

Anleger stehen beim Aufbau ihres Wertpapier-Portfolios vor der Herausforderung, den Anspruch an die Rendite mit dem gewählten Risikoansatz zu verknüpfen. Und Kleinanleger haben noch ein zweites Ziel: Sie wollen sich nicht jeden Tag stundenlang mit den Märkten beschäftigen. Sind Aktien für die Ewigkeit (Forever Stocks) in dieser Situation interessant?
Hinter dieser Kategorie verbergen sich Aktien, die sich eher an langfristig orientierte Trader richten. Mit der richtigen Strategie-Kombination können Ewigkeitsaktien aber auch über einen kurzfristig orientierten Ansatz gehandelt werden. Ein Fehler darf in diesem Zusammenhang nicht passieren: Den Blick auf die Risiken der Aktien für die Ewigkeit zu vergessen.
Die Bezeichnung Ewigkeitsaktien beschreibt die besondere Bedeutung dieser Wertpapiere schon recht treffend, löst mitunter aber auch einen falschen Eindruck aus. Es handelt sich um Wertpapiere von Unternehmen mit einer sehr starken und stabilen Marktposition. Die Aktiengesellschaften vertreten Geschäftsmodelle, die sich etabliert und beim Verbraucher durchgesetzt haben – was sich mit den Blue-Chip-Aktien teilweise überschneidet.
Vor diesem Hintergrund erreichen Aktien für die Ewigkeit stabile Umsätze mit einer langfristig positiven Wachstumsprognose. Aus diesem Grund gelten die Wertpapiere als sehr zukunftssicher und werden von Investoren als stabile Komponente im Portfolio ins Auge gefasst. Was Ewigkeits-Aktien beispielsweise von den sehr wachstumsorientierten Tech-Aktien unterscheidet, ist die Realisierung mehrerer Ertragsquellen.
Aktien für die Ewigkeit lassen sich im Hinblick auf einen hohen Marktpreis handeln. Auf der anderen Seite müssen die Unternehmen keine so hohe Investitionsquote in Forschung und Wachstum investieren – womit Dividenden als passiver Ertrag ausgeschüttet werden können. Was die Aktien aber nicht sind: Ein Investment, das sich immer nur positiv entwickelt. Auf Aktien für die Ewigkeit unterliegen Risiken.
Wie können Anleger eine Aktie für die Ewigkeit erkennen? Es gibt keine Aktien am Markt, welche dieses Etikett direkt sichtbar für alle Anleger vor sich her trägt. Vielmehr müssen Trader die Unternehmen hinsichtlich ihrer Kennzahlen und Geschäftsmodelle betrachten. Dabei spielen die Markt-Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle.
Hintergrund: Je höher die Eintrittsbarrieren für den Wettbewerb sind, desto stärker behaupten sich Forever Stocks mit ihrer etablierten Geschäftsgrundlage. Eine weitere Eigenschaft ist die hohe Skalierbarkeit, um damit Umsatz und Gewinn zu steigern. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Kennzahlen sind Ewigkeitsaktien oft stabil aufgestellt – mit einem klar erkennbaren Umsatztrend und einem ausgeglichenen Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital.

✅ Das P&G Wertpapier gehört zu den Ewigkeitsaktien/ Shutterstock/ Piotr Swat
| 💡 Aktie | 🔢 ISIN | 💵 Marktkapitalisierung (in Mrd. EUR) | ➡️ Gründung |
|---|---|---|---|
| Procter & Gamble | US7427181091 | 380 | 1837 |
| Nestlé | CH0038863350 | 225 | 1867 |
| Allianz SE | DE0008404005 | 129 | 1890 |
| LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton | FR0000121014 | 350 | 1987 (Louis Vuitton 1854) |
| The Coca-Cola Company | US1912161007 | 290 | 1892 |
Procter & Gamble (ISIN: US7427181091) ist ein global agierender Konzern im Bereich der Konsumgüter. Aufgrund der bis ins Jahr 1837 zurück reichenden Unternehmensgeschichte beweist das Unternehmen seine starke Position und die Fähigkeit, auch auf Krisen und Schwankungen agil zu reagieren.
Zum Markenportfolio zählen unter anderem Pampers, Tide und Gillette – mit denen P&G in zahlreichen Haushalten präsent ist. Das Unternehmen zeichnet sich durch eine starke Marktposition und die Dividendenhistorie aus. Procter & Gamble schüttet inzwischen über mehrere Dekaden an seine Anleger eine Gewinnbeteiligung aus. Über einen Betrachtungszeitraum von 20 Jahren hat das Unternehmen beim Marktpreis einen Zuwachs von mehr als 200 Prozent realisiert. Damit ist der Kurs rechnerisch um 10 Prozent pro Jahr gewachsen.
Hinsichtlich der Marktkapitalisierung liegt Procter & Gamble bei mehr als 380 Milliarden EUR. Die Umsatzerlöse sind seit 2018 kontinuierlich gewachsen – auf zuletzt 84 Milliarden USD (für 2024). Den knapp 72 Milliarden USD Fremdkapital stehen in der Bilanz mehr als 50 Milliarden USD Eigenkapital gegenüber. Procter & Gamble hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 3,83 USD je Aktie ausgezahlt.
Als einer der weltweit größten Hersteller im Bereich Lebensmittel und Getränke verfügt Nestlé (ISIN: CH0038863350) über ein breit aufgestelltes Portfolio verschiedener Marken, zu denen Nescafé, KitKat und Perrier gehören. Durch die Position in Märkten wie Kaffee, Molkereiprodukte, Wasser oder Kleinkindnahrung hat das Schweizer Unternehmen eine starke Präsenz aufgebaut und sich global etabliert.
Zudem fokussiert sich Nestlé seit einigen Jahren auch verstärkt auf Gesundheit und Wellness, um hier an zukünftigen Verbrauchertrends zu partizipieren. Innerhalb der letzten 20 Jahren hat Nestlé mehr als 300 Prozent zugelegt (bezogen auf den Marktpreis). Die Marktkapitalisierung erreicht inzwischen mehr als 225 Milliarden EUR. Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen in den letzten Jahren zwischen 84 Milliarden und 94 Milliarden Schweizer Franken.
Für den letzten Berichtszeitraum 2024 hat Nestlé eine Dividende von 3,05 Franken je Aktie ausgeschüttet, was eine Dividendenrendite von mehr als vier Prozent bedeutet. Angesichts der Dividendenhistorie gehört Nestlé zu den Aktien, die langfristig einen passiven Cashflow generieren können.
Die Allianz SE (ISIN: DE0008404005) hat sich zu einem führenden Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen – in einem globalen Maßstab – entwickelt. Gegründet 1890, erwirtschaftet das Unternehmen inzwischen rund um den Globus Umsätze. Damit erreicht der Konzern mit Sitz in München eine Marktkapitalisierung von rund 129 Milliarden Euro. Zu den Fokusbereichen gehören Versicherungs-, Asset-Management- und Finanzdienstleistungen.
Für Deutschland ist das Unternehmen unter anderem durch die Beteiligung an Euler Hermes/Allianz Trade (ist im Warenkreditversicherungsgeschäft tätig) wichtig. In den zurückliegenden Jahren ist der Wert des Allianz Konzerns an den Börsen deutlich gestiegen. Die Umsatzerlöse der Allianz sind in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. Im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz auf mehr als 120 Milliarden EUR.
Die Allianz verdient ihren Platz unter den Forever Stocks auch aus einem anderen Grund – der Dividende. Seit 2021 wird ein zweistelliger Dividendenbetrag an die Anleger ausgeschüttet. Für 2023 haben Trader eine Gewinnbeteiligung von mehr als 13 EUR je Aktie erhalten.
LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton zählt zu den weltweit führenden Konzernen für Luxusgüter. Das Unternehmen vereint Marken wie Louis Vuitton, Dior, Mercier, Dom Pérignon, Givenchy und Hennessy. Dabei profitiert LVMH von der wachsenden Nachfrage nach Luxusprodukten. Der Konzern setzt dabei auch auf eine starke Diversifikation in verschiedenen Regionen, um mit dieser breiten Aufstellung die eigene Anfälligkeit gegenüber Schwankungen zu verringern.
Mit dieser Geschäftspolitik ist es dem Unternehmen in den letzten 20 Jahren gelungen, den Marktwert auf dem Parkett zu vervielfachen. hat das Unternehmen beim Marktpreis einen Zuwachs von mehr als 200 Prozent realisiert. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung von LVMH bei knapp 350 Milliarden EUR.
Die Umsatzerlöse zeigen einen soliden Trend, für 2024 stehen mehr als 84 Milliarden EUR in den Büchern. Neben 79 Milliarden EUR Fremdkapital weist die LVMH-Bilanz knapp 70 Milliarden EUR Eigenkapital aus. Für 2024 hat der Luxusmarken-Konzern eine Dividende von 13 EUR je Aktie an seine Anteilseigner ausgezahlt.
Coca-Cola (ISIN: US1912161007) gehört zu den Getränkeherstellern, die bereits seit mehr als 100 Jahren am Markt eine starke Position einnehmen. Entstanden ist der heute global agierende Konzern im Jahr 1892. Durch den Verkauf von mehr als 4.000 verschiedenen Produkten hat sich Coca Cola eine dominierende Marktposition im Getränkesektor erarbeitet.
Dabei verkauft das Unternehmen seine Produkte (bis auf wenige Ausnahmen) nahezu global. und eine globale Präsenz. In den letzten 20 Jahren ist der Marktwert des Unternehmens deutlich gewachsen. Coca Cola konnte den Kurs an der Börse um einen dreistelligen Prozentsatz steigern und erreicht eine Marktkapitalisierung von über 290 Milliarden EUR. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung ist seit 2018 ein kontinuierlicher Anstieg zu erkennen – von rund 31 Milliarden USD auf mehr als 46 Milliarden USD.
Den rund 26 Milliarden USD Eigenkapital stehen 74 Milliarden USD als Fremdkapital gegenüber. Aus Anlegersicht ist gerade für risikoaverse Trader die Dividendenpolitik interessant. Coca Cola hat es in den letzten Jahren geschafft, seinen Anlegern immer wieder eine Gewinnbeteiligung auszuschütten.
Unternehmen, die sich am Markt sehr stabil entwickeln und angesichts ihrer Kennzahlen als Aktien für die Ewigkeit gelten, können für ein Portfolio eine gewisse Sicherheit bedeuten. Um als Anleger diese Aktienklasse effizient auszunutzen, braucht es eine solide Tradingstrategie. Dabei muss nicht zwingend nur auf eine lange Haltedauer gesetzt werden. Es gibt Handelsmethoden, die mit den Forever Stocks auch bei kurzfristiger Orientierung Erträge realisieren.
Dieser Ansatz setzt darauf, kurz vor dem Ex-Dividenden Tag in die Aktien einzusteigen. Nach der Ausschüttung der Gewinnbeteiligung trennen sich Anleger wieder von den Wertpapieren. Läuft alles optimal, profitieren Trader einerseits von positiven Kurstrends, können gleichzeitig aber auch einen passiven Ertrag aus der Dividende realisieren.
Allerdings ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass die Auszahlung von Dividenden immer an die Geschäftsentwicklung des letzten Jahres gebunden ist. Daher setzt eine optimierte Dividenden-Capture-Strategie voraus, sich als Anleger intensiv mit den Unternehmen und deren Geschäftsbereichen auseinanderzusetzen.
Einen vergleichbaren Ansatz verfolgt übrigens die sogenannte Earnings-Trading-Methode. Hier zielen Anleger darauf ab, dass sich Aktien nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte – sofern sie die Erwartungen erfüllen oder übertreffen – am Markt in ihrer Position verbessern. Dieses Plus in der Bewertung nutzen Trader, indem sie kurz vor den Berichtszeiträumen eine Exposure am Markt aufbauen.
Diese kurzfristig angelegte Strategie macht sich bei den Aktien für die Ewigkeit zunutze, dass auch bei diesen stabilen Wertpapieren im Chart Rücksetzer zu erkennen sind. Mit diesen Swings lässt sich auch kurzfristig eine Rendite erzielen. Allerdings ist die Voraussetzung, sich nicht nur intensiv mit dem Unternehmen zu beschäftigen, sondern auch den Chart auszuwerten. Es kommt einerseits auf das richtige Timing für den Ausstieg an. Und auf der anderen Seite muss ein kurzer Drawback von einer nachhaltigen Kurskorrektur unterschieden werden.
Kaufen und halten – dahinter verbirgt sich die wahrscheinlich klassische Strategie für das Investment in Forever Stocks. Anleger halten dabei nach dem Kauf auch langfristig an einer Aktie fest. Marktschwankungen werden weitgehend ignoriert. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Wertpapiere auf lange Sicht aufwärts bewegen. Als zweiter Ertragsstrom wird bei dieser Methode auf Dividenden gesetzt. Die Buy-and-Hold-Strategie beinhaltet allerdings einige Risiken.
Eine Ausschüttung von Dividenden hängt immer davon ab, wie sich das Marktumfeld für die Unternehmen entwickelt. Zudem besteht auch bei Aktien für die Ewigkeit die Gefahr, dass Unternehmen wichtige Trends und Veränderungen im Verhalten der Zielgruppe verschlafen – was die Aktien letztlich unter Druck setzt.
Ewigkeitsaktien haben sich eine stabile Umsatz- und Gewinnentwicklung aufgebaut. Damit sind die Unternehmen in der Lage, Anleger über Dividenden am positiven Ertrag zu beteiligen. Viele Dividendenaristokraten sind auch Forever Stocks. Damit bietet sich Anlegern an dieser Stelle die Chance, eine auf die Dividendenrendite abzielende Strategie aufzubauen.
In diesem Punkt sollte aber klar sein, dass auf Gewinnausschüttungen basierende Strategien einem Kürzungs- oder Streichungsrisiko ausgesetzt sind. Je nach wirtschaftlicher Entwicklung muss auch eine Ewigkeitsaktie am Ende ihre Prognose korrigieren – was zum Verlust der Dividendenrendite führt. Auf der anderen Seite kann ein geschickt optimiertes Portfolio über die Dividenden Verluste aus der Marktvolatilität dämpfen.
Diese Strategie baut ein gemischtes Portfolio aus Ewigkeitsaktien und eher wachstumsorientierten Wertpapieren auf. Die Aktien für die Ewigkeit stehen dabei im Zentrum der Anlagestrategie und stützen das Portfolio als Stabilitätsfaktor. Um diesen Kern herum werden die Wachstumsaktien gruppiert – mit dem Ziel, eine Rendite zu realisieren. Damit dieser Ansatz in der Praxis funktionieren kann, braucht es eine kontinuierliche Kontrolle über die Satellite-Wertpapiere. Durch deren stärke Schwankungsanfälligkeit sind häufigere Umschichtungen notwendig, um das Portfolio auf den gewählten Rendite-Risiko-Ansatz hin zu optimieren.

📚 Das Handeln mit Ewigkeitsaktien erfordert auch eine Strategie/ Shutterstock/ Perfect Wave
Aktien für die Ewigkeit werden von Anlegern vor allem dann favorisiert, wenn nach Stabilität für das eigene Portfolio gesucht wird. Aber: Auch Forever Stocks sind nicht vollkommen frei von Risiken. Ein Standpunkt, welcher im Aufbau des Portfolios unbedingt eine Rolle spielen muss. Auf welche Szenarien müssen Anleger an dieser Stelle besonders achten?
Aufgrund ihrer hohen Popularität und einer aktuell starken Nachfrage nach Forever Stocks können die anvisierten Wertpapiere überbewertet sein. Dies sorgt dafür, dass sich die Risiken für Korrekturen erhöhen und die angestrebten Vorteile einfach zu teuer erkauft werden.
Am Markt lässt sich beobachten, dass für einige Forever Stocks eine Sektorkonzentration stattfindet. Diese Fokussierung – ob bewusst oder eher unbeabsichtigt eingegangen – erhöht das Risiko eines Branchenschocks. Solche Klumpenrisiken sind in der Lage, Verluste im Portfolio höher ausfallen zu lassen.
Auch Ewigkeitsaktien sind am Ende des Tages nur börslich gehandelte Wertpapiere – die den Mechanismen aus Angebot und Nachfrage unterliegen. Auf dem Parkett kann es zu Schwankungen kommen. Anleger müssen nach geeigneten Mitteln suchen, um das Portfolio im Hinblick auf einen Volatilitätsausgleich zu optimieren. Ein zweiter Aspekt sind die Marktschwankungen, denen Unternehmen durch Zielgruppenveränderungen ausgesetzt sind – etwa, weil die Konkurrenz neue und innovative Produkte platziert.
Anleger brauchen auch bei den Aktien für die Ewigkeit eine klare Idee davon, wie sie auf die Risiken dieser Asset-Kategorie umgehen. Einige Probleme lassen sich nur schwer vorwegnehmen – wie beispielsweise Managementfehler. Diese zeigen sich meist erst mit einem gewissen Nachlauf und können der Grund dafür sein, dass eine Assetrotation im Portfolio stattfinden muss. Welche Maßnahmen gehören noch zum Risikomanagement?
Als Anleger mit dem Ziel, Teile des Portfolios auf Ewigkeitsaktien basieren zu lassen, braucht es Maßnahmen für den richtigen Umgang mit den Anlagerisiken. Ein wesentlicher Aspekt ist eine breite Diversifikation. Die Anlage sollte sich auf verschiedene Branchen und Sektoren erstrecken. Auf diese Weise kann es gelingen, den Effekt einzelner Sektorrisiken zu dämpfen. Dabei muss der Fokus nicht nur auf Aktien gerichtet sein. Gerade das Anleihen kaufen oder ETFs bieten die Möglichkeit, das Risiko zu streuen. Letztere Anlageklasse lässt sich heute in verschiedenen Formen in ein Portfolio einbinden.
Zudem braucht es eine konsequente Marktbeobachtung. Trader müssen abschätzen, ob die Auswahl an Aktien für die Ewigkeit noch den Anforderungen entspricht. Diese Check-Ups können unter verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen. Mitunter verschiebt sich auch das Anlage- und Risikoprofil eines Anlegers oder die Anlagestrategie zeigt trotz Backtesting in der Praxis Schwächen. In diesen Situationen muss eine Umschichtung stattfinden. Dieses Rebalancing hält das Aktienportfolio auf Kurs.
Ein sehr wichtiger Punkt betrifft den Einsatz von Orderzusätzen. Diese sollten genutzt werden, um die Auswirkungen starker Marktschwankungen aufzufangen. Mit dem Stop Loss schließt die Tradingsoftware eine Position automatisch – sobald das eingestellte Verlustniveau erreicht ist. Auf diese Weise lassen sich Verluste begrenzen.

💡 Das Risikomanagement auch bei ewigen Aktien im Blick behalten/Shutterstock/Stock 4you
Aktien für die Ewigkeit sind eine Anlageklasse, für die sich Anleger mit einer gewissen Risikoaversion interessieren. Der Grund: Forever Stocks gelten als zuverlässig und stabil – aufgrund ihrer starken Marktposition und wirtschaftlichen Gesundheit. Aus diesem Grund werden Ewigkeitsaktien auch als stabilisierendes Element für das Aktienportfolio betrachtet. Aber: Jedem Anleger muss bewusst sein, dass auch Aktien für die Ewigkeit – wie Value-Aktien und Dividenden-Aktien – ein Anlagerisiko mitbringen. Dieses lässt sich nur im Rahmen eines optimierten Risikomanagements steuern.
25 Aktien für die Ewigkeit oder die Top-10 der Forever Stocks – solche Listen sind immer wieder zu finden. Grundsätzlich lässt sich damit nach interessanten Assets Ausschau halten. Eine Anlageentscheidung sollte aber immer zuerst darauf basieren, wie die Kennzahlen der Wertpapiere aussehen und ob sie zur eigenen Strategie passen.
ETFs haben in den letzten Jahren eine sehr starke Nachfrage erfahren. Fondsgesellschaften bieten beispielsweise mit Faktor-ETFs die Möglichkeit, sehr gezielt nach einem definierten Anlageaspekt die Fonds auszuwählen – etwa im Hinblick auf Aktien, die sich für den Buy-and-Hold Ansatz eignen.
Ewigkeitsaktien haben eine wichtige Eigenschaft: Sie besetzen eine starke Marktposition und reagieren auch auf Schwankungen robust. Da im Tech-Bereich durch Innovationen starke Sektorverschiebungen entstehen können, qualifizieren sich nur wenige Tech-Werte als Ewigkeitsaktien.
Auf der einen Seite lässt sich über die Dividendenzahlungen ein passiver Ertrag realisieren. Zusätzlich entsteht ein finanzieller Vorteil auch dadurch, dass eine langfristige Haltedauer die Tradingkosten minimiert.
Aktien für die Ewigkeits-Liste pauschal als sicheres und stabiles Investment zu bezeichnen, wäre unseriös. Wie alle anderen Aktien unterliegen auch Forever Stocks Schwankungen. Die Erfahrung zeigt aber, dass Ewigkeitsaktien hier robuster reagieren können.

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