

2026 entscheidet die richtige Auswahl der Aktien darüber, wie gut das Depot bei der Rendite abschneidet. Doch welche Aktien haben Potenzial? Welche Aktien sollte man jetzt kaufen?
Der andauernde Konflikt zwischen den USA und Teheran mit den Auswirkungen auf den Ölpreis, die Inflation, ein starker KI-Hype und die Frage, wann Infrastruktur- und Rüstungsinvestitionen der Konjunktur auf die Beine helfen, sind zentrale Faktoren.
Anleger brauchen eine klare Idee zur Strukturierung des Portfolios. Eine starke Gewichtung der Tech-Branche ist genauso gefährlich wie einseitige Investments in die Energieinfrastruktur. Während Nvidia, Google oder Meta vom KI-Boom profitieren, bleiben andere Aktien unterbewertet – die auf lange Sicht aber ein starkes Aufholpotenzial haben.
2026 braucht es einen breit aufgestellten Mix an Aktien für ein robustes Portfolio. Die besten Aktien streuen das Risiko im Idealfall so, dass sich Verluste ausgleichen. Essenziell ist die Fokussierung auf Märkte, die aktuell von klaren Trends geprägt werden.
Energiekonzerne und Versorger sind eher klassische defensive Investments, da Strom, Gas und Benzin immer gebraucht werden. Vor dem Hintergrund der Nahost-Krise wirken etablierte Energiekonzerne, die von hohen Öl- und Gaspreisen direkt profitieren, wie die absoluten Top-Gewinner.
Shell und BP bestätigen diese Haltung im Hinblick auf die aktuellen Umsatzzahlen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Wasserstoff- und Elektrolyse-Werte wie Nel ASA (ISIN: NO0010081235) oder Thyssenkrupp Nucera (ISIN: DE000NCA0001) bauen ihre Position weiter aus.
Was den Mineralölkonzernen Geld in die Kassen spült, macht die Bedeutung der Energiewende noch deutlicher. Energieinfrastrukturwerte wie NextEra Energy oder Siemens Energy gehören hier genauso zu den klaren Profiteuren wie die Entwickler und Fertiger von Speicherlösungen, die neben kleinformatigen Lösungen an dezentralen Lösungen für kommunale und industrielle Abnehmer arbeiten.

Mit günstigen Aktien und einer guten Strategie kann man das Vermögen vergrößern (Foto: Shutterstock/ Cressida studio
Steigende Verteidigungsbudgets in Europa führen zu erheblichen Investitionsprogrammen in neue Wehrtechnik. Der Vorteil, den Anleger hier genießen: Neben klassischen Plattformkonzernen wie Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) oder Thales (ISIN: FR0000121329) entwickeln sich Spezialisten für unbemannte Systeme wie AeroVironment (ISIN: US0080786017) oder für KI-gestützte Aufklärung zu zunehmend profitablen Assets.
Anlegern bietet sich in diesem Zusammenhang die Chance, wachstumsbasierte Investments mit langfristig orientierten Strategien zu verbinden. Geraden im Plattformsektor werden Projekte über Jahre bis Jahrzehnte geplant – inklusive einer Nachfrage nach Ersatzteilen und Kampfwertsteigerungen, was für stabile, langfristige Staatsaufträge sorgt.
Innovative Entwickler von Drohnentechnologie arbeiten mit wesentlich kürzeren Lebenszyklen der einzelnen Modelle, heben sich im Gegenzug oft mit einer höheren Skalierbarkeit und mehr Wachstum ab.
KI hat sich zu einem starken Wachstumstreiber entwickelt. Hier braucht es für die Auswahl der Aktien eine klare Unterscheidung – zwischen jenen Werten, die als Chip- und Cloud-Konzerne an dem Aufbau der Infrastruktur arbeiten und den Unternehmen, die KI lediglich in bestehende Geschäftsmodelle integrieren.
Auf der Infrastrukturseite hat sich in den letzten Jahren die Rally sehr stark konzentriert, was aber auch für die Bewertungsrisiken gilt. Besonders kritisch sehen Anleger inzwischen hohe Investitionen in Rechenzentren, die mit Abnahmeverpflichtungen in Zukunft verrechnet werden – von denen heute niemand weiß, ob die Vertragspartner ihre Verpflichtungen erfüllen können.
Hinzukommen die hohe Inferenzkosten – also der Aufwand, den Entwickler für das Training der Modelle betreiben müssen. Weniger generalisierte Ansätze, die mit einem geringeren Aufwand verbunden sind und direkt praktische Probleme lösungsorientiert ansprechen, werden 2026 sehr viel stärker wahrgenommen als im Vergleich zu Beginn der KI-Rallye.

Die Value Strategie basiert auf unterbewerteten Aktien (Foto: Shutterstock/ Sutthiphong Chandaeng)
Rein trendbasierte Aktieninvestments sind angesichts der Herausforderungen am Markt 2026 gerade für aktive Trader nur ein Teil der Möglichkeiten für die Ausrichtung des Depots. Starke Bewegungen, die immer wieder von Rücksetzern und Korrekturen unterbrochen werden, eignen sich für einen Break-Out-Ansatz.
Wer Zeit in die Marktanalyse investieren kann, sollte sich auch mit dem Momentum-Trading beschäftigen. Hier kommt es darauf an, das Marktumfeld zu beobachten, da ein Trend nicht nur durch unternehmensinterne, wirtschaftliche Faktoren gebrochen werden kann. Gerade der externe Einfluss macht sich 2026 bemerkbar.
Aufgrund der starken geopolitischen Unsicherheit, der hohen US-Verschuldung und einem überhitzten Tech-Markt braucht es gerade im Risikomanagement eine breite Basis – sprich eine Diversifizierung in verschiedenen Märkten und Regionen. Der Wachstumsanteil und defensive Assets müssen regelmäßig überprüft werden, um speziell Klumpenrisiken zu vermeiden.
Aktien bieten Anlegern die Chance einer direkten Partizipation am Markt- und Kurswachstum. Gleichzeitig lässt sich mit Dividenden ein passiver Cashflow aufbauen. Erfahrene Trader integrieren in ihre Strategie weitere Handelsinstrumente, um Chancen am Markt auszunutzen.
Über ETFs lässt sich eine breite Streuung mit thematischer Fokussierung verbinden. Der Vorteil dieser Anlageklasse besteht darin, neben einer sehr defensiv ausgerichteten Basis über Themen- und gehebelte ETFs eine renditeoptimierte Komponente zu integrieren.
Mithilfe von Derivaten wie CFDs, die mit einem Hebel gekoppelt sind, ergeben sich zusätzlich Gewinnmöglichkeiten. Gerade kurzfristige Kursänderungen lassen sich damit ausnutzen. Dies gilt auch dann, wenn der Markt ins Minus dreht.

2026 bleiben günstige Aktien interessant (Foto: Shutterstock/ VRVIRUS)
Um 2026 ein Anlageportfolio aufzubauen, in dem Aktien eine zentrale Rolle spielen, brauchen Anleger einen differenzierten Blick auf den Markt. Die USA haben mit ihrer Wirtschafts- und Außenpolitik Unsicherheitsfaktoren geschaffen, die sich auf einzelne Branchen und Sektoren sehr unterschiedlich auswirken. Während Ölkonzerne hohe Überschüsse – durch einen gestiegenen Ölpreis realisieren – bleibt die Energiewende für klassisch orientierte Energiekonzerne ein Problem. Auf der anderen Seite profitiert die Rüstungsindustrie von einer hohen Nachfrage, unterliegt aber immer den Veränderungen des politischen Klimas. Es gibt in Europa und den USA an den Börsen viele Aktien, die als Investment interessant sind. Die Auswahl entscheidet sich aber immer über die individuelle Anlage- und Risikostrategie.
Eine Möglichkeit besteht darin, die Gewichtung einzelner Tech-Schwergewichte im eigenen Depot zu überprüfen, da diese in vielen Indizes ohnehin schon stark vertreten sind. Eine Beimischung von Werten aus anderen Sektoren wie Energie oder Rüstung kann die Abhängigkeit verringern. Ein gestaffelter Einstieg über einen längeren Zeitraum reduziert das Timing-Risiko. Eine vollständige Absicherung gegen einen möglichen Kursrückgang gibt es dabei allerdings nicht.
Grundsätzlich lassen sich nicht pauschal einzelne Titel empfehlen. Historisch zeigen sich Unternehmen mit einem stabilen Cashflow, einer soliden Dividende und einer geringeren Bewertungsdynamik – etwa aus Branchen wie der Energieversorgung oder den Basiskonsumgütern – in Korrekturphasen oft widerstandsfähiger als stark gehypte Wachstumswerte. Eine Garantie gegen Kursverluste ist damit aber nicht verbunden, auch defensive Titel bleiben Marktschwankungen ausgesetzt.
Der tägliche Portfoliocheck ist bei einem langfristig angelegten Portfolio, das der Regel Buy and Hold folgt, nicht unbedingt erforderlich. Hier sind regelmäßige Kontrollen der Performance und ein eventuelles Rebalancing ausreichend. Wo es häufige Kontrollen braucht, ist aktives Trading. Hier lässt sich mithilfe von KI allerdings eine gewisse Automatisierung erreichen, etwa durch eine Sortierung relevanter Wirtschaftsnews.
Ja, insbesondere bei US-amerikanischen oder britischen Aktien wirkt sich der Euro-Kurs direkt auf die tatsächliche Rendite aus. Ein starker Euro kann Kursgewinne in der Fremdwährung teilweise auffressen, ein schwacher Euro verstärkt die Gewinne. Wer international investiert, muss diesen Effekt auch bei den Dividenden berücksichtigen.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.