

Technologie-Aktien spielen als Wertpapiere häufig in wachstumsorientierten Strategien eine Rolle. Anleger nutzen die Bewertung großer Tech-Firmen wie Apple oder Meta und Microsoft, um von den Aufwärtstrends am Markt zu profitieren. Aber: Tech-Werte bringen gegenüber anderen Assets eine höhere Volatilität mit.
Ein Aspekt, der im Hinblick auf das Anlagerisiko unbedingt eine Rolle spielen muss. Und es sind vor dem Einstieg in den Handel auf Technologie-Aktien noch mehr Punkte zu berücksichtigen. Passen die Aktien auch in eine langfristig orientierte Strategie? Und ist es vielleicht sogar möglich, mit Dividenden einen passiven Ertrag zu erzielen?
Hinter dem Begriff Tech-Aktien steht ein sehr breites Feld unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Unternehmen, die auf dem Parkett als Technologiewerte gehandelt werden, sind unter anderem in der Entwicklung und dem Vertrieb von Computerhardware, der Herstellung von Chips oder Serverlösungen und dem Training von KI-Modellen tätig. Damit haben die Unternehmen nicht nur erheblichen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft. Tech-Unternehmen treiben Innovationen an und können durch ihre Produkte sehr starke Veränderungen hervorrufen.
Merkmale der Tech-Werte im Überblick:
Dazu gehört die hohe Volatilität, denen die Technologie-Aktien ausgesetzt sind. Mitunter reichen einzelne Ereignisse, um nicht nur den Kurs einer Aktie zu beeinflussen, sondern in den gesamten Sektoren zu Korrekturen zu führen.
Ein Beispiel dafür ist die Einführung von DeepSeek R1 in den KI-Markt. Das chinesische Modell zeichnet sich durch eine allgemein hohe Leistungsfähigkeit aus – wurde laut den Entwicklern aber mit einem deutlich geringeren finanziellen Aufwand als bisherige Modelle trainiert. In den Aktien der Unternehmen mit einem aktuell sehr großen Einfluss am KI-Markt ist die Einführung von DeepSeek deutlich zu sehen.
Ein zweites Problem am Techmarkt ist die Marktdominanz einiger Tech-Giganten. Diese verfügen damit über einen Preissetzungsvorteil und lassen hohe Markteintrittsbarrieren entstehen. Zusammen mit den hohen Markteintrittspreisen durch umfassende Investitionen in Forschung und Entwicklung entstehen Verschiebungen im Wettbewerb, die regelmäßig Regulierungsbehörden auf den Plan rufen. Dieser Aspekt muss im Hinblick auf den Aufbau eines Tech-basierten Portfolios unbedingt berücksichtigt werden.

✅ Technologiewerte wie Apple stehen bei Anlegern hoch im Kurs/ Shutterstock/ Ivan Babydov
Bei den Tech-Aktien ist eine ganze Reihe bekannter Marken vertreten, deren Produkte Anleger im Alltag selbst regelmäßig nutzen. Im Hinblick auf die regionale Verteilung fällt sehr schnell eine starke Dominanz US-amerikanischer und asiatischer Unternehmen auf.
Apple ist durch die Einführung zukunftsfähiger Produkte bekannt geworden – unter anderem des iPhones als eines der ersten massentauglichen Smartphones. Der Tech-Gigant aus Cupertino ist im Hinblick auf seine Position am Markt ein Top-Wert der Technologiebranche. Dank seiner hohen Marktkapitalisierung von über 3,7 Billionen USD gehört Apple zu den global wertvollsten Unternehmen. Neben den Hardwareprodukten hat das Unternehmen auch Dienste wie Apple Music und Apple TV+ aufgebaut. Eine Besonderheit ist die starke Markentreue der Zielgruppe. Im 52-Wochen-Zeitraum hat die Aktie an den Börsen ein Plus von über 40 Prozent erzielt und konnte ihren Umsatz um mehr als zwei Prozent steigern.
Alphabet als Konzern hinter der Suchmaschine Google hat sich auf Onlinewerbung spezialisiert, diversifiziert das eigene Produktportfolio inzwischen aber immer stärker. Die Smartphones von Google gelten inzwischen als konkurrenzfähig. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren eine sehr gute Marktkapitalisierung von mehr als 2,2 Billionen USD erreicht. Zu den Säulen, auf denen der geschäftliche Erfolg ruht, gehören unter anderem das Cloud Computing, die Entwicklung einer eigenen KI oder das autonome Fahren. Auf dem Parkett erreichte die Aktie im zurückliegenden 52-Wochen-Zeitraum eine gute Performance, der Kurs legte um über 34 Prozent zu. Und beim Umsatz konnte Alphabet ein Plus von über 13 Prozent erreichen. Inzwischen setzt die Google-Mutter fast 350 Milliarden USD im Geschäftsjahr um.
NVIDIA ist es in den letzten Jahren gelungen, sich als führender Anbieter von Grafikprozessoren (GPU) und Chips für die KI-Industrie etabliert. Besonders bei sehr leistungsfähigen Modellen hat das Unternehmen eine Vorreiterrolle eingenommen. Die Marktkapitalisierung von über 3,2 Billionen USDunterstreicht die Position von NVIDIA im Segment des KI-Booms und der Hochleistungs-Computing-Technologie.Neben Grafikkarten werden die Produkte des Unternehmens in Bereichen wie autonomem Fahren oder Cloud Computing eingesetzt. Im 52-Wochen-Zeitraum konnte die Aktie am Markt um mehr als 70 Prozent wachsen. Besonders beeindruckend ist das Umsatzwachstum von 2023 auf 2024 – von mehr als 120 Prozent auf über 60 Milliarden USD.
TSMC gehört zu den 10 größten Börsenkonzernen in Bezug auf die Marktkapitalisierung. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Aktie erreicht 994 Milliarden USD beim Market Cap. Das Kerngeschäft von TSMC ist die Auftragsfertigung von Halbleitern. Die Chips werden von vielen der größten Technologieunternehmen, wie Apple und Nvidia, in ihren Produkten eingesetzt. Der Hauptgeschäftssitz von TSMC ist in Taiwan. In den letzten Jahren hat das Unternehmen aber auch mehrere Projekte zum Aufbau neuer Chip-Fertigungslinien in anderen Ländern – darunter in Dresden/Sachsen – angestoßen. Aufgrund der sehr starken Position im Markt ist TSMC für die Entwicklung der Tech-Branche von sehr großer Bedeutung. Im 52-Woche-Zyklus hat die Aktie einen Kurszuwachs von knapp 50 Prozent erreicht. Der Umsatz ist im gleichen Zeitraum um mehr als 29 Prozent gestiegen.
Tech-Aktien sind für Anleger interessant, deren Fokus zumindest teilweise auf einem wachstumsorientierten Ansatz beruht. Um ein Portfolio aufzubauen, das nachhaltig funktioniert und auch auf die Volatilität am Markt robust reagiert, braucht es eine Handelsstrategie, hinter der klar definierte Anlageziele stehen. In Bezug auf Technologie-Aktien können sich Anleger für unterschiedliche Zeithorizonte entscheiden.
Mit kurzfristig ausgelegten Tradingstrategien bringen sich Anleger in Position, die aktuelle Markttrends bei den Technik-Aktien ausnutzen wollen. Es geht nicht darum, eine Position über die Dauer eines Megatrends zu halten, sondern innerhalb weniger Tage oder Wochen aus steigenden Marktpreisen einen Vorteil zu ziehen.
Diese Strategie zielt darauf ab, kurzfristige Trends am Markt zu identifizieren und davon zu profitieren. Anleger steigen in Technologiewerte ein, die bereits eine starke Aufwärtsbewegung zeigen. Hält das Momentum an, wird die Position profitabel gehandelt. Um den Kurs zu bewerten, verwenden Trader für diese Strategie verschiedene Indikatoren, wie den Momentum-Indikator oder den Relative Strength Index (RSI) und die Volumenanalyse. Damit lassen sich mögliche Umkehrpunkte in den kurzfristigen Trends identifizieren, die Ausstiegssignale andeuten. Einfluss auf die Momentum-Strategie haben aber auch positive Marktnachrichten oder Produktankündigungen, da diese oft zu Kursreaktionen führen.
Besonders bei einer kurzfristigen Betrachtung der Charts fällt auf, dass Technologie-Aktien sensitiv auf Marktnachrichten reagieren. Eine sehr interessante Entwicklung zeigt in diesem Zusammenhang die NVIDIA-Aktie. Nach der DeepSeek Veröffentlichung Ende Januar 2025 verlor das Wertpapier deutlich an Wert. Von über 140 USD je Aktie gab der Kurs auf unter 120 USD nach. Mittlerweile tendiert der Kurswert wieder etwas robuster, die Aktie liegt wieder leicht über 130 USD. Am Ende könnte NVIDIA sogar durch die Hintertür von DeepSeek profitieren, da aktuelle Marktnews auf eine erhöhte Nachfrage beim H20-Chip hindeuten.
Dahinter verbirgt sich eine kurzfristige Strategie, die sich auf Marktbewegungen kurz vor den Veröffentlichungsterminen der neuen Quartalszahlen konzentriert. Dabei spielt das Timing für die Aktien mit Potenzial eine wichtige Rolle. Um die Performance zu optimieren, sollte nicht zu früh die Exposure aufgebaut werden. Die Strategie ist in ihrer Anwendbarkeit allerdings begrenzt, da es nur vier Veröffentlichungstermine gibt. Weiterhin muss eine sehr intensive Beschäftigung mit den Tech-Aktien stattfinden, da die starken Veränderungen in der Volatilität nach Bekanntgabe der Zahlen ein robustes Risikomanagement erfordern.
Neben diesen Ansätzen bietet der Markt bei den Tech-Aktien weitere Möglichkeiten, eine Trading-Strategie aufzubauen. Wichtig ist in diesem Punkt, dass kurzfristige Investments ein im Vergleich zu anderen Zeithorizonten höheres Volatilitätsrisiko realisieren, das es im Risikomanagement zu berücksichtigen gilt.

💡 Es gibt verschiedenen Strategien für Technologiewerte/ Shutterstock/ Stock 4you
Innerhalb der globalen Anlagestrategie lassen sich verschiedene Teil-Portfolios realisieren, die sich auf verschiedene Assetklassen und Zeithorizonte fokussieren. Hinsichtlich der Investments in Techwerte kann die Kombination aus einer kurzfristigen Exposure mit langfristig orientierten Strategien als Ansatz gewählt werden. Dabei gibt es Überschneidungen zu den Tradingkonzepten bei den Growth-Aktien.
Hinter der im Englischen als Buy and Hold bezeichneten Methode steckt eine Strategie, die auf langfristiges Wachstum setzt. Am Markt gibt es eine Auswahl verschiedener Aktien, die sich in einem Megatrend bewegen und über Jahre ein stabiles Wachstum bei den Umsätzen und Marktpreisen erreichen. Ein Beispiel ist NVIDIA, dessen Aktie in den zurückliegenden Jahren ein Kursplus von mehr als 1.900 Prozent erzielt hat. Ebenfalls ein sehr deutliches Wachstum ist im 5-Jahres-Zeitraum bei Microsoft (ISIN: US5949181045) zu erkennen. Die Aktie hat knapp 150 Prozent im Kurswert zugelegt. Die Umsatzerlöse sind bei beiden Unternehmen im gleichen Zeitraum kontinuierlich gewachsen.
Hinter der DCA-Methode verbirgt sich ein Ansatz, der Ähnlichkeiten zum Aufbau eines Aktiensparplans hat. Anleger investieren dabei einen festen Betrag in ausgewählte Technologiewerte. Das aktuelle Marktpreisniveau spielt dabei keine Rolle. Da dieser Ansatz langfristig angelegt ist, werden kurzfristige Volatilitätsrisiken vermieden. Außerdem bietet die Methode einen Verhaltensvorteil, da die Position im Falle eines negativen Markttrends nicht einfach glattgestellt wird. Und zusätzlich realisiert der Durchschnittskosteneffekt einen Vorteil.
Technologie-Aktien haben den Ruf, auf die Auszahlung einer Dividende zu verzichten. Für einen Teil der Peer-Group ist diese Aussage zutreffend – aber nicht für alle Wertpapiere. Es gibt am Markt durchaus Unternehmen, die Anleger als Dividenden-Aktien einen passiven Ertragsstrom realisieren lassen. Microsoft ist mit drei USD Dividende je Aktie eines dieser Beispiele. Aber auch Intel (ISIN: US4581401001) oder SAP (ISIN: DE0007164600) beteiligen ihre Aktionäre am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.
Wer diese Strategie in das Portfolio einbeziehen will, muss die Marktpreise sehr genau beobachten. Es geht darum, in den Trends nach Swings zu suchen – kurzen Rücksetzern am Markt, die keinen gegenläufigen Trend auslösen, aber für eine kurze Abschwächung der Preisdynamik sorgen. In diesem Moment in die Position einzusteigen bedeutet, günstige Einkaufspreise zu realisieren und damit die Performance zu optimieren. Um diese Methode erfolgreich zu praktizieren, braucht es einen umfassenden Blick auf die Entwicklung der Preiskurve, da Fehlinterpretationen des Korrekturverhaltens zum Falling Knife Risiko führen.
Technologiewerte spielen bei vielen Anlegern eine Rolle, denen es um ein wachstumsstarkes Portfolio geht. Unternehmen wie NVIDIA unterstreichen mit einer Verdopplung oder Verdreifachung des Werts der Aktien diese Haltung. Aber: Es darf dabei der Blick auf die Risiken der Tech-Branche und ein robustes Risikomanagement nicht verloren gehen. Verstellt die Wahrnehmung der Performance eine klare Sicht auf Anlagerisiken, droht die Gefahr einer Unwucht für das Portfolio. Wo sind besondere Schwerpunkte auszumachen?
Anleger müssen sich für den Aufbau eines von Technologiewerten dominiertes Portfolio mit der Frage beschäftigen, welche Risiken besonders großen Einfluss auf dessen Performance haben und wie sich mit einem robusten Risikomanagement reagieren lässt. Was nicht möglich sein wird: Verluste zu 100 Prozent minimieren.
Ein sehr wichtiger Punkt ist die breite Streuung der Investments. Diversifikation bedeutet, Anlagekapital auf verschiedene Wertpapiere zu verteilen. Dazu gehört eine Streuung nicht nur in verschiedene Unternehmen. Gerade der Aufbau eines Portfolios, das verschiedene Märkte umfasst, steht dabei im Vordergrund. Das Ziel: Durch diese breite Streuung lassen sich Verluste einzelner Assets im Idealfall dämpfen.
Dabei können durchaus verschiedene Sektoren (auch abseits der reinen Technologiewerte) miteinander verknüpft werden. Die Integration von nicht-technischen Sektoren hilft dabei, das branchenspezifische Risiken zu verringern. Wer als Anleger auf Bereiche wie Biotechnologie, Finanzdienstleistungen oder den Energiesektor setzt, muss das Klumpenrisiko. Dieses entsteht, wenn zwischen Assets gewisse Überschneidungen existieren.
Ein robustes Portfolio kann beispielsweise so aussehen, dass 50 bis 60 Prozent aus Tech-Aktien bestehen und in dem ETFs bis zu 20 Prozent ausmachen. Der Rest basiert auf Anleihen oder ähnlich konservativen Assets und einer Cash-Reserve. Je nach individuellem Risikoportfolio kann die interne Verteilung den Bedürfnissen angepasst werden. Von Bedeutung ist dabei eine umfassende sektorale und geografische Streuung der gehaltenen Assets.

▶️ Bei Tech-Werten das Risikomanagement beachten/ Shutterstock/ Have a nice day Photo
Anleger, die ein umfassendes und auf Wachstum optimiertes Portfolio aufbauen, fassen häufig auch Tech-Aktien ins Auge. Es handelt sich um Unternehmen, die am Markt nicht nur eine starke Position gegenüber dem Wettbewerb einnehmen. Techwerte zeichnen sich durch ein starkes Umsatzwachstum aus. Anders als bei Pennystocks-Aktien, die weniger als einen Euro (oder fünf USD kosten), sind die Marktpreise der Technologie-Aktien nicht selten der Spiegel einer sehr hohen Bewertung. Nur ein Grund, sich im Zusammenhang mit innovativen Wachstumsideen auch mit einem robusten Risikomanagement zu beschäftigen.
Jeder Anleger will sich immer für die beste Technologie-Aktie mit hohen Gewinnen und geringstmöglichem Risiko entscheiden. Grundsätzlich gibt es keine pauschalen Antworten. Dafür hängt die Bewertung der Wertpapiere zu stark vom individuellen Anlegerprofil ab.
Um die Exposure in den Tech-Markt aufzubauen, braucht es einen Broker, der bei den Gebühren und Leistungen den besten Kompromiss bietet. Daher handelt es sich am Ende um eine sehr individuelle Entscheidung, die nicht nur von den Flatex oder Freestoxx Erfahrungen anderer Trader oder Brokertester abhängen darf. Der persönliche Eindruck hat in jedem Fall eine Rolle zu spielen.
Generell ist eine breite Streuung auch über Sektorengrenzen hinweg empfehlenswert. Reagieren die Märkte unabhängig voneinander, ist die Gefahr eines Übergreifens der Volatilität geringer.
Ja, dieser Schritt gehört zum Aufbau einer Exposure in Technologiewerte dazu. Selbst wer als Anleger die Meinung vertritt, die besten Tech-Aktien gekauft zu haben, muss früh auf Marktänderungen reagieren – um die Performance zu optimieren.
Es ist über verschiedene Indikatoren möglich, das Investment anderer Anleger in den Markt abzuschätzen. Hierzu gehören beispielsweise die Put/Call Ratio, der Relative Strength Indicator (RSI) oder die A-D Line, welche die Marktbreite messen kann.

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