

Die Wertpapieranalyse ist für Handelsentscheidungen extrem wichtig. Viele Kennzahlen, die in der Fundamentaldatenanalyse eine Rolle spielen, erhalten Sie als Trader vom Broker oder über Finanzberichte. Für kurzfristige Entscheidungen auf Basis der technischen Analyse müssen Sie die Preisbewegungen analysieren. Und dazu braucht es spezielle Chartanalyse Tools.
Gerade Börsenneulinge sind schnell überfordert. Die Grundlagen der Chartanalyse sind schon eine Herausforderung. Und dann auch noch eine passende Analyse-Software samt Chartanalyse App finden? Hier greifen viele Brokern Anlegern unter die Arme – einfach, indem die Chartanalyse (zumindest in ihren Grundzügen) auch über die Handelsplattformen funktioniert.
Die Chartanalyse – auch als technische Analyse bezeichnet – ist ein wichtiges Element, um im Handel die richtigen Entscheidungen zu treffen. Kein Trader rechnet Indikatoren (bei denen es sich letztlich um mathematische Modelle handelt) mehr von Hand aus. Über Chartanalyse Software erreichen Sie das gleiche Ergebnis auf Knopfdruck und am Ende viel schneller. Was spricht für den Einsatz der Tools?
Chartanalyse Tools versetzen Sie in die Lage, klare Trends in den Preisbewegungen zu erkennen. Über die grafische Darstellung der Kurse können Sie Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtstrends identifizieren. Außerdem lässt sich in vielen Programmen die Darstellung direkt auf den Candlestick Chart umstellen. Dessen Vorteil ist ein hoher Informationsgehalt allein schon über die grafische Darstellung.
Mithilfe der Analysetools untersuchen Sie Preisbewegungen und nutzen Muster oder Anomalien, die zukünftige Marktbewegung zu antizipieren. Für den Handel mit Finanzprodukten wie Aktien oder Derivaten ist diese Fähigkeit essenziell.
Über Chartanalyse Tools haben Sie die Chance, mittels Backtesting Handelsstrategien gegen historische Daten zu testen. Auf diese Weise überprüfen Sie deren Wirksamkeit und können die Strategie gegebenenfalls verbessern, bevor sie unter realen Bedingungen zum Einsatz kommt.
Über die Nutzung der Chartanalyse-Tools erkennen Sie Ein- und Ausstiegspunkte, können Widerstands- oder Unterstützungslinien aus dem Preistrend herauslesen und auf Basis der Daten einen Stop Loss setzen – um damit Verluste zu minimieren.
Letztlich sind die Analysetools Ihre „Sandbox“, um Indikatoren der technischen Analyse anzuwenden. Über den MA (gleitenden Durchschnitt) lassen sich Kurstrends identifizieren und deren Stärke oder das Momentum über Werkzeuge wie den RSI oder andere Momentum-Indikatoren bestimmen. Diese Signale entscheiden bei vielen Tradern letztlich darüber, ob sie in eine Position einsteigen.
Gewinne werden Sie als Anleger nur realisieren, wenn Sie in der Lage sind, die richtigen Handelsentscheidungen zu treffen. Diese hängen auch davon ab, wie gut die Tools auflösen und ob diese über alle wichtigen Funktionen verfügen. Hier sind mehrere Bereiche zu unterscheiden:
Was sollte eine gute Chartsoftware im Detail mitbringen?
Anleger können mit modernen Analysetools die Preisbewegungen über verschiedene Charttypen darstellen. Der Informationsgehalt kann sich bei den einzelnen Typen deutlich unterscheiden.
1️⃣ Liniencharts sind eine der gängigsten Chartdarstellungen. Hierfür werden einfach die Schlusskurse jeder Zeiteinheit miteinander verbunden. Liniencharts haben den Vorteil, dass auch Börsenneulinge sofort eine Idee davon haben, wie die Preisbewegung aussieht.
2️⃣ Candlesticks sind eine besondere Darstellungsform. Hier werden der Eröffnungs- und der Schlusskurs repräsentiert – über den Kerzenkörper. Der obere bzw. untere Docht stellen die Hoch- und Tiefstände der Kurse in der betreffenden Zeiteinheit dar. Im Handel entstehen besondere Formationen, die bereits Hinweise auf mögliche Trendwechsel liefern.
3️⃣ Balkencharts basieren auf einem ähnlichen Prinzip wie der Candlestick. Auch hier werden Eröffnungs- und Schlusskurs sowie die Höchst- und Tiefststände in die Darstellung übernommen. Grafisch sieht die Darstellung allerdings etwas anders aus.
4️⃣ Renko-Charts sind eine besondere Darstellung, welche nicht die Zeiteinheit besonders stark gewichtet, sondern den Preis. Dazu setzt dieser Chart auf eine dem Candlestick ähnliche Darstellung. Die Blöcke repräsentieren dabei aber eine feste Preisgröße. Erst, wenn der Kurs um diese Einheit steigt oder fällt, zeichnet der Renko-Chart eine neue Kachel. Der Vorteil dieser Darstellung ist die Eliminierung von Mikrotrends, welche in klassischen Darstellungen eine starke Oszillation auslösen.
Im Rahmen der Trading Analysen ist es wichtig, in den Chart verschiedene Trendlinien einzuzeichnen. Es kann sich hier zum Beispiel um Unterstützungs- oder Widerstandslinien handeln. Diese geben einen Preiskanal vor, in welchem sich der Kurs bewegt. Aus Sicht der Trader sind besonders Momente wichtig, in denen sich die Preisbewegung den äußeren Linien nähert. Zeigen jetzt Indikatoren eine Veränderung in der Volatilität oder Dynamik an, kann sich ein Ausbruch andeuten. Daher sollten zu einem guten Chartanalyse Tool immer Werkzeuge gehören, mit denen sich die Linien einfach einzeichnen lassen.
Es braucht aber noch ein paar weitere Zeichenwerkzeuge. In der Praxis kann es nötig werden, Niveaulinien – etwa für die Fibonacci-Strategie in den Chart einzuzeichnen. Mithilfe der Retracements lassen sich Rücksetzer antizipieren und Stop Loss Niveaus bestimmen. Damit nehmen die graphischen Elemente Signale aus der Chartanalyse, die Umkehrpunkte anzeigt, bereits ein Stück weit vorweg. Ein Teil der sehr guten Tools ist sogar in der Lage, Formationen aus dem Chart zu erkennen. Inzwischen sind auch im Retail-Segment zunehmend Lösungen und Ansätze zu finden, welche mithilfe von KI versuchen, die Auswertung der Kurse zu automatisieren.
Jedes solide Chartanalyse Tool sollte Features umfassen, mit denen Sie als Anleger das Programme personalisieren können. Heben Sie ein bestimmtes Layout hervor oder blenden Formate für die Analyse aus, die Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verwenden. Die Entwickler der Tools gehen in diesem Zusammenhang sehr unterschiedliche Wege.
Hinsichtlich der Alarmfunktionen gibt es allerdings kaum Spielraum. Ein gutes Tool muss in der Lage sein, den Nutzer über eine voreingestellte Funktion beim Erreichen festgelegter Kursniveaus zu erreichen. Damit sind Sie in der Lage, einen Teil der Chartanalyse zu automatisieren. Mithilfe der Indikatoren identifizieren Sie relevante Punkte. Das Analysetool teilt Ihnen mit, wann der Preis die gewünschte Schwelle überschritten hat.
Einer der zentralen Punkte in den Analyseprogrammen sind die Indikatoren. Hiermit identifizieren Sie als Anleger wichtige Handelssignale. Damit die Tools in der Praxis wirklich einen Wert haben, sollte die Auswahl der verfügbaren Indikatoren ausreichend groß ausfallen. Welche Modelle (bei den Indikatoren der Chartanalyse handelt es sich um mathematische Modelle) sind besonders wichtig?
Die gleitenden Durchschnitte sind ein Werkzeug, um Trends zu identifizieren. Für die Berechnung werden die Schlusskurse eines bestimmten Zeitraums herangezogen. Um in den Chartanalyse Tools ein Handelssignal zu finden, kombinieren Sie einen kurzfristigen gleitenden Durchschnitt mit einem MA, der über einen längeren Zeitraum berechnet ist.
Das Verhalten der beiden MA-Linien zeigt Ihnen die Ein- und Ausstiegspunkte. Kreuzt der kurzfristiger gleitende Durchschnitt den langfristigen MA von unten, entsteht das Golden Cross als Einstiegssignal. Ein Ausstiegssignal – das Death Cross – zeichnet sich in den Tools ab, wenn der langfristige gleitende Durchschnitt von oben geschnitten wird.
Beim RSI handelt es sich um einen Momentum-Oszillator, welcher in der Chartanalyse eine große Rolle spielt. Aus diesem Grund darf der RSI in einem Chartanalyse Tool eigentlich nicht fehlen. Mit dem Indikator finden Sie als Anleger überkaufte oder überverkaufte Märkte. Damit der Indikator ausreichend auflöst, stellen Sie die Periode zu Ihrer Strategie passend ein.
Entscheidend für die Bewertung wird am Ende der Wert des RSI. Dieser liegt zwischen 0 und 100. Sobald der Relative Strength Index einen Wert über 70 erreicht, weist er auf einen überkauften Markt hin und signalisiert ein Verkaufssignal. Ein Relative Strength Index unter 30 würde eher den Einstieg in eine Position rechtfertigen, es liegt hier ein überverkaufter Markt vor.
Mit dem ATR ermitteln Sie in den Tools ein Maß für die Volatilität. Dazu setzt der Average True Range auf eine Berechnung der Schwankungsbreite für den Kurs. Entsprechend der Ergebnisse identifizieren Sie einen Markt mit hoher oder niedriger Volatilität. Sobald Sie als Anleger die Stärke der Kursbewegungen kennen, lässt sich ein Stop Loss platzieren. Daher ist der ATR Teil des Risikomanagements und sollte in einer soliden Chartanalyse Software unbedingt dazugehören. Auch, weil deutlich sichtbare Änderungen im ATR einen bevorstehenden Ausbruch andeuten.
Von den Bollinger Bändern haben wahrscheinlich sogar schon Anfänger gehört. Da dieser Indikator so bekannt ist, dürfte ein Fehlen in selbst einfach Analyse Tools eigentlich nicht anzunehmen sein. Gerade die Informationen zur Volatilität der Bollinger Bänder sind aus Anlegersicht wichtig. In den Tools basiert der Indikator auf drei Linien. Beim mittleren Band handelt es sich um einen Simple Moving Average (SMA). Die beiden anderen Bändern sind Standardabweichungen.
Aus der Konvergenz oder Divergenz (dem Auseinanderlaufen) zwischen den äußeren Bändern bestimmen Sie wichtige Marktfaktoren. Nähern sich die Bänder an, wird die Volatilität geringer. Wird der Abstand größer, zeigen die Bänder in den Charttools einen Anstieg in der Volatilität.
Mit dem Moving Average Convergence Divergence finden Sie wichtige Infos zu Trends heraus. Die Kombination aus der MACD-Linie und der Signallinie liefert Ihnen wichtige Entry- und Exitpunkte. Ein Kaufsignal entsteht beim Überkreuzen der MACD-Linie mit der Signal-Linie, wenn die MACD-Linie von unten kommt. Kommt die MACD-Linie nach unten, handelt es sich um ein Verkaufssignal.
Mit dem Percentage Price Oscillator (PPO) können Sie das Momentum für eine Preisbewegung bestimmen. Dabei setzt der PPO auf eine Besonderheit. Der PPO nutzt exponentielle gleitende Durchschnitte, stellt deren Differenz als Prozentsatz dar. Hierdurch kann der Indikator auch dann noch auflösen, wenn Wertpapiere mit unterschiedlichen Preisen verglichen werden.
Als Anleger haben Sie die Wahl: Entweder greifen Sie einfach zu den Chartanalyse Tools der Broker oder nutzen Software unabhängiger Entwickler. Beide Ansätze haben ihr Daseinsberechtigung. Gerade die Zielgruppe der Börsenneulinge ist sicher dankbar, dass deren Broker ihnen hier unter die Arme greifen. Welche Variante hat langfristig gesehen das beste Potenzial?
Die Plattformen der Broker zur Chartanalyse im Trading sind nahtlos in deren Handelsumgebung eingebunden. Damit können Sie als Anleger nicht nur die Preisbewegungen beobachten und analysieren. Ergeben sich Einstiegsmöglichkeiten, nutzen Sie diese einfach direkt für Ihr Depot. Zusätzlich sind die Tools sehr oft direkt auf Anfänger zugeschnitten – und sind besonders benutzerfreundlich.
Auf der anderen Seite hat diese Entscheidung auch gewisse Nachteil. Als Anleger machen Sie sich damit immer von Ihrem Broker abhängig. Und müssen am Ende auch damit rechnen, dass die Auswahl bei den Funktionen etwas zusammengestrichen wird. Es gilt an dieser Stelle sehr genau abzuwägen, ob das Chartanalyse Tool unter diesen Voraussetzungen noch einen Wert für Sie hat.
Neben Brokern entwickeln Drittanbieter Programme und Lösungen zur Chartanalyse. Diese gehen im Umfang der Funktionen gerade für die technische Analyse und das automatisierte Trading deutlich weiter als das, was Broker in den kostenlosen Programmen anbieten. Ein weiterer Vorteil der Tools ist der breite Umfang bei der Anpassbarkeit. Als Anleger können Sie unter anderem Skripte und Expert Advisors erstellen, um damit die Analyse-Plattform vollständig zu personalisieren.
Auf der anderen Seite wird die Stärke der Tools zu einer Schwäche. Aufgrund der vielen Funktionen werden die Programme komplex, was eine lange Einarbeitung bedeutet. Hier geben gerade Anfänger mitunter entnervt auf. Ein zweiter Nachteil betrifft die Kosten. Einige Tools werden kostenfrei angeboten. Viele Software-Lösungen sind allerdings kostenpflichtig. Gerade SaaS-Produkte mit einer monatlichen Servicegebühr werden schnell für Sie als Anleger zu einem Kostenfaktor, den Sie nicht unterschätzen dürfen.
Mit den Chartanalyse Tools erhalten Trader Informationen zu den Preisbewegungen und können Handelsentscheidungen nachvollziehbar treffen. Das Ganze wird im Bereich der technischen Analyse im Trading reproduzierbar – als ein Grundstein für den langfristigen Erfolg im Trading. Aber: Es gibt einen Bereich, in dem die Chartanalyse Programme am Ende versagen: Bei der fundamentalen Analyse im Trading.
Hier werden Kennzahlen in der Wertpapieranalyse herangezogen, die sich nicht aus den Preistrends ergeben. Unter anderem nutzen Sie als Trader:
Informationen, die unter anderem über die Finanzmarktdaten zu den einzelnen Unternehmen durch den Broker oder Informationsplattformen bereitgestellt werden. Auf der anderen Seite müssen Sie bei den Fundamentaldaten auch die Entwicklung von Marktzinsen, wirtschaftspolitische Entscheidungen der Politik oder Wechselkursrisiken im Auge behalten. Faktoren, welche in der Chartanalyse keine Rolle spielen.
Anfänger, die sich mit dem Wertpapierhandel beschäftigen, fragen sich, welche Analyse Tools besonders gut sind. Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Softwarelösungen, die von Drittanbieter stammen und mit einem sehr breiten Funktionsumfang überzeugen. Aber: Die Einarbeitung erfordert Zeit, die nicht jeder Börsenneuling investieren will. Auf der anderen Seite setzen viele Broker auf Tools, mit denen sich die grundlegenden Analysen bewältigen lassen – und die direkt in die Handelsplattformen eingebettet sind. Zu welcher Option Sie greifen, hängt letztlich auch vom persönlichen Anspruch und der Professionalität als Trader ab.
Nein, im Broker Test fallen bei den Handelsplattformen und den Tools in der Chartanalyse sehr deutliche Unterschiede auf. Hier hilft am Ende nur ein Blick auf den jeweiligen Anbieter weiter. Ob der Funktionsumfang am Ende ausreichen, muss jeder Trader vor dem Hintergrund seiner persönlichen Ansprüche entscheiden.
Ja, in jedem Fall lassen sich hieraus einige Vorteile ziehen. Wer als Anleger nicht nur unter realen Bedingungen handelt, sondern mit virtuellem Guthaben, kann risikolos neue Strategien ausprobieren und den Einsatz der verschiedenen Indikatoren testen.
Es spricht viel dafür, sich mit mehreren Tools zur Chartanalyse zu beschäftigen. Nur so finden Sie als Anleger die Software, welche Ihnen das beste Paket aus Funktion und Bedienbarkeit anbietet. Achten Sie aber darauf, dass die Anbieter in Testversionen wirklich den vollen Funktionsumfang zur Verfügung stellen.
Ja, in der Regel sind die Entwickler – egal, ob für Broker oder Drittanbieter-Lösungen – dazu übergegangen, auch mobile Chartanalyse Apps zu entwickeln. Inwiefern sich diese von den Desktoplösungen unterscheiden, muss der Praxistest zeigen.
Damit Ihnen die Tools immer möglichst genaue Ergebnisse liefern, brauchen Sie eine sehr hochwertige Versorgung mit Echtzeitkursen. Achten Sie im Vergleich der Anbieter immer darauf, dass diese automatisch ohne Aufpreis eingespeist werden.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.