

Die sogenannten Geldmarkt ETF geben privaten Anlegern Zugang zu den Zinsen am Geldmarkt. Der Austausch von Anleihen auf dem Geldmarkt ist institutionellen Teilnehmern vorbehalten. Großbanken und Fondsgesellschaften profitieren hier von besonders hohen Zinsen bei Geschäften mit kurzer Laufzeit.
Die Investition in ETF auf den Geldmarkt oder Geldmarkt Fonds ist für viele Anleger eine Alternative zu den Tagesgeld- oder Festgeldangeboten der Banken. Denn auch nach der Anhebung der Leitzinsen geben viele Banken nicht die volle Höhe des Zinssatzes an ihre Kunden weiter. Die besten Geldmarkt ETF sind oft höher verzinst und ähnlich flexibel wie ein Tagesgeldkonto.
Der Geldmarkt ist ein übergreifender Handelsplatz für institutionelle Teilnehmer. Staaten, Großbanken, Hedgefonds und große Versicherer gehören zu den Parteien, die hier über kurze Zeiträume mit Liquidität handeln. Das Angebot und die Nachfrage der Finanzmittel am Geldmarkt ermöglicht es den hier zugelassenen Händlern, enormen Kapitalbedarf schnell zu decken – oder freies Kapital zu verleihen. Die auf dem Geldmarkt umgeschlagenen Wertpapiere haben sämtlich eine extrem kurze Laufzeit gemeinsam – bevorzugt werden
Die auf dem Geldmarkt anfallenden Zinssätze ergeben sich aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage, doch der Geldmarktzins folgt dem EZB-Leitzins vergleichsweise eng. Das ist bei Anlagemöglichkeiten für Privatpersonen nicht immer der Fall.
Denn trotz der inzwischen beträchtlich gestiegenen Zinsen der Zentralbanken steigen die Zinssätze für Tages- und Festgeld nicht in demselben Maß. Wo Finanzdienstleister Neukunden einen attraktiven Tagesgeldsatz versprechen, ist dieser oft auf wenige Monate limitiert. Geldmarkt ETF statt Tagesgeld erzielen langfristig höhere Renditen.
Mit einem Geldmarkt ETF greifen Anleger zu einem börsengehandelten Indexfonds. ETF sind im Geldmarktfonds Vergleich sogenannte passive Anlagen – im Gegensatz zu aktiv gemanagten Investmentfonds, die ebenfalls den Geldmarkt abbilden können.
Bei einem ETF wird der zugrunde gelegte Basiswert automatisch abgebildet, und zwar durch einen Algorithmus. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz entfällt die eher kostspielige menschliche Expertise von Fondsmanagern. Das macht ETF auf den Geldmarkt hinsichtlich der jährlichen Verwaltungskosten günstiger als aktive Investmentfonds.
Da ETF börslich flexibel handelbar sind, können Anleger ihre Fondsanteile jederzeit kaufen oder verkaufen – und sind nicht an Laufzeiten und die damit verbundenen Auflagen gebunden. Hinzu kommt, dass ETF auch bespart werden können.
Geldmarkt-ETF bieten inzwischen die meisten namhaften Emittenten an. Die Produkte unterscheiden sich jedoch hinsichtlich des abgebildeten Basiswerts. Bei einem Geldmarkt ETF liegt kein Index zugrunde, wie bei ETF auf Aktien oder Rohstoff ETFs. Statt dessen haben Anleger die Wahl zwischen drei Zinssätzen:
Der Euro Short-Term Rate ist ein Zinssatz für Übernacht-Kredite in der Eurozone, der inzwischen den EONIA weitgehend abgelöst hat und auch als Ersatz für den EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) herangezogen wird.
Der Euro OverNight Index Average ist der im Dezember 2021 zuletzt festgelegte Zinssatz für unbesicherte Kapitalaufnahme auf dem Interbankenmarkt.
Indizes auf Anleihen mit ultrakurzer Laufzeit, die als Liquid Investment Grade Ultrashort Index bezeichnet werden. Die Anleihen können Staats- oder Unternehmensanleihen sein.
Für viele Anleger ist vor allem der €STR oder ESTR Zinssatz interessant. Er bleibt nur unerheblich hinter dem Leitzins zurück. Der Leitzins liegt zum Monatsende Juni 2024 bei 4,25%, der ESTR bei 3,662% – einen vergleichbaren Zinssatz über das Neukundenangebot hinaus gewähren nur wenige Banken und Broker auf das Tagesgeld.
Die Anlage in ETF auf den Geldmarkt kann die Tagesgeldzinsen vieler Banken mühelos überrunden – und das dauerhaft. Zumindest, solange die Zinsen nicht wieder auf Null fallen. Wie immer in der Welt der Finanzen gibt es natürlich nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken.
Geldmarkt ETF waren lange Zeit für private Anleger nicht attraktiv, da der Leitzins zu niedrig war. Inzwischen sind die Produkte wieder in den Fokus gerückt – vor allem, wenn Kunden bei Tagesgeld-Aktionen für Neukunden das Kleingedruckte studieren.
Die Tatsache, dass viele Banken die aktuell guten Zinsen der EZB nicht in vollem Umfang weitergeben, macht Geldmarkt ETF statt Tagesgeld zu einer Alternative, die man zumindest überlegen sollte.
Es gibt allerdings einige Details, in denen sich Tagesgeld und Geldmarkt ETF unterscheiden – wobei der Vergleich Geldmarkt ETF vs Tagesgeld insgesamt zugunsten der ETF ausfällt. Die Tabelle erleichtert den Überblick.
| Tagesgeld | Geldmarkt ETFs | |
|---|---|---|
| ▶️ Limits | Häufig maximale Beträge | Keine Begrenzung |
| 🏦 Zinsen | Variable Zinsen, die der Finanzdienstleister festlegt | Gebunden an den Zins am Geldmarkt, in der EU der Einlagenzins der EZB |
| ✅ Flexibilität | Täglich verfügbar | Täglich verfügbar |
| 🛡️ Besicherung | Gesetzlicher Einlagenschutz bis 100.000 Euro | Sondervermögensstatus |
| 💶 Kosten für Handel und Verwaltung | Meist gebührenfrei | Depot- und Orderkosten abhängig vom Anbieter |
| 💡 Risiken | – Banken und Broker können den Zinssatz variabel gestalten – Kein Einlagenschutz für Anlagen von mehr als 100.000 Euro |
Kursschwankungen während der Laufzeit möglich |
Nicht nur für sicherheitsbewusste Anleger, die eine gute Rendite erzielen wollen, kommen Geldmarkt ETF statt Tagesgeld in Betracht – auch Kunden, die größere Beträge investieren und dabei feststellen, dass der gesetzliche Einlagenschutz jenseits der ersten 100.000 Euro nicht mehr greift, können sich statt dessen für ETF mit ihrem Sondervermögensstatus entscheiden.
Die Popularität von Indexfonds bei Anlegern und Sparern hat dazu geführt, dass die Anzahl der aktuell angebotenen Produkte bereits in die Tausende geht. Für Interessierte bedeutet dies, eine gezielte ETF Suche nach den besten Geldmarkt ETF durchzuführen und die in Frage kommenden Fonds herauszusuchen.
Als bester Geldmarkt ETF kann ein Produkt dann in die engere Wahl kommen, wenn es bereits längere Zeit im Handel ist und das Fondsvermögen bereits recht groß ist. Denn in diesem Fall ist es wenig wahrscheinlich, dass der ETF mangels Erfolg wieder vom Markt genommen wird.
Weitere Kriterien beim Geldmarkt ETF Vergleich ist die Verwendung der Zinsen – werden sie wieder angelegt oder ausgeschüttet? Beides kann vorteilhaft sein – die thesaurierenden Produkte erzielen durch die Reinvestition eine Art Zinseszins-Effekt.
| Wer sich für eine Investition in den Geldmarkt der Eurozone interessiert, findet unter den folgenden Produkten vermutlich eines, dass als bester Geldmarkt ETF für die eigenen Strategien gelten kann: |
|---|
| ▶️ Lyxor Smart Overnight Return C €STR (Euro Short-Term Rate) |
| ▶️ Lyxor Smart Overnight Return D €STR (Euro Short-Term Rate) |
| ▶️ Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap 1D EONIA Total Return Index |
| ▶️ Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap 1C EONIA Total Return Index |
| ▶️ Amundi EUR Euro Overnight Return EuroMTS EONIA Investable Index |
| ▶️ iShares eb.rexx® Governm. Germany 0-1yr DE Rentenindex eb.rexx Government Germany 0-1 (Preisindex) |
| ▶️ Amundi Gov. 0-6 Months EURMTS Invest. Grade DR FTSE MTS Eurozone Government Bill 0-6 Month Capped Index |
| ▶️ iShares Euro Ultrashort Bond Markit iBoxx EUR Liquid Investment Grade Ultrashort Index |
| ▶️ iShares Euro Ultrashort Bond Markit iBoxx EUR Liquid Investment Grade Ultrashort Index |
| Andere Geldmärkte stehen Anlegern mit ETF ebenfalls offen – auch auf den US Dollar Geldmarkt und das Britische Pfund werden ETF aufgelegt, wie ein Vergleich der Geldmarkt ETF zeigt: |
| ▶️ Amundi Fed Funds US Dollar Cash UCITS ETF |
| ▶️ Xtrackers II GBP Overnight Rate Swap UCITS ETF |
Eine internationale Strategie erweitert die Möglichkeiten, gute Renditen mit Geldmarkt ETF zu erzielen – auch jenseits des Euro.
Indexfonds, die privaten Anlegern die Teilhabe am Geldmarkt erlauben, versprechen längerfristig gute Zinssätze und gehen damit über das hinaus, was Kunden sich bei vielen Tagesgeldkonten erhoffen können. Damit die Renditen auf Geldmarkt ETF nicht von den Kosten der Anlage zunichte gemacht werden, müssen Sparer und Anleger allerdings einen günstigen und dabei vertrauenswürdigen Finanzdienstleister finden. Die Kosten sind allerdings nicht alles, was Kunden bei der Entscheidung beachten sollten. Jeder Brokervergleich stützt sich auf feste Kriterien bei der Bewertung der besten Finanzdienstleister.
Eine Bank oder ein Broker, die in die engere Wahl kommen, sollten bei der Depotführung, beim Kauf von Fondsanteilen und bei den Kosten für Sparraten möglichst niedrige Gebühren veranschlagen. Wie sie dies handhaben, ist jedem Anbieter weitgehend freigestellt – es gibt daher Modelle, die den kostenfreien oder fast kostenfreien Handel möglich machen, solche mit einer Flatrate, die sich besonders mit steigenden Investitionen lohnt, oder prozentuale Handelsgebühren.
Nicht jedes Geschäftsmodell eignet sich für alle Anleger – die sogenannten Neobroker ermöglichen einen regelrechten Gratishandel, tun dies aber durch die Beschränkung der Kooperation auf wenige exklusive Partner. Es kann also sein, dass die Auswahl der Geldmarkt ETF unter dem Modell leidet.
Broker, die den Handel an Dutzenden von Börsen erlauben, bieten ihren Kunden einen Vergleich der besten und aktuellsten Kurse – dafür fallen bei Wertpapierkäufen und Sparraten mitunter Gebühren an, die für Kleinanleger zu hoch sind.
Ein Kompromiss sind Anbieter, bei denen die Auswahl stimmt und zumindest ein Teil der handelbaren Geldmarkt-ETF mit reduziertem oder gänzlich entfallendem Ausgabeaufschlag angeboten wird – bei kostenloser Depotführung.
Wer ETFs mit Schwerpunkt Geldmarkt sucht und womöglich nicht nur an die Eurozone denkt, möchte einen Broker oder eine Bank finden, die ein abwechslungsreiches, großes Handelsangebot bietet. Wichtig ist nicht nur die schiere Zahl der handelbaren Geldmarkt ETF – sie müssen vielleicht auch sparplanfähig sein, abhängig von den eigenen Zielen und Wünschen. Auch hierbei hilft der Brokervergleich weiter.
ETF gelten als unkomplizierte Produkte. Wie sie aufgebaut sind und wie die Wertentwicklung zustande kommt, können die meisten Anleger auf Anhieb verstehen. Dennoch besteht zweifellos Informationsbedarf hinsichtlich der Möglichkeiten eines Depots, der Besonderheiten von Fonds, ETF und dem Geldmarkt und der Abwicklung von Transaktionen oder Sparplänen.
Die besten Broker kommen ihren Kunden mit einem entsprechenden Informationsangebot entgegen. Texte, Blogs, Marktnachrichten, aber auch andere mediale Formate führen in die Welt der Finanzen ein, erste gängige Fragen sollte ein umfangreiche, aufgeräumte FAQ beantworten.
Gibt es Frage, die darüber hinaus gehen, möchten die meisten Anleger bei Bedarf einen Kundendienst schnell und kostenlos erreichen können. Ein Support per Telefon, Live-Chat oder E-Mail wird gern wahrgenommen – allerdings ist gerade der Kundendienst ein Bereich, bei dem günstige Broker gern sparen. Umgekehrt sind die Beratungsleistungen, die bei Filialbanken im persönlichen Gespräch angeboten werden, in der Regel mit insgesamt höheren Kosten verbunden.
Mit ETFs die Renditen des Geldmarkts mitnehmen ist mithilfe eines Online-Brokers oder einer Direktbank relativ komfortabel, denn Kunden nehmen den Großteil ihrer Transaktionen selbst in die Hand. Die dazu bereitgestellte Benutzeroberfläche und die Kundenlogins müssen allerdings gut geschützt sein. Eine SSL-Verschlüsselung der Zugänge und der Website gehören zu den grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen, die Finanzdienstleister im Web treffen. Die 2FA-Autorisierung sollte möglich sein und den Kunden ausdrücklich empfohlen und erklärt werden. Das erhöht die Sicherheit der Konten und des Kapitals beträchtlich.
Neben dem digitalen Schutz ist auch die Sicherheit der Handelsumgebung für Anleger von Bedeutung. Anders als das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto sind ETF Sondervermögen und liegen im Depot – damit sind sie doppelt geschützt. Sie gehören bei einer Insolvenz des Emittenten nicht zur Insolvenzmasse und verbleiben jederzeit im Besitz des Depotinhabers.
Das Kapital auf dem Verrechnungskonto, das für ETF-Käufe oder die Ausführung von Sparraten bereitsteht, muss jedoch gut gesichert sein. Deutsche Finanzdienstleister unterliegen der Regulierung durch die BaFin, stützen sich auf den guten gesetzlichen Einlagenschutz und sind darüber hinaus Mitglieder in freiwilligen Schutzfonds.
Banken oder Broker innerhalb der EU müssen ebenfalls die Konformität mit den in der Europäischen Union geltenden Auflagen zum Schutz der Einlagen nachweisen. Sie werden durch nationale Behörden lizenziert und reguliert. Die Aufsicht gewährleistet eine separate Verwahrung der Kundengelder, den Einlagenschutz, die Aufklärung zu möglichen Risiken und weitere wichtige Aspekte.
Die enormen Volumina und guten Zinsen des Geldmarkts nutzen ausschließlich institutionelle Parteien – Zentralbanken, Staaten und internationale Versicherer. Mit Geldmarktfonds oder Geldmarkt ETF erhalten auch private Interessenten Zugang zu Zinssätzen wie dem Euro-Übernachtzins der EZB.
War der Geldmarkt während der anhaltenden Niedrig- und Nullzinsen nicht relevant, merken Anleger und Emittenten schon seit einer Weile auf: Die Zinswende rückt auch Geldmarkt-Produkte wieder ins Rampenlicht.
Ein ETF- oder Geldmarktfonds-Vergleich zu den Vorteilen, Möglichkeiten und Sicherheiten der Produkte steht vor der Entscheidung für einen bestimmten Indexfond als einmalige Investition oder als Basis für einen Sparplan. Und die Auswahl eines seriösen, günstigen Brokers mit einem umfangreichen Portfolio macht Geldmarkt ETF nochmals lohnender.
ETF auf den Geldmarkt bilden keinen Index von Aktien oder Rohstoffen ab. Statt dessen folgen sie dem Geldmarktzins, in der Regel der €STR für die Eurozone. Der Zinssatz liegt nur wenig niedriger als der Leitzins der EZB, das allerdings ohne eine von vornherein kalkulierte Befristung wie bei Tagesgeld-Aktionen. Die Geldmarkt ETF Zinsen laufen abhängig vom Leitzins und bei guter Konjunktur potenziell monate- und jahrelang auf dem erhofften Niveau.
Abhängig vom Broker oder von der Bank können Indexfonds, die den Geldmarktzins abbilden, auch für einen ETF Sparplan genutzt werden. Der Vorteil liegt dabei in den geringen monatlichen Raten, die bei manchen Anbietern schon bei 1,00 Euro beginnen. Selbst mit einem begrenzten Budget ist der Vermögensaufbau mithilfe des Sparplans möglich, zumal ein Pausieren der Raten möglich ist.
Um in Geldmarktprodukte zu investieren, brauchen Anleger einen depotführenden Anbieter. Dies kann eine Bank oder ein Broker sein, der entsprechende Geldmarkt ETF führt, bestenfalls auch sparplanfähig und zu günstigen Gebühren. Ein Brokervergleich, aber auch ein Geldmarktfonds Vergleich führt zu einer geeigneten Kombination von Finanzdienstleister und ETFs.
Deutsche Anleger haben viel Auswahl bei Produkten rund um den Geldmarkt der Eurozone. Strategien oder Sparpläne sind jedoch auch auf den britischen oder US-amerikanischen Geldmarkt möglich.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.