

Mit einem Anleihen-ETF erfolgt die Nachbildung eines Indexes, dessen Fokus nur auf Anleihen liegt. Meist sind Aktien-ETFs besonders bekannt. Allerdings bieten Anleihen-ETFs ebenfalls die Möglichkeit, eine Diversifizierung ins Depot zu integrieren.
Wir wollten für Sie wissen, ob die Investition in einen Anleihen ETF sinnvoll ist, wo die Risiken liegen und welche Optionen es bei Brokern und Banken überhaupt gibt. Gerade in Hinblick auf die Zinswende der vergangenen Jahre gelten Anleihen als eher risikoreiche Anlage. Warum sollte das bei einem Anleihen ETF also anders sein?
Anleihen ETFs werden teilweise auch als sogenannte „ETF Rentenversicherung“ geführt, da in der Regel der Rentenindex als Basis genutzt wird. Die Funktionsweise ist vergleichbar mit dem klassischen Aktien ETF. Abgebildet wird die zu erwartende Entwicklung des Indexes. In dem geschnürten Paket befinden sich verschiedene Anleihen, was zu einer generellen Minimierung des Risikos führt.
Der Index bildet die Basis für den ETF, die Anleihen im ETF entsprechen also den Anleihen, die auch im Index abgebildet werden. Der deutsche Rentenindex wird deshalb so gern genutzt, weil hier insgesamt 30 Staatsanleihen zusammengefasst werden. Allerdings haben Sie auch die Möglichkeit, sich für Varianten mit Unternehmensanleihen zu entscheiden.
Der ETF ahm den Index nach und damit auch dessen Zinsentwicklung. Welche Anleihen in dem jeweiligen ETF enthalten sind, variiert. Sie finden bei den derzeitig handelbaren ETFs verschiedene Punkte, die eine Rolle spielen:
Anleihen haben generell eine bestimmte Laufzeit. Das ist eine Besonderheit im Vergleich zu einem Aktien-ETF. Läuft die Laufzeit einer Anleihe aus dem ETF aus, muss diese durch eine neue Anleihe ersetzt werden. Das bedeutet, die Zusammensetzung des ETFs kann sich immer wieder ändern.
Wenn Sie also abwägen, welcher Anleihen-ETF sinnvoll für Sie ist, kann die Laufzeit der enthaltenen Anleihen ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung sein.
Zunehmend wird ein Anleihen ETF eine Empfehlung für das Portfolio und die Gründe dafür sind mehrere Vorteile, die diese Form der Geldanlage mit sich bringt:
Ein Anleihen ETF setzt sich in der Regel aus Indizes mit klaren Vorgaben zusammen, sodass Sie hier einen sehr guten Überblick über die Anleihen haben und stets transparent über deren Entwicklung informiert werden.
Anleihen ETFs wachsen, das Angebot nimmt zu. Für Sie bedeutet dies, dass Sie in der großen Auswahl nach genau den Varianten schauen können, die mit Ihrer Anlagestrategie übereinstimmen. Sowohl vom Risikomanagement her als auch von den Inhalten sind Sie besonders flexibel.
Generell gelten ETFs als relativ kostengünstige Variante für die Geldanlage. Das ist auch bei Anleihen ETFs der Fall. Damit ist es lohnenswert, auch dann zu investieren, wenn die Rendite vergleichsweise gering ist.
Auch dieser Punkt trifft nicht nur auf ETFs mit Anleihen zu, sondern auch auf andere ETF-Arten. Dennoch finden wir, dass er erwähnenswert ist. Wenn Sie in diese Form der Wertpapiere investieren, profitieren Sie von einer hohen und schnellen Liquidität. Der Handel der Wertpapiere erfolgt meist über die Börsen und damit haben Sie während der Handelszeiten immer die Möglichkeit, Ihre ETFs zu verkaufen und zu Geld zu machen.
Der klassische Aktien-ETF ist inzwischen in so gut wie jedem Depot zu finden und selbst ein guter Immobilien ETF hat seine Anhänger. Aber warum sollten Sie darüber nachdenken, einen Anleihen ETF in Ihr Depot aufzunehmen, wenn diese oft als risikoreich oder ETFs mit geringer Rendite bezeichnet werden?
Tatsächlich wird oft fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es sich bei Anleihen um Instrumente handelt, bei denen es gar keine so großen Kurswechsel gibt. Das ist falsch. Während der festgelegten Laufzeit gibt es immer wieder deutliche Veränderungen beim Kurswert. Dies hängt damit zusammen, dass auch bei Anleihen der Kurswert durch die Nachfrage sowie das Angebot an der Börse bestimmt wird.
Der Einzelkauf von Anleihen kann zu einer Herausforderung werden, da sie die Besonderheit haben, oft nur in großen Paketen am Markt zu sein. Grund dafür ist, dass die Emittenten die Anleihen in größeren Mengen anbieten, um schnell liquide zu werden.
Mit dem Anleihen-ETF haben Sie die Chance, über eine Geldanlage in verschiedene Anleihen zu investieren und so das Risiko zu diversifizieren. Sind Sie auf der Suche nach einer Investition in Anleihen, die das beste Maß an Sicherheit und geringem Risiko mitbringt, sind Staatsanleihen eine gute Wahl. Bester Anleihen-ETF – diese Kriterien helfen bei der Auswahl
Möchten Sie gern in einen ETF investieren und haben sich für die Anleihen-Variante entschieden, sind die folgenden Kriterien hilfreich, den besten Aleihen-ETF zu finden:
Informieren Sie sich darüber, welche Anleihen im Index abgebildet werden. Handelt es sich um Unternehmensanleihen oder staatliche Anleihen? Staatsanleihen gelten als sicherer, dementsprechend geringer fällt hier, im Vergleich zu Unternehmensanleihen, aber auch die Rendite aus.
Abhängig davon, wie lange es den ETF schon gibt, können Sie sich über die Kursentwicklung einen guten Überblick über die Rendite der vergangenen Monate oder Jahre verschaffen. Die Performance gibt ebenso einen möglichen Hinweis auf das Risiko der Geldanlage.
Sehen Sie sich die Gesamtkostenquote des ETFs an. Diese wird auch als TER bezeichnet und ist eine Bewertung zu den Gebühren, die in Zusammenhang mit dem ETF anfallen.
Prüfen Sie nach, in welcher Währung die Anleihen gehandelt werden. Handelt es sich nicht um den Euro, kann ein Währungsrisiko bestehen. Möchten Sie dies ausschließen, wählen Sie einen ETF mit Anleihen, die als Währung den Euro haben.
Prüfen Sie nach, wie lange die Laufzeit der Anleihen ist, die im ETF abgebildet werden sollen. Bei zu kurzen Laufzeiten werden sie möglicherweise nicht mit in den ETF aufgenommen.
Bei einem ETF erhalten Sie immer die Information, ob es sich um einen ausschüttenden oder einen thesaurierenden ETF handelt. Hier kommt es natürlich darauf an, was Sie bevorzugen. Bei einer thesaurierenden Variante werden die Dividenden im ETF wieder direkt investiert. Bei der ausschüttenden Form erhalten Sie die Dividende auf Ihr Konto und können diese ebenfalls reinvestieren oder als passives Einkommen nutzen.
Die Bonität der Emittenten gibt unter anderem Aufschluss darüber, wie hoch das Risiko bei einem Anleihen-ETF sein kann. Gleiches gilt für die Frage, wie hoch die Liquidität der Anleihen ist. Informieren Sie sich über diese Punkte, bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen.
Anhand der hier zusammengestellten Kriterien bekommen Sie einen guten Überblick über Anleihen-ETFs und können abwägen, welche Sie davon in Ihr Portfolio aufnehmen möchten.
Eine sehr gute Option für die Geldanlage in Anleihen ETFs ist der Wertpapiersparplan. Bei immer mehr Depots können Sie auf diesen zurückgreifen. Ein Wertpapiersparplan zeichnet sich aus durch:
Sie richten den Sparplan in Ihrem Depot ein. Vorher verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, welche ETFs mit Anleihen zur Verfügung stehen. Bei vielen Anbietern liegt die Mindestsparrate bei einer Höhe von 25 Euro pro Monat.
Normalerweise haben Sie jederzeit die Möglichkeit, die Höhe Ihrer Sparrate anzupassen und weitere Sparpläne zu eröffnen. In Ihrem Depot sehen Sie, wie die Anteile am ausgewählten ETF wachsen und erhalten einen Überblick über dessen Entwicklung.
Sparpläne sind sehr gut als Anleger für Sie geeignet, wenn Sie eine monatliche Sparrate für den Wertpapierkauf einsetzen und diese vielleicht auf verschiedene ETFs aufteilen möchten. Auch dann, wenn Ihnen ein großer Betrag für eine einmalige Investition fehlt, bieten sie eine hervorragende Alternative.
Damit Sie ein komplettes Bild zu Anleihen-ETFs erhalten, möchten wir kurz für Sie auf die Risiken eingehen. Im Vergleich zu anderen Anlageformen gelten Anleihen als relativ risikoarm und werden daher gern als Sicherheit ins Portfolio aufgenommen. Allerdings sind dennoch einige Risiken vorhanden.
Die Zinsbewegungen können eine empfindliche Auswirkung auf Ihre Rendite haben. Bei hohen Zinsen lässt das Interesse an Anleihen nach und dementsprechend kann die Rendite sinken. Sinken die Zinsen, werden Anleihen jedoch deutlich attraktiver, was sich auch auf die Rendite bei Ihrem ETF auswirkt.
Wir haben kurz angeschnitten, dass Sie beim Vergleich von Anleihen ETFs immer auf die Bonität des Emittenten achten sollten. Genau hier liegt ein weiteres Risiko. Es kann passieren, dass der Emittent seine Verbindlichkeiten nicht mehr zahlen kann. Es wird hierbei von einem Ausfallrisiko gesprochen. Planen Sie dieses mit ein, wenn Sie einen passenden ETF in Ihr Portfolio aufnehmen möchten.
Der Handel von ETFs mit Anleihen an den Börsen erfolgt weltweit. Bei der Entscheidung, welche Ausführung Sie gern für Investitionen nutzen möchten, hilft ein Blick auf die Varianten, die besonders häufig gehandelt werden.
Vor allem bei europäischen Anlegern sind diese ETFs die erste Wahl. Dabei ist wichtig zu beachten, dass zwar jedes Land im Euroraum Staatsanleihen ausgibt. Allerdings kann sich die Kreditwürdigkeit deutlich unterscheiden. Es lohnt sich, das Rating der jeweiligen Länder anzusehen. Die Niederlande oder auch Deutschland führen hier die Liste an.
Das heißt, Anleihen aus dem Euroraum sind nicht gleichzeitig auch eine sichere Wahl. Beachten Sie dies, wenn Sie mit der Investition beginnen. Neben den klassischen Euro-Staatsanleihen-ETFs gibt es weitere Varianten:
Im Rahmen einer guten Diversifikation und dem Blick auf eine möglichst hohe Rendite, raten wir dazu, nicht ausschließlich in risikoreiche Euro-Anleihen zu investieren, sondern diese zusätzlich abzusichern.
Auch im Bereich der Geldanlage spielt Nachhaltigkeit zunehmend eine wichtige Rolle. Wir haben uns für Sie darüber informiert, wie es damit im Bereich der Anleihen-ETFs aussieht. Möchten Sie sicherstellen, dass Sie bei Ihrer Geldanlage nachhaltig agieren, achten Sie auf ESG-Anlagen. ESG ist die Abkürzung für:
Die ESG-Kriterien legen für die Unternehmen, die hinter den Anleihen stehen fest, wann diese als nachhaltige Geldanlage gelten. Die Unternehmen müssen in Bezug auf die Nachhaltigkeit die höchsten Kriterien erfüllen.
In Bezug auf die Umwelt geht es darum, dass Unternehmen energieeffizient und klimaschonend arbeiten müssen. Bei den sozialen Bereichen geht es darum, wie sich Unternehmen gesellschaftlich einbringen und ihre Mitarbeitenden behandeln. Bei der Unternehmensführung wird nach den ESG-Kriterien geschaut, wie detailliert und transparent die Kontrollprozesse in einem Unternehmen sind.
Häufig entscheiden sich Anleger, einen Blick auf den Markt für ETFs mit USD-Anleihen zu werfen. Hier steht natürlich in erster Linie die Sorge vor Währungsrisiken im Vordergrund. Tatsächlich ist es aber vor allem die große Auswahl an Anleihen, die das Interesse auf sich zieht. Einer der Gründe dafür ist, dass es zahlreiche Emittenten gibt, die zwar nicht in den USA leben, als Währung für ihre Anleihen aber den USD wählen.
Im Vergleich zu Aktien-ETFs sind Varianten mit Anleihen noch nicht in so großer Auswahl zu finden, dank vieler verschiedener Varianten haben Sie jedoch dennoch einige Möglichkeiten.
Einige der ETFs haben sich in der Vergangenheit als beliebte Varianten bei den Anliegern erwiesen. Unter anderem gehören dazu:
Im Vergleich der einzelnen Anleihen-ETFs werden Sie immer wieder auf die Bezeichnung iBonds stoßen. Hierbei handelt es sich um ETFs, die durch iShares zusammengestellt wurden. iShares gilt als bekannter Anbieter für ETFs. Zusammengestellt wurden die iBonds mit dem Ziel, hier nur Anleihen ineinander zu vereinen, deren Laufzeit sich ähnelt. Das heißt, die Laufzeit des ETFs ist ebenfalls fest.
Das heißt, wenn Sie sich für einen der iBonds entscheiden, erhalten Sie nach der festgelegten Laufzeit Ihr Geld direkt auf Ihr Referenzkonto ausgezahlt. In Vergleich zu anderen Anleihen-ETFs bedeutet dies, dass sich die Zusammensetzung des ETFs nicht ändert.
Hier endet die Laufzeit im Dezember 2026. Enthalten ist ein Fondsvolumen in Höhe von 626 Millionen Euro. Die Anleihen werden in der Währung Euro geführt. Insgesamt sind 374 Anleihen im Fonds enthalten. Die Endfälligkeitsrendite hat eine Höhe von 3,7 % pro Jahr.
Bei dieser Variante laufen die Anleihen bis Dezember 2028. Das Fondsvolumen ist mit 879 Millionen Euro größer als beim ersten genannten. Auch hier ist die Währung der Euro. Die Anzahl der Anleihen ist etwas geringer mit 328. Ebenfalls nur leicht geringer im Vergleich ist die Endfälligkeitsrendite. Diese liegt bei 3,6 % pro Jahr.
Bei dieser Variante handelt es sich um einen etwas kurzfristiger ablaufenden ETF. Bis Dezember 2025 geht die Laufzeit und dann folgt die Auszahlung. Das Fondsvolumen hat eine Höhe von 222 Millionen US-Dollar und auch die Währung der Anleihen ist hier US-Dollar. Dafür sind deutlich mehr Anleihen als bei den anderen beiden Varianten enthalten. Insgesamt sind es 518. Die Endfälligkeitsrendite wird hier mit einer Höhe von 5,6 % pro Jahr angegeben.
Damit haben Sie einen Überblick über die iBonds und können besser abschätzen, ob diese sich als Teil für Ihr Portfolio eignen.
ETFs, die sich ausschließlich auf Anleihen konzentrieren, gelten als Pendant zu den bekannten Aktien-ETFs und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gerade Varianten mit Staatsanleihen gelten als relativ sicher und schwankungsarm. Unternehmensanleihen bringen dagegen ein höheres Risiko mit, gleichzeitig aber auch tendenziell eine höhere Rendite. Möchten Sie einen Anleihen-ETF in Ihr Portfolio aufnehmen, achten Sie am besten auf Kriterien, wie die Laufzeit der Anleihen, die Bonität der Emittenten und den Kostenfaktor des ETFs.
Die Investition in einen Anleihe-ETF ist optimal geeignet für Anleger, die auf der Suche nach einem kostengünstigen Investment sind und Renteninvestments in ihr Portfolio aufnehmen möchten. Gerade im Rahmen der Diversifikation des Portfolios kann diese Form der ETFs eine gute Wahl sein.
Der Begriff des Währungsrisikos bezieht sich hier auf die Anleihen, die im Fonds enthalten sind. Entscheiden Sie sich für die Investition in einen ETF mit Staatsanleihen aus den USA, besteht ein Währungsrisiko. Dies gilt auch dann, wenn der ETF selbst in Euro gehandelt wird.
Jede Geldanlage birgt Risiken, dies gilt auch für ETFs auf Anleihen. Neben dem Aspekt, dass der Wert durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird, gibt es auch hier ein Zinsrisiko. Dazu kommt das Kreditrisiko der Emittenten.

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.