

Die Idee, besondere Software für Trading-Abläufe zu entwickeln, ist nicht neu – schon seit den 1970er Jahren gibt es Programme, die als Vorläufer des heutigen Algo Tradings gelten können. Wurden Algorithmen dieser Art früher von Experten geschrieben, können inzwischen auch private Trader Codes schreiben.
Die Komplexität der Trading-Algorithmen folgt dabei den eigenen Anforderungen. Integriert werden Variablen, die dann mit dem gehandelten Wert, dem Ordervolumen und weiteren Parametern gefüllt werden.
Analysen und Handelsentscheidungen sind die Sache des Traders – doch in diesem Fall werden sie beeinflusst durch Emotionen und kognitive Verzerrungen. Für bestimmte Handelsstile wie das Scalping, also das Abgreifen minimaler Kursschwankungen im Sekundentakt, ist das persönliche Eingreifen überdies gar nicht möglich.
Es liegt nahe, sich zumindest teilweise Unterstützung bei einem unvoreingenommenen Tool zu holen – einem Algorithmus, der die programmierte Aufgabe einfach abarbeitet, sogar in engsten Zeitspannen. Die Vorteile, die für den Einsatz von Codes sprechen, lassen sich leicht auf den Punkt bringen:
Einmal eingerichtet, können Algorithmen im Algo Trading rund um die Uhr laufen – sieben Tage in der Woche.
Algorithmen steuern gegen das kognitive Bias und Emotionen wie Furcht oder Gier, bekannte Einflüsse in der Trading Psychologie.
Parameter wie Stopp und Limit platzieren manche Algorithmen effektiver als der Trader.
Algo Trading steigert die Wahrscheinlichkeit, im richtigen Moment den bestmöglichen Trade zu platzieren.
Codes werden in der Regel zunächst in einer Testumgebung mehrfach erprobt und dabei fortlaufend optimiert, bevor sie im Echtgeldhandel genutzt werden.
Trader, die die nötigen mathematischen Grundlagen mitbringen, können sich nach einer Einarbeitung in die Anforderungen des Algo Tradings selbst daran machen, Programme für computergestützten Handel zu schreiben.
Alternativ werden Algorithmen für das Algo Trading in Foren ausgetauscht oder durch professionelle, kommerzielle Anbieter über deren Algo Trading Software bzw. Plattform vertrieben. In Zusammenarbeit mit diesen Profis integrieren manche Broker das Angebot von Algorithmen in ihr Geschäft.

▶️ Algorithmen für das Algo Trading kann man in Online Foren finden/ Shutterstock/ g0d4ather
Garantien für erfolgreiche Trades gibt es natürlich auch mit Algorithmen nicht – wäre das so, würden die Entwickler die Programme nicht verkaufen, sondern für sich selbst nutzen. Ohne ein grundlegendes Risikomanagement kommen Trader auch beim Algo Trading also nicht aus.
Anwender sind gut beraten, den Programmen nicht die Entscheidung zu überlassen, sondern deren Handelssignale selbst zu prüfen, sofern möglich. Auf Kenntnisse der Technischen Analyse können Nutzer von Algorithmen nicht verzichten.
Damit Trader überhaupt mit algorithmisch gestützten Strategien vorgehen können, muss der Broker dies ermöglichen. Nicht alle Anbieter integrieren Trading-Algorithmen – zu den Forex- und CFD-Brokern, bei denen die Automatisierung des Handels möglich ist, gehört der australische Broker Pepperstone.
Nutzer machen bei Pepperstone Erfahrungen mit Computer Algorithmen, die ihnen rasche Entscheidungen auf der Grundlage vorab definierter Regeln abnehmen. Die automatisierten Bots erstellen Pepperstone-Kunden auf der Plattform TradersPost.
Die Plattform unterstützt bei der eigenständigen Erstellung von Bots und somit bei ersten Algo Trading Erfahrungen, auch das Backtesting gehört zu den Leistungen – selbst Einsteiger sollen nach Angaben von TradersPost einen Zugang zum Trading mit Algorithmen erhalten. Über die Software für das Algo Trading geben Nutzer sogar ohne Programmier-Kenntnisse die gewünschten Parameter ein und verfeinern sie.
Die so erstellten Bots interagieren mit der Handelssoftware bei Pepperstone. Der Broker bietet seinen Tradern hochwertige Trading-Plattformen wie den MetaTrader 4 und 5 oder den cTrader an, auch TradingView können Kunden hier nutzen.

✅ Pepperstone-Kunden können mit der Plattform TradersPost das Algo Trading starten/ Shutterstock/ Capix Denan
Trader, die noch keine Erfahrungen mit dem Algo Trading mitbringen, werden nicht über Nacht zum Meister – doch mit der Unterstützung durch den Broker und die online angebotenen Bildungsressourcen können auch Neulinge lernen, Algorithmen im Trading zu nutzen. Bis zur tatsächlichen Ausführung von Echtgeld-Strategien führt der Weg über drei Schritte.
Ein erster Schritt ist die Entscheidung für eine Handelsstrategie – denn dies bestimmt, welche Daten bzw. Parameter benötigt werden. Dazu werden zunächst die wichtigsten Daten gesammelt und eine Hypothese zur Umsetzung erstellt – das mathematische Modell sollte so schnörkellos wie möglich und zumindest anfänglich auf die wichtigsten Parameter beschränkt sein.
In einer Testumgebung muss sich der Code nun bewähren – beispielsweise mit einer Demoversion der Software, wie sie auch bei Pepperstone angeboten wird. Nur selten ist der erste Test bereits erfolgreich. Im Normalfall muss das Modell mehrfach geprüft und angepasst werden, bevor Renditen in den Bereich des Möglichen rücken. Und die Tests in der Demo gewährleisten keinesfalls erfolgreiche Einsätze mit echtem Geld.
Ohne Risikomanagement geht es auch beim Algo Trading nicht. Neben der Verwendung von Orderzusätzen wie Stopp, Loss und Limit kommen bei der Automatisierung des Handels weitere Aspekte hinzu – etwa Ausfälle der Internetverbindung oder des Servers und Verzerrungen der verwendeten Daten. Eine Absicherung – etwa durch die Nutzung von VPN – ist auf jeden Fall empfohlen.
Eine Automatisierung der Abläufe durch Algorithmen, kurz Algo Trading genannt, wird seit der Jahrtausendwende auch für private Nutzer immer zugänglicher. Handelsstile wie das Scalping können nunmehr auch von privaten Tradern umgesetzt werden.
In der jüngsten Vergangenheit drängen nun Künstliche Intelligenzen vor. Aber was steckt hinter KI Trading Bots? Sind sie eine Weiterentwicklung des Algo Tradings, sind sie besser – oder einfach anders? Wer die Unterschiede nicht kennt, kann keine informierte Entscheidung zugunsten der einen oder anderen Lösung treffen.
| ➕ Algo Trading | ▶️ KI-Bots |
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Der nähere Blick zeigt, dass sich KI-Bots und Algo Trading fundamental unterscheiden. Der Code kann nachvollzogen, Fehler können identifiziert und die Performance damit verbessert werden. Bei KI-Bots ist das nicht der Fall – die Künstliche Intelligenz stützt sich auf sogenannte neuronale Netzwerke, deren Entscheidungsfindung oft im Dunkeln bleibt. Die Lernfähigkeit und die Nähe zum menschlichen Verstand sind zweifellos Vorteile von KI-Lösungen – für den Einsatz beim Trading sind Algorithmen jedoch die verlässlicheren Tools.
Zaubern kann der Algorithmus nicht – beim Algo Trading programmiert der Mensch und kontrolliert bestenfalls auch die Abläufe und Ergebnisse. Trotz der zuverlässigen Ausführung und der Nachvollziehbarkeit ist ein algorithmischer Expert Advisor nicht unfehlbar und nicht auf alles und jede Situation vorbereitet.
Ohne eine eingehende Beschäftigung mit den Hintergründen und ein gutes persönliches Risikomanagement geht es also nicht. Wer sich Schritt für Schritt mit der Nutzung von algorithmischen Bots vertraut macht, verwendet möglicherweise zunächst fertige E/As und schreibt nach einer Weile eigene Programme. Als Tool für die Optimierung der persönlichen Trading-Ideen können sie eine echte Hilfe sein.
Führende Broker wie Pepperstone begleiten ihre Trader mit Informationen und Technologien, darunter auch solchen, die beim Handel mit Algorithmen gelegen kommen. Auf die Nutzung der bereitgestellten Demokonten für den MetaTrader 4 oder 5 und sonstige Helfer sollten Trader bei diesem Broker nicht verzichten.

📊 Das Algo-Trading kann eine gute Ergänzung sein/ Shutterstock/ Zakharchuk
Beim Algo Trading übernehmen Algorithmen die Ausführung von Trades – sie müssen jedoch zunächst auf die gewünschten Handelsideen abgestimmt und quantitativ optimiert werden. Trader schätzen die Nachvollziehbarkeit und Logik der Programme, die nach einigen Backtests für tatsächliche Positionen genutzt werden.
Künstliche Intelligenz hat zweifellos Stärken – doch im Daytrading geben erfahrene Teilnehmer den Algorithmen den Vorzug vor KI-Bots. Das liegt daran, dass Expert Advisors regelbasiert vorgehen – ihre Logik erlaubt unter anderem das Aufspüren von Fehlern oder Verbesserungsmöglichkeiten.
Algorithmen unterliegen nicht dem Spektrum menschlicher Informationen, die Handelsentscheidungen beeinflussen. Dennoch sind sie keine Garantie für grundsätzliche Erfolge und hohe Renditen – um die Kontrolle beim automatisierten Trading zu behalten, sollten Teilnehmer den Code gegen die Ergebnisse der Chartanalyse prüfen und ein gutes Risikomanagement anwenden.
Nicht alle Broker und nicht jede Software eignet sich für die Einbindung algorithmischer Tools im Daytrading und die damit verbundenen Erfahrungen im Algo Trading. Die Websites der Finanzdienstleister geben Auskunft darüber, ob E/As integriert werden können und wenn ja, in welche Handelsplattform. Bei Pepperstone nutzen Trader Algorithmen und können diese auch Backtests unterziehen.
Nicht alle Expert Advisors, die in Umlauf sind, können Trader kostenfrei nutzen. Ohne zusätzliche Gebühren werden vielfach über Communities Bots für das Algo-Trading angeboten – bei einigen Gemeinschaften ist sogar die Mitgliedschaft kostenfrei.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.