

Dividenden sind eine Möglichkeit, mit der Anleger ihrem Depot eine passivere Richtung geben, die gerade von den Trends an der Börse weniger beeindruckt wird. Strukturell gut gewählte Dividendenaktien bleiben in ihren Ausschüttungen oft stabil. Wer in Unternehmen investiert, die zuverlässig über Jahrzehnte ausschütten, investiert in stabile Geschäftsprozesse.
Dividenden werden von vielen Unternehmen an der Börse ausgezahlt. Um daraus eine Strategie zu machen, die gerade Korrekturphasen den Ertrag im Depot stützt, müssen potenziell interessante Wertpapiere gewisse Voraussetzungen erfüllen.
Ein zentraler Punkt ist Kontinuität: Es werden über Jahre oder Jahrzehnte Beteiligungen am Gewinn an Aktionäre ausgezahlt. Welche Unternehmen diesen Anspruch erfüllen, arbeitet unsere Liste anschaulich heraus.

Johnson & Johnson (Foto: Shutterstock/ Tada Images)
Der US-Pharma- und Medizintechnikkonzern hat seine Dividende 2025 wieder erhöhen können. Besonders ist an dieser Nachricht nicht die eigentliche Anpassung, sondern dass Johnson & Johnson über mehrere Jahrzehnte in der Lage gewesen ist, Aktionäre am Betriebsergebnis zu beteiligen.
Selbst juristische Auseinandersetzungen, wie der Rechtsstreit um angeblich mit Asbest verseuchtes Babypuder (den das Unternehmen mit einem milliardenschweren Vergleich beigelegt hat), haben die Dividendenzahlungen bisher nicht unterbrochen. Bisher erkennen Analysten keine Hinweise, die auf nachhaltige Schwierigkeiten hindeuten.
Nach der Abspaltung des Konsumgütergeschäfts konzentriert sich der Johnson & Johnson noch stärker auf margenstarke Pharma- und Medizintechniksparten, was langfristig auch der Ausschüttung von Dividenden zugutekommen dürfte.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschüttete Dividenden von Johnson & Johnson:
| 2021 | 4,19 USD |
| 2022 | 4,45 USD |
| 2023 | 4,70 USD |
| 2024 | 4,91 USD |
| 2025 | 5,14 USD |

PepsiCo (Foto: Shutterstock/ LCV)
Der Getränke- und Snackkonzern überzeugt ähnlich wie Johnson & Johnson in den letzten Jahren mit einer hohen Ausschüttungskontinuität.
Was Anders als Wettbewerber, die sich im Geschäftsbetrieb ausschließlich auf die Herstellung und den Vertrieb von Getränken konzentrieren, profitiert PepsiCo von einer Kombination aus Snacks (Lay’s, Doritos) und Getränken, was die Abhängigkeit von einer einzelnen Produktkategorie verringert.
Das margenstarke Snackgeschäft mit Frito-Lay trägt inzwischen einen erheblichen Teil zum Konzerngewinn bei und entwickelt sich zu einer zentralen Säule gegenüber dem strukturell langsamer wachsenden Beverage-Geschäft.
Hinsichtlich der Dividendenzuwächse fällt die Entwicklung deutlich positiv aus, PepsiCo hat die Ausschüttung zwischen 2021 und 2025 um mehr als einen US-Dollar steigern können.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden von PepsiCo:
| 2021 | 4,25 USD |
| 2022 | 4,53 USD |
| 2023 | 4,95 USD |
| 2024 | 5,33 USD |
| 2025 | 5,62 USD |

Coca-Cola (Foto: Shutterstock/ kittisak sinsakonskul)
Coca-Cola steht in am Markt der Erfrischungsgetränke in direkter Konkurrenz zu PepsiCo und gehört ebenfalls zu den sogenannten Dividenden-Königen. Der Getränkeriese schüttet inzwischen über Jahrzehnte eine Gewinnbeteiligung an seine Aktionäre aus.
Zu den Besonderheiten des operativen Geschäftsmodells gehört die Lizenzvergabe an unabhängige Abfüllpartner. Hierdurch entsteht ein besonders kapitalschonender Cashflow, da der Konzern selbst nicht auf umfangreiches operatives Anlagevermögen für die Produktion angewiesen ist.
Bei Betrachtung der Dividendenkurve ist ein flacher werdender Trend bei der jährlichen Steigerung zu erkennen, was sich auf Sättigungseffekte in verschiedenen Absatzmärkten zurückführen lässt.
Wachstumsimpulse kommen zunehmend aus Schwellenländern und durch alkoholfreie Alternativprodukten, während der klassische Kernmarkt in Nordamerika und Europa stagniert.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden von Coca-Cola:
| 2021 | 1,68 USD |
| 2022 | 1,76 USD |
| 2023 | 1,84 USD |
| 2024 | 1,94 USD |
| 2025 | 2,04 USD |

Procter & Gamble (Foto: Shutterstock/ kittisak sinsakonskul)
Der Konsumgüterkonzern hinter Marken wie Pampers, Gillette und Ariel gehört ebenfalls zu den Unternehmen, die über Jahre nicht nur eine Dividende ausgeschüttet haben, sondern diese immer wieder erhöhen konnten.
Interessant ist die Aktie außerdem aufgrund der breiten Diversifikation über Haushalts-, Körperpflege- und Gesundheitsprodukte. Diese Basiskonsumgüter sorgen dafür, dass eine stabile Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens entsteht.
Procter & Gamble erreicht damit eine gewisse Unabhängigkeit von der Konjunktur: Zahnpasta und Waschmittel werden auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen gekauft. Hinzu kommt, dass Procter & Gamble Preiserhöhungen bei Rohstoffen an Verbraucher aufgrund der starken Position weiterreichen kann, ohne dass die Absatzmengen darunter signifikant leiden.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden von Procter & Gamble:
| 2021 | 3,52 USD |
| 2022 | 3,68 USD |
| 2023 | 3,83 USD |
| 2024 | 4,08 USD |
| 2025 | 4,26 USD |

McDonald’s (Foto: Shutterstock/ Robert Way)
Der Fast-Food-Konzern schüttet seit Jahren stabil eine Dividende aus und hat allein in den zurückliegenden fünf Jahren deren Höhe um über 1,50 US-Dollar angehoben.
Das Franchise-Modell, bei dem der Großteil der Restaurants von unabhängigen Betreibern geführt wird, liefert Lizenzeinnahmen mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz seitens des Konzerns.
McDonald’s verdient letztlich nicht (nur) durch den Verkauf der Burger, sondern auch mit Immobilien und Markenlizenzen.
Diese Struktur macht das Modell effizient und ist eine Erklärung, warum die Ausschüttung selbst in Jahren mit schwächerem Filialumsatz realisiert werden kann. Die globale Präsenz verteilt zusätzlich das Risiko regionaler Schwächephasen im Konsum.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden von McDonald’s:
| 2021 | 5,25 USD |
| 2022 | 5,66 USD |
| 2023 | 6,23 USD |
| 2024 | 6,78 USD |
| 2025 | 7,17 USD |

Realty Income (Foto: Shutterstock/ BCFC)
Der US-Immobilien-Trust ist unter den Dividendenaktien eine Besonderheit. Der Grund sind die Auszahlungstermine, Anleger erhalten ihre Beteiligung an den Unternehmensgewinnen monatlich.
Das Portfolio von Realty Income besteht aus langfristig vermieteten Gewerbeimmobilien – wie Supermärkten, Drogerien oder Fitnessstudios – und bietet damit planbare Mieteinnahmen.
Zusätzlich erfolgt eine Entlastung des eigenen Cashflows über Triple-Net-Leases. Diese besondere vertragliche Konstellation erlegt dem Mieter Aufgaben zur Instandhaltung sowie der Versicherung und bei den Steuern auf. Auf diese Weise kann Realty Income unerwartete Betriebskosten vermeiden.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden von Realty Income:
| 2021 | 2,85 USD |
| 2022 | 2,97 USD |
| 2023 | 3,06 USD |
| 2024 | 3,13 USD |
| 2025 | 3,22 USD |

Allianz (Foto: Shutterstock/ JeanLucIchard)
Der deutsche Versicherungskonzern zählt zu den verlässlichsten Dividendenzahlern im DAX. Die Kombination aus Schaden-, Kranken- und Lebensversicherung sowie der Vermögensverwaltung über PIMCO und Allianz Global Investors verschafft mehrere voneinander unabhängige Ertragsquellen, die selten gleichzeitig unter Druck geraten.
Die zuletzt kräftigen Erhöhungen spiegeln sowohl steigende Prämieneinnahmen im Schadengeschäft als auch einige strategisch richtige Entscheidungen des Managements wider.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden der Allianz:
| 2021 | 10,80 EUR |
| 2022 | 11,40 EUR |
| 2023 | 13,80 EUR |
| 2024 | 15,40 EUR |
| 2025 | 17,10 EUR |

Munich Re (Foto: Shutterstock/ Chris Redan)
Der weltgrößte Rückversicherer profitiert von einer besonderen Lage: Steigende Prämien nach Jahren wachsender Schadensummen durch Naturkatastrophen treffen auf ein bisher mildes Schadensjahr 2026. Die Dividende ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – und zwar zweistellig.
Anlegern muss an dieser Stelle klar sein, dass gerade der Rückversicherer-Markt unter gewissen Zykluseffekten leiden kann. Ein einzelnes schadenreiches Jahr, etwa durch schwere Hurrikane oder Erdbeben, kann die Gewinnentwicklung kurzfristig sehr stark belasten.
Besonders die Entwicklung der nächsten Jahre ist an dieser Stelle differenziert zu betrachten. Die Prognosen vieler Klimaforscher gehen dahin, dass Naturkatastrophen häufiger auftreten werden, was am Ende die Bilanzen der großen Rückversicherer belastet.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden von Munich Re:
| 2021 | 11,00 EUR |
| 2022 | 11,60 EUR |
| 2023 | 15,00 EUR |
| 2024 | 20,00 EUR |
| 2025 | 24,00 EUR |

Deutsche Telekom (Foto: Shutterstock/ MDart10)
Der Bonner Telekommunikationskonzern profitiert seit Jahren von der Mehrheitsbeteiligung an T-Mobile US, die erheblich zum Konzerngewinn beigetragen hat und operativ deutlich schneller wächst als das traditionelle Festnetz- und Mobilfunkgeschäft in Deutschland.
Die Dividende ist zwar im europäischen Vergleich niedriger als bei anderen Aktiengesellschaften, weist dafür aber eine bessere Planbarkeit auf. Das Infrastrukturgeschäft mit dem Auf- und Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunknetzen gehört zu den Geschäftsbereichen, die sich weniger stark zyklisch entwickeln.
Zudem kündigen Verbraucher auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen ihren Mobilfunk- oder Internetvertrag selten. Dieser Punkt sorgt auf lange Sicht für einen stabilen Cashflow, der eine Ausschüttung von Dividenden stützt.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden von Deutsche Telekom:
| 2021 | 0,64 EUR |
| 2022 | 0,70 EUR |
| 2023 | 0,77 EUR |
| 2024 | 0,90 EUR |
| 2025 | 1,00 EUR |

Verizon (Foto: Shutterstock/ Karolis Kavolelis)
Der US-Telekommunikationskonzern bietet eine im Vergleich mit anderen Werte hohe Dividendenrendite von über sechs Prozent und hat in den letzten Jahren die Höhe der Ausschüttungen immer wieder nach oben schrauben können.
Damit positioniert sich das Unternehmen im Bereich der Dividendenaktien ganz klar in der Spitzengruppe. Ähnlich der Telekom ruhen die Umsätze auf zwei Säulen: Mobilfunk- und Breitbandverträge.
Allerdings dürfen Anleger nicht ausblenden, dass am US-Mobilfunkmarkt ein intensiver Preiswettbewerb herrscht, Verizon gegenüber AT&T oder T-Mobile US nur wenig Spielraum für die Festsetzung höherer Preise hat. Zudem sorgen die Investitionszyklen, wenn in die Jahre gekommene Anlagen erneuert werden müssen, für hohe Investitionsvolumina.
Überblick zu den seit 2021 an Aktionäre ausgeschütteten Dividenden von Verizon:
| 2021 | 2,54 USD |
| 2022 | 2,59 USD |
| 2023 | 2,64 USD |
| 2024 | 2,69 USD |
| 2025 | 2,74 USD |
Innerhalb der auf Dividenden basierenden Geldanlagen haben sich unterschiedliche Ansätze etabliert. Ein zentraler Ansatz ist die Dividenden-Wachstums-Strategie, bei welcher der Fokus klar auf Unternehmen mit hohem jährlichen Steigerungspotenzial gerichtet ist.
In der Liste trifft dies unter anderem auf PepsiCo oder Munich Re zu. Hier ist ein rechtzeitiger Einstieg entscheidend, um die Rendite bezogen auf den Einstandskurs noch vorn zu treiben – ohne dass direkt ein Wachstum beim Aktienkurs als Einflussfaktor zwingend erforderlich ist.

Dividenden Aktien erfordern auch Strategien (Foto: Shutterstock/ Stock 4you)
Dividendenaktien bieten Anlegern die Möglichkeit, in einem Aktiendepot regelmäßige Einnahmen zu erzielen, die einer gewissen Planbarkeit unterliegen und sich nicht an den Kurstrends auf dem Parkett orientieren. Voraussetzung für das Erreichen dieser Zielsetzung ist, dass der Auswahl eine substanzielle Bewertung der einzelnen Titel vorausgeht und diese neben der Höhe der Ausschüttung auch die Dividendenrendite berücksichtigt.
Um sich strukturell abzusichern, sollte ein starker Mix verschiedener Branchen und Sektoren in Erwägung gezogen werden. Ein Portfolio aus Dividendenaktien kann Werte aus den Bereichen Healthcare, Basiskonsumgüter, Kommunikation oder Energiesicherheit umfassen. Wer als Anleger nicht jedes Asset im Detail prüfen will, kann statt der Einzeltitelentscheidung auf Dividenden-ETFs eine praktikable Alternative setzen, gibt hier aber einen Teil des Steuerungspotenzials auf.
Der Kurs, den ein Wertpapier zu einem bestimmten Zeitpunkt hat, ist Teil der Renditeberechnung, da die Ausschüttung durch den Kurs dividiert die Dividendenrendite ergibt. Bei 10 Euro Dividendenbetrag würde sich eine Rendite von 10 Prozent ergeben, wenn der Aktienkurs bei 100 Euro liegt. Ein Kurs von 200 Euro würde bedeuten, dass sich die Dividendenrendite halbiert.
Es gibt grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf Dividenden, der Vorstand eines Unternehmens kann jederzeit auf deren Kürzung oder Streichung hinarbeiten. Zudem besteht gerade in Bezug auf die Dividendenrendite immer das Risiko von Fehleinschätzungen, da nicht zwingend die Ausschüttungshöhe für eine Veränderung steigen muss, sondern auch der Kurswert fallen kann.
Beide sind zentrale Elemente, wenn es um den Aufbau eines Dividendenportfolios geht, da sie über mehrere Jahre bzw. sogar einige Jahrzehnte ihre Dividendenpolitik stabil halten. Beide Gruppen sind besonders zuverlässige, qualitativ hochwertige Dividendenzahler. Allerdings besteht auch bei diesen Unternehmen immer ein Risiko für Kürzungen, wenn Geschäftsbereiche anhaltend strukturell unter Druck geraten.

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