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Robotik-Aktien: Diese Unternehmen treiben die nächste Automatisierungswelle

Datum: 02.10.2026
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich

Der Fokus vieler Anleger ist 2026 auf KI gerichtet. Analysten sehen gerade in Robotik ein Segment, das in Zukunft sehr stark an Bedeutung gewinnen kann – sowohl im industriellen Rahmen als auch im privaten Alltag. Wer an dem sich abzeichnenden Megatrend partizipieren will, muss am Aktienmarkt einzelne Unternehmen sehr differenziert betrachten.

Die Fortschritte im Bereich der humanoiden Robotik werden durch Entwickler häufig plakativ in Szene gesetzt. Gerade die weniger sichtbaren Bereiche, wie Industrieroboter oder die Fertigung der Peripherie (Sensorik und Hochleistungsgelenke) haben aber ein starkes Wachstumspotenzial.

Entscheidend ist, die Robotik-Aktien anhand passender Kennzahlen zu bewerten. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und Investitionen in Automatisierung bietet sich hier zwar ein breiter Markt, die Forschungs- und Entwicklungskosten dürfen in der Bewertung aber keinesfalls unterschätzt werden.

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Robotik-Aktien: Von Automation bis Sensorik

Robotik wird von verschiedenen Analysten als der neue Megatrend angesehen, bei dem sich KI und praktische Anwendungsfälle kombinieren lassen. Der Weg geht in zwei Richtungen: Industrieroboter sind auf Effizienz getrimmt und die Erledigung fester Aufgabenschemen. Humanoide Roboter werden für Bereiche entwickelt, in denen sich Mensch und Maschine immer wieder begegnen – wie den Einsatz in der Pflege oder zu Hause.

Entsprechend groß ist das Interesse an Robotik-Aktien bei Anlegern, die sich im Zusammenhang mit der Wachstumskomponente im Depot nicht ausschließlich auf KI-Aktien verlassen wollen. Für die Bewertung der Roboter-Aktien ziehen wir vier Kennzahlen heran:

  • das erwartete Umsatzwachstum (bezogen auf das laufende und kommende Geschäftsjahr),
  • das Forward-KGV,
  • die EBIT-Marge und
  • die Free-Cashflow-Marge.

Das Umsatzwachstum ist ein Messwert dafür, ob sich die Nachfrage nach Automatisierung tatsächlich in steigende Erlöse übersetzen lässt. Das Forward-KGV ordnet ein, wie stark Anleger die erwarteten Gewinne bereits einpreisen. Anhand der EBIT-Marge lässt sich ablesen, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der operativen Kosten als Ergebnis im Unternehmen verbleibt. Gerade bei Robotikunternehmen ist diese Bewertungskennzahl von Bedeutung, da die Hardwareproduktion und die Systemintegration sehr unterschiedliche Margen ermöglichen. Die Free-Cashflow-Marge hält fest, wie viel Umsatz aus dem laufenden Geschäft und nach den notwendigen Investitionen tatsächlich als freier Cashflow übrig bleibt.

Rockwell Automation (ISIN: US7739031091)

Rockwell Automation

Rockwell Automation (Foto: Shutterstock/ Photo For Everything)

Rockwell Automation ist ein Unternehmen, das sich speziell im Zusammenhang mit der industriellen Automatisierung bereits stark positioniert hat. Das US-Unternehmen entwickelt für diesen Sektor unter anderem:

  • Steuerungssysteme,
  • industrielle Software,
  • Antriebstechnik und
  • Lösungen zur Vernetzung kompletter Produktionsanlagen.

Damit profitiert Rockwell nicht direkt durch den einzelnen Roboter, sondern fokussiert sich auf einen übergeordneten Trend – den zur digitalisierten und automatisierten Fabrik.

Im Produktportfolio sind einige Punkte besonders interessant. Unter anderem sorgt die Verbindung klassischer Steuerungstechnik mit Software und Datenanalyse für eine Position als Entwickler von Schnittstellenlösungen. Mithilfe der Tools, die Rockwell Industriepartnern in die Hand gibt, lassen sich Produktionslinien zunehmend zentral überwachen und optimieren. Durch die Möglichkeit der Systemintegration in bestehende Anlagenkonzepte müssen Unternehmen zudem nicht sofort ihre gesamte Infrastruktur für die Automatisierung austauschen.

Für 2026 erwarten Analysten rund 9 Milliarden US-Dollar Umsatz, für 2027 etwa 9,56 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem vergleichsweise moderaten Wachstum von rund 5 Prozent. Der erwartete EBIT steigt von 1,91 auf 2,13 Milliarden US-Dollar, womit die EBIT-Marge 2027 bei rund 22 Prozent liegt. Das Forward-KGV beträgt etwa 28,9.

Kennzahl 2027 (Schätzung)
Umsatzwachstum* ca. 5 Prozent
Forward-KGV ca. 28,9
EBIT-Marge ca. 22 Prozent
Umsatz ca. 9,56 Mrd. USD

* im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr

Die Kennzahlen zeichnen für Rockwell Automation das Bild von einem Unternehmen, das im Vergleich zu jungen, dynamischen Robotikunternehmen langsamer wächst, im Gegenzug aber eine hohe operative Marge erzielt. Das Forward-KGV ist bereits hoch, Anleger preisen einen Teil der Entwicklung am Markt bereits ein. Das Potenzial der Aktie liegt nicht so stark in schnellem Wachstum, sondern einem stetigen Ausbau der Marktanteile durch ein Anwachsen der Automatisierungsinvestitionen.

Teradyne (ISIN: US8807701029)

Teradyne

Teradyne (Shutterstock/ Piotr Swat)

Teradyne spielt als Unternehmen gerade für die Halbleiterindustrie eine große Rolle – durch die Position als Entwickler von Testsystemen für Mikroprozessoren, Speicherchips und elektronische Schaltkreise. Auf der anderen Seite greift das Unternehmen aber auch die Robotik zunehmend auf und etabliert sich in diesem Sektor unter anderem durch Marken wie Universal Robots. Im Fokus steht die Entwicklung kollaborativer Roboter (Cobots), die gemeinsam mit Menschen arbeiten können. Zusätzlich ist mit Mobile Industrial Robots eine weitere Marke Teil des Konzerns.

  • Kollaborative Roboter sollen in verschiedenen Bereichen mit dem Menschen zusammenarbeiten. Der Ansatz: Die Modelle lassen sich flexibel in bestehende Produktionsprozesse integrieren, was das Thema Robotik auch für kleinere Unternehmen interessant macht und Teradyne einen Vorsprung im Markt verschaffen kann. Als Entwickler im Robotiksegment arbeitet das Unternehmen sehr eng mit Nvidia und KI-Firmen zusammen, um das Zusammenwirken aus Sensorik, Datenauswertung und Umgebungskontrolle weiter zu verbessern.
  • Für 2026 liegen bei Teradyne die Schätzungen für den Umsatz bei knapp 5,15 Milliarden US-Dollar und für 2027 bei etwa 6,24 Milliarden US-Dollar. Daraus ergibt sich ein Wachstum von rund 21,2 Prozent. Der geschätzte EBIT liegt 2027 bei etwa 2,16 Milliarden US-Dollar und entspricht einer EBIT-Marge von rund 34,6 Prozent. Gleichzeitig werden knapp 1,30 Milliarden US-Dollar Free Cashflow erwartet, was einer FCF-Marge von etwa 20,8 Prozent entspricht. Das Forward-KGV liegt bei rund 28,4.
Kennzahl 2027 (Schätzung)
Umsatzwachstum* ca. 21,2 Prozent
Forward-KGV ca. 28,4
EBIT-Marge ca. 34,6 Prozent
FCF-Marge ca. 20,8 Prozent

* im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr

Teradyne zeigt beim Blick auf die Kennzahlen ein starkes Wachstum in Verbindung mit einer soliden Profitabilität. Anleger müssen sich für die Bewertung aber klar sein, dass ein erheblicher Anteil der Umsätze nicht allein aus der Robotik kommt, sondern über das Halbleitertestgeschäft beigesteuert wird. Ein weiterer Aspekt ist die enge Verbindung zum KI-Boom. Dieser ist nach wie vor ein starker Wachstumsmotor. Allerdings zeigt sich auch zunehmend, wo bei Künstlicher Intelligenz Risiken liegen.

Intuitive Surgical (ISIN: US46120E6023)

Intuitive Surgical

Intuitive Surgical (Foto: Shutterstock/ Sundry Photography)

Intuitive Surgical ist eines der Beispiele dafür, dass Robotik nicht ausschließlich im industriellen Umfeld eine Rolle spielt. Der US-Konzern entwickelt mit dem Da-Vinci-System eine Plattform für robotergestützte Operationen – unter anderem im Zusammenhang mit minimalinvasiven Eingriffen. Die Besonderheit: Die Geräte arbeiten (noch) nicht autonom, Chirurgen steuern hochpräzise Instrumente über eine Konsole.

  • Auf diese Weise bleibt der Mensch die letzte entscheidende Kontrollinstanz. Trotzdem verschaffen die Systeme von Intuitive Surgical dem Operateur einen großen Vorteil, da sie immer mit der gleichen Präzision arbeiten, egal ob Eingriffe wenige Minuten oder mehrere Stunden dauern. Das Geschäftsmodell setzt auf einen besonderen Vorteil: Mit der wachsenden Zahl installierter Systeme wächst auch das Geschäft mit Instrumenten, Zubehör und Serviceleistungen. Intuitive Surgical verdient so nicht nur am Verkauf der Robotersysteme selbst, sondern auch an den nachgelagerten Leistungen.
  • Im Jahr 2025 hat das Unternehmen mehr als 10 Milliarden Dollar Umsatz erzielt, für 2026 werden rund 11,76 Milliarden US-Dollar veranschlagt und für 2027 mehr als 13 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von rund 12,9 Prozent. Die EBIT-Marge liegt auf Basis der erwarteten 5,26 Milliarden US-Dollar EBIT (2027) bei knapp 39,7 Prozent. Der prognostizierte Free Cashflow von 4,76 Milliarden US-Dollar entspricht einer FCF-Marge von rund 35,9 Prozent.
Kennzahl 2027 (Schätzung)
Umsatzwachstum* ca. 12,9 Prozent
Forward-KGV ca. 30,6
EBIT-Marge ca. 39,7 Prozent
FCF-Marge ca. 35,9 Prozent

* im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr

Insgesamt lässt sich aus den Kennzahlen ein profitables Geschäftsmodell ableiten. Intuitive Surgical wächst zwar langsamer als Robotik-Start-ups, erzielt aber eine hohe Marge und einen hohen Free Cashflow. Gerade die Lifetime-Umsätze aus dem Zubehörsegment stützen die Bewertung. Allerdings drückt sich durch das Forward-KGV von 30,6 auch eine hohe Erwartung der Anleger in die Aktie aus.

KION Group (ISIN: DE000KGX8881)

KION Group

KION Group (Foto: Shutterstock/ Kittyfly)

KION ist in der Branche vor allem als Hersteller von Flurförderzeugen und innerbetrieblichen Transportautomatisierungen bekannt. Über die Tochter Dematic ist der deutsche Konzern allerdings auch stark in den Bereich der Lager- und Lieferkettenautomatisierung involviert. Unter anderem setzt KION auf Automated Guided Vehicles (AGV) und Autonomous Mobile Robots (AMR).

  • Bei den AGVs handelt es sich um automatisierte Gabelstapler und Hochregalstapler, die feste Routen per Laser- oder Konturnavigation abfahren. Im Bereich der AMRs setzt der Konzern auf Unterfahr- und Transportroboter, die sich flexibel in verschiedenen Logistikszenarien einsetzen lassen. Um diesen Bereich weiter auszubauen, setzt KION auf Partnerschaften – wie mit Quicktron.
  • Gerade der Boom im Onlinehandel sowie steigende Lohnkosten machen automatisierte Lagertechnik für Unternehmen interessanter. Hier und in der Verknüpfung aus Staplertechnik und autonomen Systemen sieht KION einen stark wachsenden Zukunftsmarkt, der 2026 und 2027 zu steigenden Umsätzen beitragen soll. Für das laufende Jahr wird mit 11,73 Milliarden Euro Umsatz gerechnet, für das nächste Jahr mit rund einer Milliarde Euro mehr. Das Wachstum liegt damit bei rund 5,2 Prozent. Der EBIT soll auf rund 1,06 Milliarden Euro steigen, was einer EBIT-Marge von etwa 8,6 Prozent entspricht.
Kennzahl 2027 (Schätzung)
Umsatzwachstum* ca. 5,2 Prozent
Forward-KGV ca. 9,4
EBIT-Marge ca. 8,6 Prozent
FCF-Marge ca. 5,1 Prozent

* im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr

KION fällt in der Betrachtung der Kennzahlen durch die niedrige Bewertung beim Forward-KGV auf. Zudem sind die Margen im Vergleich mit anderen Aktien schlechter. Aber: Lieferketten und damit auch die Logistik sind ein wachsender Wirtschaftssektor, der unter einem anhaltenden Fachkräftemangel leidet. Insofern zeichnet sich hier auch langfristig ein Wachstumspotenzial ab.

Yaskawa Electric (ISIN: JP3932000007)

Yaskawa Electric

Yaskawa Electric (Foto: Shutterstock/ JHVEPhoto)

Yaskawa Electric zählt zu den wichtigen globalen Unternehmen im Bereich der Industrierobotik und Automation – dessen Bedeutung vielen Anlegern im ersten Moment nicht bewusst ist. Yaskawa ist vor allem für seine Motoman-Roboter bekannt, die unter anderem in der Automobil-, Elektronik- und Metallindustrie eingesetzt werden.

  • Die Palette umfasst aber nicht nur fertige Robotersysteme. Yaskawa entwickelt und produziert Servoantriebe sowie Motion-Control-Systeme. Diese Komponenten sind entscheidend dafür, dass Roboter ihre Bewegungen schnell und präzise ausführen. Das Unternehmen profitiert damit sowohl vom Verkauf kompletter Robotersysteme als auch vom Automatisierungstrend. Außerdem tragen bei Yaskawa Electric die Bereiche System Engineering und Logistiklösungen zum Konzernumsatz bei. Letztere machen aber nur einen untergeordneten Anteil aus.
  • Der Umsatz soll Prognosen zufolge von rund 594,8 Milliarden Yen auf 640,7 Milliarden Yen steigen. Hieraus würde sich für Yaskawa ein Plus von rund 7,7 Prozent ergeben. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll ebenfalls zulegen – von 60,5 auf 75,5 Milliarden Yen. Daraus ergibt sich für 2028 eine EBIT-Marge von rund 11,8 Prozent. Beim Free Cashflow wird mit einem Plus auf etwa 29,2 Milliarden Yen gerechnet.
Kennzahl 2028 (Schätzung)
Umsatzwachstum* ca. 7,7 Prozent
Forward-KGV ca. 20,1
EBIT-Marge ca. 11,8 Prozent
FCF-Marge ca. 4,6 Prozent

* Aufgrund des abweichenden Geschäftsjahres werden die Geschäftsjahre 2027 und 2028 verglichen.

Yaskawa ist mit einem Forward-KGV von rund 20 moderater bewertet als viele US-Wachstumswerte. Angesichts der Bedeutung und Markttiefe des Unternehmens kann hier aber auch nicht von einem jungen Wachstumswert gesprochen werden, Yaskawa Electric ist ein etablierter Player im Bereich der Robotik. Anleger müssen durch den starken Fokus auf Industrieautomatisierung berücksichtigen, dass der Umsatz bei Yaskawa immer an die Industrienachfrage gekoppelt ist.

Keyence (ISIN: JP3236200006)

Keyence

Keyence (Foto: Shutterstock/ Piotr Swat)

Keyence stellt selbst keine Industrieroboter her, spielt für deren Fertigung aber als Zulieferer eine besondere Rolle, da das japanische Unternehmen in den Bereichen Sensorik und Machine Vision eine starke Position etabliert hat. Erst leistungsfähige Kamerasysteme, Lasersensoren und Messgeräte ermöglichen es Maschinen und Robotern, Objekte zu erkennen und Prozesse aus den damit gewonnenen Daten präzise zu kontrollieren.

  • Damit profitiert Keyence indirekt von jeder Automatisierungsstufe. Je autonomer Produktionsanlagen arbeiten, desto wichtiger werden Sensoren und optische Kontrollsysteme. Dieser Aspekt bringt gleichzeitig eine enge Verzahnung von Sensoren als Hardwarekomponente und der Software, die zunehmend KI-gesteuert wird, mit.
  • Für das Geschäftsjahr 2027 sehen die Prognosen rund 1,45 Billionen Yen Umsatz, für 2028 wird noch einmal mit einer Steigerung auf 1,62 Billionen Yen gerechnet. Damit verbessert sich der Umsatz um knapp 12 Prozent. Für das EBIT gehen Analysten von circa 862 Milliarden Yen aus, woraus sich eine EBIT-Marge von etwa 53,2 Prozent ergibt. Der prognostizierte Free Cashflow von rund 388 Milliarden Yen entspricht einer FCF-Marge von knapp 23,9 Prozent.
Kennzahl 2028 (Schätzung)
Umsatzwachstum* ca. 12,0 Prozent
Forward-KGV ca. 30,0
EBIT-Marge ca. 53,2 Prozent
FCF-Marge ca. 23,9 Prozent

* Aufgrund des abweichenden Geschäftsjahres werden die Geschäftsjahre 2027 und 2028 verglichen.

Die EBIT-Marge und das Wachstum beim Umsatz sind zwei Gründe, die das hohe Forward-KGV von Keyence am Markt erklären. Anleger haben die Prognosen bereits in ihre Erwartungen eingepreist. Neben neuen Sensoren für Modellreihen, die bei verschiedenen Herstellern in der Entwicklung sind, erzielt Keyence einen Teil seiner Gewinne auch durch den Bedarf an Ersatzteilen für im Einsatz befindliche Systeme.

Fazit: Robotik wird als der nächste Megatrend gehandelt

Die Tech-Branche boomt aktuell vor allem aus einem Grund – weil KI die Nachfrage nach Rechenleistungen antreibt. Ein immer höherer Bedarf an Chips, GPUs und der Infrastruktur hinter Datenzentren dominiert auch an den Aktienmärkten die Wahrnehmung. Dabei entwickelt sich gerade Robotik zu einem Segment, das in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum erleben kann. Eine Verbindung aus KI und Robotersystemen eröffnet Entwicklern und Herstellern neue Möglichkeiten, mit denen sich eine noch höhere Effizienz und Leistungsfähigkeit realisieren lässt. Anleger sollten sich im Hinblick auf interessante Aktien aber nicht ausschließlich auf Unternehmen, die fertige Robotik-Systeme ausliefern, sondern auch Aktien ins Auge fassen, die sich in den Bereichen Sensorik und Motorik etabliert haben.

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FAQ: Häufige Fragen zu Robotik-Aktien im Depot

Entsteht mit Robotik-Aktien nicht ein starkes Klumpenrisiko?

Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung gerade in Asien und den USA stark vorangetrieben wird, kann sich im Portfolio durchaus eine gewisse Konzentration aufbauen. Gleichzeitig entsteht eine starke Nähe zum KI-Sektor. Damit könnten Korrekturen in diesem Bereich auch auf die Robotik ausstrahlen. Aber: Die reale Wertschöpfung ist gerade durch die Industrieautomation hier bereits stärker etabliert.

Sollte ich eher auf Start-ups oder etablierte Unternehmen setzen?

Eine pauschale Antwort ist hier schwierig, da beide Segmente Vor- und Nachteile haben. Start-ups wachsen stark, zeichnen sich aber auch durch eine hohe Volatilität und oft niedrige EBIT-Kennzahlen aus. Letztlich hat die gewählte Anlagestrategie für individuelle Entscheidungen große Bedeutung.

Hängt das Robotik-Segment stark von externen Faktoren ab?

Ja, es gibt direkt und indirekt mehrere Einflussfaktoren. Ein wichtiger Punkt ist die Industrienachfrage, da speziell die Robotik in diesem Bereich einen starken Markt sieht. Zudem machen sich Zinsentscheidungen der Zentralbanken gerade in Teilsektoren bemerkbar, die stark von Kreditfinanzierungen abhängig sind.

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