

Die Gründe, warum Anleger überlegen, ihr Aktiendepot zu übertragen und den Anbieter zu wechseln sind vielfältig. Meistens liegt der Grund darin, dass der bisherige Anbieter zu teuer ist. Wenn Sie ebenfalls überlegen, eine Übertragung Ihres Aktiendepots vorzunehmen, sollten Sie in diesem Ratgeber weiterlesen.
Heute ist es nicht mehr schwierig, ein Aktiendepot zu übertragen. Viele Onlinebroker bieten den Service, den Übertrag für Sie vorzunehmen. Für Sie bedeutet dies, dass Sie lediglich der Übertragung des Aktiendepots zustimmen müssen. Der neue Broker kontaktiert den Anbieter Ihres alten Depots und nimmt den Übertrag vor. Wir klären verschiedene Fragen, wie zum Beispiel, wie lange der Wechsel dauert und welche Kosten anfallen.
Sie benötigen ein Aktiendepot, um Wertpapiergeschäfte durchführen zu können. Auch wenn sich dies zunächst einmal ganz einfach anhört, handelt es sich bei einem Depot dennoch um ein komplexes Thema. Denn die Wahl des optimalen Aktiendepots muss gut durchdacht sein. Insbesondere die Kosten sind oftmals ein entscheidender Faktor dafür, wenn jemand überlegt, sein Aktiendepot zu übertragen.
Ein weiterer Grund kann natürlich sein, dass ein Aktiendepot übertragen wird wegen einer Schenkung. Dies ist problemlos möglich, wenn der Beschenkte ebenfalls im Besitz eines Depots ist. Andernfalls muss er ein neues Aktiendepot eröffnen. Es gibt aber noch weitere Gründe, die dafür sprechen, ein Aktiendepot zu übertragen. Der häufigste Grund ist aber tatsächlich die besseren Konditionen des anderen Brokers.
Wer sein Aktiendepot bisher bei einer klassischen Bank hat, wird sicherlich bemerkt haben, dass die Konditionen von Online Brokern in der Regel besser sind. Dies betrifft vor allem die deutlich niedrigeren Gebühren. Bei einem online Anbieter gibt es zum Beispiel ein kostenloses Aktiendepot ohne Kontoführungsgebühren. Bei Banken können dafür im Jahr bis zu 50 € fällig werden alleine für die Führung des Depots. Zusätzlich fallen häufig Kosten für die Verwahrung an. Diese sind entweder abhängig vom Wert oder von der Anzahl der Positionen. Auch dadurch steigen natürlich die Kosten an, die Ihre Rendite mindern.
Weitere berechnete Kosten sind die Ordergebühren. Das sind die Kosten, die für den Kauf und Verkauf von Papieren anfallen. Diese Entgelte können abhängig von der Bank bis zu 20 € betragen. Bei einem online Broker können Sie bei den folgenden Positionen in der Regel sparen:
▶️ Orderkosten
▶️ Gebühren für die Depotführung
▶️ Verwahrentgelte
Online Broker haben einen automatisierten Handel, wodurch weniger Kosten anfallen. Außerdem sind keine teuren Filialen erforderlich und auch weniger Mitarbeiter sind vorhanden. Diese Kostenersparnis wird an die Kunden weitergegeben. Dadurch erlassen die meisten Broker bei einer online Kontoführung die Depotgebühren und die Orderkosten. Ganz ohne Provision können Sie allerdings nicht handeln, denn stattdessen werden in der Regel Spreads berechnet. Dabei handelt es sich um die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufspreis.
Neben den Gebühren gibt es aber noch zahlreiche weitere Vorteile, die dafür sprechen, ein Aktiendepot übertragen zu wollen. Meistens ist die Auswahl an Handelsinstrumenten bei einem online Broker deutlich größer. Sie finden hier Orderzusätze, die bei einer Bank nicht angeboten werden. Zudem wird der Direkthandel häufig angeboten und die Auswahl an Handelsplätzen ist viel größer.
Bei zahlreichen Onlinebrokern können Sie beispielsweise auch Aktien von kleinen ausländischen Unternehmen erwerben, die nur an den Heimatsbörsen gehandelt werden. Des Weiteren bieten Onlinebroker moderne Apps an, sodass Sie von jedem Ort der Welt und rund um die Uhr handeln können. Sie haben Zugriff auf die aktuellen Marktpreise und können kostenlos zahlreiche Werkzeuge für die Analyse nutzen. Auch das Angebot an Schulungen ist nicht zu verachten. Gleichzeitig wird Ihnen meistens ein kostenloses Demo-Konto angeboten, sodass Sie dort den Handel erlernen und risikolos Erfahrung sammeln können.
| Aktiendepot bei einem Broker | Aktiendepot bei einer Bank |
|---|---|
| Keine Depotgebühren | Monatlich anfallende Kosten |
| Prämien für die Empfehlung von Freunden | Keinerlei Belohnungen |
| Berechnung von Spreads für den Handel | Hohe Orderkosten |
| Keine Verwahrentgelte | Gebühren pro Position |
| Kostenloses Demo-Konto | Oft kein Demokonto möglich |
| Handel mit verschiedenen Finanzprodukten | Handel meistens auf Aktien und Fonds beschränkt |
Bevor Sie sich dazu entscheiden, Ihr Aktiendepot zu übertragen, müssen Sie natürlich zunächst einmal einen neuen Broker finden. Auf unseren Seiten finden Sie hierfür viele wertvolle Informationen darüber, wie Sie bei der Wahl am besten vorgehen. Außerdem haben wir einen Vergleich der besten Broker, wo Sie auf einen Blick sehen können, welche Anbieter sich momentan besonders positiv aus der Masse hervortun. Mit der folgenden Checkliste können Sie prüfen, ob der neue Anbieter für Sie infrage kommt:
Die meisten Broker bieten gleich bei Kontoeröffnung einen automatischen Depotwechsel an. Beim Aktiendepot Übertragen fallen keine Kosten an, denn 2004 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass keine Gebühren für den Wechsel verlangt werden dürfen. Allerdings dürfen Banken und Broker die Gebühren an ihre Kunden weiterleiten, die Ihnen selber mit dem Wechsel entstanden sind. Das sind häufig Gebühren von der Verwahrstelle. Dort werden Ihre Wertpapiere eingelagert, sofern Sie ein Depot bei einem europäischen Broker oder einer Bank in Europa haben.
Außerdem gilt dieses Gesetz nicht für Anbieter, die ihren Sitz im Ausland haben. Welche einzelnen Schritte für den Übertrag erforderlich sind, ist unter anderem auch davon abhängig, ob Sie selber den Antrag ausfüllen müssen, oder ob dies der Broker für Sie als Serviceleistung übernimmt. Um Ihnen die Schritte zu erleichtern, haben wir die folgende Anleitung erstellt, die Sie durch alle erforderlichen Schritte führt.
Grundvoraussetzung für einen Depotwechsel ist natürlich, dass Sie ein neues Depot besitzen. Denn dieses dient als Empfänger für Ihre Papiere aus dem alten Depot. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche Empfehlungen und können hier zwischen einem Aktiendepot für Anfänger oder einem Depot für fortgeschrittene Trader wählen. Im Zuge der Kontoeröffnung müssen Sie einige persönliche Daten angeben, wie zum Beispiel Ihren Namen, Ihre Anschrift und Ihr Geburtsdatum. Außerdem muss die E-Mail-Adresse erfasst und verifiziert werden.
Um traden und Aktien kaufen und verkaufen zu können, müssen Sie sich persönlich verifizieren. Hierfür können Sie meistens unter verschiedenen Verfahren wählen, wie zum Beispiel dem Postident und dem Videoident Verfahren. Dabei wird sichergestellt, dass Ihre Angaben mit den Daten Ihres Personalausweises oder Reisepasses übereinstimmen.
Im zweiten Schritt müssen Sie alle Voraussetzungen erfüllen, die für einen Depotübertrag erforderlich sind. Erst danach sollte die Kündigung beim alten Broker durchgeführt werden. Das bedeutet, dass beide Depots für den Übertrag bestehen müssen. Erst wenn sichergestellt ist, dass Ihr neues Depot eröffnet wurde, können Sie die Kündigung bei dem alten Broker einleiten. Der Übertrag selber kann mehrere Wochen dauern.
Sehr wichtig ist, dass die in dem alten Depot vorhandenen Wertpapiere beim Anbieter des neuen Depots verfügbar sind. Es kann sein, dass bei ausländischen Aktien der neue Broker diese nicht handelt. Dadurch kann eine Übertragung nicht möglich sein oder nur auf spezielle Anfrage. Kompliziert kann es auch werden, wenn von einem deutschen Broker zu einem ausländischen Anbieter oder umgekehrt gewechselt wird.
Denn für die Depotübertragung gibt es keine einheitlichen Regeln, die international gültig sind. Im Ausland können beispielsweise Gebühren für den Wechsel anfallen. Außerdem schließen manche Broker einen Depotübertrag aus bestimmten Ländern von vorneherein aus.
Als Erstes melden Sie sich mit Ihren Benutzerdaten auf dem Konto Ihres neuen Depots an. Meistens gibt es dort Formulare, die Sie ausfüllen müssen. Dieses ausgefüllte Formular müssen Sie dann bei Ihrem neuen Broker abgeben. In der Regel werden die folgenden Daten verlangt:
Die meisten Broker setzen bei einem Onlineformular alle Stammdaten automatisch ein. Wenn Sie sämtliche Aktien übertragen, müssen Sie einem Gesamtübertrag zustimmen. In diesem Fall entfällt die einzelne Auflistung der Positionen des alten Depots. Möchten Sie allerdings nur bestimmte Positionen übertragen, müssen Sie in dem Formular alle Angaben vollständig tätigen und die zu übertragenen Positionen auflisten. Sollte es sich nicht um Aktien, sondern um Fonds, ETFs oder andere Investments handeln, gibt es hierfür spezielle Spalten. Komplizierter wird es bei Aktien Bruchstücke, diese müssen Sie meistens auf einem eigenen Formular beantragen oder vorher verkaufen.
Nachdem Sie den Antrag auf Aktiendepot Übertragung gestellt haben, wird Ihr alter Broker den neuen Broker kontaktieren inklusive der Verwahrstelle. Abhängig vom Land gibt es unterschiedliche Verwahrstellen. In Europa befinden sich Wertpapiere meistens bei dem Unternehmen Clearstream. Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Deutschen Börse AG. Daraufhin wird die Verwahrstelle die einzelnen Positionen den Brokern neu zuordnen.
Solch eine Aktiendepot Übertragung dauert in der Regel maximal drei Wochen, wenn es sich um einen innerdeutschen Übertrag handelt. Die Broker und Banken kommunizieren miteinander und klären, welche Kaufdaten zum Erwerbszeitpunkt bestanden haben. Allerdings kann dies bei Banken und Brokern im Ausland zu Problemen führen und die Anschaffungsdaten werden nicht übertragen. Zu Verzögerungen kann es auch dann kommen, wenn Sie im Übertragungsantrag versehentlich falsche Daten erfasst haben. Jede Position muss abgestimmt werden und es gibt kein einheitliches digitales System. Daher dauert auch die Übertragung von Wertpapieren so lange.
Nachdem der Übertrag in das neue Depot erfolgte, sollten Sie prüfen, ob beispielsweise die Einstandskurse mit übertragen wurde. Manchmal versenden Broker auch hierfür spezielle Buchungsbelege, in denen Sie die Kurse erkennen können. Dieser Übertrag erfolgt getrennt von den Wertpapieren.
Es kann sein, dass es hier zeitlich etwas länger dauert, bis die Wertpapiere in Ihr Depot eingebucht werden. Das Problem ist, dass bei fehlerhaften Einstandskursen falsche Steuern berechnet werden und diese können Sie erst mit Ihrer Steuererklärung zurückholen.
Wenn Sie zu einem anderen Depotanbieter wechseln, können Sie hierfür ein Formular benutzen, welches Ihnen der neue Anbieter zur Verfügung stellt. Vorher sollten Sie prüfen, welche Papiere sich übertragen lassen. Dabei sollten Sie auch darauf achten, dass die steuerlichen Einstandskurse korrekt übertragen wurden. Denn nach einer Kündigung des alten Depots haben Sie darauf keinen Zugriff mehr. Bei einem innerdeutschen Depotwechsel findet dieser innerhalb von drei Wochen statt.
Laut Gesetz darf eine Bank oder ein Broker keinerlei Gebühren für die Depotübertragung verlangen. Allerdings dürfen Gebühren weitergegeben werden, die dem Broker von Dritten in Rechnung gestellt wurden. Dazu gehören beispielsweise Gebühren von der Verwahrstelle. Das Gesetz gilt übrigens nur für deutsche Broker, wenn Sie von einer ausländischen Bank wechseln, können Kosten anfallen.
Die Broker und Banken bieten in der Regel Formulare an, mit denen Sie eine Übertragung eines Aktiendepots durchführen können. Dieses müssen Sie ausfüllen und bei dem neuen Anbieter einreichen.
Ja, Sie können auch ein Aktiendepot ins Ausland übertragen. Allerdings kann dann der Wechsel etwas länger dauern.
Neben steuerlichen Aspekten müssen Sie bei einer Schenkung bedenken, dass der Beschenkte im Besitz eines Depots sein muss.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.