

Das 21. Jahrhundert ist stark von Automatisierung, Digitalisierung und KI geprägt. Technische Bereiche, die auf der einen Seite eine sehr hohe Rechenleistung erfordern, aber auch auf Vernetzung setzen. Und genau damit entstehen auch Risiken. Angriffe von außen können sensible Verbraucherdaten kompromittieren und werden auch aus unternehmerischer Sicht zu einem Problem.
Besonders der Bereich F&E oder das Vertrags- und Kampagnen-Management sind anfällige Sicherheitsbereiche. Cyber Security spielt eine zunehmend wichtigere Rolle. Inzwischen teilen sich den Markt IT-Konzerne und KMU auf, von denen einige auch über Aktien an den Börsen gehandelt werden. Ist der Einstieg in Cyber Security ETFs sinnvoll? Wo liegen die Risiken dieses Investment-Sektors?
Cyber Security umfasst ein sehr breites Anwendungsfeld, welches von klassischen Anti-Viren-Programmen zum Schutz privater Rechner bis zur Abdeckung der IT-Sicherheit von Rechenzentren reicht. Gerade in diesem Segment ist es wichtig, dass reine Schutzmechanismen – wie die Firewall – mit redundanten Systemen zusammenarbeitet.
Ein weiterer Bereich, in dem Cyber Security Unternehmen eine wichtige Rolle übernehmen, ist die Netzwerksicherheit. Viele Verbraucher wollen nicht riskieren, dass persönliche Daten aus der Kommunikation mit Webservern ausgelesen werden.
Um diesen Sicherheitsanspruch zu erfüllen, wird heute auf die SSL-Verschlüsselung gesetzt. Ein bekanntes Unternehmen, das im Bereich der Netzwerksicherheit eine führende Rolle einnimmt, ist zum Beispiel Fortinet Inc. (ISIN: US34959E1091), von dem Firewalls und Netzwerk-Sicherheitslösungen angeboten werden. Welche Sicherheitsbereiche decken Cyber Security ETFs bzw. die darin gehaltenen Unternehmen ab?
Bietet Schutz von Endgeräten wie Laptops, Smartphones und Servern vor Malware und anderen Bedrohungen. Zu den hier aktiven Unternehmen gehört CrowdStrike (ISIN: US22788C1053), eines der Marktführer-Unternehmen im Erkennen von Bedrohungen auf Endgeräten.
Die Aufgabe dieser IT-Lösungen besteht darin, eine Zugriffskontrolle zu implementieren und sicher zu stellen, dass nur autorisierte Benutzer auf Systeme und Daten zugreifen. Okta Inc. (ISIN: US6792951054) gehört zu den führenden Anbietern solcher Zugriffskontroll-Lösungen.
Schutz sensibler Daten vor digitalem Diebstahl oder Verlust durch Verschlüsselungsalgorithmen, die von Unternehmen wie NortonLifeLock (ISIN: US6687711084) zur Verfügung gestellt werden.
Digitalisierung greift sowohl in Unternehmen als auch dem Alltag vieler Menschen zunehmend durch. Mit der Verbreitung digitaler Anwendungen wird Cybersicherheit zu einem zentralen Thema. Cybersecurity ETFs setzen Sie als Anleger ein, an einem wachsenden Markt zu partizipieren, da die IT-Sicherheit eine steigende Nachfrage generiert. Die Wachstumschancen ruhen auf mehreren Faktoren.
Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen kristallisiert sich für den Bereich der Cyber Security ETFs eine Prognose heraus, die auf Wachstum setzt – das sich nachhaltig entwickeln kann. Schätzungen gehen dahin, dass sich dieser Markt auch in den kommenden Jahren in einem soliden Wachstumsumfeld bewegt. Teilweise gehen Analysen davon aus, dass sich zweistellige Wachstumsraten realisieren lassen.
Allerdings verlangt der Cyber Security Markt von Anlegern – egal, ob es sich hier um Einzelinvestments oder einen ETF handelt – eine Diversifikation, die Risiken in die Breite streut. Dabei geht es auch darum, ein Klumpenrisiko zu verhindern, etwa wenn in einem Portfolio reine Cyber Security ETFs mit Technologiewerten kombiniert werden.
Auf den ersten Blick präsentiert sich die Cyber Security Branche als stark wachstumsorientiert – auch auf lange Sicht. Trotzdem muss Anlegern an dieser Stelle klar sein, dass der Markt mit Risiken verbunden ist. Als Anleger in ETFs rund um Cybersicherheitslösungen müssen Sie sich mit den Risikofaktoren auseinandersetzen.
Cyber Security ETFs legen den Fokus stark auf Unternehmen aus der Technologie- und Softwarebranche. Beide realisieren vor dem Hintergrund der Digitalisierung eine starke Wachstumsprognose, verhalten sich aber trotzdem volatil – insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Phasen. Makroökonomische Faktoren können die Kursentwicklung der Unternehmen unter Druck setzen und damit einen Abwärtstrend auslösen. Im Zusammenhang mit den ETFs ist dieses Volatilitätsrisiko besonders zu berücksichtigen, da die Fonds einen sehr starken Branchenfokus erkennen lassen.
Unternehmen im Cybersicherheitssektor sehen sich einem sehr intensiven Wettbewerb gegenüber. Hieraus entsteht ein starker Forschungs- und Entwicklungsdruck, der hohe Investitionskosten nach sich zieht. Dieser sorgt dafür, dass Cyber Security Unternehmen hohe Rückstellungen bilden und weniger Kapital für Dividenden verfügbar ist – was den Einsatz dividendenbasierter Strategien beeinflusst. Gleichzeitig droht die Gefahr der technologische Obsoleszenz, wenn Unternehmen den Anschluss an die aktuelle Entwicklung zu verpassen.
Für Investitionen in Cyber Security ETFs ergibt sich ein hohes Klumpenrisiko. Dies bedeutet, dass in den einzelnen Fonds Unternehmen aus geografischen Bereichen – wie den USA (im Technologiesektor führend) gehäuft auftreten. Damit wird deren Einfluss auf Wachstum und Kurskorrekturen potenziert, was die Performance der ETFs und des Portfolios beeinträchtigt. Aus Anlegersicht braucht es in diesem Zusammenhang Alternativen, die als Dämpfungsfaktor in den Aktienkorb integriert werden, wie beispielsweise Smart Betas oder Robotic ETFs. Grundsätzlich muss an diesem Punkt darauf Wert gelegt werden, dass zwischen verschiedenen Fonds und Anlageinstrumenten keine zu großen Überschneidungen existieren. Ob sich Cyber Security ETFs sinnvoll in ein bestehendes Portfolio integrieren lassen, hängt maßgeblich von dessen Zusammensetzung ab.
Cyber Security kann von Änderungen in der Regulierung profitieren oder von Gesetzesänderungen unter Druck gesetzt werden. Neue Vorschriften im Datenschutz oder Eingriffe in der Regulierungen der Kerngeschäftstätigkeit beeinflussen letztlich die Rentabilität von Cybersicherheitsunternehmen und können sich in erheblichem Umfang auf die treibenden Wachstumsimpulse auswirken.
Indexfonds auf Cybersicherheit basieren auf Indizes, die unter verschiedenen Gesichtspunkten zusammengestellt werden. Was viele der Indexwerte miteinander verbindet, ist die starke Gewichtung der US-Unternehmen. Diese Tatsache ist relativ schnell zu erklären: Die US-Tech-Branche hat sich in diesem Segment einen gewissen Vorsprung erarbeitet.
Der Nasdaq CTA Cybersecurity Index setzt auf Unternehmen, die in der Entwicklung, Implementierung und Verwaltung von Sicherheitsprotokollen für private und öffentliche Netzwerke, Computer und mobile Geräte tätig sind. Zu den wichtigsten Positionen im Fonds gehören Unternehmen wie Palo Alto Networks, Fortinet, CrowdStrike oder Cisco Systems. Der Index umfasst 32 Komponenten (Stand: 20.12.2024) und realisiert eine hohe Spezifität für den Technologiesektor – insbesondere für Daten- und Netzwerksicherheit, Cloud-Schutz und Verschlüsselungstechnologien. Der Fokus liegt dabei auf Unternehmen aus dem US-Markt. Auf den Nasdaq CTA Cybersecurity Index setzen ETFs wie:
Im STOXX Global Digital Security Index liegt der Fokus auf Unternehmen, die digitale Sicherheitslösungen entwickeln. Der Index bildet seine Performance basierend auf der Entwicklung von mehr als 100 Unternehmen. Damit erreicht er im Cyber Security Cluster eine breite Diversifikation. Die Top-Unternehmen des STOXX Global Digital Security Index sind unter anderem Infosys, Fortinet und Zscaler. Anleger handeln unter anderem mit folgenden ETFs auf den Cyber Security ETF.
Beim Indxx Cybersecurity Index liegt das Augenmerk auf Unternehmen, die einen Umsatzanteil von mindestens 50 Prozent des Umsatzes aus dem Segment der Cybersicherheit realisieren. Im Fondsvermögen spielen Akteure aus den Bereichen Netzwerksicherheit, Cloud Security und Datenschutz eine Rolle. Aktuell (Stand Dezember 2024) baut sich der Index aus 21 Einzeltiteln auf. Welche ETFs greifen auf diesen Indexwert zu, um eine Nachbildung der Cyber Security Branche zu erreichen?
Der ISE Cyber Security UCITS Index setzt auf öffentliche Unternehmen, deren Kerngeschäft in der Cyber Security angesiedelt ist. Aufgelegt wurde der Index Ende 2010. Aktuell erreicht der ISE Cyber Security UCITS Index einen Kurswert von 651,81 Zählern (Stand: 20. Dezember 2024) und umfasst 35 Aktientitel.
Beim MSCI ACWI IMI Cybersecurity Index handelt es sich um einen vom MSCI ACWI IMI Index abgeleiteten Kapitalwert. Mit 82 Aktientiteln ist der Cyber Security Index deutlich kleiner, greift aber immer noch auf eine Durchmischung von Wertpapieren aus entwickelten Märkten und Emerging Markets zurück. Damit basiert der Index auf dem Ziel, die IT-Sicherheitsbranche in einem weltweiten Maßstab abzubilden. In der Auswahl der Top 10 Unternehmen spielen unter anderem Cloudflare und Palo Alto Networks eine Rolle.
Aus Anlegersicht sind ETFs eine sinnvolle Ergänzung für viele Portfolios, die sich parallel zu Aktieninvestments einsetzen lassen – um eine zusätzliche Rendite und eine Optimierung des Risikos zu erreichen. Als Trader behalten Sie verschiedene Aspekte im Hinterkopf. Dazu gehört, sich mit der Replikation der Cyber Security ETFs zu beschäftigen.
Hier haben sich zwei grundlegende Herangehensweisen etabliert. Auf der einen Seite die Nachbildung über den physischen Aktienbesitz. Die Fondsgesellschaften erwerben hierfür die Wertpapiere und bündeln diese im Fondsvermögen. An dieser Stelle werden zwei Subtypen unterschieden: Die teilweise und vollständige Nachbildung. Letztere baut den gesamten Bestand des Cyber Security Index ein. Bei einer teilweisen Nachbildung wird auf einen optimierten Ansatz mit einer ausgeklügelten Gewichtung gesetzt.
Die zweite Option in der Nachbildung der Indizes ist der Einsatz von Derivaten wie Swaps. Diese werden als synthetische ETFs bezeichnet. Aus Anlegersicht hat diese Variante den Vorteil, dass die Kosten durchaus günstiger ausfallen können. Auf der anderen Seite kommt hier neben den marktüblichen Schwankungen noch ein Emittentenrisiko dazu. Wie der beste Cyber Security ETF aussieht, hängt von Ihrer Anlageeinstellung ab.
Aus Anlegersicht braucht es Investments, die sich sehr flexibel an verschiedene Szenarien und Anlagestrategien anpassen lassen. Bei ETFs nutzen Sie entweder die Möglichkeit auf Einzelinvestments zu setzen oder die Fonds in Sparpläne einzubinden. Letztere haben zwei Vorteile: Auf der einen Seite bauen Sie Vermögen mit einem langfristigen Zeithorizont über niedrige Sparbeträge aus.
Der zweite Pluspunkt ist die Tatsache, von einem Sparplan auch in schwachen Marktphasen Vorteile aus dem Anlageprodukt zu ziehen. Mit einer konstanten Sparrate erwerben Sie mehr Anteile der ETFs, die sich anschließend bei einem Trendwechsel kumuliert positiv entwickeln. Es bleibt letztlich den individuellen Anlagestrategien vorbehalten, sich für eine der beiden Investmentansätze zu entscheiden.
Die Technologiewerte befinden sich aktuell in einem Megatrend, der von verschiedenen Effekten getragen wird – wie der Entwicklung von KI, Cloud Computing und der Digitalisierung. Diese zunehmende Durchdringung des Alltags bringt Herausforderungen mit sich. Davon profitiert vor allen Dingen eine Branche – Cyber Security. Mit verschiedenen ETFs haben Anleger die Möglichkeit, auf einen innovativen Wachstumsmarkt zu setzen, der im Portfolio eine attraktive Rendite verspricht. Aber: Sie müssen sich an dieser Stelle mit den Risiken eines sehr volatilen Marktes beschäftigen.
Ein Klumpenrisiko entsteht im Zusammenhang mit Cyber Security unter anderem dann, wenn Sie nicht nur auf die IT-Sicherheit setzen, sondern beispielsweise auch auf Halbleiter ETFs. Die Überschneidungen zwischen verschiedenen Sektoren erhöhen das Risiko.
Neben IT-Fonds können Anleger Wachstum noch auf anderen Wegen erreichen. Eine Möglichkeit wäre das Setzen auf Hebel ETFs, mit deren Hilfe sich über Derivate die Rendite klassischer ETFs multiplizieren lässt.
Grundsätzlich spielt die eigene Anlagestrategie eine sehr wichtige Rolle. Eine mögliche Ergänzung für das Portfolio wäre der Einsatz von dividendenbasierten ETFs, um für den Fall einer schwachen Entwicklung an den Börsen Erträge zu generieren.
Investieren Sie Kapital in Cyber Security ETFs bei einem Broker mit deutschem Geschäftssitz, wird bei einer Auszahlung von Erträgen die Abgeltungssteuer erhoben – mit pauschal 25 Prozent.
Ja, bei einem Anbieterwechsel kann der ETF übertragen werden. Die Voraussetzung ist, dass der Fonds beim neuen Broker im Handelsangebot geführt wird.

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