

Ein Aktien Sparplan ist eine interessante Alternative zu früher beliebten Modellen. Während der jahrelang anhaltenden Nullzinsen wurden Tages- und Festgeldkonten unrentabel, so dass Anleger Sparpläne auf Aktien oder ETF für sich entdeckten. Die einfache Einrichtung und automatische Ausführung sind Pluspunkte.
Da der Einstieg mit niedrigen Sparraten möglich ist, ist ein Aktien Sparplan sinnvoll auch für Kleinanleger. Zudem ist das Aussetzen der Raten möglich, und bei manchen Anbietern kann der Sparplan später auch in einen Auszahlplan umgewandelt werden. Für den erfolgreichen Vermögensaufbau sollten Interessenten die Kosten für den Aktien Sparplan im Blick behalten und die Vor- und Nachteile eines Aktien Sparplans kennen.
Sparer, die sich zum ersten Mal mit dem Konzept des Aktien Sparplans befassen, haben naturgemäß zunächst einige Fragen. Die Wichtigste davon ist – wie muss man sich einen Aktiensparplan vorstellen?
In der Praxis steckt hinter dem Begriff das planmäßige Sparen, wie es vielen Anlegern geläufig ist. Allmonatlich fließen festgelegte Beträge von einem Girokonto (oder Verrechnungskonto) in die zuvor definierte Sparrate. Wurde die Rate früher einem Sparkonto gutgeschrieben, wird sie bei einem Sparplan auf Aktien für Wertpapierkäufe verwendet. Auch die Art und Auswahl der Aktien legt der Sparer fest.
Das Depot kann online eröffnet und verwaltet werden – aber durchaus auch bei einer Filialbank. Die Einrichtung des Wertpapierdepots beinhaltet auch die Eröffnung eines angeschlossenen Verrechnungskontos, auf dem die Beträge für die Sparraten bereitgestellt werden.
Einige Anbieter gestalten das Verrechnungskonto als voll funktionales Girokonto aus, bei anderen ist es ein Tagesgeldkonto mit attraktiven Zinsen. Beides hat Vorteile – besonders wichtig sind die Kosten für das Depot und die Wertpapiertransaktionen. Denn die Kosten für den Aktien Sparplan sollten die erzielten Renditen durch die erhoffte Wertsteigerung der Aktien nicht mindern.
Mit einem einmal eingerichteten Aktiensparplan kaufen Sparer planmäßig und meist über längere Zeiträume die gewünschten Titel. Wie bei der Einmalanlage ist auch hier das Ziel, kurzfristige Kursschwankungen „auszusitzen“ und letztlich von den steigenden Werten der Aktien zu profitieren. Handelt es sich um Dividendenaktien, können die Gewinnbeteiligungen automatisch reinvestiert werden und sorgen so für einen Zinseszins-Effekt.
Ganz oben auf der Liste der Fragen rund um das Besparen von Aktien steht auch, ob ein Aktien Sparplan sinnvoll ist. In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass mit der Investition in Aktien Renditen erzielt werden, die lange Zeit auf andere Weise gar nicht möglich waren.
Inzwischen gehören die Nullzinsen – und sogar Negativzinsen – nach der Finanzkrise der Geschichte an, doch die steigenden Leitzinsen geben Banken nur mit Verzögerungen an ihre Kunden weiter. Angebot für Tages- und Festgeldkonten mit auf den ersten Blick guter Verzinsung sind oft Neukundenaktionen. Der Zins ist befristet, oft auf einige Monate, und fällt anschließend deutlich.
Das ist bei einem Sparplan auf Aktien nicht der Fall – denn hier geht es darum, von der Wertsteigerung des Unternehmens hinter dem Anteilsschein zu profitieren. Mit dem Aktienkauf werden Anleger Miteigentümer an einem börsennotierten Konzern, wenn auch in kleinem Maßstab.
Wächst das Unternehmen, haben auch die Aktionäre etwas davon – einschließlich eventueller Dividendenzahlungen. Schon mit geringen Raten kommen über einige Jahre ansehnliche Beträge zusammen, gerade mit einem begrenzten monatlichen Budget ist ein Aktien Sparplan deshalb sinnvoll.
Aktien besparen ist relativ einfach und eigentlich ein gutes Konzept – doch wie alle Anlageformen hat auch dies seine Vorteile und Nachteile. Das müssen Anleger wissen, bevor der erste Aktiensparplan ausgewählt und gestartet wird. Die Tabelle sorgt für einen Überblick über die Stärken und Schwächen des Aktiensparens!
Die wohl wichtigste Stärke bei einem Sparplan mit Aktien ist zweifellos, dass das Modell selbst für Personen mit begrenztem Budget gut zugänglich ist. Denn je nach Auswahl des Brokers sind Sparraten schon ab 1,00 Euro möglich.
Anders als bei einmaligen Wertpapierkäufen, die vor allem bei hochpreisigen Aktien sehr ins Geld gehen, wenden sich Aktiensparpläne auch, aber nicht nur, an Kleinsparer. Sogar Schüler und Studenten können bereits frühzeitig das Wertpapiersparen nutzen, Eltern können für ihre Kinder mit einem Aktien Sparplan bis zur Volljährigkeit für die Ausbildung oder die erste Wohnung vorsorgen – oder als Ergänzung für die eigene Rente.
Sehr geschätzt wird außerdem, dass ein solcher Sparplan kein starres Konzept ist. Er lässt sich über den persönlichen Kundenbereich im Online-Banking leicht selbst einrichten und verwalten. Bei Bedarf kann eine oder mehrere Raten ausgesetzt werden, sollte es einmal knapp werden mit dem Geld.
Und da in vielen Fällen auch Teilaktien bespart werden können, müssen Kleinsparer nicht auf teure Aktien verzichten – die hochpreisigen Titel beispielsweise aus dem Tech-Sektor rücken als Teilaktie in Reichweite, samt der oft beachtlichen Wertentwicklung.
Der Weg zum ersten eigenen Aktiensparplan ist kurz und oft auch selbsterklärend. Er führt zunächst zu einem geeigneten Finanzdienstleister und von dort zur Auswahl und Bestätigung der gewünschten Aktien:
| ▶️ Das Depot bei einem Broker oder einer Bank einrichten: |
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| Der Anbieter sollte so günstig wie möglich sein, die kostenlose Depotführung und teils auch sehr niedrige Ausführungsgebühren unterstützen das Sparziel. Bei manchen Brokern ist ein Aktien-Sparplan kostenlos – zu bestimmten Konditionen. Auch die Auswahl der angebotenen Aktien muss stimmen. |
| ▶️ Eine Auswahl von Aktien zusammenstellen: |
| Die Entscheidung beim Aktien Sparplan, welche Aktien oder Teilaktien bespart werden, kommt auf der Grundlage verschiedener Aspekte zustande. Dazu gehört die Risikoneigung, die Renditeerwartung, aber auch die Kenntnis bestimmter Länder, Branchen und Potenziale. Sparer profitieren davon, wenn sie sich zunächst ein wenig mit den Aktienmärkten beschäftigen. Eingegeben werden die Aktien dann mit der Wertpapierkennnummer oder der ISIN, der International Securities Identification Number. |
| ▶️ Die Höhe der Sparrate festlegen: |
| Die Höhe der gewünschten Rate kann meist sehr frei ausgestaltet werden. Bei einigen Neobrokern sind Sparraten ab 1,00 Euro möglich, bei vielen namhaften Direktbanken beginnen die Raten bei 25,00 Euro. |
| ▶️ Die Ausführungsintervalle definieren: |
| Auch die Intervalle für die Sparraten sind recht flexibel. Sie reichen von einmal im Monat über zweimonatlich oder einmal im Quartal oder Halbjahr. Welche Intervalle möglich sind, hängt vom Finanzdienstleister ab. Bei manchen Anbietern können Kunden auch den Tag der Ausführung festsetzen. Das ist praktisch, wenn die Rate nach dem Gehaltseingang abgebucht werden soll. |
| ▶️ Eine Dynamisierung planen: |
| Sparer, die der Inflation ein Schnippchen schlagen wollen, können dies mithilfe der Dynamisierung ihrer Sparrate tun. Dadurch wird die Sparrate jährlich angepasst – die Erhöhung lässt sich ebenfalls flexibel planen und liegt meist zwischen fünf und zehn Prozent. Die Dynamisierung ist ein fakultativer Zusatz zum Sparplan. |
| ▶️ Bestätigung und Freigabe des Sparplans: |
| Wie bei allen Transaktionen im Online-Banking erhalten Kunden auch zum neuen Sparplan zunächst eine Übersicht. Wenn noch etwas geändert werden soll, ist nun die Gelegenheit dazu. Stimmen die Details, wird der Sparplan gestartet und freigegeben – mit einer TAN oder einem anderen Mechanismus. Nun läuft er so lange, bis er pausiert oder abgebrochen wird. |
Ein Aktien Sparplan ist immer nur so gut wie die Konditionen des jeweiligen Finanzdienstleisters. Die Kosten und Gebühren dürfen Banken oder Broker vergleichsweise frei ausgestalten – daher gibt es Low-Cost Broker, die derartige Sparpläne sehr günstig realisieren, und Anbieter, bei denen für jede Rate vergleichsweise hohe Ausführungskosten anfallen.
Die jeweiligen Gebühren können außerdem ganz unterschiedlich berechnet werden. Es gibt Flatrates, aber auch prozentuale Kosten. Der Vergleich der Anbieter hilft Sparern, sich einen Überblick über die Möglichkeiten, Kosten und jeweiligen Vorzüge zu verschaffen, bevor sie sich für einen Broker oder eine Bank entscheiden. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf den folgenden Kriterien.
Ein Aktiensparplan kostet oft sehr viel mehr als die Höhe der jeweiligen Sparrate – dabei muss das gar nicht sein. Preisbewusste Sparer können mit einem Brokervergleich günstige Anbieter finden. Neobroker und FinTechs verzichten nicht nur auf Gebühren für die Depotverwaltung – sie ermöglichen den Aktien-Sparplan kostenlos. Für Kunden bedeutet dies, dass sie gleich doppelt sparen, wenn sie Aktien kaufen. Weniger beachtet, aber ebenso wichtig sind die Kosten, die entstehen, wenn Sparer ihre Aktien verkaufen, um nach dem Ende des Sparplans über den Erlös verfügen zu können.
Ein umfangreiches und vielseitiges Portfolio vergrößert die Auswahl der Aktien, die für einen Sparplan in Betracht kommen. Allerdings müssen die Titel dann auch besparbar sein, bestenfalls auch als Teilaktien. Mit Teilaktien lassen sich teure Aktien besparen, wo Kunden hingegen nur ganze Aktien mit ihren Raten kaufen können, reduziert sich die Auswahl erheblich. Die möglichen Aktiensparpläne sind bei den besten Brokern und Banken deutlich gekennzeichnet. Auch hier hilft der Vergleich.
Wie bei Einmal-Investitionen in Aktien ist es auch bei einem Sparplan eine gute Idee, die Anlage über mehrere Werte zu streuen. Durch die Diversifizierung können Sparer Kursverluste bei einzelnen Aktien auffangen. Das reduziert das Risiko erheblich. Bietet der depotführende Broker Teilaktien an, ist eine solche Strategie auch bei niedrigen Sparraten möglich. Manche Anbieter stellen selbst Aktien-Baskets zusammen, die von Anlegern bespart werden können.
Einen Sparplan auf Aktien oder einen ETF Sparplan einzurichten, ist eigentlich ein überschaubarer und einfacher Prozess. Dennoch möchten Anleger sich zuvor informieren, haben Fragen und benötigen mitunter Hilfe. Ein Finanzdienstleister sollte diesen nachvollziehbaren Bedürfnissen entgegenkommen.
Hilfreich sind beispielsweise Informations- und Bildungsangebote, Artikel, Blogs und Analysen, die die Welt der Börse gut verständlich erklären. Die meisten Kunden schätzen auch einen FAQ-Bereich, der auf die immer wieder gestellten Fragen eingeht. Hier finden Ratsuchende schnell die gewünschten Antworten.
Ein persönlicher Kontakt zu einem Support-Team oder auch eine Beratung sollte möglich sein telefonisch, über einen Chat oder per E-Mail und bestenfalls kostenlos. Die Ausgestaltung des Kundendienstes unterscheidet sich deutlich je nach Anbieter. Low-Cost Broker setzen gerade hier den Rotstift an, um ihr günstiges Angebot möglich zu machen. Dort gibt es keine weiterführenden Informationen oder Empfehlungen zum Aktien Sparplan. Der persönliche Service von Filialbanken einschließlich der Kunden- und Anlageberatung geht häufig mit höheren Gebühren auch für Sparpläne einher.
Online einen Sparplan mit Aktien laufen zu lassen ist einfach und komfortabel – es sollte auch sehr sicher sein. Dazu braucht es eine gute Verschlüsselung der Website des Anbieters und einen durchdachten Schutz der Kundenzugänge. Die besten Banken und Broker verlassen sich auf mehrstufige Logins wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder ein TAN-System. Mithilfe des Smartphones wird der Kunde verifiziert, so dass es Unbefugten deutlich erschwert wird, sich in fremde Konten einzuhacken.
Der Schutz der Kunden erstreckt sich auch auf die Sicherheit der Gelder, die sie ihrem Finanzdienstleister anvertrauen. Die Aktien, die mit einem Sparplan im Laufe der Zeit im Depot zusammenkommen, bleiben grundsätzlich im Besitz des Sparers. Das Geld auf dem dazu gehörenden Verrechnungskonto hingegen fällt unter den Einlagenschutz.
Die Richtlinien, die depotführende Anbieter einhalten müssen, gelten europaweit und sehen vor, dass das Kapital von Kunden in separaten Konten verwahrt wird, deutlich getrennt vom Unternehmensvermögen. Außerdem muss ein gesetzlicher und freiwilliger Einlagenschutz vorhanden sein, der im Fall einer Insolvenz einspringt. Die Einlagensicherung lässt sich durch einen Blick auf die juristischen Dokumente einer Bank oder eines Brokers überblicken – hier wird angegeben, wie ein Unternehmen lizenziert und reguliert ist und bis zu welcher Höhe Anleger entschädigt werden.
Beim Vergleich Aktien Sparplan oder Einmalanlage haben Sparpläne vor allem für Kleinanleger deutliche Vorteile. Sie sind einfach einzurichten, schon mit sehr niedrigen Raten möglich und erleichtern das planvolle Sparen – aber auf flexible Weise. Da ein Sparplan durchaus auch pausiert werden kann, sind Sparer relativ frei in ihrem Vermögensaufbau. Sie nutzen dazu jedoch die besten Unternehmensanteile aus aller Welt – vor allem wenn Teilaktien bespart werden können.
Das Erreichen der eigenen Sparziele fällt leichter, wenn die Kosten und Gebühren die Renditen nicht aufzehren. Deshalb lohnt sich ein Anbietervergleich. Der Brokervergleich rankt die besten Depotanbieter und bezieht dabei wichtige Details wie das Aktienangebot, die Sparpläne und die Gebühren ein. Die Sicherheit der Kundengelder, die Unterstützung und das Informationsangebot kommen bei der Bewertung der Broker ebenfalls nicht zu kurz.
Denn wer Bescheid weiß bei der Zusammenstellung der besparten Werte, kann sich gut informiert für die besten Aktien aus Deutschland, Europa und weltweit entscheiden und gezielt in bestimmte Sektoren oder Dividendenaktien investieren.
Ein Sparplan, bei dem Aktien im Mittelpunkt stehen, setzt auf regelmäßig ausgeführte Wertpapierkäufe, schon mit geringen Raten. Welche Aktien mit dem Aktien Sparplan verfügbar sind, ist wichtig – vor allem Teilaktien rücken lohnende Titel für Kleinsparer in Reichweite. Bei längerfristiger Ausführung ist ein beachtlicher Vermögensaufbau möglich.
Die einmalige Investition in Aktien ist in der Regel mit höheren Kosten verbunden, vor allem, wenn teure Anteilsscheine gekauft werden. Bei einem Sparplan können Anleger schon mit geringen Beträgen einsteigen. Allerdings hat der einmalige Kauf von Wertpapieren den Vorteil, dass man dabei gezielt einen günstigen Punkt für den Kauf abpassen kann. Das ist beim Sparplan nicht der Fall, die Raten werden an den vorgegebenen Tagen ausgeführt.
Bei den meisten Sparplan-Anbietern können Kunden einen virtuellen Rechner nutzen. Der Aktien Sparplan Rechner erlaubt die Kalkulation der Wertentwicklung. Nutzer geben dabei die gewünschte Sparrate, die geplante Laufzeit und die Art der Anlage. Anhand der Eingabe ermittelt der Rechner für den Aktien Sparplan die wahrscheinlichen Erträge.
Anhaltspunkte für die eigenen Strategien liefern insbesondere Indizes. Die Benchmarks fassen die stärksten Aktien einer Volkswirtschaft, einer Branche oder sogar weltweit zusammen. Ihre Performance können Anleger überblicken und entsprechende Aktien-Baskets zur Grundlage ihrer Sparpläne machen. Die Entwicklung lässt sich mit einem Aktien-Sparplan Rechner vorab einschätzen.
Beide Anlageklassen haben ihre Stärken – es ist deshalb durchaus möglich, einen Teil des freien Kapitals für einen Sparplan auf Aktien zu verwenden und mit einem weiteren Teil Indexfonds zu besparen.

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