Medienkooperation

KI-Aktien: Diese Unternehmen treiben den nächsten Technologiesprung

Datum: 01.10.2026
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich

Künstliche Intelligenz (KI) heizt seit 2023 den Techboom an der Börse an. Im Fokus stehen mit Anthropic und OpenAI als Entwickler der Frontier-Modelle zwar Unternehmen, die sich bisher auf dem Parkett nicht handeln lassen. Von KI profitieren aber Aktien wie Nvidia oder Microsoft.

Halbleiterhersteller und Produzenten von Grafikkarten sind nicht die einzigen Gewinner. Alles, was mit der Ausrüstung von Rechenzentren, speziell der Supercluster, zu tun hat, treibt die Bewertungen in vielen Indizes nach oben.

Wer sich als Anleger ein Stück dieses Kuchens abschneiden will, investiert in Chiphersteller, Datacenter-Betreiber oder Infrastrukturprojekte. KI-Aktien bedeuten neben einer starken Performance am Markt aber auch ein Risiko – insbesondere durch Ausgaben, die nicht in den Bilanzen auftauchen.

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KI-Aktien, bei denen wir starke Renditepotenziale sehen

Das Interesse an KI-Aktien ist 2026 ungebrochen hoch. Die Sicht der Anleger auf die Unternehmensbewertungen verändert sich aber. Frontiermodelle sind nicht mehr der alleinige Investitionsmaßstab. Es braucht reale Use-Cases, mit denen sich ein ROI erzielen lässt. Die Zeit der Effizienzversprechen als einziges Kaufargument ist vorbei.

Um das Potenzial einzelner KI-Aktien zu bewerten und für einen Vergleich mit anderen Wertpapieren setzen wir auf einige Kennzahlen, wie das Umsatzwachstum oder das Forward-KGV. Die objektive Auswertung der Kaufsignale ist im KI-Segment die Grundlage, um objektive Entscheidungen zu treffen.

Nvidia (ISIN: US67066G1040)

 

Nvidia

Nvidia (Foto: Shutterstock/ Jack Hong)

Es gibt neben den KI-Entwicklern derzeit wahrscheinlich kaum ein Unternehmen, das den Blickwinkel auf die Branche so stark prägt: Nvidia ist zum Synonym für den KI-Boom geworden. Der Konzern entwickelt die GPUs, die zum zentralen Bestandteil moderner KI-Rechenzentren werden. Nvidia entwickelt sich aber weiter und etablierte Geschäftsstrukturen, die sich nicht mehr auf einzelne Prozessoren konzentrieren, sondern auch Netzwerkkomponenten und Rack-Systemen umfassen.

  • Wie stark die Nachfrage ist, zeigen die jüngsten Geschäftszahlen. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte Nvidia 96,2 Milliarden US-Dollar Umsatz – 106 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allein das Data-Center-Geschäft steuerte 89 Milliarden US-Dollar bei und wuchs um 117 Prozent. Gleichzeitig läuft die neue Vera-Rubin-Plattform bereits in der Serienproduktion.
  • Damit bleibt Nvidia einer der wichtigsten direkten Profiteure des Ausbaus von KI-Infrastruktur. Die Schätzungen sind entsprechend ambitioniert: Für das Geschäftsjahr 2026 waren es bereits knapp 216 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das entspricht einem Wachstum von etwas über 85 Prozent.
Kennzahl Wert
Umsatz für 2027 (Schätzung) rund 408 Mrd. USD
Umsatzwachstum rund 89 Prozent
Forward-KGV FY2027 (Schätzung) 22,97
FCF-Marge FY2027 (Schätzung) rund 47,2 Prozent
Rule of 40 rund 136

Aus den Kennzahlen ergibt sich für Nvidia ein starkes Gesamtbild. Der Umsatz könnte noch einmal deutlich wachsen und die Marge würde ebenfalls solide performen. Allerdings basiert diese Bewertung auf sehr hohen Gewinnerwartungen. Unsicherheiten gerade in Bezug auf Verpflichtungen, die Nvidia abseits der Bilanz eingeht, könnten für den Fall einer angespannten Entwicklung durchaus mehr Gegenwind für Nvidia bedeuten.

Broadcom (ISIN: US11135F1012)

Broadcom

Broadcom (Foto: Shutterstock/ Sundry Photography)

Broadcom profitiert als Chip- und Halbleiterhersteller wie Nvidia vom Aufbau großer KI-Rechenzentren. Allerdings steht die Aktie weniger stark im Fokus – bietet Anlegern aber trotzdem das Potenzial für eine Partizipation am KI-Boom – unter anderem durch kundenspezifische Techware sowie Netzwerkchips, die innerhalb großer Cluster für den Datentransport benötigt werden. Gleichzeitig hat Broadcom durch VMware ein umfangreiches Infrastruktur-Softwaregeschäft aufgebaut, das als weiteres wichtiges Standbein des Unternehmens fungiert.

  • Wie stark diese Kombination inzwischen wächst, zeigen die Zahlen für das dritte Quartal 2026. Der Umsatz erreichte 29,6 Milliarden US-Dollar und lag damit 86 Prozent über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig erwirtschaftete Broadcom einen Free Cashflow von 13,7 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 46 Prozent des Quartalsumsatzes.
  • Damit verbindet Broadcom zwei Eigenschaften, die für KI-Aktien besonders interessant sind: Ein sehr hohes Wachstum und eine bereits starke Generierung von Cashflow. Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit rund 105,9 Milliarden US-Dollar Umsatz gerechnet. 2027 sollen es bereits knapp 174,8 Milliarden US-Dollar sein. Dies entspricht einem erwarteten Wachstum von etwa 65 Prozent.
Kennzahl Wert
Umsatz für 2027 (Schätzung) rund 174,8 Mrd. USD
Umsatzwachstum rund 65,1 Prozent
Forward-KGV 2027 (Schätzung) 18,88
FCF-Marge 2027 (Schätzung) rund 49,2 Prozent
Rule of 40 rund 114,3

Broadcom verbindet basierend auf den Prognosen ein hohes Wachstum mit einem starken Cashflow. Ein erwartetes Umsatzplus von rund 65 Prozent und eine FCF-Marge von etwa 49 Prozent ergeben eine Rule of 40 von mehr als 110. Gleichzeitig fällt das Forward-KGV mit knapp 19 niedriger aus als bei vielen anderen KI-Wachstumswerten. Auf Basis dieser Kennzahlen wirkt die Bewertung von Broadcom vergleichsweise ausgewogen. Anleger müssen für ihre Entscheidung unbedingt berücksichtigen, dass ein erheblicher Teil des KI-Geschäfts von Hyperscalern und deren Budgets abhängt.

AMD (ISIN: US0079031078)

AMD

AMD (Foto: Shutterstock/ iama_sing)

AMD (Advanced Micro Devices) ist im Bereich der CPU-Entwicklung und Fertigung der große Konkurrent von Intel und hat sich innerhalb weniger Jahre vom CPU-Hersteller zu einem wichtigen Anbieter für Hochleistungsrechner und KI-Rechenzentren-Technologie entwickelt. Besonders relevant sind in diesem Segment die EPYC-Prozessoren für Server sowie die Instinct-Beschleuniger.

  • Im zweiten Quartal 2026 erzielte der Konzern einen Umsatz von 11,5 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Eine besondere Dynamik entwickelte sich in der Data-Center-Sparte, deren Umsatz um 107 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar anstieg. Damit ist AMD einer der Anbieter, die Nvidia bei KI-Beschleunigern zumindest auf der technischen und kommerziellen Ebene im Wettbewerb die Stirn bieten können. Allerdings bleibt der Abstand zum Marktführer groß.
  • Analysten gehen für 2026 von einem Umsatz von rund 50,9 Milliarden US-Dollar aus. Für 2027 liegen die Schätzungen noch höher – bei fast 89 Milliarden US-Dollar. Anhand dieser Zahlen ergibt sich ein erwartetes Wachstum von knapp 75 Prozent.
Kennzahl Wert
Umsatz 2027 (Schätzung) rund 89,0 Mrd. USD
Umsatzwachstum rund 74,9 Prozent
Forward-KGV 2027 (Schätzung) 32,59
FCF-Marge 2027 (Schätzung) rund 18,9 Prozent
Rule of 40 rund 93,7

Bei AMD steht für die Bewertung vor allem das starke erwartete Umsatzwachstum im Vordergrund. Mit knapp 75 Prozent erreicht der Chip-Konzern in unserer Auswahl einen besonders hohen Wert. Aber: Die FCF-Marge liegt mit rund 19 Prozent deutlich unter den Werten von Nvidia oder Broadcom und auch die Rule of 40 fällt geringer aus. Gleichzeitig unterstreicht das Forward-KGV von knapp 33, dass Anleger bereits gewisse Erwartungen an die Aktie und das zukünftige Wachstum hegen. Für die Aktie wird entscheidend sein, ob AMD seine Marktanteile im Geschäft mit KI-Beschleunigern tatsächlich ausbauen kann.

Arista Networks (ISIN: US0404132054)

Arista Networks

Arista Networks

Rechenleistung ist auf den ersten Blick einer der zentralen Aspekte, der die KI-Entwicklung bestimmt. Tatsächlich umfasst der Aufbau einer funktionsfähigen Infrastruktur verschiedene Elemente, zu denen auch der Austausch von Daten mit hoher Geschwindigkeit gehört. Hintergrund: Chips und Beschleuniger arbeiten in den Racks zusammen, um die Rechenleistung für das KI-Training zur Verfügung zu stellen. Genau hier setzt Arista Networks an.

  • Das Unternehmen entwickelt die erforderliche Netzwerktechnik für Cloud-Rechenzentren und die KI-Infrastruktur. Mit steigender Größe der Cluster wächst auch die Bedeutung leistungsfähiger Verbindungen für deren Kommunikation.
  • Mit dem steigenden Bedarf nimmt die Nachfrage nach entsprechenden Lösungen zu, was sich in den Geschäftszahlen von Arista widerspiegelt. Das zweite Quartal 2026 war überaus erfolgreich, Arista erreichte mehr als drei Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz. Damit stiegen die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 37,7 Prozent, die GAAP-operative Marge 45,4 erreichte Prozent. Gleichzeitig stellte das Unternehmen neue Plattformen mit einer Übertragungsleistung von 1,6 Terabit pro Sekunde vor, darunter auch Lösungen für flüssigkeitsgekühlte KI-Systeme. Mit dieser Technologie will sich Arista von der Konkurrenz absetzen und die Position am Markt weiter ausbauen. Ziele, die sich in den Einschätzungen zum Jahresumsatz für 2026 (rund 12,7 Milliarden US-Dollar) und 2027 (circa 16,5 Milliarden US-Dollar) niederschlagen.
Kennzahl Wert
Umsatz 2027 (Schätzung) rund 16,5 Mrd. USD
Umsatzwachstum rund 29,9 Prozent
Forward-KGV 2027 (Schätzung) 36,92
FCF-Marge 2027 (Schätzung) rund 41,6 Prozent
Rule of 40 rund 71,5

Arista Networks wächst zwar langsamer als die besonders dynamischen Branchengrößen der Halbleiterindustrie. Dafür überzeugt die erwartete FCF-Marge in Kombination mit den Cashflow-Erwartungen. Aber: Das Forward-KGV von knapp 37 ist als anspruchsvoll einzustufen, da die Aktie weiter überdurchschnittlich vom Ausbau großer KI-Cluster und der steigenden Nachfrage nach leistungsfähigen Netzwerken profitieren muss, um ein Investment zu rechtfertigen.

Astera Labs (ISIN: US04626A1034)

Astera Labs

Astera Labs (Foto: Shutterstock/ Piotr Swat)

Astera Labs entwickelt Halbleiter- und Connectivity-Lösungen, mit denen Prozessoren, Beschleuniger, Speicher und Netzwerkkomponenten innerhalb großer KI-Systeme verbunden werden. Damit fokussiert sich das Unternehmen eher auf die Peripherie und nicht – wie zum Beispiel Nvidia – auf die eigentliche Rechenleistung.

  • Dass Astera im zweiten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 392,4 Millionen US-Dollar verzeichnet hat, also ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 104 Prozent, liegt unter anderem daran, dass mit der zunehmenden Größe der KI-Cluster auch die Verbindung zwischen den einzelnen Komponenten komplexer wird. Allerdings gilt in diesem Segment, dass den Wachstumspotenzialen ein sehr hoher Entwicklungsbedarf gegenübersteht, um die Verbindungen zu beschleunigen. Astera Labs hofft, hier bald einen zusätzlichen Wachstumsschub durch die Scorpio-X-Serie auszunutzen.
  • Schätzungen für 2026 legen die Messlatte entsprechend hoch. Es werden rund 1,9 Milliarden US-Dollar Umsatz erwartet, mit einer weiteren Steigerung für 2027 auf rund drei Milliarden US-Dollar.
Kennzahl Wert
Umsatz 2027 (Schätzung) rund 3,08 Mrd. USD
Umsatzwachstum rund 61,3 Prozent
Forward-KGV 2027 (Schätzung) 44,89
FCF-Marge 2027 (Schätzung) rund 51,2 Prozent
Rule of 40 rund 112,5

Astera Labs gehört anhand der Kennzahlen zu den wachstumsstarken Unternehmen. Mit einem Forward-KGV von knapp 45 preist der Markt allerdings einen Teil der Prognose bereits ein. Damit könnte der Abstand zur Bodenbildung – für den Fall, dass Astera enttäuscht – relativ hoch sein.

Vertiv (ISIN: US92537N1081)

Vertiv

Vertiv (Foto: Shutterstock/ ChristianLphoto)

Vertiv ist keine klassische KI-Aktie, sondern einer der Nutznießer – indem sich das Unternehmen auf Infrastrukturaspekte konzentriert, wie Stromversorgung oder Kühlsysteme. Gerade moderne KI-Beschleuniger erhöhen sowohl den Energieverbrauch als auch die Wärmedichte innerhalb der Server-Racks. Dadurch werden Flüssigkeitskühlung, Strommanagement und komplett neue Infrastrukturkonzepte zu zentralen Themen.

In diesen Segmenten ist Vertiv breit aufgestellt – mit Lösungen in Bereichen wie:

  • Wärme- und Energiemanagement,
  • Racks und Rack-Thermosysteme,
  • Management-Software,
  • Stromverteilung.

Diese Nachfrage schlägt sich bereits in den Geschäftszahlen nieder. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Vertiv rund 3,27 Milliarden US-Dollar Umsatz – 24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn erhöhte sich um 44 Prozent. Gleichzeitig erreichte der operative Cashflow 1,1 Milliarden US-Dollar. Und auch für die beiden nächsten Jahre sehen die Prognosen eine starke Entwicklung beim Umsatz: Für 2026 werden rund 14 Milliarden US-Dollar und für 2027 etwa 18,2 Milliarden US-Dollar erwartet.

Kennzahl Wert
Umsatz 2027 (Schätzung) rund 18,2 Mrd. USD
Umsatzwachstum rund 29,6 Prozent
Forward-KGV 2027 (Schätzung) 28,69
FCF-Marge 2027 (Schätzung) rund 17,7 Prozent
Rule of 40 rund 47,2

Vertiv hat ein komplett anderes Profil als die klassischen Halbleiterwerte, erzielt durch die Services rund um die Rechenzentren aber ebenfalls ein starkes Umsatzwachstum. Zudem ist die Aktie mit einem Forward-KGV von knapp 29 noch etwas anders bewertet als viele klassische KI-Aktien, die direkt in deren Entwicklung eingebunden sind. Vertiv könnte deshalb zu einem Asset werden, wenn das Portfolio auch auf Peripheriesegmente des KI-Booms ausgerichtet werden soll.

KI-Aktien

KI-Aktien sind bei Anlegern und Investoren sehr gefragt (Foto: Shutterstock/ )

Warum geht es bei KI-Aktien nicht nur um den Kurs?

Viele Anleger, die in KI-Aktien einsteigen, gehen davon aus, dass die Kurse weiter steigen – einfach, weil der KI-Boom ungebrochen ist. Hohe Wachstumserwartungen auf dem Parkett sind aber nur eine Seite der Medaille. Eine Exposure aufzubauen bedeutet, in einen stark volatilen Markt zu investieren, der in seinen Bewertungen sehr stark von den Zukunftserwartungen dominiert wird. Aus diesem Grund sind die Kennzahlen von zentraler Bedeutung – um die einzelnen Aktien vor der Kaufentscheidung neutral zu bewerten.

1️⃣ Umsatzwachstum:

Die Wachstumsrate zeigt, wie schnell ein Unternehmen sein Geschäft ausbaut. Gerade bei jungen KI-Unternehmen ist sie eine wichtige Kennzahl. Ein hohes Wachstum reicht allein als Rechtfertigung für den Einstieg nicht aus. Entscheidend ist, wie profitabel dieses Wachstum erzielt wird.

2️⃣ Forward-KGV:

Das Forward-KGV setzt den aktuellen Aktienkurs beziehungsweise die Marktkapitalisierung in Beziehung zu den für ein zukünftiges Geschäftsjahr erwarteten Gewinnen. Bei stark wachsenden KI-Unternehmen ist diese Kennzahl häufig sinnvoller als das historische KGV. Je höher der Wert, desto stärker ist die zukünftige Entwicklung bereits in den Bewertungen eingepreist.

3️⃣ Free-Cashflow-Marge:

Die FCF-Marge zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach den notwendigen operativen Ausgaben und Investitionen als freier Cashflow übrig bleibt. Die Kennzahl eine Möglichkeit der Bewertung, wie stark KI-Unternehmen Wachstum bereits aus eigener Kraft finanzieren.

Fazit: Die richtigen KI-Aktien für das Depot identifizieren

KI-Aktien haben sich in den letzten Jahren zu starken Wachstumstreibern in vielen Depots entwickelt. Wer als Anleger jetzt in dieses Segment einsteigen will, muss die Branche und einzelne Unternehmen sehr differenziert betrachten. Investoren betrachten zunehmend die Versprechen der Entwickler kritisch und suchen nach Aktien, hinter denen nicht nur eine Wette auf die Zukunft steht, sondern mit einem realen ROI zu rechnen ist. Es lohnt sich deshalb, nicht nur bei den eigentlichen Entwicklern genau hinzuschauen. Gerade Unternehmen, die sich rund um die Ausrüstung von Rechenzentren mit Chips, Lösungen für das Energiemanagement oder den Datentransfer etabliert haben, können ein genauso starkes Asset für das eigene Portfolio sein.

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FAQ: Häufige Fragen zu KI-Aktien im Depot

Müssen KI-Aktien selbst künstliche Intelligenz entwickeln?

Auch Unternehmen, die notwendige Infrastruktur bereitstellen, können vom KI-Trend profitieren. Dazu gehören beispielsweise Arista Networks mit Netzwerktechnik oder Vertiv mit Stromversorgungs- und Kühllösungen für Rechenzentren. Sehr häufig gibt es Schnittstellen mit anderen Bereichen im Tech-Sektor.

Sind Einzelinvestments oder ETFs die bessere Entscheidung?

Grundsätzlich entscheidet hier die individuelle Ausrichtung des Anlegers – also die gewählte Strategie und Risikoorientierung. Wer sich selbst nicht um jeden Aspekt kümmern und das Risiko durch eine sehr breite Streuung besser kontrollieren will, sollte sich eher mit dem Thema ETF beschäftigen.

Warum sind die Leitzinsentscheidungen auch bei KI-Aktien stark zu spüren?

Ein zentraler Grund ist der hohe Kapitalbedarf der Branche. Viele Entwicklungen werden fremdfinanziert, womit natürlich auch Kredite gemeint sind – aber auch Anleihen. Sobald die Zentralbanken an der Zinsschraube drehen, verändern sich die Finanzierungskosten, was die Margen der KI-Unternehmen beeinflusst.

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