen Rechner für Trader? In der Praxis nutzen Sie diese, um in verschiedenen Situationen Ihre Positionen zu bewerten und sich im Risikomanagement einen Vorteil zu verschaffen. Außerdem können Trader mit dem Hebel oder Stop Loss Rechner ihre Handelsstrategie besser planen und damit Rendite optimieren. Mithilfe der Tools bewerten Sie verschiedene Strategien hinsichtlich der Rahmenbedingungen für das eigene Portfolio und das gewählte Risikoprofil. Was die Tools nicht können: Ihnen Anlageentscheidungen abnehmen. Es handelt sich hier nicht um Werkzeuge, die automatisiert Kurse analysieren und Ihnen so bereits fertige Handelssignale liefern. Robo-Trader gehen in ihrem Funktionsumfang von einem komplett anderen Ansatz aus. Letztlich liefern Ihnen die verschiedenen Trading Rechner Informationen, mit denen Sie eine Marktexposition planen. Um Entscheidungen zum Einstieg in den Markt zu treffen, müssen Sie die Ergebnisse mit der Wertpapieranalyse verbinden.
Wie profitieren Sie als Anleger von den unterschiedlichen Rechnern? Sie verwenden diese, um Positionen in verschiedenen Marktszenarien zu bewerten. Parallel stellen Sie das Risikomanagement auf eine breite Basis und behalten immer den Überblick zu allen wichtigen Aspekten im Handel. Als Trader nutzen Sie gerade den Hebel Rechner oder das Tool zur Berechnung des Stop Loss, um an der Handelsstrategie zu arbeiten, diese noch effektiver auszurichten und so die Rendite zu steigern. Zusätzlich lassen sich die Tools einsetzen, um verschiedene Strategien zu testen und deren Rahmenbedingungen – im Hinblick auf das eigene Portfolio einzuschätzen. Allerdings haben die Rechner auch Grenzen. Sie liefern Ihnen keine Handelsentscheidungen.
Diese müssen immer noch Sie treffen. Nutzen Sie dazu Charttypen, wie den:
Kombiniert mit der technischen Analyse erhalten Sie sehr schnell wichtige Informationen, die am Ende sogar einen Vorsprung in der Margin Trading Strategie gegenüber anderen Tradern bedeuten. Damit können Sie eine Position aufbauen, bevor sich ein Trend richtig entwickelt, und nutzen die komplette Performance der Position für die eigene Rendite.
Wenn Sie in einem Markt eine Position aufbauen wollen, brauchen Sie bei den Hebelprodukten Geld für die Margin. Dahinter verbirgt sich eine Sicherheitsleistung, welche die Broker verlangen – damit sie den Hebel zur Verfügung stellen. Wie hoch die Margin ist, richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Einfluss hat beispielsweise die Assetklasse und Positionsgröße. Aber auch der Hebel spielt eine sehr große Rolle. Mithilfe des Margin Rechners behalten Trader auch das Risikomanagement im Auge. Ist nicht mehr genug Liquidität für die Margin vorhanden. Wird der Margin Call ausgelöst – was in letzter Konsequenz auch zum Schließen von Positionen führt.
Nein, die Margin wird von einem Broker ausschließlich im Bereich des Tradings auf Hebelprodukte erhoben. Davon betroffen sind in erster Linie CFDs – also die Differenzkontrakte – und Währungen. Bei einem physischen Kauf von Aktien fällt die Margin weg.
Grundsätzlich ist die Verwendung über mobile Geräte möglich, da der Rechner direkt im Browser funktioniert. Die Bedienung ist so ausgelegt, dass auch auf dem Display des Smartphones alles zu erkennen ist.
Jeder Anleger kann die Margin auch selbst ausrechnen. Allerdings macht der Rechner viel einfacher. Gerade als Beginner müssen Sie sich schließlich auf das Wesentliche fokussieren.
Das Tool lässt sich einfach bedienen und nutzen – ohne sich anzumelden oder eine Gebühr in Kauf zu nehmen. Damit halten Sie einen Rechner in den Händen, der Ihnen sehr viel Flexibilität mit auf den Weg gibt.
Nein, das Tool liefert keine Handelssignale oder Entscheidungen. Er erlaubt einen Blick auf die Sicherheitsleistung der Broker für Positionen. Damit beeinflusst er weder Gewinn noch Verlust.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.