

Die sichere Aufbewahrung von Kryptowährungen ist einer der elementaren Bausteine beim Investieren und muss von Brokern und Börsen entsprechend umgesetzt werden. Relai setzt an dieser Stelle bewusst auf ein Non-Custodial-Modell und gibt Anlegern damit die volle Kontrolle über ihre digitalen Assets. Das Schweizer Unternehmen bietet mit der Relai Wallet eine Verwahrlösung, bei der ausschließlich die Nutzer selbst Zugriff auf die privaten Schlüssel haben.
Diese Entscheidung der Plattform spiegelt das Vertrauen wider, welches die Macher von Relai in die dezentrale Struktur von Bitcoin haben. Ob die Plattform mit dieser Entscheidung am Ende wirklich in die eigene Anlagestrategie passt, können sich Anleger nur beantworten, wenn der Unterschied zu Custodial-Wallets klar ist – um den es hier im Testbericht geht.
Relai entscheidet sich bewusst dagegen, dem Trend vieler Plattformen zu folgen, die auf Non-Custodial Modell für ihre Wallets setzen. Ein Beispiel dafür ist die 21Bitcoin Wallet. Durch den Schritt in Richtung Non-Custodial Wallet, gibt die Relai-Plattform Anlegern ein Maximum an Kontrolle, da nur die Anleger Zugriff auf die gehaltenen Bitcoin in ihrer Relai Wallet haben.
Diese Herangehensweise bedeutet auch, dass die Plattform selbst zu keinem Zeitpunkt die privaten Schlüssel der Anleger kennt oder kontrolliert und diese auch auf ihren Servern nicht speichert. Selbst, wenn Relai aus irgendeinem Grund vom Netz gehen sollte, bleibt der Zugriff auf die digitalen Assets weiterhin erhalten. Wichtig ist, dass Trader immer im Besitz ihrer Recovery-Phrase sind, um den Zugriff auf das Krypto-Vermögen jederzeit zu realisieren.
Anleger müssen bei der Verwahrung und der Frage nach der Relai Wallet zwischen zwei grundlegenden Modellen unterscheiden – dem Custodial-Ansatz mit einer Verwahrung über eine Drittpartei und der Non-Custodial-Variante (ohne Dritte). Mit der Relai Wallet übertragen die Betreiber der Plattform Anlegern letztlich die Verantwortung für die Verwahrung – weshalb die Recovery-Phrase eine wichtige Rolle spielt.
Diese versetzt Anleger in die Lage, immer auf die Wallet mit den gehaltenen Coins zuzugreifen und kann als Master-Passwort verstanden werden. Somit handelt es sich hier um einen wichtigen Baustein zur Sicherheit der Wallet. Wer Relai zum Traden nutzt, muss die Phrase immer sicher verwahren. Verschaffen sich Kriminelle dazu Zugang, kann das Krypto-Vermögen kontrolliert werden.

📲 Die Relai Wallet bietet den Zugang zu einer großen Auswahl an Kryptowähungen
Der grundlegende Unterschied zwischen den beiden Wallet-Typen zeigt sich in der Kontrolle über die privaten Schlüssel. Eine Custodial Wallet ist eine Bitcoin-Wallet, die die privaten Schlüssel der Nutzer verwahrt und somit die Gelder im Namen der Nutzer hält. Bei einer Non-Custodial Wallet haben nur die Nutzer Zugriff auf die privaten Schlüssel der Wallet.
Bei Custodial-Lösungen übernimmt ein Drittanbieter die Verwaltung der privaten Schlüssel. Dies macht die Nutzung zwar einfacher, da meist nur die E-Mail und ein Passwort für das Einloggen erforderlich sind, bedeutet aber gleichzeitig ein Vertrauens- und Abhängigkeitsverhältnis zum Anbieter. Da einer der Hauptgründe für das Halten von Bitcoin die Kontrolle über das eigene Geld ist, hebt die Aufbewahrung von Bitcoin in einer Custodial Wallet für einen Teil der Investoren den Zweck der Investition in eine dezentrale digitale Währung wieder auf.
Die Vorteile von Non-Custodial Wallets liegen in der Kontrolle und dem Ausschluss der Gegenpartei-Risiken. Anleger müssen sich bei dieser Form keine Sorgen rund um die Insolvenz des Anbieters oder vor unberechtigten Zugriffen durch Dritte machen. Allerdings birgt diese Freiheit auch mehr Verantwortung, da eine Absicherung der Recovery Phrase extrem wichtig ist.
Unterschiede zwischen den Wallet-Lösungen im Überblick:
Relai entscheidet sich bewusst für ein Non-Custodial Wallet-Modell und überträgt Anlegern die volle Kontrolle über ihre Bitcoin-Bestände. Dieser Aspekt greift den dezentralen Aspekt der Kryptowährung auf und ermöglicht ein Maximum an Flexibilität in der Verwahrung – ohne sich als Anleger mit Drittanbieter-Risiken konfrontiert zu sehen. Die Plattform geht mit diesem Ansatz im Vergleich mit der Konkurrenz einen eher ungewöhnlichen Weg, da die Custodial-Verwahrung an dieser Stelle sehr verbreitet ist. Anleger haben sich bewusst zu machen, dass sie selbst die Verantwortung für ihre Recovery-Phrase übernehmen und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen haben.
Die Nutzung der Relai Wallet ist kostenlos, da der Anleger an dieser Stelle für dieses Thema verantwortlich ist. Bei Bitcoin-Transaktionen fallen die üblichen Netzwerkgebühren der Bitcoin-Blockchain an, die je nach Netzwerkauslastung variieren. Was auf der Plattform nicht anfällt, sind Relai Gebühren für die Einrichtung der Wallet.
Wer die Relai App für das Bitcoin Trading verwendet, muss sich auch mit steuerrechtlichen Fragen auseinandersetzen. Die Plattform stellt wichtige Dokumente wie die Auftragshistorie zur Verfügung, die sich einfach aus der Relai Wallet übertragen lassen und im Bereich „Transaktionen“ zu finden sind.
Nein, wie beim Anycoin Direct Staking ist dieses Tool auch bei Relai nicht verfügbar – einfach, weil Bitcoin keine Kryptowährung mit dem Proof of Stake Konsensmechanismus ist. Dieser wird nur bei bestimmten Coins eingesetzt.
Leider liegt genau hierin eines der Risiken der besonderen Verwahrung bei Relai. Geht die Phrase verloren, gibt es keine Möglichkeit, gegen die Plattform Schadensersatz geltend zu machen, da jeder Anleger für die Recovery-Phrase selbst Verantwortung übernimmt.
Ja, Bitcoins können aus der Relai Wallet auf Hardware-Wallets oder andere externe Wallets übertragen werden. Dies gewährleistet maximale Flexibilität für die Anleger und erlaubt eine breite Verwendung der Coins.



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