

Der Investmentbanker Gerd Kommer gelangte durch seine Bücher zu Bekanntheit. Seit dem Sommer 2023 ermöglichen Gerd Kommer ETF Anlegern die Investition in Produkte, die den Theorien des Fachmanns entsprechen. Unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren bilden die Fonds den globalen Aktienmarkt ab.
Der Gerd Kommer Welt-ETF bemüht sich um eine breite Abdeckung, ohne einzelnen Ländern, Regionen oder Unternehmen übermäßiges Gewicht zuzuweisen. So sollen Risiken bei maximaler Rendite minimiert werden. Wir gehen der Zusammensetzung der Fonds nach und prüfen für Sie, wie sie sich im Vergleich mit anderen Welt-ETF schlagen.
ETF als Indexfonds folgen algorithmisch gesteuert einem beliebigen Index. Im Fall der Gerd Kommer ETF ist dies der von Gerd Kommer selbst entwickelte Multifactor Equity Index, aufgelegt bei Solactive. Der Index deckt 3.620 Positionen ab, sämtlich Aktien. Die Unternehmensanteile beschränken sich nicht nur auf Großkonzerne, auch kleine und mittelgroße Unternehmen sind berücksichtigt.
Bei der Gewichtung geht Gerd Kommer ungewöhnliche Wege – der Gerd Kommer Welt-ETF ist nicht nur anhand des Börsenwerts der einzelnen Aktien zusammengestellt. Statt dessen berücksichtigt der Index die folgenden Kriterien:
Auch ein (wenn auch schwacher) Nachhaltigkeitsfilter wird angelegt. Ausgeschlossen sind von vornherein IPOs – also Börsenneulinge, ganz gleich wie vielversprechend – und Aktien, die stark beliehen sind. Außerdem legt der Index eine neuartige Länder- bzw. Regionengewichtung zugrunde. Einbezogen wird die ganze Welt, aber die Gewichtung erfolgt zur Hälfte nach Marktkapitalisierung und zur Hälfte nach Wirtschaftsleistung – so wird ein übermäßiger Einfluss großer Schwellenländer, aber auch der USA reduziert. Zusätzlich wird dafür gesorgt, dass die Gewichtung einzelner Positionen nicht über ein Prozent steigt – selbst für Tech-Größen wie Apple oder Microsoft.
Anleger, die zu einem Gerd Kommer ETF greifen, investieren mit nur einem Produkt also in dreieinhalbtausend führende Aktien aus aller Welt. Das sorgt für eine breite Streuung und geringe Kosten dank der sogenannten „passiven Anlage“.
Anders als beim Kauf von Aktien, Anleihen und weiteren Finanzinstrumenten ist kein eigenes Eingreifen nötig. Überwacht und gesteuert wird der Gerd Kommer Welt-ETF in beiden Versionen durch einen Algorithmus – dieser sorgt dafür, dass der Fonds exakt die Zusammensetzung und Wertentwicklung des Gerd Kommer Index abbildet.
Die Verwaltung und Steuerung durch menschliche Fondsmanager, ein wichtiger Kostenfaktor bei aktiven Fonds, entfällt – und so belaufen sich die jährlichen Kosten für den Indexfonds von Gerd Kommer auf 0,5% p.a. des Anlagewerts.
Beim Gerd Kommer ETF handelt es sich um einen physischen Fonds – das heißt, dass die Fondsgesellschaft tatsächlich Aktien der Unternehmen im Index erwirbt, allerdings nicht 1:1, sondern auf der Grundlage eines optimierten Samplings, also der Auswahl führender Werte.
Neben der unkompliziert nachvollziehbaren Funktion und den günstigen Verwaltungskosten spricht die einfache börsliche Handelbarkeit an – wer sich einen ETF ins Depot holen möchte, kann die Fondsanteile jederzeit und zu beliebigen Werten erstehen oder wieder verkaufen. Es gibt keine Vertragsbindungen oder Laufzeiten. Auch für die längerfristige Vermögensbildung mit Sparverträgen können Indexfonds genutzt werden – zu regelmäßigen und überschaubaren Raten.
Da unter den Positionen des Gerd Kommer Welt-ETF auch Aktien sind, die Dividenden ausschütten, wird der Indexfonds in zwei Versionen aufgelegt.
Sind Gerd Kommer ETF sinnvoll? Wie alle Indexfonds punkten auch diese Produkte mit der breiten Streuung und damit Risikominimierung sowie den geringen Kosten. Viel Fachwissen verlangen sie Anlegern nicht ab, Aufschluss über die Renditepotenziale gibt der Blick auf die Entwicklung des zugrunde gelegten Benchmarks. ETF haben also durchaus ihre Stärken, speziell bei Gerd Kommer ETF gibt es allerdings auch Nachteile – die sollten Sie kennen.
Vorteile & Nachteile von Gerd Kommer ETF
Die von Gerd Kommer aufgestellte Weltportfolio-Theorie erläutert und vertritt der Investmentbanker in seinen Büchern. Sie ist die Grundlage des von ihm entwickelten Index, den wiederum die ETF abbilden. Aber ist ein Gerd Kommer ETF tatsächlich sinnvoll, wenn man bedenkt, dass es bereits zahlreiche vergleichbare Produkte auf Weltindizes gibt?
Da die Produkte erst seit knapp eineinhalb Jahren handelbar sind, gibt es noch keine langfristig aufschlussreiche historische Performance. Dennoch versuchen wir mit unserer Tabelle einen Vergleich.
| 📝 Details | 💡 Indexfonds von Gerd Kommer | 🔎ETFs auf der Grundlage des MSCI World |
|---|---|---|
| Abdeckung | Weltweite Abdeckung unter Berücksichtigung auch der Small Caps | Abdeckung weltweit, Schwellenländeranteil nur fallweise, keine Small Caps |
| Gewichtung | Komplexe Gewichtung anhand verschiedener Faktoren mit einer Begrenzung von maximal 1% je Aktie | Gewichtung anhand der Charakteristika des Haupt- oder Sub-Index |
| Performance | 28,36% im ersten Jahr | Ab 60% abhängig von der Zusammensetzung, ausgenommen reine Schwellenländer-ETF |
| Besicherung | Physisch durch Sampling | Abhängig vom Anbieter auch vollständig replizierend oder auf Swap-Basis erhältlich |
| Verwaltungskosten | 0,5% p.a. | Ab 12% p.a. abhängig vom Anbieter |
| Nachhaltigkeit | Schwacher Nachhaltigkeitsfilter | Nachhaltigkeit bei einigen Produkten bestimmender Filter |
Wie die Tabelle zeigt, spricht zwar einiges für den Gerd Kommer ETF – als thesaurierender Fonds konnte das Produkt auch schon ein beachtliches Fondsvermögen ansammeln. Doch hinsichtlich von Kriterien wie Performance, Kosten und einzelnen Faktoren, etwa der Nachhaltigkeit, lohnt sich auch der Blick auf MSCI World ETF, die in großer Auswahl handelbar sind.
Weltweit gestreut anlegen können Sie auch mit anderen Indexfonds. Zu den bekanntesten Weltindizes gehören die Benchmarks der US-Agentur MSCI. Deren Hauptindex MSCI World wird mit Faktoren, wie sie auch Gerd Kommer anlegt, gefiltert und mit Sub-Indizes zur Grundlage von ETF. Allerdings müssen Sie als Anleger hier mehrere Produkte kombinieren – der Gerd Kommer Welt-ETF erledigt das für Sie.
Langfristig scheint sich auf den ersten Blick vor allem der MSCI Div. Multi-Factor Index in seiner Wertentwicklung vom MSCI World Grundindex abzuheben. Bei langfristigen Vergleichen laufen die Indizes der MSCI World Gruppe allerdings weitgehend parallel – in ihrer Wertentwicklung sind Produkte auf diese Benchmarks dem Gerd Kommer ETF bislang voraus.
Sie können die beiden Indexfonds, den thesaurierenden Gerd Kommer ETF und den ausschüttenden, mit einem Wertpapierdepot bei einem Finanzdienstleister Ihrer Wahl selbst handeln oder besparen. Die Entscheidung für eine Bank oder einen Broker treffen Sie anhand verschiedener Qualitätskriterien. Neben dem komfortablen Kundenerlebnis sind es die Auswahl der handelbaren Werte und die Kosten und Gebühren, die im Vordergrund stehen. Denn Sie wollen schließlich nicht, das Verwaltungs- und Handelskosten Ihre Renditen unnötig schmälern. Ein Brokervergleich gibt Ihnen einen Überblick und stützt sich auf zehn bis zwölf wichtige Aspekte. Wir stellen die wichtigsten vor.
Den Zugang zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren wie Fonds und ETF erhalten Sie wahlweisee bei einer Bank oder bei einem Broker. Die Finanzdienstleister ermöglichen Ihnen weitgehend selbstständiges Agieren über eine Software oder mobile App, stellen aktuelle Kurse und erlauben die Aufgabe von Orders oder die Einrichtung von Sparplänen.
Für ihre Leistungen möchten sie natürlich vergütet werden. Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, hängt vom Geschäftsmodell ab. Es gibt Neobroker, bei denen der kostenfreie Wertpapierhandel möglich ist – höchstens mit einer geringen nominellen Gebühr. Bei anderen Anbietern zahlen Sie Handelsgebühren, sei es prozentual oder als Flat Fee, manchmal auch Depotkosten.
Wichtig ist, dass Sie verstehen, wie die Kosten – oder der Verzicht darauf – zustande kommen und sich zusammen setzen. Der Gratishandel beispielsweise beruht auf einer Kooperation mit nur wenigen Handelsplätzen. Das wirkt sich auf die Auswahl der handelbaren Produkte aus. Wo Sie auf zahlreiche Börsen zugreifen können, zahlen Sie zwar Handelsgebühren, können dafür jedoch die Kurse vergleichen.
Neobroker sind für die (noch) überschaubaren Handelsaktivitäten von Kleinanlegern und Sparern eine gute Wahl – ein Anbieter mit Dutzenden von Börsen wendet sich eher an Anleger, die neben ETF auch andere Anlageklassen aktiv und selbstständig handeln.
ETF wie die von Gerd Kommer sind grundsätzlich recht günstige und breit gestreute Finanzprodukte. Wollen Sie jenseits davon andere Indexfonds und weitere Anlageklassen in Ihr Depot holen, sollten Sie dem Portfolio eines Brokers oder einer Bank mehr Aufmerksamkeit schenken. Achten Sie neben dessen Umfang auch auf die Zusammensetzung, auf weitere Aspekte wie die Sparplanfähigkeit von Produkten und Pluspunkte wie den völligen oder teilweisen Verzicht auf Ausgabeaufschläge – dies wirkt sich vor allem bei Sparplänen zu Ihrem Vorteil aus.
ETF, also auch die von Gerd Kommer, sind als einfach handelbare, algorithmisch verwaltete Produkte nicht kompliziert – sie wenden sich damit auch an Sparer und Börsenneulinge. Dennoch können Fragen rund um den Wertpapierhandel auftauchen – beispielsweise zur Einrichtung des Depots, zu Käufen oder Sparplänen und zu steuerlichen Themen.
Die besten Depot-Anbieter gehen bereits auf ihrer Website auf diesen Informationsbedarf ein. Sie erläutern die Depotmodelle und die mit ihnen verbundenen Kosten, klären in einem FAQ-Bereich die wichtigsten Fragen und sind dank eines gut erreichbaren Supports für weiterführende Anfragen zu sprechen – sei es telefonisch, über Messenger-Dienste oder per E-Mail.
Fonds und ETF verwahren Sie in einem Depot – und die Werte darin bleiben jederzeit in Ihrem Besitz. Das Kapital für Ihre Transaktionen liegt auf dem angeschlossenen Verrechnungskonto, bei manchen Anbietern ist dies ein Girokonto. Die Sicherheit dieser Gelder wird durch den Einlagenschutz gewährleistet. Eine Bank oder ein Broker in Deutschland kann in der Regel den gesetzlichen Einlagenschutz vorweisen, häufig auch einen darüber hinausgehenden freiwilligen Einlagenschutz.
Auch die Fondsgesellschaft, die ETFs herausgibt, sorgt für die Sicherheit – sollten Emittenten insolvent werden, gehört das Fondskapital nicht zur Insolvenzmasse, sondern gilt als Sondervermögen und ist vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.
Die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet die Regulierung durch eine nationale Finanzaufsichtsbehörde wie die deutsche BaFin. Regelmäßige Audits der lizenzierten Anbieter prüfen deren Bilanzen und Stammkapital.
Die Sicherheit online ist ebenso wichtig wie die der Gelder. Die Logins zum persönlichen Kundenbereich oder in der mobilen App sollten mit aktuellen Verschlüsselungstechnologien und mehrstufigen Anmeldeverfahren wie der Zwei-Faktor-Autentifizierung gegen unbefugte Zugriffe gewappnet sein. Als Nutzer sind Sie gut beraten, 2FA konsequent zu aktivieren.
Gerd Kommer ist nicht nur als Theoretiker aktiv – der Investmentbanker führt eine Vermögensverwaltung und bietet die Services eines Robo Advisors an. Dazu kooperiert er mit der Baader Bank und Scalable Capital. Das Angebot gliedert sich in drei unabhängige Segmente:
Anleger, die ihr Depot selbst bestücken wollen, können dazu in Eigenregie Gerd Kommer ETF und andere Produkte nutzen und sich mit dem Wissens-Angebot des Finanzfachmanns Unterstützung holen. Die Theorien hinter dem Gerd Kommer Weltportfolio werden in mehreren Büchern, aber auch mit einem YouTube Kanal und einem eigenen Whitepaper auf der Website erläutert.
der Robo Advisor von Gerd Kommer investiert algorithmisch in 11 verschiedenen Strategien, angepasst an die Rendite-Risiko-Erwartung des Kunden. Dazu werden vier bis zwölf ETF auf Aktien- und Anleihen-Indizes genutzt. Das Risikoniveau wird durch regelmäßige Anpassungen und unter Vermeidung von Wechselkursrisiken gehalten. Sparer können mit dem Robo ihre Gerd Kommer Capital Erfahrungen bereits mit Raten ab 25 Euro machen.
die Vermögensverwaltung von Gerd Kommer investiert auf der Grundlage der Weltportfolio-Theorie in ETFs. Anleger, die mindestens eine Million Euro mitbringen, erhalten eine umfassende Beratung durch einen persönlichen Ansprechpartner.
Mit eigenen ETFs wird die Weltportfoliotheorie von Gerd Kommer nun handelbar – die thesaurierenden bzw. ausschüttenden Indexfonds sind seit Juni 2023 handelbar und versprechen ausgewogene weltweite Abdeckung und gute Renditepotenziale.
Wie sich die Gerd Kommer Welt-ETF entwickeln werden, lässt sich langfristig natürlich noch nicht sagen. Das interessante Konzept ist sicherlich einen Blick wert, zumal die Fonds nicht nur für Einzelkäufe, sondern auch in Sparplänen genutzt werden können.
Das klappt über ein Depot bei einem beliebigen, am besten kostengünstigen Anbieter, aber auch beim Robo Advisor von Gerd Kommer. Letzterer zieht weitere Welt-ETF hinzu, um differenzierte Anlagestrategien auf die Risikoneigung der Kunden abzustimmen. Mit ihrer guten Performance sind es vor allem Indexfonds auf der Grundlage des MSCI World, die sich bisher langfristig gelohnt haben.
Gerd Kommer berücksichtigt bei der Zusammenstellung seines Index nicht nur Industrie-, sondern auch Schwellenländer. Neben den gängigen mittelgroßen und großen Unternehmen werden auch Small Caps aufgenommen, zugleich erfolgt die Gewichtung von Regionen zur Hälfte nach dem BIP und nach der Marktkapitalisierung. Durch ein Limit von maximal einem Prozent je Aktie werden auch Tech-Giganten begrenzt. Weitere Faktoren, darunter ein Nachhaltigkeitsfilter, werden ebenfalls angelegt. Diese Kombination macht Gerd Kommer ETF ungewöhnlich.
Beide Versionen des ETF sind sparplanfähig und können bei einem beliebigen Anbieter in eigene Sparpläne einbezogen werden. Dabei lassen sich unter anderem mit ETF Vermögenswirksame Leistungen investieren. Die Höhe der Sparraten und mögliche Kosten ist abhängig von den Konditionen der Bank oder des Brokers.
Um die Indexfonds von Gerd Kommer oder einen MSCI World ETF kaufen zu können, benötigen Sie ein Wertpapierdepot bei einem Finanzdienstleister, der die Produkte in seinem Portfolio führt. Neben Banken und Direktbanken sind auch zahlreiche Broker hier vertreten. Ein Vergleich der Kosten und Leistungen sollte den Ausschlag geben.
Die sehr breite Abdeckung weltweit mit tausenden von Werten übertrifft noch den MSCI World Index und sorgt damit für die grundsätzlich empfohlene Diversifizierung der Anlage. Als börsengehandeltes Produkt hat ein ETF jedoch einen spekulativen Charakter. Gewinne sind nicht garantiert, Verluste sind möglich.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.