Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie Trading ohne Vorkenntnisse lernen können. Es ist dabei besonders wichtig, die Grundlagen zu beherrschen. Dazu gehört es auch, Fachbegriffe wie Margin, Stop Loss und Gleitende Durchschnitte zu kennen.
Außerdem besprechen wir anhand eines Beispiels, wie Sie technische Indikatoren dafür einsetzen können, um Signale für Long- und Short-Trades zu erhalten. Generell ist es sehr wichtig, „Anfängerfehler“ zu vermeiden. Aus diesem Grund ist es auch empfehlenswert, das Trading zunächst auf einem kostenlosen Demokonto auszuprobieren.

Wesentliche Punkte
Wir beginnen unseren Trading lernen Kurs mit einer kurzen Begriffsbestimmung: So geht es beim Online Trading darum, Kursschwankungen auszunutzen, um dadurch an der Börse Geld zu verdienen.
Aber wie funktioniert Trading genau? Das Wort Trading bedeutet zunächst einmal nichts anderes als „handeln“. Es ist ein Handel. Sie können mit physischen Produkten wie Holz handeln oder auch mit Wertpapieren wie einer Aktie.
In der einfachsten Version kaufen Sie eine Aktie zu einem bestimmten Preis ein und verkaufen diese später zu einem höheren Preis weiter. Dies nennt man einen Trade machen. Die Spanne zwischen Verkaufskurs und Ankaufskurs ist Ihr Gewinn.
Im Gegensatz zum beispielhaften Holzhandel müssen Sie aber keine Kunden akquirieren oder Werbung betreiben oder Ähnliches. Der Wertpapierhandel findet elektronisch statt und Sie können zu den Börsenzeiten jederzeit handeln.
Ein Trade kann dabei bereits nach wenigen Sekunden oder Minuten wieder geschlossen werden. Es ist aber auch möglich, dass eine Position über mehrere Stunden oder Tage hinweg gehalten wird. Wenn Sie das Trading erlernen möchten, ist es wichtig, sich mit diesen Grundkonzepten vertraut zu machen.
Heutzutage gibt es unzählige Märkte, auf denen Sie als Trader aktiv sein können. Dazu einige Beispiele:
Gerade als Anfänger ist es empfehlenswert, sich auf Märkte mit möglichst großer Liquidität zu konzentrieren. Denn aufgrund der vielen Marktteilnehmer und des großen Handelsvolumens verlaufen die Kursbewegungen oftmals gleichmäßiger, als dies beispielsweise bei einer einzelnen Aktie der Fall ist.
Denn diese Märkte bieten eine stabile Umgebung, in der Sie das Trading einfacher erlernen können. Dies hat außerdem den großen Vorteil, dass Trading Strategien und Handelsansätze häufig besser funktionieren.
Bevor Sie sich jedoch für einen konkreten Markt entscheiden, ist es auch wichtig zu verstehen, wie auf Trading auf diesem Markt funktioniert. Denn beim Handel mit Währungspaaren müssen Sie andere Aspekte berücksichtigen als beim Handel mit Edelmetallen oder Indizes.
Erfreulicherweise ist das Trading keine „Raketenwissenschaft“. Trotzdem ist es wichtig, einige grundlegende Begriffe zu kennen. Gleichzeitig ist eine gewisse Erfahrung erforderlich. Das bedeutet, dass Trading lebenslanges Lernen zufolge hat, um vom Trading leben zu können.
Um zu verstehen, wie Trading geht, hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Ihre Strategie zu verbessern.
Die meisten Anleger sind es gewohnt, dass sie an der Börse nur dann Geld verdienen können, wenn die Märkte steigen. Das Trading bietet Ihnen in dieser Hinsicht allerdings eine größere Flexibilität:
Bekanntlich werden Kursveränderungen bei Aktien und Aktienindices in Punkten angegeben. Beim Handel mit Währungen nutzt man hierfür allerdings die Einheit „Pip“: Wenn beispielsweise das Währungspaar Euro/US-Dollar bei 1,0990 notiert und um 10 Pips steigt, so lautet der neue Kurs 1,1000. Für 1 EUR erhalten Sie dann genau 1,10 USD.
Wird hingegen weder mit Aktienindices noch mit Währungen gehandelt, so werden die Kursveränderungen in Punkte angegeben. Die Zahlen nach dem Komma heißen dann „Ticks“.
Sicher haben Sie schon einmal von der folgenden Börsenweisheit gehört: „Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen.“
Allerdings verhalten sich gerade Anfänger häufig genau andersherum. Dafür verantwortlich sind in erster Linie die eigenen Emotionen.
Wir empfehlen Ihnen daher, beim Trading einen Stop Loss zu nutzen: Denn dadurch werden Sie automatisch ausgestoppt, falls sich ein Trade in die „falsche Richtung“ bewegen sollte. Hierdurch wird verhindert, dass sich ein Verlust immer weiter ausweitet, denn bei Erreichen dieses Werts wird das Papier automatisch zum nächstmöglichen Kurs veräußert.
Ganz wesentlich, um als Einsteiger Trading methodisch zu lernen ist es auch, sich mit der Funktionsweise des Hebels und der Margin auszukennen. So spielt der Hebel beim Traden eine ganz überragende Rolle: Dank des Hebels reduziert sich die notwendige Menge an Kapital, über die Sie als Trader verfügen müssen.
Daher benötigen Sie wenige hundert Euro, um auch mit größeren Positionen handeln zu können. Am besten lässt sich der Hebel anhand eines Beispiels erklären:
Wenn Sie mit dem DAX handeln möchten, dann könnten Sie hierzu ein DAX ETF kaufen. Wenn der deutsche Leitindex allerdings bei einem Kurs von 16.000 Punkten notiert, dann sind in diesem Fall auch (rund) 16.000 EUR erforderlich.
Bei einem Online Broker können Sie hingegen als Trader auf DAX CFD zurückgreifen: Ein CFD ist ein gehebeltes Finanzinstrument. Das bedeutet, dass Sie für das Trading nicht über den kompletten Betrag auf Ihrem Handelskonto verfügen müssen. Vielmehr ist es ausreichend, nur eine bestimmte Mindestmenge an Kapital zu hinterlegen, was auch als Margin bezeichnet wird.
Beim Handel mit Aktienindices CFD beträgt die Margin für Privatanleger üblicherweise 20 %. Daher sind für das Trading mit dem DAX CFD in unserem Fall nicht 16.000 EUR, sondern nur 3.200 EUR notwendig. Daraus ergibt sich eine Hebelwirkung von 1 zu 5.
In Verbindung mit Hebel, Margin & Co. müssen wir an dieser Stelle auch den Themenkomplex Risiko- und Moneymanagement kurz streifen. Beide Aspekte sind essenzielle Trading Grundlagen, um als Trader dauerhaft erfolgreich zu sein. Insbesondere Anfänger unterschätzen regelmäßig die Bedeutung eines effektiven Risiko- und Moneymanagements.
Als Risikomanagement werden Strategien und Maßnahmen beschrieben, um das Gesamtrisiko zu kontrollieren sowie potenzielle Verluste zu minimieren. Dazu gehören unter anderem folgende Punkte:
Im Bereich Moneymanagement konzentrieren Sie sich als Trader darauf, wie Sie Ihr Gesamtkapital verwalten. Dabei berücksichtigen Sie unter anderem die folgenden Aspekte:
Damit Sie sich das Trading besser vorstellen können, haben wir für Sie im Folgenden ein lehrreiches Trading Beispiel vorbereitet:
Wir nehmen an, dass der deutsche Leitindex aktuell bei einem Kurs von 16.000 Punkten notiert. Durch einen technischen Indikator erhalten wir ein Signal, um eine Long-Position zu eröffnen. Daher kaufen wir 1 DAX CFD.
Tipp: Trading Indikatoren erklärt man am besten dadurch, dass diese wie ein Tool funktionieren, die einen Trader beim Börsenhandel unterstützen. So werden beispielsweise die folgenden Indikatoren häufig dazu eingesetzt, um Signale zu erhalten:
Solche Indikatoren werden von den besten Onlinebrokern kostenlos zur Verfügung gestellt.
Im Folgenden bewegt sich der deutsche Leitindex zunächst seitwärts. Danach kommt es allerdings zu einem zügigen Kursanstieg auf 16.150 Punkte.
Wir erkennen im Chart, dass sich dort ein Widerstand befindet. Daher schließen wir unsere Position und realisieren einen Gewinn in Höhe von 150 Punkte.
Als Trader können Sie selbst entscheiden, mit wie vielen CFDs Sie handeln. Diese gewählte Positionsgröße beeinflusst dann auch maßgeblich, wie sich Gewinne und Verluste auf Ihren Kontostand auswirken.
Um Ihnen diesen Zusammenhang zu verdeutlichen, haben wir für Sie die folgende Tabelle erstellt:
| 🔢 Anzahl gehandelter DAX CFDs | 📈 Ergebnis |
|---|---|
| 1 | +150 € |
| 2 | +300 € |
| 3 | +450 € |
| 5 | +750 € |
| 10 | +1.500 € |
Erfreulicherweise ist es heutzutage sehr einfach, mit dem Trading zu beginnen. So sind dazu in der Regel die folgenden Schritte erforderlich:
Die Kontoeröffnung findet normalerweise online – und damit sehr bequem – statt. Die meisten Trader entscheiden sich dabei für Broker mit Sitz in Deutschland oder im europäischen Ausland.
Erfahrungsgemäß dauert die Kontoeröffnung nur wenige Minuten oder maximale einige Tage.
Bei den meisten Brokern ist es üblich, dass Sie die für das Trading erforderliche Software kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen.
Die Handelsplattform „MetaTrader“ wird heutzutage immer noch von vielen Marktteilnehmern als die beste Trading Software betrachtet. Allerdings gibt es auch immer mehr Broker, die über ihre Webseite eine eigene Handelsplattform anbieten.
Um sich mit der Software des Brokers vertraut zu machen, ist es besonders für Anfänger ratsam, zunächst auf einem Demokonto zu traden. Darauf stellt einem der Broker ein virtuelles Guthaben zur Verfügung.
Überhaupt ist das Demokonto eine ausgezeichnete Möglichkeit, um zu verstehen: Wie geht Trading in der Praxis? In aller Ruhe und ohne Risiko können Sie auf einem Demoaccount Trades tätigen und sich mit dem Online Trading vertraut machen.
Ja, grundsätzlich kann jeder bei einem Online Broker ein Konto eröffnen, um mit dem Trading zu beginnen. Dabei ist es empfehlenswert, Strategien und Handelsansätze zunächst auf einem kostenlosen Demokonto zu testen.
Es ist empfehlenswert, auf möglichst liquide Märkte wie dem DAX, EUR/USD und dem Dow Jones zu traden. Denn dort sind die Kursbewegungen in der Regel gleichmäßiger und bestimmte Muster wiederholen sich immer wieder.
Für das Trading ist Dank des Hebels nur relativ wenig Startkapital erforderlich. Um ein Handelskonto bei einem Online Broker zu eröffnen, genügen in der Regel bereits wenige hundert Euro.
Wie Sie gesehen haben, ist es heute sehr einfach und unkompliziert möglich, mit dem Trading zu beginnen. Allerdings empfehlen wir Ihnen, sich zunächst mit den Grundlagen vertraut zu machen. Dazu gehört es auch, dass Sie die Funktionsweise des Hebels und der Margin verstehen.
Um gute Signale für Long- und Short-Trades zu erhalten, empfehlen wir Ihnen, technische Indikatoren wie gleitende Durchschnitte, MACD und RSI zu verwenden. Außerdem ist es ratsam, den Stop Loss konsequent einzusetzen.
Ebenso sollten Sie sich als Trader auch noch mit den folgenden Themenkomplexen befassen: Candlestick-Analyse, Money Management und Trading Steuern.
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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.