

Über einen Emerging Markets ETF investieren Sie in Schwellen- und Entwicklungsländer und können von deren starker Entwicklung profitieren. Die dazugehörigen Länder stehen kurz davor, als Industrieland eingestuft zu werden.
Wir haben uns für Sie näher mit dem Thema beschäftigt. Dabei wollten wir wissen, was genau der Begriff „Emerging Markets“ eigentlich bedeutet und was Schwellenländer zu einem solchen Markt werden lässt. Zudem haben wir geprüft, wie Sie mit einem Emerging Markets ETF sinnvoll investieren können.
Investieren Sie in einen Emerging Markets ETF, dann entscheiden Sie sich für die Investition in Schwellenländer. Emerging Markets steht für „aufstrebende Märkte“. Das heißt, hier liegt der Fokus auf Märkten, die bisher noch nicht komplett mit den bekannten Wirtschaftsgesellschaften mithalten können, allerdings auf gutem Weg dorthin sind. Emerging Markets sind meist Länder, deren Wirtschaftswachstum als besonders stark bezeichnet werden kann.
Die ökonomische Bedeutung bei Ländern oder Märkten hat einen Einfluss darauf, wie diese bei den Anlegern gesehen werden. Bei den Emerging Markets nimmt genau diese ökonomische Bedeutung zu. Bekannte Länder, die in diesen Bereich zählen, sind Indien und China. Allerdings handelt es sich nicht nur um große Volkswirtschaften mit einer umfassenden Bevölkerung. Hier zählen auch Ländern hinein, die kleiner und – auf den ersten Blick – unscheinbar sind. Bulgarien oder auch Rumänien sind Beispiele. Auch in diesen Ländern zeichnet sich ein starkes Wachstum ab.
Wenn wir an die bekannten Industrienationen denken, gehen wir von einer relativ sicheren Geldanlage aus. Eine stabile Wirtschaft und Entwicklung geben uns Sicherheit. Bei der Investition ist Sicherheit aber nicht der einzige Faktor. In Bezug auf die Rendite ist die Bandbreite hier nicht so groß. Anders ist es bei aufstrebenden Nationen, deren Wirtschaftswachstum den Turbo gezündet hat. Eine hohe Rendite ist hier deutlich wahrscheinlicher – aber eben auch ein höheres Risiko.
Länder, die zu den Emerging Markets zählen, erfüllen meist die folgenden Merkmale:
Interessant: Die BRIC-Staaten machen einen großen Anteil an den Emerging Markets aus. Es handelt sich hierbei um die Länder Brasilien und Russland, Indien und China. Allein diesen vier Staaten sind 2,8 Mrd. Menschen im arbeitsfähigen Alter. Sie decken damit, in Hinblick auf die Bevölkerung, in diesem Bereich einen Anteil von 40 Prozent ab.
Die Besonderheit von Schwellenländern liegt darin, dass sie sich mitten in einem Wandlungsprozess befinden und damit an der Schwelle zu einem Industrieland stehen. Dieser Wandlungsprozess kann Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Er zeichnet sich aber dadurch aus, dass das Wirtschaftswachstum einen besonders hohen Anstieg – auch dauerhaft – verzeichnet. Schwellenländer haben noch einige Faktoren eines Entwicklungslandes, gleichzeitig aber auch Aspekte eines Industrielandes. Das Pro-Kopf-Einkommen in Schwellenländern nimmt irrational stark zu.
Tatsächlich gibt es jedoch keine einheitliche Definition dafür, wann ein Land ein Schwellenland ist. Dadurch können wir auch nicht genau sagen, wie viele Schwellenländer es genau gibt. Wir halten uns an die Anzahl, die durch die Weltbank festgelegt wird. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass derzeit 55 Länder als Schwellenländer gewertet werden können.
Hinweis: Ebenfalls möglich ist es, sich hier an den Angaben des Internationalen Währungsfonds, kurz IWS, zu orientieren. Der Sprung ist groß, denn der IWS kategorisiert sogar 150 Schwellenländer.
Gerade dann, wenn Sie rausfinden möchten, welcher als bester Emerging Markets ETF gehandelt wird, werden Sie sicher auch von Frontier Markets lesen. Wichtig zu wissen ist, dass diese nicht mit den Schwellenländern gleichgestellt sind. Frontier Marktes sind Entwicklungsländer, die kurz davorstehen, zu einem Schwellenland zu werden. Auch wenn sie attraktiv für eine hohe Rendite zu sein scheinen sollten Sie sich bewusst machen, dass eine große Illiquidität vorliegt und damit auch ein hohes Risiko einhergeht. Wir empfehlen, Frontier Markets nicht als Teil des Portfolios zu planen.
Die Grundlage für einen Emerging Markets ETF, wie den Indien ETF, stellt immer ein Index dar. Zu den wichtigsten Indexanbietern gehören MSCI und FTSE. Daher haben wie geprüft, wie diese Anbieter die Märkt eigentlich klassifizieren. Dabei konnten wir erkennen, dass Unterschiede gemacht werden. Beschäftigen Sie sich mit den Indexen von MSCI, finden Sie hier die Einteilung in:
Die Einteilung bei FTSE erfolgt anders. Hier lautet die Klassifizierung:
Während FTSE 23 Schwellenländern festlegt, sind es bei MSCI 24 Schwellenländer.
Für den Vergleich verschiedener ETFs und die Antwort auf die Frage, welcher Emerging Markets ETF für Sie geeignet ist, sind diese Unterschiede wichtige Faktoren.
Für eine umfassende Berichterstattung haben wir uns mit der Frage beschäftigt, welcher Emerging Marekts ETF sinnvoll für Ihr Portfolio sein kann. Die Auswahl ist groß. Gerade die Investition in Schwellenländer nimmt zu. Die Entwicklungen der ETFs weisen allerdings auch viele Gemeinsamkeiten auf. Die Unterschiede der einzelnen ETFs sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Wir haben uns die Entwicklung der Varianten mit den größten Fondsvolumen angesehen und die Performance im Rückblick auf die letzten fünf Jahre angesehen:
Hierbei handelt es sich um einen echten Klassiker, der sich in vielen Depots von Anlegern finden lässt, die an der Entwicklung von Schwellenländern teilhaben möchten. Der ETF hat in den letzten fünf Jahren eine positive Performance von 21 % umgesetzt. Das Fondsvolumen liegt hier bei 5,63 Milliarden Euro.
Hier haben wir einen ETF mit einem Fondsvolumen von 4,45 Milliarden Euro und einer ebenfalls sehr attraktiven Performance in den letzten fünf Jahren. Sie lag bei einer Höhe von 21,51 %.
Mit 5,44 Milliarden Euro bewegt sich dieser Emerging Markets ETF auch an der Spitze. Im Rahmen der Performance in den letzten fünf Jahren ist erkennbar, dass der ETF mit einem Plus von 22,5 % ebenfalls mit zu den erfolgreichsten Varianten in diesem Bereich gehört.
Eine interessante Mischung aus Schwellen- und Industrieländern haben Sie, wenn Sie den SPDR MSCI ACWI IMI ETF kaufen. Mit diesem ETF investieren Sie in 99 % an Unternehmen, die zu den größten im jeweiligen Land gehören. Vertreten sind dabei insgesamt 24 Schwellenländer. Ergänzt wird der ETF durch Unternehmen aus 23 Industrieländern. Insgesamt wird er Index von über 3.500 Aktien abgebildet. Mit dabei in diesem Emerging Markets ETF sind Small Cap Unternehmen, aber natürlich auch Large Caps. Hier haben Sie eine besonders breite Streuung. Die Performance auf die letzten fünf Jahre gesehen hat sogar ein Plus von 73 %. Bei der Rendite liegen Sie in den letzten fünf Jahren bei einem Plus von 11,64 %.
Möchten Sie sich auf ein Schwellenland fokussieren und zum Beispiel den Global X MSCI Argentina ETF kaufen, finden Sie allerdings nicht ganz so viele Informationen. Spannend ist dieser ETF vor allem deshalb, weil sich hier innerhalb von fünf Jahren eine Performance von Plus 248,6 % gezeigt hat. Die Fondswährung sind allerdings USD, sodass Sie hier zusätzlich ein Währungsrisiko haben.
Unsere Recherchen haben schnell gezeigt, dass der MSCI Emerging Markets der Index im Bereich der Schwellenländer ist, der die höchste Bekanntheit hat. Eingeführt wurde er bereits im Jahr 1987 und ist Grundlage für viele ETFs. Aktuell befinden sich im Index rund 1.400 Werte. Diese Werte setzen sich aus Unternehmen aus über 25 Schwellenländern zusammen. Vor allem vertreten sind dabei Unternehmen aus Südkorea, Taiwan und China. Hier gehen wir nachher noch kurz auf das Klumpenrisiko ein.
Vor allem vertreten sind Large- und Mid-Cap-Unternehmen. Das heißt, die Unternehmen verfügen über eine mittlere oder auch eine große Marktkapitalisierung. Kaum zu finden sind dagegen Small Caps, wobei es auch sinnvoll sein kann, wenn Sie kleine Unternehmen ebenfalls in Ihre Anlagestrategie einbeziehen.
In Bezug auf die Branchen ist der Index nicht festgelegt. Eine besonders hohe Gewichtung haben Unternehmen aus der Informationstechnologie und der Finanzwirtschaft.
Die Auswahl an ETFs mit Bezug zu Emerging Markets ist groß. Sie können den MSCI Emerging Markets ETF kaufen, sich auf die Suche nach Small Cap Emerging Markets ETFs machen oder auch in mehrere Varianten investieren. Interessant ist hier die Frage, welche Chancen solche Investitionen mit sich bringen. Warum ist der Kauf von einem Emerging Markets ETF sinnvoll?
Der wichtigste Begriff in diesem Zusammenhang ist das Potenzial. Gerade weil der Industrialisierungsprozess bei Schwellenländern sehr dynamisch ist, verbergen sich hier Chancen für hohe Renditen.
Das Bruttoinlandsprodukt von Schwellenländern ist, im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt von Ländern der Europäischen Union, deutlich vielversprechender. Das weltweite Wachstum der Wirtschaft wird aktuell vor allem durch die Schwellenländer gefördert.
Neben den Chancen, die schnell wachsende Schwellenländer für eine Investition mit sich bringen, dürfen die Risiken nicht in den Hintergrund rücken. Schwellenländer haben unter anderem deshalb eine so stark ansteigende Wirtschaft, da die Bevölkerung jung ist und niedrige Löhne gezahlt werden. Viele der Länder sind politisch nicht in einer so stabilen Lage. Wir haben daher die Risiken zusammengestellt und einen Überblick für Sie geschaffen:
Demokratie ist in vielen Schwellenländern eher ein problematischer Aspekt, da diese hier nicht oder nicht in einem vollständigen Maß vorhanden ist. Nehmen wir als Beispiel China. Eines der wichtigsten Schwellenländer überhaupt bietet Ihnen als Privatanleger nicht die Möglichkeit, jedes Wertpapier zu kaufen, das Sie möchten. Auch Regulierungen von Unternehmen kommen in China teilweise unerwartet und stark ausgeprägt. Dies kann sich für Sie als Anleger in starken Kursverlusten bemerkbar machen.
Politische Veränderungen in den Ländern in Form von Machtwechseln sind weniger vorhersehbar als in den Industrieländern. Bei einem Machtwechsel kann es passieren, dass Investoren Unsicherheit verspüren und Kapital aus den Geldanlagen ziehen. Der Einfluss der Investoren auf die Kurse ist damit besonders stark.
Neben dem Fakt, dass Schwellenländer für Industrieländer einen interessanten Markt darstellen, sind sie noch etwas anderes: Konkurrenz. Gerade im Bereich des Handels und der Produktfertigung sehen sich viele Unternehmen aus Industrieländern durch Schwellenländer stark bedroht. Der Import von Produkten aus dem asiatischen Raum durch Privatkunden hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Als Beispiel sind hier die Unternehmen Temu und AliExpress zu nennen. Kunden haben die Möglichkeit, Produkte direkt aus Asien zu bestellen und sich so hohe Kosten zu sparen. Handelsstreitigkeiten sind daher keine Seltenheit. Diese können auf die Kurse aus Schwellenländern Einfluss nehmen.
Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Europa haben, unterliegen strengen Regularien, die durch die Europäische Union festgelegt werden. Bei Unternehmen in Schwellenländern haben Sie als Anleger diese Sicherheit nicht. Auch Enteignungen sind ein Thema, das nicht in den Hintergrund rücken sollte. Zudem möchten wir darauf verweisen, dass Korruption gerade in Ländern mit einer hohen Schere zwischen armen und reichen Menschen ein Problem darstellt und weit verbreitet ist.
Mit den hier genannten Risiken können Sie abwägen, ob Sie die hohen Renditechancen für Emerging Markets nutzen möchten, auch wenn Risiken aus verschiedenen Richtungen vorhanden sind. Der zunehmende Fluss an Anlagegeldern in Emerging Markets zeigt, dass viele Anleger Chancen und Risiken abgewogen und sich für die Investition entschieden haben.
Gerade die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich der Wohlstand in Schwellenländern erhöht und damit auch die Kaufkraft der Bevölkerung steigt sowie der Einfluss auf das weltweite Wirtschaftswachstum sprechen für die Schwellenländer.
Bedenken Sie jedoch, dass gerade bei Investitionen in Schwellenländer der Anteil an Unternehmen aus Taiwan und China sehr hoch ist und ein Klumpenrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Eine breite Streuung Ihrer Anlagen im Portfolio wirkt möglichen Verlustrisiken entgegen.
Angesichts der genannten Chancen und Risiken stehen Sie vielleicht vor der Frage, welche Gewichtung Sie Emerging Markets ETFs in Ihrem Portfolio geben sollten. Allgemeine Empfehlungen sind bei einer Höhe von 30 Prozent. Aber wie sinnvoll ist das wirklich? Hier kommt es natürlich darauf an, wie hoch Ihre Risikobereitschaft ist und wie sich Ihr Portfolio bisher zusammensetzt.
Die Methode der Gewichtung von 70 zu 30 Prozent enthält die Idee, dass Sie 30 Prozent Ihres Kapitals in Schwellenländern investieren, 70 Prozent dagegen in Geldanlagen mit dem Fokus auf Industrieländer. Die Industrieländer bieten Ihnen bei dieser Strategie natürlich eine gewisse Sicherheit, auch wenn dadurch die Rendite reduzierter ausfallen kann.
Haben Sie eine hohe Risikobereitschaft, können Sie die Gewichtung der Emerging Markets erhöhen. Gleichzeitig sollten Sie die Streuung aber ebenfalls erhöhen. Wählen Sie hier für die Investition am besten ETFs mit einer hohen Diversifikation.
Die beeindruckende Entwicklung von Schwellenländern sowie deren Einfluss auf die Weltwirtschaft ist für Anleger besonders spannend. Die Chancen, mit der Investition in Emerging Markets hohe Renditen erzielen zu können, sind nicht zu unterschätzen. Möchten Sie daran ebenfalls partizipieren, Ihr Risiko aber überschaubar halten, empfehlen wir die Investition in einen passenden Emerging Markets ETF. Es gibt eine Vielzahl an ETFs, die sich auf Schwellenländer fokussieren und bereits mehrere Jahre am Markt sind. Durch einen Vergleich der Performance der vergangenen fünf bis zehn Jahre lässt sich gut erkennen, wo Sie mit einem überschaubaren Risiko investieren können.
Emerging Markets steht für Schwellenländer, die durch ihre wirtschaftliche Lage auf der Schwelle zu einem Industrieland stehen und bereits einen deutlichen Einfluss auf die Weltwirtschaft nehmen.
Möchten Sie möglichst breit gestreut in Schwellenländer investieren und von deren Entwicklung profitieren, können Sie dieses Ziel über einen Emerging Markets ETF gut erreichen.
Grundsätzlich hat jede Geldanlage Risiken, auch die Investition in Emerging Markets. Die Entwicklung der Schwellenländern bringt aber auch ein hohes Potenzial für Renditen mit sich. Ein Abwägen von Risiken und Chancen vor der Investition ist notwendig, eine breite Diversifizierung reduziert Risiken aber deutlich.

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.