

ETFs nutzen Anleger über Direktinvestments oder als Sparplan zum Vermögensaufbau. Die Intentionen hinter dem Einstieg sind sehr unterschiedlich. Einige Anleger möchten sich zusätzlich im Portfolio diversifizieren, andere Privatanleger suchen nach Kapitalanlagen abseits des Sparkontos.
Inzwischen ist die Auswahl bei den ETFs so umfassend, dass sich verschiedene Strategien umsetzen lassen, um auch langfristig Ertragschancen zu haben.
Damit die vermeintlich besten ETFs für die Zukunft am Ende aber keine Fehlinvestition werden, braucht es mehr als die Fondsauswahl. Entscheidungen rund um die Kapitalmärkte erfordern eine grundlegende Strategie. Diese Strategie umfasst eine klare Vorstellung vom Anlageziel und Risiko.
Warum sollten sich Anleger mit ETFs als Baustein für ein robustes Portfolio beschäftigen? Exchange Traded Funds werden nicht ohne Grund als Asset immer wieder nachgefragt.
Mehrere Gründe sprechen dafür, diese Anlageklasse in das eigene Portfolio einzubeziehen. Durch die Nachbildung eines Indexwertes entsteht eine innere Diversifikation, besonders bei sehr breit aufgestellten ETFs.
Mithilfe der Fonds nutzen Anleger eine Möglichkeit, in verschiedene Branchen und Märkte zu investieren. Inzwischen ist die Auswahl so breit, dass sich verschiedene Anlagestrategien – von einer starken Wachstumsorientierung bis zum Inflationsschutz – realisieren lassen. Welche ETFs eignen sich für ein Portfolio, welches auch in Zukunft Wachstum, Flexibilität und ein robustes Auftreten in Krisen miteinander verbindet?
Die Auswahl der Fonds für ein Portfolio lässt sich nach verschiedenen Gesichtspunkten gestalten. Ein essenzieller Ansatz ist die zeitliche Ausrichtung des Portfolios. Hierbei spielen kurz-, mittel- und langfristige Anlageentscheidungen eine Rolle. Dabei greifen verschiedene Anlageziele ineinander.
Die langfristige Komponente des ETF-Portfolios vertritt einen konservativen Ansatz, der eine niedrige Volatilität bevorzugt.
Mittelfristig orientierte ETFs werden basierend auf einer ausgewogenen Komponente ausgewählt, um einen robusten Vermögensaufbau zu erreichen. Das Risiko lässt sich mit geeigneten Methoden optimieren.
Kurzfristige orientierte Segmente der Anlagestrategie orientieren sich auf renditeoptimierte Ansätze. Anleger müssen hier Methoden entwickeln, um das Anlagerisiko zu beherrschen.
Alle drei Aspekte spielen für die Auswahl der besten ETFs eine Rolle und müssen sich in die Gesamtstrategie des Anlageportfolios integrieren.
| ▶️ ETF-Name | 🔢 ISIN | 📈 Anlagehorizont |
|---|---|---|
| Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data | IE00BGV5VN51 | Taktisch (kurzfristig) |
| L&G Artificial Intelligence | IE00BK5BCD43 | Taktisch (kurzfristig) |
| Xtrackers MSCI World Information Technology | IE00BM67HT60 | Taktisch (kurzfristig) |
| iShares MSCI World Small Cap | IE00BF4RFH31 | Factor Investing (langfristig) |
| iShares Edge MSCI World Quality Factor | IE00BP3QZ601 | Factor Investing (langfristig) |
| Xtrackers MSCI World Minimum Volatility | IE00BL25JN58 | Factor Investing (langfristig) |
| iShares Edge MSCI World Minimum Volatility ESG | IE00BKVL7778 | Factor Investing (langfristig) |
| Amundi Prime All Country World | IE0009HF1MK9 | Strategisch (langfristig) |
| Amundi MSCI Emerging Markets III | FR0010429068 | Strategisch (langfristig) |
| Vanguard FTSE All-World | IE00B3RBWM25 | Strategisch (langfristig) |
| SPDR S&P Global Dividend Aristocrats | IE00B9CQXS71 | Strategisch (langfristig) |

▶️ ETFs können als Baustein für ein robustes Portfolio genutzt werden/ Shutterstock/
In Bezug auf den kurzfristig orientierten Anlagehorizont bieten sich ETFs mit einer hohen Liquidität und einer robusten Volatilität an.
Aus Anlegersicht liegt hier der Fokus auf dem Wachstum, das Risiko darf aber nicht komplett ausgeblendet werden. Um das Anlagerisiko zu optimieren, spielt die Streuung der einzelnen Fonds eine essenzielle Rolle.
Dieser ETF investiert in die Bereiche KI und Big Data. Mit einem Fondsvolumen von 4,447 Milliarden EUR ist er einer der größten KI-ETFs. Die Wertentwicklung der letzten 3 Jahre beträgt rund 100 Prozent (12-Monats-Zeitraum: 10,6 Prozent).
Dieser ETF konzentriert sich auf die Nachbildung des ROBO Global Artificial Intelligence Index und erreicht ein Fondsvolumen von rund 800 Millionen EUR. In den vergangenen Jahren hat der ETF eine starke Performance erreicht – mit 82,20 Prozent Wachstum in den letzten drei Jahren bzw. knapp 10 Prozent im 12-Monats-Zeitraum.
Bei diesem ETF steht der MSCI World Information Technology 20/35 Custom Index im Fokus. Die Volatilität liegt bei rund 23 Prozent (über den 3-Jahres-Zeitraum).Das Fondsvolumen beträgt derzeit rund 4,4 Milliarden EUR, was eine robuste Liquidität bedeutet. Eine TER von 0,25 Prozent macht den ETF für Trader interessant, die den Kosten große Bedeutung beimessen.
Um den Anforderungen an eine robuste Balance aus Wachstum und Stabilität zu erreichen, sind für den mittelfristigen Anlagehorizont ETFs mit einer breiten Streuung auszuwählen. Zusätzlich lässt sich das Risiko durch ein Balancing von Rendite und Volatilität optimieren.
Über den iShares-ETF investieren Anleger weltweit in kleinere Unternehmen mit Wachstumspotenzial. Mit einem Fondsvolumen von knapp 5 Milliarden EUR und einer TER von 0,35 Prozent ist er für das Portfolio eine solide Basis. Die Wertentwicklung der vergangenen 3 Jahre ist mit über 25 Prozent durchweg positiv. Die Performance liegt bei knapp 4 Prozent über ein Jahr.
Dieser ETF bildet den MSCI World Sector Neutral Quality Index nach und ist mit einer TER von 0,25 Prozent ein Fonds für kostenbewusste Anleger. Das Fondsvolumen liegt derzeit bei mehr als 3,6 Milliarden EUR, weshalb der ETF eine robuste Liquidität mitbringt. Die Wertentwicklung des 2014 aufgelegten ETFs zeigt sich über die letzten 3 Jahre mit knapp 47 Prozent als positiv.
Mit dem ETF bildet Xtrackers den MSCI World Minimum Volatility Index nach und zielt damit auf eine geringe Volatilität ab. Mit einem Fondsvolumen von knapp 675 Millionen EUR und einer TER von 0,25 Prozent p. a. ist für Anleger interessant, die nach einem robusten und günstigen Investment suchen. Die Wertentwicklung der letzten fünf Jahre beträgt 32 Prozent. Der ETF verwendet eine physische Replikationsmethode und erreicht eine Volatilität von weniger als 10 Prozent.
Mit rund 670 Millionen USD Fondsvolumen ist der iShares ETF ein etwas kleinerer Fonds. Für das Asset spricht aber die niedrige Volatilität von weniger als 10 Prozent über den 1-Jahres-Zeitraum. Zudem erreicht der ETF langfristig ein aktuell solides Wachstum.
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Um die Ansprüche der Anleger für einen langfristigen Vermögensaufbau zu realisieren, müssen ETFs nicht nur eine stabile Wachstumsentwicklung zeigen. Es spielt insbesondere eine robuste Performance eine Rolle, welche in eine optimierte Risikostrategie passt.
Mit einer TER von 0,20 Prozent handelt es sich um einen vergleichsweise teuren Welt-ETF, allerdings einer mit dem größten Fondsvolumen. Mit einem Fondsvolumen von über 91 Milliarden Euro ist er einer der größten ETFs und bildet den Index physisch optimiert nach. Die Wertentwicklung der letzten 3 Jahre beträgt fast 50 Prozent und im 12-Monats-Zeitraum knapp 5 Prozent.
Tipp: Eine Alternative zum MSCI World ETF von BlackRock (iShares ist eine Marke des US-Vermögensverwalters BlackRock), ist der europäische Anbieter Amundi. Mit dem Amundi Prime Global ETF (ISIN: IE0009DRDY20) investieren Sie faktisch in dieselben Aktien, aber mit einer geringeren TER von nur 0,05 % p. a. Amundi ist ein Vermögensverwalter aus Frankreich, der Indexanbieter ist Solactive aus Deutschland. Der genannte ETF hat eine leicht bessere Performance seit Auflegung als der MSCI World ETF von iShares.[/toggle-item]
Vanguard setzt für den ETF auf eine breite globale Abdeckung und wählt die Assets nach der Sampling-Methode aus. Als Benchmark fungiert der FTSE All World. Es gelingt dem Fonds, die Kategorie kurz- bis mittelfristig zu schlagen. Dabei erreicht er mit gut 16 Prozent eine mittlere Volatilität. Die Liquidität ist angesichts eines Volumens von mehr als 33 Milliarden USD robust aufgestellt.
Dieser ETF investiert in Unternehmen mit hoher Dividendenrendite. Das Fondsvolumen beträgt etwa 1,1 Milliarden USD. Die Performance ab dem Auflagedatum ist für den ETF mit mehr als 35 Prozent positiv. Die Volatilität liegt bei rund 11 Prozent. Damit bietet er eine Balance zwischen Stabilität und Wachstum.

▶️ Anleger legen Wert auf ein gut diversifiziertes ETF Portfolio/ Shutterstock/ Aleksei Isachenko
Im Hinblick auf den Aufbau eines ETF-basierten Portfolios ist die Auswahl nach den Anlagehorizonten – sprich der Gewichtung nach der Performance und der Volatilität eine Möglichkeit. Anleger nutzen weitere Stellschrauben, um das Depot zu optimieren. Ein Ansatz: Die Verwendung von globalen Aktien-ETFs, die eine starke Streuung innerhalb der gehaltenen Assets mitbringen.
Hierfür wären der Amundi Prime All Country World UCITS ETF (ISIN: IE0009HF1MK9) ein Beispiel. Dieser repliziert den Solactive GBS Global Markets Large & Mid Cap Index, der große bis mittlere Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern kombiniert. Angesichts der TER von 0,07 Prozent handelt es sich hier um einen preiswerten Fonds. Mit über zwei Milliarden Fondsvolumen ist der ETF bei der Liquidität solide aufgestellt.
Eine weitere Option für ein optimiertes Portfolio rund um Exchange Traded Funds wäre eine Kombination mehrere Fonds, die einen regionalen Bezug haben. Schwankungen innerhalb einzelner regionaler Märkte können durch Aufwärtstrends in anderen Region gedämpft werden. Hier wären unter anderem folgende ETFs denkbare Optionen:
Um das Depot noch breiter zu entwickeln, können Faktor- und Nischen-ETFs eine weitere Option sein. Wichtig ist aus Anlegersicht hier, dass die einzelnen Fonds bzw. der Faktor, nach dem die interne Assetzusammenstellung erfolgt, dem gewünschten Risikoprofil folgt.
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Aktienbasierte Fonds nutzen Anleger, um eine Wachstumskomponente in das Portfolio zu integrieren. Damit geht – auch bei einer breiten Streuung – immer ein gewisses Risiko einher. Aktien-ETFs werden in ihrer Performance von der regionalen und globalen Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Gerät die globale Wirtschaftsleistung unter Druck, bekommen dies auch ETFs zu spüren.
Trader, die gute ETFs zum Investieren suchen und ein auch für die Zukunft robustes Portfolio aufbauen wollen, können anleihenbasierte Investments heranziehen. Es geht hier nicht zwingend darum, nur Anleihen kaufen zu müssen. Mit ETFs wie:
nutzen Anleger Anleihen ETFs, um in das Portfolio ein stabilisierendes Element zu integrieren.
Aus Anlegersicht lässt sich ein breit aufgestelltes und robustes ETF-Portfolio entwickeln, welches sowohl Performance als auch Stabilität erreicht. Sich einfach Fonds zusammenstellen reicht allerdings nicht. Es braucht eine Anlagestrategie, die einem klaren Anlageziel folgt. Welche ETF-Strategie nutzen erfahrene Trader immer wieder?
Die Entscheidung für eine Anlagestrategie gibt den Rahmen vor, in dem sich Investments auf die besten ETFs für das Zukunfts-Portfolio orientieren. Was Anlegern in diesem Zusammenhang wichtig sein sollte, ist ein Test der Strategie. Eine Möglichkeit ist das Backtesting. Dessen Vorteil: Ob sich die gewählten Fonds wirklich als beste ETFs zum Investieren erweisen, wird hier mit historischen Marktdaten überprüft. Es zeigt sich, ob die Strategie robust genug ist und auf Schwankungen richtig reagiert.

▶️ Mit ETFs kann man ein zukunftssicheres Portfolio aufbauen/ Shutterstock.com/ insta_photos
Anleger, die einen fondsbasierten Ansatz für das Depot wählen, können verschiedene Ansätze nutzen – wie aktive Kapitalverwaltung und Portfoliomanagement, etwa durch Global Portfolio One. Oder entwickeln eine eigene Strategie und bauen ein Portfolio auf, das die besten ETFs für die Zukunft kombiniert. Letzterer Ansatz bedeutet, sich intensiv mit den Märkten und der Asset-Auswahl zu beschäftigen. Das Ergebnis ist aber ein Portfolio, welches auf die eigene Anlage- und Risikostrategie zugeschnitten ist – ohne Kompromisse eingehen zu müssen.
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Grundsätzlich bietet es aus Anlegersicht Vorteile, ein ETF-Portfolio selbst zusammenzustellen. Hier haben Anleger die größtmögliche Kontrolle und können ihrer Risikostrategie folgen. Natürlich ist es für Börsenneulinge schwierig, alle wichtigen Details zu überblicken. Daher kann mit vorgefertigten Strategien – wie dem Gerd Kommer Weltportfolio – gearbeitet werden.
Prinzipiell besteht diese Möglichkeit dann, wenn ein Wertpapierbroker einen Testzugang bzw. das Demokonto anbietet. In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, inwiefern die Auswahl bei den ETFs eingeschränkt ist oder der Zugang nur zeitlich begrenzt eingerichtet wird.
Auch wenn Anleger die besten ETFs für die Zukunft suchen und dabei ein geringes Risiko in Kauf nehmen wollen – der Markt wird immer Schwankungen unterliegen. Zu 100 Prozent lassen sich Verluste einfach nicht ausschließen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, sich dieser Tatsache bewusst zu sein und eine entsprechende Risikoausrichtung zu wählen.
Gute ETFs zum Investieren sind in beiden Kategorien zu finden. Anlegern muss an dieser Stelle klar sein, dass synthetische ETFs auf Derivate zur Nachbildung eines Index setzen. Diese Tatsache wirkt sich auf die Risikobewertung aus.
Sparpläne sind gerade für langfristig orientierte Anleger eine interessante Option. Hier wird Vermögen mit Sparraten aufgebaut, die sich sehr gut an die finanziellen Verhältnisse anpassen. Zudem nutzen Trader hier den Durchschnittskosteneffekt aus.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.