

Möglicherweise denken Sie darüber nach, ob die Investition in einen Covered Call ETF sinnvoll ist. Das Zusammenspiel von Rendite aus Unternehmensentwicklungen und dem Verkauf von Call-Optionen bildet hier die Basis.
Die Idee hinter einem Covered Call ETF ist es, bei Laufzeitende die gehaltenen Covered Call Optionen zu veräußern und damit die Rendite für die Anleger zu erhöhen. Es heißt, dass mit dieser Form des ETFs eine Ausschüttung von durchschnittlich 10 % erzielt werden kann. Wir haben uns das näher angesehen.
Hinter dem Begriff „Covered Call“ verbirgt sich eine sogenannte „gedeckte Kaufoption“. Als Anleger können Sie eine Option auf eine Aktie verkaufen, die Sie bereits besitzen. Die Option ist das Recht des Käufers, in einem bestimmten Zeitraum die Aktie zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen. Es handelt sich um einen Stillhalter. Damit Sie bereit sind, diese Option herauszugeben, erhalten Sie eine Prämie.
Um besser nachvollziehen zu können, wie genau das funktioniert, haben wir ein Beispiel zusammengestellt:
Stellen Sie sich vor, Sie kaufen 100 Aktien eines Unternehmens für den Preis von 80 Euro pro Aktie. Sie gehen davon aus, dass die Aktien im Wert zunehmen werden und legen für eine Option einen Zeitraum fest. Wir entscheiden uns hier für einen Zeitraum von drei Monaten. Anhand der Entwicklung gehen Sie davon aus, dass die Aktien in drei Monaten nicht mehr als 120 Euro wert sein werden. Hier setzen Sie einen Strike.
Sie bieten einem Interessenten jetzt die Option für eine Prämie von 150 Euro an. Wenn nach diesen drei Monaten der Wert der Aktien auf über 120 Euro steigt, müssen Sie die Aktien für einen Preis von 120 Euro verkaufen. Dabei ist es irrelevant, ob die Aktien bis dahin vielleicht sogar einen Wert von 200 Euro haben. Sie verkaufen an den Optionshalter für 120 Euro.
Wenn die Aktien den Strike von 120 Euro nicht erreichen, verfällt die Option. Sie als Inhaber der Aktien dürfen diese behalten und müssen auch die Prämie nicht erstatten.
Im Zusammenhang mit dem Covered Call gibt es einige Begriffe, die immer wieder fallen. Haben Sie bisher mit dieser Strategie noch keine Erfahrungen gesammelt ist es möglich, dass die Begriffe Ihnen nicht bekannt sind.
Wir haben daher die wichtigsten Begriffe aufgegriffen und hier in der Übersicht zusammengestellt:
Die Call- und Put-Optionen sind die zwei wichtigsten Begriffe in dem Zusammenhang. Die Call-Option ist eine Kaufoption. Der Käufer kann den Basiswert zu dem Preis kaufen, der vorher vereinbart wurde.
Bei der Put-Option handelt es sich dagegen um eine Verkaufsoption. Das heißt, auch hier gibt es einen festgelegten Preis. Allerdings ist es hier so, dass der Käufer der Option den Basiswert auch zu diesem Wert dann verkaufen kann.
Wir haben schon kurz den Strike angeschnitten. Der Strike ist genau der Preis, der festgelegt wird. Je nach Option wird der Basiswert zu diesem Preis dann verkauft oder auch gekauft.
Das Verfallsdatum oder auch der Verfallstag legt fest, zu welchem Datum die Option dann umgesetzt wird. Es ist auch möglich, dass sie verfällt.
Die Prämie zahlt immer der Käufer einer Option. Damit erkauft er sich das Recht, das Wertpapier zu einem bestimmten Tag und einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.
Gerade dann, wenn sich für den Verkäufer ein größerer Verlust aufzeigt, kann es sein, dass er sich weigert, die Option einzuhalten. In dem Fall greift das Assignment. Der Käufer kann den Verkäufer verpflichten, die Bedingungen einzuhalten und die Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen.
Teilweise wird auch von einer Long- oder einer Short-Position gesprochen. Dies ist eine Bezeichnung für die jeweilige Position beim Covered Coll. Die Long-Position ist dabei die Kaufposition. Die Short-Position dagegen die Verkaufsposition.
Sie wissen nun, wie die Basis der Strategie ist und wie diese funktioniert. Nun stellt sich für Sie natürlich die Frage, wo die generellen Vor- und Nachteile bei dieser Variante sind.
Vorteile von Covered Calls zusammengestellt:
Bei der Covered Call Strategie geht es unter anderem darum, das Einkommen zu steigern. Das funktioniert durch die zusätzliche Prämie, die Sie hier zur Rendite erhalten.
Dadurch, dass Optionen mit in den ETF einfließen, wird das Risiko noch einmal reduziert, hier hohe Verluste zu machen. Die Prämie hilft dabei, Kursschwankungen auszugleichen, wenn es um Ihre Auszahlungen und Renditen geht.
Es gibt Anleger, die finden die Covered Call Strategie an sich interessant, möchten sie aber selbst nicht umsetzen. Mit dem besten Covered Call ETF geben Sie die Strategie ab, profitieren aber dennoch davon.
Wenn Sie die Strategie selbst einsetzen, haben Sie den Vorteil, dass sie immer wieder in der Lage sind, zusätzliche Erträge zu erhalten. Hier ist es aber notwendig, die Optionen selbst anzubieten.
Nachteile von Covered Calls zusammengestellt:
Wie beim Dividenden ETF oder dem Anleihen ETF ist auch hier die Frage relevant, inwieweit es Nachteile gibt, die bei einer Anlagestrategie unbedingt berücksichtigt werden sollten. Wir haben mögliche Nachteile für Sie nachfolgend zusammengestellt:
Durch den Einsatz von Covered Calls ist bei dieser Strategie der Gewinn mit Wertpapieren generell begrenzt. Bei einem sehr starken Kursanstieg wirkt sich dies nachteilig aus.
Covered Call setzt vor allem darauf, dass der Kurs nicht fällt. Zwar bietet die Prämie eine gewisse Begrenzung bei den Verlusten. Sie ist jedoch nicht so hoch, um starke Kursrückgänge wirklich abfangen zu können.
Gerade dann, wenn Sie keinen Covered Call ETF nutzen, sondern selbst die Strategie aktiv anwenden, wird hier viel Zeit benötigt. Ihre Positionen müssen regelmäßig kontrolliert werden, damit Sie bei Veränderungen schnell reagieren können.
Der Covered Call ETF ist in Deutschland nicht ganz so bekannt, das Interesse daran nimmt aber zu. Wir haben die Strategie erläutert, die ein klassischer Covered Call mit sich bringt, wenn Sie diesen selbst ausführen. Nun gehen wir darauf ein, wie ein Covered Call ETF funktioniert. Auch hier liegt die genannte Strategie zugrunde. Die Aktienkursentwicklungen rücken in den Hintergrund. Stattdessen geht es darum, durch eine Begrenzung der maximalen Rendite für regelmäßige Gewinnausschüttungen sorgen zu können. Auch wenn diese Gewinnausschüttungen geringer ausfallen als bei einer möglichen Kurssteigerung.
Die Optionen, die für Prämien sorgen, stellen die Ausschüttungen an Sie als Anleger sicher. Vielleicht haben Sie schon einmal den Kritikpunkt gehört, dass hier nicht nur die Prämien, sondern auch Teile der Substanz ausgezahlt werden. Dafür gibt es keine Hinweise. Bei vielen ETFs gibt es sogar transparente Regeln in Bezug auf die Ausschüttungen.
Nehmen wir hier als Beispiel den QYLD ETF. Anleger wissen von Beginn an, dass die Ausschüttungen entweder aus der Optionsprämie oder auf Basis des Fondswertes erfolgen. Hier kommt es darauf an, welcher Betrag zum Ausschüttungszeitpunkt geringer ist.
Wichtig: Bei einem ETF besteht normalerweise nicht der Zwang, dass bei der Ausübung der Option ein Verkauf der Aktien erfolgt. Ein Unterschied zum klassischen Covered Call ist hier, dass Käufer den Gewinn, den sie hätten, in Form von Geld ausgezahlt bekommen. Grund ist, dass in einem ETF keine Aktien gehalten werden und somit auch keine Ausgabe von Wertpapieren erfolgen kann.
Möchten Sie als Anleger in Deutschland einen Covered Call ETF nutzen, dann lohnt sich das vor allem dann, wenn Sie davon ausgehen, dass in dem ausgewählten Markt viele Seitwärtsphasen zu erwarten sind.
Weniger sinnvoll ist die Form dieser ETFs in Branchen, in denen immer wieder starke Kursanstiege zu erwarten sind. Durch die Begrenzung der maximalen Gewinne können Anleger von diesen nicht gut profitieren. Zwar erhalten Sie auch in diesem Fall eine Rendite. Vergleichbar mit anderen ETFs, die nicht der Covered Call Strategie folgen, ist diese aber geringer.
Wir möchten auf eine Besonderheit aufmerksam machen, die den Covered Call ETF von anderen ETFs unterscheidet. Durch die zugrunde liegende Strategie ist es notwendig, dass ein aktiver Manager eingesetzt wird. Der Punkt, den Sie bei einem Immobilien ETF, oder auch in anderen Branchen, umgehen um Kosten zu sparen, ist hier vorhanden.
Das heißt, die Kosten sind bei einem Covered Call ETF in der Regel höher. Dadurch reduziert sich auch die Rendite, die Sie durch Ihre Geldanlage erhalten können.
Wir haben einen weiteren Nachteil festgestellt. Auch dann, wenn Sie den besten Covered Call ETF für Ihre Anlagestrategie gefunden haben, ist dieser möglicherweise nicht handelbar. Viele der Covered Call ETFs sind in Deutschland noch nicht zu finden. Derzeit finden Sie vor allem diese Varianten:
Es ist davon auszugehen, dass die Auswahl zunehmend wachsen wird. Daher lohnt es sich, immer wieder zu schauen, ob weitere Covered Call ETFs in Deutschland gelistet werden.
Nachdem wir die wichtigsten Informationen rund um den Covered Call und die Eigenschaften eines solchen ETFs zusammengetragen haben, gehen wir nun noch detaillierter auf die Frage ein, ob und wann ein Covered Call ETF sinnvoll ist.
Über den ETF wird die Covered Call Strategie direkt eingesetzt. Der ETF selbst ist so zusammengestellt, wie Sie es auch von anderen Exchange Traded Funds kennen. Die Grundlage bildet ein bestimmter Index, der hier abgebildet wird. Allerdings gibt es eine Besonderheit. Zu den Aktien, die hier abgebildet werden, erfolgt die Durchführung von Call-Optionen. Einnahmen, die aus diesem Verkauf resultieren, werden zusätzlich reinvestiert. Teilweise gibt es auch Varianten, bei denen die Einnahmen direkt an die Anleger ausgeschüttet werden.
Entscheiden sich Anleger aus Deutschland für einen Covered Call ETF, haben sie den Vorteil, dass die Strategie direkt durch den Manager des Fonds umgesetzt wird und es nicht notwendig ist, die Aufgabe selbst aktiv in die Hand zu nehmen und den Handel mit Optionen durchzuführen. Damit sparen Sie sich viel Zeit und Aufwand. Covered Call ETFs sprechen daher unter anderem die Anleger an, die gerne von den Vorteilen vom Optionenhandel partizipieren möchten, gleichzeitig aber den Handel nicht selbst durchführen möchten.
Ein bekannter Anbieter für Covered Call ETFs ist Global X. Hier haben wir für Sie zwei Beispiele zusammengetragen, die gut zeigen, was die ETFs kennzeichnet:
Anhand dieser beiden Beispiele ist gut zu erkennen, wie sich Covered Call ETFs zusammensetzen. Jetzt kommt es aber auch auf die Frage an, mit welcher Rendite Sie bei dieser ETF-Variante rechnen können.
Die Rendite ist natürlich immer abhängig von der Entwicklung der dem Index zugrundeliegenden Wertpapiere. Daher können wir nur auf den derzeitigen Stand verweisen. Sehen wir uns den Global X NASDAQ 100 Covered Call UCITS ETF an wird deutlich, dass die Rendite pro Jahr derzeit eine Höhe von rund 12 % mit sich bringt.
Dem gegenüber steht der Global X S&P 500 Covered Call ETF. Hier wird die Entwicklung von 500 Aktien abgebildet. Dies bedeutet eine breitere Streuung und damit ein reduziertes Risiko. Gleichzeitig wirkt sich das aber auch auf die mögliche Rendite aus. Aktuell liegt sie bei rund 6,5 % pro Jahr.
Bei beide hier genannten Varianten handelt es sich um ETFs, bei denen eine monatliche Ausschüttung der Rendite erfolgt, die aus Dividenden und den Gewinnen aus den veräußerten Optionen besteht.
Generell empfehlen wir Ihnen, auch bei der Geldanlage in ETFs darauf zu achten, dass Sie den Kursverlauf der im Index enthaltenen Wertpapiere immer im Blick behalten. Bei starken Kursschwankungen können Sie so schneller reagieren und abwägen, ob Sie die Investition in den ETF aufrechterhalten möchten. Auch wenn die Variante von Covered Call ETF auf zwei Säulen basiert – nämlich dem Verkauf von Optionen und der Rendite aus den Aktien – gilt auch hier, dass die Geldanlage ein Risiko mit sich bringt.
Möchten Sie also den Global X NASDAQ 100 Covered Call ETF kaufen oder denken über einen anderen ETF nach, gilt auch hier, dass ein Blick auf die Performance der letzten Tage und Monate immer vorangehen sollte.
Eventuell haben Sie im Zusammenhang mit Covered-Call-ETFS davon gehört, dass die Ausschüttung im Schnitt bei 12 % liegt. Wir wollten für Sie genauer wissen, was sich dahinter verbirgt. Bei aktienbasierten Anlagen ist im Durchschnitt mit einer Rendite von 8 % nach Abzug der Kosten zu rechnen. Im Vergleich dazu klingen die Covered Call ETFs mit einer Rendite von 12 % natürlich attraktiv.
Inwieweit diese Rendite durch einen Covered Call ETF wirklich umgesetzt werden kann, ist nicht gesichert klar. Bedenken Sie bei der Geldanlage, dass Sie über einen solchen ETF vor allem dann Rendite erzielen, wenn andere Menschen hohe Verluste durch die Zahlung von Prämien auf nicht ausführbare Optionen machen. Nur dann ist es auch dauerhaft möglich, Renditen in bis zu zweistelliger Höhe zu erhalten. Eine garantierte Rendite von 12 % ist jedoch nicht möglich.
Bei Covered Call ETF wird die gleichnamige Strategie eingesetzt. Durch den Verkauf von Optionen auf die Wertpapiere aus den ETFs sollen zusätzliche Prämien erzielt werden. Diese Prämien ergänzen mögliche Gewinnausschüttungen aus dem ETF. Auch wenn der Gedanke auf den ersten Blick reizvoll und logisch klingt, sollten Sie Chancen und Risiken gut abwägen. Versprechen von hohen Renditen bei Anbietern für Covered Call ETF sind mit Vorsicht zu genießen. Wie hoch die Optionsprämie ist, die wirklich eingenommen werden kann, hängt von der Volatilität der Märkte ab.
Der Covered Call ETF ist ein Exchange Traded Funds, bei dem die Covered Call Strategie eingesetzt wird. Das heißt, es werden durch den Manager Optionen auf die Wertpapiere herausgegeben.
Genaue Angaben dazu, wie hoch die Rendite bei einem Covered Call ETF ist, lassen sich nicht machen. Diese ist unter anderem stark abhängig von der Marktvolatilität und dem Interesse der Marktteilnehmer an den Optionen.
Investitionen in Covered Call ETFs stecken in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Die Auswahl ist daher begrenzt, die Tendenz aber steigend.

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.