

Die Aussicht, im börslichen oder außerbörslichen Wertpapierhandel online sein Kapital zu mehren, lockt private Anleger. Nicht alle der Plattformen im Netz sind seriös – daher gibt es Versuche, mit einer „Schwarzen Liste“ Broker unter Verdacht zu erfassen und übersichtlich aufzulisten.
Aber gibt es die sogenannte „Schwarze Liste“, manchmal auch „Rote Liste“ genannt, wirklich? Wer erstellt sie, und wer entscheidet darüber, ob ein Anbieter auf der schwarzen Liste der Broker landet? Wir erläutern, worauf es ankommt bei seriöser Brokerage und welche Kriterien Neukunden besonders beachten sollten – denn dass ein Broker auf keiner Liste steht, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass er seriös ist!
Eine verlässliche „Schwarze Liste“ von Brokern, die nachweislich unseriös arbeiten, wäre ausgesprochen hilfreich. Allerdings gibt es die eine, übergeordnete Referenz nicht. Die Suche im Netz unter dem Stichwort Schwarze Liste Broker führt weniger zu institutionellen Listen als zu privaten Webseiten.
Daneben veröffentlichen manche Finanzaufsichtsbehörden oder Verbraucherschutzorganisationen ihre Listen, die zum Teil sogar differenzieren zwischen bloßen Verdachtsfällen und tatsächlich überführten Brokern.
Gemeinsam haben alle diese Listen, dass sie dem Informationsbedürfnis von Anlegern entgegenkommen – besonders Neulinge, die erst noch das Trading lernen müssen, lassen sich leichter von unseriösen Versprechen aufs Glatteis führen und laufen Gefahr, hohe Verluste zu erleiden.
Die deutsche BaFin publiziert keine eigene Schwarze Liste, die Broker unter Verdacht aufführt. Allerdings finden Anleger und Trader auf der Website der BaFin eingehende Erläuterungen zur Verantwortung der Behörde.
So wird ausdrücklich angegeben, dass ein BaFin-lizenzierter Anbieter nicht zwangsläufig vollständig empfehlenswerte Produkte vertreibt. Die Behörde prüft nach eigenen Worten Prospekte und Informationsblätter nur hinsichtlich der Verständlichkeit und Vollständigkeit der Informationen.
Wer sich mit einer Liste einen ersten Überblick verschaffen möchte, wird jedoch anderweitig fündig. Als aufschlussreich gelten die folgenden Adressen:
Die BaFin, aber auch erfahrene Trader empfehlen grundsätzlich, schon vor der Suche nach einem Broker über die eigenen Anlageziele und Risikoaffinität nachzudenken. Es hilft, sich vor Augen zu halten, welche Beträge aufgewendet werden können und welche Verluste man hinnehmen würde.
Ein CFD-, Aktien- oder ETF Broker Vergleich und ergänzende Erfahrungs- und Testberichte sind eine gute Hilfe, die große Anzahl der Anbieter einzugrenzen. Danach können die Kandidaten selbst geprüft werden – beispielsweise mit einem Musterdepot oder einem CFD Demokonto.
Die Website und das Geschäftsgebaren von Finanzdienstleistern sollte auf keinen Fall Warnsignale auslösen. Die wichtigsten „Red Flags“ für eine Platzierung auf der Schwarzen Liste von Brokern fasst auch die BaFin zusammen!
Wird ein Broker nicht von einer Finanzaufsicht überprüft, haben Kunden keine Anhaltspunkte zur Seriosität und Qualität des Angebots und im Streitfall wenig Handhabe. Nicht alle unregulierten Anbieter sind per se unseriös, Fachleute raten vom Handel ohne den Schutz einer Regulierung allerdings ab.
Das Impressum listet wichtige rechtliche Informationen auf – darunter Namen und Standort des oder der Anbieter, die Verantwortlichen, Kontaktoptionen, Eintrag ins Handelsregister. Fehlt es, sollten Leser aufmerken.
Die Geschäftsbedingungen eines Finanzdienstleisters sind keine leichte, aber dafür eine wichtige Lektüre. Sind wirklich alle Themen zum Umgang mit Kundengeldern, Kosten und Ablauf von Transaktionen hier angesprochen oder bleiben offene Fragen?
Broker, die mit hohen Gewinnen werben, sind in der Regel nicht seriös. Vertrauenswürdige Anbieter weisen deutlich auf die Risiken des Handels und/oder der Investition hin und erklären ihren Kunden oft auch, was sie selbst für ihre Sicherheit tun können. Die tatsächlichen Renditeoptionen bestimmter Anlagen können Interessierte mithilfe von Börsennachrichten oder Wirtschaftszeitungen prüfen.
Kontakte per Werbemail oder durch Anrufe, meist über Callcenter, die einen Broker bewerben, sind mit Vorsicht zu genießen, ebenso werbende Posts in sozialen Netzwerken. Die etablierten Finanzdienstleister verlassen sich auf die Empfehlungen zufriedener Kunden und die Qualität ihres Angebots bei der Neukundengewinnung.
Zu den wichtigen Gütekriterien der besten Broker gehört ein kompetenter, freundlicher und gut erreichbarer Support. Den Kontakt zum Kundendienst sollten Anleger und Trader schon vor der Kontoeröffnung suchen – ist der Support nicht erreichbar, ist das ein Alarmsignal.
Wer bereits ein Handelskonto eröffnet hat und feststellt, dass der Broker Transaktionen ohne Auftrag seitens des Kunden durchführt, sollte sich so schnell wie möglich von dem Anbieter zurückziehen.
Die Einzahlungen beim Broker sind meist komfortabel und schnell getätigt. Gibt es allerdings Schwierigkeiten bei der Auszahlung der Renditen, sollten Kunden aufmerken. Zu den Warnsignalen gehören ungewöhnliche Verzögerungen, hohe Mindestauszahlungsbeträge oder Bearbeitungsgebühren seitens des Brokers.
Bietet ein Broker besonders lohnende oder exklusive Anlagen an, für die sich der Kunde sofort entscheiden muss, gilt es ebenfalls, Abstand zu nehmen. In vielen Fällen ist dies eine Masche, mit der die natürliche Zurückhaltung des Anlegers ausgehebelt werden soll.
Das Angebot, zunächst mit kleinen Beträgen bei einem neuen Anbieter oder Projekt einzusteigen und bei späteren erhofften Renditen ganz vorn dabei zu sein, ist oft nicht seriös. Nach der ersten Zahlung wird häufig die Investition weiterer Beträge verlangt, um die Renditen nicht zu gefährden – bis die Blase irgendwann platzt. Derartige Versprechungen sind ein Merkmal von sogenannten Schneeball-Systemen, oft gibt es zu Beginn tatsächlich geringere Ausschüttungen, um Kunden bei der Stange zu halten und zu weiteren Investments zu verführen.
Dass ein Broker für seine Tätigkeit bezahlt werden möchte, ist selbstverständlich. Die Gebühren und Kosten beim Handel gehen jedoch von der Rendite ab – deshalb ist gerade hier ein genauer Blick schon vor der ersten Verpflichtung wichtig. Ein No-Go sind versteckte Kosten, aber auch überhöhte Gebühren. Jeder Broker muss seinen Kunden auf Wunsch eine Übersicht der Kosten ausfertigen.
Die Ausschlusskriterien, die die BaFin und Finanzexperten zusammentragen, sind tatsächlich gute Leitlinien für Anleger, die sich vor Betrug schützen wollen. Allerdings muss auch gesagt werden, dass es Marktbereiche gibt, die sich der Regulierung entziehen.
Anbieter, die hier tätig sind, gehören nicht unbedingt auf die Schwarze Liste der Broker, die unseriös sind – sie stehen eher für ein wenig ungewöhnlichere Geschäftsmodelle oder Produkte. Die Rede ist von einem Segment, das als „Grauer Kapitalmarkt“ bezeichnet wird.
Da hier eine Kontrolle durch eine nationale Aufsichtsbehörde nicht gegeben ist, sind Anleger selbst in der Pflicht – durch die sorgfältige Prüfung der Einzelfälle lassen sich mit angemessener Erfahrung die schwarzen Schafe aussortierten und mitunter interessante Geschäftsideen identifizieren. Zu ihnen gehören
Erfolgreiche Investoren und Trader geben Neulingen einen weiteren guten Rat mit auf den Weg – nämlich die Verteilung des eigenen Kapitals auf verschiedene Anlageformen, Finanzinstrumente, vielleicht auch Anbieter.
Das macht Sinn – denn wenn ein einzelner Wert ausfällt, kippt nicht das gesamte Vermögen. Die sogenannte Diversifizierung besteht darin, ein Aktienpaket mit Titel unterschiedlicher Unternehmen, Branchen, Länder und Währungsräume zu bestücken. Das lässt sich ausdehnen, indem man neben der Investition in ein Depot auch Sparpläne laufen lässt und außerbörslich handelt – beispielsweise mit Derivaten oder mit CFDs.
Zwar entwickeln die meisten Anleger im Laufe der Zeit Präferenzen für bestimmte Produkte, Trading-Stile und Strategien, doch die Empfehlung, nie zu viel Kapital in bestimmte Anlagen zu konzentrieren, sollte man bis dahin verinnerlicht haben.
Die Anlage mit einem besten Aktiendepot oder das CFD Trading bei einem seriösen Broker ist auch für Einsteiger möglich. Den geeigneten Finanzdienstleister zu finden, ist dabei eine Frage der guten Information. Mit einem Brokervergleich und den Details aus Erfahrungsberichten erhalten Leser wichtige Hinweise zu Aspekten des Angebots. Trotz der Unterschiede, die in der Ausgestaltung der Geschäftsmodelle vorhanden sind, können bestimmte Qualitätskriterien identifiziert werden – sie sind bei allen guten Brokern vorhanden und können objektiv bewertet werden. Broker, die den Fakten-Check bestehen, gelten als seriös – alle, die hier überdurchschnittlich gut bewertet werden, schaffen es im Ranking auf die oberen Plätze!
Wird ein Broker für seine Tätigkeit zugelassen und regelmäßig kontrolliert, ist dies zwar kein vollständiger Schutz – aber die Aufsicht einer vertrauenswürdigen Behörde lässt erkennen, welche Sicherheiten der Broker bieten muss – beispielsweise durch die Einhaltung der Finanzrichtlinien, die innerhalb der EU verbindlich sind.
Wo die Kundengelder verwahrt werden und wie sie gesichert sind, sollten Neukunden unbedingt schon im Vorfeld prüfen. Die Einlagen müssen getrennt vom Kapital des Brokers bei einer ebenfalls regulierten Bank gehalten werden. Im Fall einer Insolvenz des Brokers sorgt ein Sicherheitsfonds für die Abdeckung klar kommunizierter Beträge.
Wie ein Broker vergütet wird, wie hoch die anfallenden Gebühren sind und wie sie sich zusammensetzen, muss von vornherein bekannt sein. Das gilt für die Services wie Kontoführung, Reporting, Bearbeitung von Zahlungen, und den Handel selbst. Bei einem seriösen Broker sind alle Kosten in einer geordneten, übersichtlichen Liste einsehbar, entweder als Teil der AGB oder in einer separaten Datei.
Bietet ein Aktien- oder CFD-Broker ein großes und vielseitiges Handelsangebot, können Kunden davon ausgehen, dass sie hier die nötige Vielfalt für ihre Strategien vorfinden. Die Auflistung der handelbaren Werte in tabellarischer Form und die Verfügbarkeit von Filtern für die Eingrenzung der gewünschten Assets ist ein erkennbares Anzeichen von Professionalität beim Broker.
Anfänger, Fortgeschrittene und sehr erfahrene Trader mit hohem Handelsvolumen haben unterschiedliche Anforderungen. Manche Broker bemühen sich, mit verschiedenen Kontotypen diese Kundengruppen besonders gut zu betreuen. Sie passen dabei die handelbaren, aber auch die Ausgestaltung der Kosten dem typischen Verhalten der Zielgruppe an.
Eine oder vielleicht sogar mehrere Software-Lösungen beim Broker, von überzeugender Qualität und mit benutzerfreundlicher Oberfläche, gehören zu den Gütekriterien der besten Broker. Neben gut ausgestatteten Plattformen bekannter Drittanbieter können auch eigene Lösungen angeboten werden. Die Software sollte vollumfänglich und ohne zusätzliche Kosten zugänglich sein.
Kundenfreundliche und vielleicht sogar kleinanlegerfreundliche Zahlungsschwellen für Ein- und Auszahlungen werden im Brokertest geprüft – aber auch die Sicherheit und Schnelligkeit der angebotenen Methoden. Sie sollten zum Geschäftsmodell des Brokers passen, möglichst nicht oder nur mit geringen Kosten einhergehen und eine zügige Wertstellung ermöglichen.
Ein guter Broker macht keine funkelnden Renditeversprechen – im Gegenteil weist er Neukunden auf Risiken hin und gibt ihnen obendrein die Mittel an die Hand, sich auf den Handel vorzubereiten. Für die Theorie stehen bei den besten Brokern Bildungs-Hubs zur Verfügung. Hier sind in verschiedenen medialen Formaten grundlegende Informationen zum Handel, zu den Produkten, aber auch zur Software oder zur Technischen Analyse strukturiert aufbereitet. Damit Nutzer diese Lerninhalte einüben und damit vertiefen können, wird ein Musterdepot oder Demokonto zur Verfügung gestellt. Die Demo bietet echtes Handelsfeeling, ist aber mit virtuellem Kapital ausgestattet – sie ist also frei von Risiken, kostenlos und unverbindlich. Das macht sie zu einem perfekten Übungs-Tool für Neulinge.
Wie (und ob) der Kundenservice erreichbar ist, können Interessierte schon mit einem Demokonto selbst testen! Ein kompetenter Support, der bei Fragen oder Problemen wirklich zeitnah für Abhilfe sorgt, ist ein Hinweis darauf, dass ein Broker seriös ist. Dass kein Support angeboten wird, ist jedoch nicht zwingend ein Anzeichen, dass ein Anbieter auf die Schwarze Liste der Broker gehört. Bei manchen Neobrokern ist der Kundendienst stark reduziert, um Kosten zu sparen und die sehr günstigen Konditionen zu ermöglichen.
Bei der Mehrheit der Anbieter handelt es sich um durchaus seriöse Aktien- oder CFD-Broker, die den Auflagen der regulierenden Behörden entgegenkommen. Die entsprechenden Informationen sind dann auf der Website auf Anhieb zu finden, oft in der Fußzeile oder in einem Impressum.
Bei einem regulierten Broker ist das Kapital auf dem Handels- oder Verrechnungskonto durch einen Einlagenschutz nach nationalem Standard gesichert. Die Höhe des Einlagenschutzes variiert und sollte auf der Website des Brokers erläutert werden. Wertpapiere im Depot verbleiben grundsätzlich im Besitz des Anlegers.
Es gibt verschiedene Betrugsmaschen – vom Abgreifen geringer Ersteinzahlungen über befristete Zeiträume bis zum übereilten Schließen von (vermeintlich) gefährdeten Positionen, deren Kapital dann dem Broker zufällt, oder auch durch versteckte Gebühren, die sich unversehens als Kostenfalle erweisen.
Eine einzige, weltweit geltende Liste unseriöser Finanzdienstleister gibt es nicht – und es würden natürlich auch immer wieder neue Betrugsversuche durch die Maschen schlüpfen. Anleger und Trader können sich jedoch bei Finanzbehörden und Organisationen zum Verbraucherschutz informieren. Hier werden nicht nur unseriöse Broker benannt – auch Negativ-Kriterien, die als Warnsignale gelten, sind aufgelistet und helfen bei der eigenen Einschätzung.
Wer bei einem namhaften, seriösen Anbieter investiert und handelt, kann das eigene Girokonto mit der Plattform verknüpfen. Dem sollten jedoch eigene Recherchen und ein Abgleich mit vorhandenen Warnlisten vorhergehen. Die sichere Verwahrung von Zugangsdaten und die Verwendung der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird ebenfalls empfohlen.
Es gibt verschiedene Qualitätskriterien, die einen seriösen Broker kennzeichnen – und umgekehrt Negativ-Kriterien, die nicht vorhanden sein dürften. Diese Aspekte können Interessierte selbst prüfen und zusätzlich die Unterstützung eines Brokervergleichs und gängiger Warnlisten nutzen.
Der Handel und die Anlage bei einem Online Broker ist in Deutschland und auch innerhalb der EU vollkommen legal. Um in der Europäischen Union zugelassen zu werden, müssen die Anbieter zuvor den Anforderungen der lizenzierenden Behörden entsprechen und einen überzeugenden Einlagenschutz vorweisen.
Auch wenn es keine allgemeingültige Schwarze Liste zu Brokern mit betrügerischer oder unseriöser Absicht gibt – Anleger und Trader können viel tun, um sich zu schützen. Der Erfolg zweifelhafter Angebote fußt fast immer auf der Gier. Eine vermeintlich unwiderstehliche Gelegenheit wird dem Interessenten mit schönen Worten aufgedrängt, oft unter Zeitdruck – so dass das angebrachte Misstrauen ausgeräumt wird.
Seriöse Renditechancen fallen nicht in diese Kategorie. Sie lassen sich auf Herz und Nieren prüfen und mit Wettbewerbern vergleichen. Die Empfehlung daher – nichts übers Knie brechen, die eigenen Ziele formulieren und mit dem Brokervergleich die bestmöglichen Kandidaten in die engere Wahl nehmen. Natürlich in aller Ruhe und einschließlich eines Blicks auf Regulierung und Konditionen.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.