

Wer mit Aktien oder anderen Finanzinstrumenten handeln möchte, benötigt hierfür ein Handelskonto beziehungsweise eine Aktiendepot. Gerade Online Broker werben mit kostenlosen Depots. Aber nur, weil das Eröffnen des Aktiendepots nicht mit Kosten verbunden ist, bedeutet das nicht, dass der ganze Aktienhandel kostenlos ist. Sollten Sie sich zuvor schon einmal mit dem Handel von Aktien beschäftigt haben, so wissen Sie bereits, dass verschiedene Gebühren auf Sie zukommen werden.
So rechnet man beispielsweise Kosten für bestimmte Orderarten, dem telefonischen Support oder die Versorgung mit Echtzeitdaten den klassischen Aktiendepot Gebühren zu.
Welches Aktiendepot für Sie besonders günstig ist, lässt sich daher oft gar nicht auf den ersten Blick beantworten. Grundsätzlich hängen die Kosten von den bevorzugten Handelsinstrumenten und den Orderarten ab. Genauso von der persönlichen Anlagestrategie und der Häufigkeit der Umschichtungen in Depot. Da Onlinebroker im Gegensatz zu klassischen Banken auf einen Großteil des Personalkörpers und Bürogebäude verzichten können, sind Aktiendepots bei diesen in der Regel günstiger. Doch mit welchen Gebühren und Kosten müssen Sie unabhängig vom Anbieter rechnen?
Wie bereits eingangs erwähnt, müssen Sie beim Handel mit Aktien mit den verschiedensten Kosten rechnen. Seltener fallen Gebühren für die Depotführung an, aber einige Anbieter lassen sich Leistungen die im direkten Zusammenhang mit der Depotführung anfallen vergüten. Auskünfte per Mail oder Aufstellungen für die Steuer sind häufig gebührenpflichtig. Auch der telefonische Kundensupport ist oft kostenintensiv.
Zusätzlich zu den reinen Konto- bzw Depotführungsgebühren können Ordergebühren anfallen. Dieser Preis variiert von Anbieter zu Anbieter. Dazu kommen oft noch Handelsplatzgebühren. Während einige Anbieter die Kosten transparent auswerfen, legen andere diese Gebühren über einen breiteren Spread um. Daher lässt sich auch keine pauschale Aussage treffen, wie man diese Gebühren minimieren kann. Gebühren, mit denen Sie gegeben falls rechnen müssen sind
▶️ Monatliche Aktiendepot Gebühren für die Depotführung
▶️ Orderentgelt für den Auftrag
▶️ Spreads (Spanne zwischen dem Kaufpreis und Verkaufspreis)
▶️ Handelsplatzgebühren
In unserem Vergleich der Depotkosten haben wir festgestellt, dass ein Depot bei einer Bank meist mit höheren Gebühren verbunden ist, als bei einem rein Online agierenden Broker. Oft bieten diese nämlich ein kostenloses Aktiendepot. Der Grund liegt darin, dass ein Onlinebroker deutlich weniger Kosten hat, weil zum Beispiel keine Miete für eine physische Filiale anfällt und auch weniger Personal benötigt wird. Diese Kostenersparnis wird dann in den meisten Fällen an die Kunden weitergegeben.
Bei zahlreichen Brokern fallen oft die Depotgebühren gänzlich weg. Das bedeutet, dass Sie keine Kosten für die Depotführung eines Aktiendepot bei Ihrer Kalkulation berücksichtigen müssen. Zudem haben Online Broker noch einige weitere Vorteile, auf die wir später noch näher eingehen werden. So können Sie dort zum Beispiel ganz schnell und einfach auch online ein Aktiendepot eröffnen.
Auch bezüglich der anfallenden Kosten für die einzelnen Orders gibt es Unterschiede. Manche Anbieter verlangen für jede Orderart Gebühren. Andere hingegen bieten den Aktienhandel ohne Gebühren an. In den letzten Jahren haben immer mehr Neobroker auf sich aufmerksam gemacht, die gänzlich auf Ordergebühren verzichten. Da sämtliche gezahlten Kosten die Rendite und damit Ihren Gewinn schmälern, sollten Sie genau prüfen, bei welchem Anbieter Sie ein Aktiendepot eröffnen wollen.
Mit der Wahl des richtigen Brokers können Sie erhebliche Kosten sparen und damit Ihren Gewinn steigern. Aber auch hier gilt, dass billig nicht immer mit gut gleichzusetzen ist. Der Broker muss zu Ihnen und Ihren Handelsgewohnheiten passen. Daher müssen die Angebote des Brokers günstig sein, die Sie später auch wirklich nutzen werden. Zu den besten Anbietern mit geringen oder sogar ohne Orderkosten und Depot Gebühren gehören in der Regel Onlinebroker. Sie überzeugen zudem auch noch mit vielen gratis Werkzeugen, die Ihnen bei der technischen Analyse sehr hilfreich sein können. Auf diese Angebote gehen wir in einem späteren Abschnitt noch näher ein.
Viele Broker locken online mit niedrigen Preisen und versprechen den kostenlosen Handel. Das liest sich natürlich zunächst einmal gut: keine Kosten für das Aktiendepot und dazu kostenloser Handel. Tatsächlich fallen aber dennoch Gebühren an, nur dass diese nicht so offensiv beworben werden, wie es andere Broker machen. Schließlich handelt es sich auch bei Onlinebrokern um Unternehmen, die Gewinne erwirtschaften müssen. Wenn diese nicht auf Provisionsbasis erwirtschaftet werden, dann müssen diese Handelskosten auf irgendeine Art erbracht werden. In diesem Fall vom Kunden, auch wenn es auf den ersten Blick anders erscheinen mag.
In diesen Fällen verbergen sich die Gebühren meist etwas versteckt in den sogenannten Spreads. Bei den Spreads handelt es sich um die Preisspanne, die zwischen dem Brief- und dem Geldkurs, also dem Kauf- und Verkaufskurs, besteht. Oft werden Einnahmen auch über Finanzderivate wie den Gebühren für gehebelte Produkte erzielt. Daher ist es auch so wichtig, dass Sie unseren Aktiendepot Kosten Vergleich verwenden und gründlich recherchieren, wo Sie Ihr Depot eröffnen.
Spread ist unumgänglich und in der Natur der Sache begründet, sodass eine gewisse Spanne normal und selbstverständlich ist. Nur, wenn diese ungewöhnlich hoch ist, sollten Sie Vorsicht walten lassen und sich besser für einen anderen Anbieter entscheiden. Gewöhnlich liegt der Spread bei unter 1% bei Aktienkursen. Empfehlenswerte Broker liegen sogar noch deutlich darunter.
Bei den meisten Onlinebrokern aus unserem Vergleich bezahlen Sie keinerlei Depotgebühren und können mit Aktien provisionslos handeln. Das bedeutet auch, dass keine versteckten Kosten anfallen, wie zum Beispiel Gebühren für Ein- und Auszahlungen. Manchmal kommt aber genau dann das böse Erwachen. Möchten Sie nach dem Verkauf von Aktien Ihre Gewinne auf Ihr Girokonto transferieren, werden auf einmal recht hohe Gebühren fällig. Diese müssen Sie erst einmal durch eine entsprechend hohe Rendite einholen.
Natürlich ist es akzeptabel, wenn Kosten anfallen. Schließlich müssen die Broker meistens auch eine Gebühr an den Zahlungsdienstleister entrichten. Diese sollten aber bitte fair ausfallen. Wir erachten in diesem Fall Gebühren von bis zu 5€ als akzeptabel. In der Regel werden Auszahlungen aber ohne Kosten durchgeführt.
In den vergangenen fünfzehn Jahren wurden die Märkte liberalisiert und die Voraussetzungen, die für einen Handel mit Aktien gefordert waren, wurden gesenkt. Zu verdanken ist dies Onlinebrokern, bei denen Sie meistens kostenlos ein Aktiendepot für Anfänger und fortgeschrittene Trader eröffnen können. Meistens ist es sogar möglich, bequem per App Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Zudem werden Ihnen dort ohne weitere Kosten verschiedene Tools angeboten, wie Kennzahlen, Zeichenwerkzeuge oder fertige Charts, die es Ihnen erleichtern, sich für die richtigen Papiere zu entscheiden.
Sie können sich Beobachtungslisten erstellen und haben so einen besseren Überblick über die Performance dieser Papiere. Zudem sind Sie mit einem Aktiendepot bei einem Broker flexibler und können beispielsweise auch im Urlaub mit einem Smartphone handeln. Bei einem Onlinebroker wird vieles automatisiert und die Kostenersparnis direkt an die Kunden weitergegeben. So können Sie zu besonders günstigen Konditionen Aktien kaufen und verkaufen. Die Vorteile von Brokern in der Zusammenfassung:
Beim Thema Gebühren und Kosten für ein Aktiendepot sollten Sie noch weitere Dinge berücksichtigen. So müssen Sie zum Beispiel, um ein möglichst erfolgreiches Portfolio aufbauen zu können, Strategien für die Suche nach infrage kommenden Aktien anwenden. Des Weiteren müssen Sie in der Lage sein, den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen, wenn Sie Aktien verkaufen möchten. Hierfür bieten sich bestimmte Kennzahlen an, wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis oder das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Damit können Sie bestimmen, ob ein Unternehmen am Markt unterbewertet oder überbewertet ist.
Solche Kennzahlen werden von Banken meistens nicht gratis angeboten. Um Wertpapiere günstig kaufen und später mit Gewinn verkaufen zu können, müssen Sie die Spanne berechnen können, die zwischen dem inneren Wert der Aktie und dem an der Börse gehandelten Kurs liegt. Solche Zahlen werden Ihnen von empfehlenswerten Brokern gratis angeboten.
Viele Onlinebroker bieten Tools für die technische Analyse ohne weitere Kosten an. Mit ihnen können Sie in einem Trendkanal die Hochs und Tiefs in Ihre Charts kennzeichnen. So können Sie erkennen, in welche Richtung der Aktienkurs geradelt geht. Mit den verfügbaren Zeichentools können Sie auch Muster und Tradingsignale erkennen. Das können beispielsweise bestimmte Zickzackbewegungen sein, bei denen davon auszugehen ist, dass in naher Zukunft der Kurs stark ansteigen wird. In der Regel halbiert sich das Wachstum danach wieder und es folgt ein noch größeres Wachstum.
Bei den Candlesticks weisen lang ausschlagende Kerzendochte bei der Trendanalyse darauf hin, dass eine bestimmte Richtung eingeschlagen wird. Denn meistens bewegt sich kurz darauf der Kurs genau entgegen dieses Ausschlags. Somit sind diese Merkmale ein Signal, die darauf hinweisen, in diese Aktie zu investieren. Halten Sie bei der technischen Analyse immer den Kontext im Blick. Denn es kann sein, dass es sich hierbei nur um einen kurzen Hype handelt.
Um Ihnen einen besseren Überblick geben zu können, haben wir einmal die Kosten, die bei einem Aktiendepot bei einem Broker anfallen und bei einer Bank in einer Tabelle gegenübergestellt. Auch wenn die Unterschiede auf den ersten Blick nur gering ausfallen, sollten Sie besonders dann vorsichtig sein, wenn Sie gerne an ausländischen Börsen handeln.
Denn in solchen Fällen fällt die Differenz oft noch größer aus. Zudem gibt es verschiedene Nachteile bei der klassischen Bank, wie zum Beispiel eine fehlende Gebührentransparenz oder starke Verzögerungen beim Handel in Echtzeit. Außerdem sind bei einer Bank keine Leerverkäufe möglich und Sie können nicht so umfangreiche Tools nutzen, wie bei einem Onlinebroker.
| Aktiendepot Gebühren Broker | Aktiendepot Kosten Bank |
|---|---|
| Meistens gar keine Kosten für die Depotführung und keine Handelsgebühren | Gebühren für die Kontoführung und für den Handel |
| Flexible Nutzung über Handy oder PC | Oft keine App verfügbar |
| Riesige Auswahl an unterschiedlichen Märkten und Handelsplätzen | Deutlich geringeres Handelsangebot |
| Leerverkäufe möglich | Leerverkäufe werden nicht angeboten |
| Bereitstellung von kostenlosen und umfangreichen Tools | Meistens keine kostenlosen Tools verfügbar |
| Umfangreiches Weiterbildungsprogramm | Wird meistens nicht angeboten |
| Keine persönliche Beratung | Ansprechpartner vor Ort mit eingehender Beratung |
| Copy Trading Angebot | Nicht verfügbar |
Beim direkten Vergleich der Aktiendepot Kosten zwischen einer Bank und einem Onlinebroker haben die Broker ganz klar die Nase vorn. Der Grund liegt in der Automatisierung und der damit verbundenen Kostenersparnis. Diese niedrigeren Ausgaben werden durch den Verzicht auf Depotgebühren an die Kunden weitergegeben. Ähnlich verhält es sich bei Ordergebühren, die normalerweise beim Kauf und Verkauf anfallen.
Für den Anleger ganz kostenlos agieren aber auch Online Broker nicht. Oft erweitern Sie die Spreads und decken so ihre Unkosten.
Broker bieten aber zahlreiche kostenlose Tools an, die Ihnen den Handel erleichtern. Wenn Sie langfristig erfolgreich Gewinne erzielen möchten, müssen Sie immer auch die anfallenden Gebühren im Auge behalten. Nur, wenn Sie diese Kosten senken, können Sie eine höhere Rendite erzielen. Denn sämtliche Gebühren wirken sich negativ auf Ihren Nettogewinn aus.
Früher war es möglich, dass die Gebühren für ein Aktiendepot steuerlich abgesetzt werden konnten. Seit 2009 die Abgeltungssteuer eingeführt wurde, ist dies allerdings nicht mehr so. Denn seit diesem Zeitpunkt werden Depotgebühren zu den Werbungskosten aus Kapitalvermögen gerechnet. Das bedeutet, dass Sie seitdem die Depotkosten nicht mehr steuerlich absetzen können.
In der Regel sind es klassische Banken, die Depotgebühren verlangen. Meistens ist dies ein Betrag, der monatlich berechnet wird. Diese Kosten fallen für die Verwahrung der Wertpapiere auf Ihrem Depot an. Die meisten Onlinebroker allerdings verzichten auf eine Berechnung dieser Gebühr.
Bei Gebühren für ein Aktiendepot handelt es sich um fixe Kosten, die in der Regel monatlich berechnet werden. Diese Kosten fallen auch dann an, wenn Sie nicht handeln. Denn es sind reine Verwahrer Gebühren. Dahingegen zahlen Sie Ordergebühren, wenn Sie Papiere kaufen oder verkaufen. Die Höhe ist abhängig vom Anbieter und orientiert sich häufig an dem Ordervolumen.
In unserem Aktiendepot Kosten Vergleich stellen wir Ihnen die Broker vor, bei denen Sie Aktien ohne Kosten aufbewahren können. Meistens gibt es auch keine Ordergebühren. Stattdessen erfolgt die Berechnung durch Spreads.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.