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Welche Aktien haben 2026 Potenzial?

Datum: 04.09.2026
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich

Welche Aktien jetzt kaufen? Strategien & Beispiele für das Depot

2026 entscheidet die richtige Auswahl der Aktien darüber, wie gut das Depot bei der Rendite abschneidet. Doch welche Aktien haben Potenzial? Welche Aktien sollte man jetzt kaufen?

Der andauernde Konflikt zwischen den USA und Teheran mit den Auswirkungen auf den Ölpreis, die Inflation, ein starker KI-Hype und die Frage, wann Infrastruktur- und Rüstungsinvestitionen der Konjunktur auf die Beine helfen, sind zentrale Faktoren.

Anleger brauchen eine klare Idee zur Strukturierung des Portfolios. Eine starke Gewichtung der Tech-Branche ist genauso gefährlich wie einseitige Investments in die Energieinfrastruktur. Während Nvidia, Google oder Meta vom KI-Boom profitieren, bleiben andere Aktien unterbewertet – die auf lange Sicht aber ein starkes Aufholpotenzial haben.

Es reicht 2026 nicht mehr, einfach Trends zu folgen. Momentum-Trades sind genauso wichtig wie defensive Assets, die zum Beispiel über Dividenden eine Rendite erzielen. Hier verschiebt sich der Fokus von etablierten Aktien wie der Autobranche zu Aktien, die von langfristigen Investitionsprogrammen in Infrastruktur und Rüstung profitieren.

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Aktieninvestments für unterschiedliche Impulse im Portfolio

2026 braucht es einen breit aufgestellten Mix an Aktien für ein robustes Portfolio. Die besten Aktien streuen das Risiko im Idealfall so, dass sich Verluste ausgleichen. Essenziell ist die Fokussierung auf Märkte, die aktuell von klaren Trends geprägt werden.

Öl, Gas und Energiewende

Energiekonzerne und Versorger sind eher klassische defensive Investments, da Strom, Gas und Benzin immer gebraucht werden. Vor dem Hintergrund der Nahost-Krise wirken etablierte Energiekonzerne, die von hohen Öl- und Gaspreisen direkt profitieren, wie die absoluten Top-Gewinner.

Shell und BP bestätigen diese Haltung im Hinblick auf die aktuellen Umsatzzahlen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Wasserstoff- und Elektrolyse-Werte wie Nel ASA (ISIN: NO0010081235) oder Thyssenkrupp Nucera (ISIN: DE000NCA0001) bauen ihre Position weiter aus.

Was den Mineralölkonzernen Geld in die Kassen spült, macht die Bedeutung der Energiewende noch deutlicher. Energieinfrastrukturwerte wie NextEra Energy oder Siemens Energy gehören hier genauso zu den klaren Profiteuren wie die Entwickler und Fertiger von Speicherlösungen, die neben kleinformatigen Lösungen an dezentralen Lösungen für kommunale und industrielle Abnehmer arbeiten.

  • ExxonMobil (XOM) legte binnen zwölf Monaten um rund 42 Prozent zu, von rund 114 auf 161 US-Dollar, bei einer Dividendenrendite von drei Prozent und einem KGV von mehr als 20. Stabile Cashflows aus dem Öl- und Gasgeschäft sowie wachsende LNG-Kapazitäten stützen das Geschäftsmodell des Unternehmens.
  • Shell (SHEL) verzeichnete im 12-Monats-Zeitraum ein Plus von rund 26 Prozent. Die Dividendenrendite liegt bei drei Prozent, das KGV im vergleichsweise niedrigen 10er-Bereich. Damit wirkt die Bewertung günstig. Anlegern muss klar sein, dass Investitionen in die Energiewende ein Risiko bleiben.
  • Total Energies (TTE) stieg in den letzten 12 Monaten um rund 41 Prozent und erreicht eine Dividendenrendite von vier Prozent – mit einem KGV von etwa 11. Der Cashflow aus einer Kombination aus Öl- und Gas ist nur ein Aspekt für die Bewertung der Aktie. Der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien macht sich auch im Zusammenhang mit der Total-Energies-Aktie bemerkbar.
Mit günstigen Aktien in 2025 Vermögen aufbauen

Mit günstigen Aktien und einer guten Strategie kann man das Vermögen vergrößern (Foto: Shutterstock/ Cressida studio

Rüstungsaktien: Verteidigung als aktive Wachstumsposition

Steigende Verteidigungsbudgets in Europa führen zu erheblichen Investitionsprogrammen in neue Wehrtechnik. Der Vorteil, den Anleger hier genießen: Neben klassischen Plattformkonzernen wie Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) oder Thales (ISIN: FR0000121329) entwickeln sich Spezialisten für unbemannte Systeme wie AeroVironment (ISIN: US0080786017) oder für KI-gestützte Aufklärung zu zunehmend profitablen Assets.

Anlegern bietet sich in diesem Zusammenhang die Chance, wachstumsbasierte Investments mit langfristig orientierten Strategien zu verbinden. Geraden im Plattformsektor werden Projekte über Jahre bis Jahrzehnte geplant – inklusive einer Nachfrage nach Ersatzteilen und Kampfwertsteigerungen, was für stabile, langfristige Staatsaufträge sorgt.

Innovative Entwickler von Drohnentechnologie arbeiten mit wesentlich kürzeren Lebenszyklen der einzelnen Modelle, heben sich im Gegenzug oft mit einer höheren Skalierbarkeit und mehr Wachstum ab.

  • Lockheed Martin (LMT) hat sich im zurückliegenden Jahr um rund 23 Prozent nach oben bewegt. Die Dividendenrendite liegt bei zwei Prozent, während das KGV über 20 liegt. Langfristige Großaufträge rund um den Kampfjet F-35 und Raketensysteme stützen den Umsatz. Allerdings hängt das Unternehmen sehr stark an neuen Regierungsverträgen und wird von modernen Drohnen-Unternehmen unter Druck gesetzt.
  • Rheinmetall (RHM) hat in den letzten Jahren sehr stark von den gestiegenen Verteidigungsbudgets profitiert, zuletzt aber beim Kurswert verloren – von 1.635 auf 1.110 Euro – trotz Rekordumsatz und vollen Auftragsbüchern. Der hohen Nachfrage nach Munition und Fahrzeugen stehen eine anspruchsvolle Bewertung und die politische Unsicherheit bei den Verteidigungsetats gegenüber.
  • BAE Systems (BSP) ist vor allem im Luftfahrtsektor etabliert und hat im 12-Monats-Zeitraum um knapp 20 Prozent zugelegt. Anleger profitieren nicht nur vom Kurswachstum, sondern auch von Dividenden. Steigende Verteidigungsbudgets sprechen mittelfristig weiter für das Unternehmen. Allerdings bleibt als Risiko, dass BAE von staatlichen Akteuren abhängig bleibt.

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KI-Infrastruktur und KI-Anwendungen

KI hat sich zu einem starken Wachstumstreiber entwickelt. Hier braucht es für die Auswahl der Aktien eine klare Unterscheidung – zwischen jenen Werten, die als Chip- und Cloud-Konzerne an dem Aufbau der Infrastruktur arbeiten und den Unternehmen, die KI lediglich in bestehende Geschäftsmodelle integrieren.

Auf der Infrastrukturseite hat sich in den letzten Jahren die Rally sehr stark konzentriert, was aber auch für die Bewertungsrisiken gilt. Besonders kritisch sehen Anleger inzwischen hohe Investitionen in Rechenzentren, die mit Abnahmeverpflichtungen in Zukunft verrechnet werden – von denen heute niemand weiß, ob die Vertragspartner ihre Verpflichtungen erfüllen können.

Hinzukommen die hohe Inferenzkosten – also der Aufwand, den Entwickler für das Training der Modelle betreiben müssen. Weniger generalisierte Ansätze, die mit einem geringeren Aufwand verbunden sind und direkt praktische Probleme lösungsorientiert ansprechen, werden 2026 sehr viel stärker wahrgenommen als im Vergleich zu Beginn der KI-Rallye.

  • Nvidia (NVDA) ist das Unternehmen, das für den KI-Hype steht. Auch nach Jahren starker Kurszuwächse hat die Aktie in den letzten 12 Monaten mehr als 20 Prozent zugelegt. Bei einem KGV von 32,6 zahlt das Unternehmen keine Dividende. Das Unternehmen bleibt führend bei KI-Chips und Hardware für Rechenzentren, steht aber auch im Zentrum der Debatte um eine mögliche KI-Blase.
  • Microsoft (MSFT) liegt aktuell im Vergleich zu den letzten Monaten leicht im Minus. Die breite KI-Integration über Azure und Copilot gilt als langfristiges Instrument, um vom KI-Boom zu profitieren und arbeitet eng mit OpenAI zusammen.
  • ASML (ASML) erreicht durch das Quasi-Monopol bei EUV-Lithografie-Anlagen eine starke Performance und hat in der Vergangenheit ein sehr starkes Plus erreicht. Dieses drückt sich in einem hohen KGV aus. Allerdings hängen weitere Kursgewinne stark vom Investitionszyklus der Chipindustrie ab.
Mit günstigen Aktien Vermögen aufbauen

Die Value Strategie basiert auf unterbewerteten Aktien (Foto: Shutterstock/ Sutthiphong Chandaeng)

Strategietipps für das Aktienportfolio

Rein trendbasierte Aktieninvestments sind angesichts der Herausforderungen am Markt 2026 gerade für aktive Trader nur ein Teil der Möglichkeiten für die Ausrichtung des Depots. Starke Bewegungen, die immer wieder von Rücksetzern und Korrekturen unterbrochen werden, eignen sich für einen Break-Out-Ansatz.

Wer Zeit in die Marktanalyse investieren kann, sollte sich auch mit dem Momentum-Trading beschäftigen. Hier kommt es darauf an, das Marktumfeld zu beobachten, da ein Trend nicht nur durch unternehmensinterne, wirtschaftliche Faktoren gebrochen werden kann. Gerade der externe Einfluss macht sich 2026 bemerkbar.

Aufgrund der starken geopolitischen Unsicherheit, der hohen US-Verschuldung und einem überhitzten Tech-Markt braucht es gerade im Risikomanagement eine breite Basis – sprich eine Diversifizierung in verschiedenen Märkten und Regionen. Der Wachstumsanteil und defensive Assets müssen regelmäßig überprüft werden, um speziell Klumpenrisiken zu vermeiden.

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Alternative Handelsinstrumente für breite aufgestellte Depots

Aktien bieten Anlegern die Chance einer direkten Partizipation am Markt- und Kurswachstum. Gleichzeitig lässt sich mit Dividenden ein passiver Cashflow aufbauen. Erfahrene Trader integrieren in ihre Strategie weitere Handelsinstrumente, um Chancen am Markt auszunutzen.

Über ETFs lässt sich eine breite Streuung mit thematischer Fokussierung verbinden. Der Vorteil dieser Anlageklasse besteht darin, neben einer sehr defensiv ausgerichteten Basis über Themen- und gehebelte ETFs eine renditeoptimierte Komponente zu integrieren.

Mithilfe von Derivaten wie CFDs, die mit einem Hebel gekoppelt sind, ergeben sich zusätzlich Gewinnmöglichkeiten. Gerade kurzfristige Kursänderungen lassen sich damit ausnutzen. Dies gilt auch dann, wenn der Markt ins Minus dreht.

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2026 bleiben günstige Aktien interessant (Foto: Shutterstock/ VRVIRUS)

Fazit: Aktien 2026 passend zu Anlage- und Risikostrategie auswählen

Um 2026 ein Anlageportfolio aufzubauen, in dem Aktien eine zentrale Rolle spielen, brauchen Anleger einen differenzierten Blick auf den Markt. Die USA haben mit ihrer Wirtschafts- und Außenpolitik Unsicherheitsfaktoren geschaffen, die sich auf einzelne Branchen und Sektoren sehr unterschiedlich auswirken. Während Ölkonzerne hohe Überschüsse – durch einen gestiegenen Ölpreis realisieren – bleibt die Energiewende für klassisch orientierte Energiekonzerne ein Problem. Auf der anderen Seite profitiert die Rüstungsindustrie von einer hohen Nachfrage, unterliegt aber immer den Veränderungen des politischen Klimas. Es gibt in Europa und den USA an den Börsen viele Aktien, die als Investment interessant sind. Die Auswahl entscheidet sich aber immer über die individuelle Anlage- und Risikostrategie.

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FAQ: Häufige Fragen Aktien kaufen und Handelsentscheidungen

Wie lässt sich das Risiko einer KI-Blase im Depot reduzieren?

Eine Möglichkeit besteht darin, die Gewichtung einzelner Tech-Schwergewichte im eigenen Depot zu überprüfen, da diese in vielen Indizes ohnehin schon stark vertreten sind. Eine Beimischung von Werten aus anderen Sektoren wie Energie oder Rüstung kann die Abhängigkeit verringern. Ein gestaffelter Einstieg über einen längeren Zeitraum reduziert das Timing-Risiko. Eine vollständige Absicherung gegen einen möglichen Kursrückgang gibt es dabei allerdings nicht.

Welche Aktien gelten als besonders zuverlässig in überhitzten Phasen?

Grundsätzlich lassen sich nicht pauschal einzelne Titel empfehlen. Historisch zeigen sich Unternehmen mit einem stabilen Cashflow, einer soliden Dividende und einer geringeren Bewertungsdynamik – etwa aus Branchen wie der Energieversorgung oder den Basiskonsumgütern – in Korrekturphasen oft widerstandsfähiger als stark gehypte Wachstumswerte. Eine Garantie gegen Kursverluste ist damit aber nicht verbunden, auch defensive Titel bleiben Marktschwankungen ausgesetzt.

Muss ich meine Aktieninvestments täglich überprüfen oder kann ich einfach abwarten?

Der tägliche Portfoliocheck ist bei einem langfristig angelegten Portfolio, das der Regel Buy and Hold folgt, nicht unbedingt erforderlich. Hier sind regelmäßige Kontrollen der Performance und ein eventuelles Rebalancing ausreichend. Wo es häufige Kontrollen braucht, ist aktives Trading. Hier lässt sich mithilfe von KI allerdings eine gewisse Automatisierung erreichen, etwa durch eine Sortierung relevanter Wirtschaftsnews.

Spielen Wechselkurse für meine Aktienentscheidungen eine Rolle?

Ja, insbesondere bei US-amerikanischen oder britischen Aktien wirkt sich der Euro-Kurs direkt auf die tatsächliche Rendite aus. Ein starker Euro kann Kursgewinne in der Fremdwährung teilweise auffressen, ein schwacher Euro verstärkt die Gewinne. Wer international investiert, muss diesen Effekt auch bei den Dividenden berücksichtigen.

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