

Ohne Halbleiter kein PC, kein Smartphone und keine modernen Smart-TV. Eine moderne und digitale Zukunft ist ohne die Chips und deren Hersteller nicht denkbar. Dabei erstreckt sich die Wertschöpfungskette nicht nur über das fertige Endprodukt. Im Semiconductor-Bereich entstehen Synergien unter anderem durch die Fertigung der Masken für die Waferproduktion, Forschung und Entwicklung oder praxisreife Anwendungen.
Die Halbleiterindustrie ist die Grundlage für komplexe Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Internet of Things (IoT) oder autonome Fahrzeuge. Mit der wachsenden Digitalisierung ist die Halbleiterindustrie auch als Anlageziel für viele Trader zunehmend interessant. Inzwischen setzt eine ganze Reihe von Fondsgesellschaften auf Halbleiter ETFs.
Halbleiter ETFs – der Überblick:
Halbleiter ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit, in einen innovativen und wachstumsstarken Markt zu investieren. Hier einzusteigen, bieten Anlegern verschiedene Vorteile.
In den letzten Jahren sind Chips kontinuierlich leistungsfähiger geworden. Dank des technologischen Fortschritts und der KI-Entwicklung steigt die Nachfrage nach leistungsfähigeren Chips kontinuierlich.
Halbleiter ETFs bilden den Markt in seiner kompletten Breite ab. Damit erreichen Anleger eine sehr breite Verteilung ihres Investments auf verschiedene Technologiewerte und Sektoren. Im Idealfall lässt sich damit für das eigene Portfolio ein Klumpenrisiko vermeiden.
Der Halbleitermarkt wächst seit Jahren rasant, was sich in den Renditen der führenden Semiconductor ETFs widerspiegelt. Besonders vor dem Hintergrund des wachsenden Leistungsbedarfs der KI Entwicklung ist weiter mit einer starken Nachfrage zu rechnen.
Durch die Fondsgesellschaften werden die ETFs (Exchange Traded Funds) auf die Unternehmen aus der Halbleiterindustrie zugeschnitten. Zum Portfolio der Semiconductor Fonds gehören sowohl Aktien der bekannten Hersteller von Halbleitern wie NVIDIA, Intel oder Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) als auch Zulieferer und Entwickler spezieller Halbleiterkomponenten.
Damit erlaubt es der ETF, gleichzeitig in eine Vielzahl verschiedener Unternehmen zu investieren, welche in die Wertschöpfungskette an unterschiedlicher Stelle ansetzen. Durch diese breite Streuung erreichen Anleger eine Streuung des Risikos, was im Vergleich zu einem Direktinvestment in einzelne Aktien nur mit sehr hohem finanziellen Aufwand möglich wäre.
Die Performance der Halbleiter ETFs wird sehr stark von der aktuellen Nachfrage angetrieben. Angesichts der Tatsache, dass heute Chips in vielen Geräten eingesetzt werden, ist der Bedarf sehr groß. Wie stark die modernen Wirtschafts- und Warenkreisläufe inzwischen davon abhängen, hat die Zeit der Corona-Pandemie deutlich gezeigt.
Vor dem Hintergrund deutlicher Störungen in den Lieferketten ist eine Verknappung der Halbleiterelemente dafür verantwortlich gewesen, dass die Preise für viele Semiconductor-Produkte massiv in die Höhe getrieben wurden.
Ein weiterer Einflussfaktor sind die langfristigen Innovationstrends. Themen wie Cloud Computing, Big Data, Elektromobilität, KI und erneuerbare Energien sind auf leistungsfähige Chips angewiesen. Hier ist die Halbleiterindustrie eng mit technologischen Innovationen verknüpft. Als Anleger setzen Sie mit den Halbleiter ETFs darauf, dass sich aus dieser Verbindung nachhaltige Wachstumsimpulse generieren lassen.
Der Sektor hat 2023 einen Marktwert von mehr als 600 Milliarden US-Dollar erreicht. Für den Halbleiter-Markt wird auch für die Zukunft von einem starken Wachstum ausgegangen. In den nächsten Jahren wird von Analysten in den Prognosen sogar die Marke von einer Billion US-Dollar angepeilt.
Wesentliche Impulsgeber dieser Entwicklung sind:
Wer als Anleger an den Trends in der Halbleiter-Industrie partizipieren will, hat heute mehrere Möglichkeiten. Das Direktinvestment in ein individuell zusammengestelltes Portfolio wäre eine Option. Allerdings haben Sie als Trader in diesem Zusammenhang ein Problem: Ein adäquates Risikomanagement, das mit den verfügbaren finanziellen Mitteln auskommen muss.
Halbleiter ETFs bieten die Gelegenheit, auch mit einem überschaubaren finanziellen Rahmen in die Halbleiterbranche zu investieren. Diese setzen auf verschiedene Branchenindizes und bilden diese mit unterschiedlicher Risiko- und Renditeausrichtung nach. Welche Beispiele gibt es für aktuelle Semiconductor ETFs.
Der VanEck Semiconductor ETF zielt darauf ab, die Wertentwicklung des MVIS US Listed Semiconductor 10% Capped Index nachzubilden. Dieser umfasst die wichtigen und liquidesten börsennotierten Unternehmen des Halbleitersektors. Mit einer TER von 0,35 Prozent bietet der ETF eine günstige Möglichkeit, in führende Halbleiterunternehmen zu investieren. Zu den Top-Holdings im Fondsvermögen gehören Unternehmen wie Nvidia, Intel und TSMC. Der VanEck Semiconductor ETF verwendet eine physische Replikationsmethode, bei der die Wertpapiere tatsächlich erworben werden.
Mit dem iShares Semiconductor ETF strebt die Fondsgesellschaft die Nachbildung der Wertentwicklung des ICE Semiconductor Index an. Der Index setzt auf US-amerikanische Halbleiterunternehmen, die eine wichtige Rolle im Semiconductor Sektor spielen. Die Gesamtkostenquote ist mit 0,43 Prozent in der Lage, Anlegern den Zugang zu Unternehmen wie Broadcom, Qualcomm und Texas Instruments anzubieten. Die physische Replikation stellt sicher, dass die im Index enthaltenen Aktien tatsächlich durch die Fondsgesellschaft gehalten werden.
Für diesen ETF geht es um die Nachbildung der Performance des S&P Semiconductor Select Industry Index. Dabei liegt der Fokus auf der US-Halbleiterindustrie. Anleger partizipieren sowohl an der Herstellung als auch dem Vertrieb von Halbleiterprodukten und setzen auf einen ETF mit einer TER von 0,35 Prozent. Zu den wichtigsten Unternehmen im Fondsvermögen zählen Advanced Micro Devices (AMD), Micron Technology oder Analog Devices, deren Wertpapiere im Rahmen einer physischen Replikationsstrategie durch das Fondsmanagement gehalten werden.
Hier steht die Wertentwicklung des Dynamic Semiconductor Intellidex Index im Mittelpunkt. Der ETF kombiniert Unternehmen basierend auf verschiedenen Kriterien wie Wachstumspotenzial, Ertragskraft und Qualitätsmerkmalen. Wenn Sie sich für diesen Fonds interessieren, müssen Sie eine TER von 0,58 Prozent in die Renditeberechnung einbeziehen und investieren in einen Semiconductor ETFs mit physischer Replikation.
Im MSCI ACWI Semiconductors & Semiconductor Equipment Index fließen unter anderem Aktien der Unternehmen Samsung Electronics, Intel und TSMC ein, welche für die Wertentwicklung des ETFs wesentlich verantwortlich sind. Für Sie als Trader ist der Indexfonds auch noch aus einem anderen Grund interessant – einer TER von 0,35 Prozent. Insgesamt bietet der ETF Ihnen eine globale Diversifikation innerhalb des Halbleitersektors.
Halbleiter ETFs versetzen Anleger aus Deutschland in die Lage, an der Entwicklung eines wachstumsstarken Wirtschaftssektors zu partizipieren. Vor dem Hintergrund des zunehmend hohen Digitalisierungsgrades in verschiedenen Branchen und der KI-Entwicklung werden viele der Unternehmen im Portfolio zu Wachstumsaktien. Ein Investment in den Halbleitermarkt birgt auf der anderen Seite marktspezifische Risiken, mit denen Sie auch im Zusammenhang mit den Semiconductor ETFs umgehen müssen.
Halbleiter ETFs werden von einer Reihe von Fondsgesellschaften angeboten. Als Anleger treffen Sie Entscheidungen über das Investment nicht nur basierend auf den Markttrends. Die Replikationstypen fließen in die Bewertung der ETFs und Risikoprofile ebenfalls mit ein. Grundsätzlich wird zwischen der physischen Replikation und einer synthetischen Replikation unterschieden. Was sind die Unterschiede?
Bei der physischen Replikation kauft die Verwaltungsgesellschaft der ETFs die zugrunde liegenden Aktien des Semiconductor Index tatsächlich. Für die Darstellung des Indexwertes gibt es in diesem Zusammenhang zwei Formen: Einmal die vollständige Replikation (alle Aktien des Index werden gezeichnet und gewichtet), und auf der anderen Seite das Optimized Sampling. Hier wird nur eine repräsentative Auswahl an Aktien gehalten. Die physische Replikation bietet Anlegern eine gewisse Transparenz und ist daher für Börsenbeginner als Halbleiter ETF sinnvoll. Da die Aktien direkt gehalten werden, fällt auch die Bewertung des Risikos besser aus. Die Wertpapiere verfallen nicht einfach auf einen Schlag wertlos. Aber: Aufgrund des anderen Zugangs zu liquiden Märkten ist für diesen ETF-Typ mit einer höheren Kostenquote zu rechnen.
Bei der synthetischen Replikation bildet der ETF die Indexperformance über Derivate, wie zum Beispiel Swaps nach. Diese Methode erlaubt es, den Index oft kostengünstig und präzise nachzubilden, ohne die zugrunde liegenden Aktien tatsächlich zu halten. Ein weiterer Vorteil der synthetischen Replikation ist die Möglichkeit, schwer zugängliche Märkte leichter abzubilden. Auf der anderen Seite müssen Sie diese Nachbildungsstrategie aufgrund des Kontrahentenrisikos kritisch sehen. Wird die Gegenpartei zahlungsunfähig, realisieren Sie einen Verlust. Einige Anbieter nutzen beide Ansätze, es entstehen hybride Anlageprodukte.
Aus Anlegersicht entscheidet das gewählte Risikoprofil, für welche Variante Sie sich entscheiden. Mit der synthetischen Nachbildung können Sie genauso an der Performance der Halbleiterbranche partizipieren und dank der günstigen ETFs eine angepasste Rendite erzielen. Auf der anderen Seite darf das höhere Risiko keinesfalls ausgeblendet werden.
Im Rahmen der Entscheidung für Halbleiter ETFs als Trader aus Deutschland nutzen Sie verschiedene Mechanismen, um ein rendite- und/oder risikooptimiertes Portfolio zusammenzustellen. Dazu wählen Sie potenziell interessante Fonds unter Beachtung verschiedener Faktoren aus, die zu Ihrer Investmentstrategie passen. Auf diese Weise realisieren Trader Wachstumspotenziale, sichern sich Erträge durch Dividenden oder minimieren den Einfluss der Volatilität. Unter welchen Gesichtspunkten können Sie die Entscheidung treffen?
Eine Anlagestrategie, die sich für ein Investment in der Halbleiterbranche anbietet, ist die Auswahl nach der Dividendenrendite. Hier liegt der Fokus auf jenen Fondstiteln, die Aktien mit stabilen Dividenden bündeln. Der Vorteil liegt in einer stabilen Ertragserwartung. Parallel sind dividendenbasierte ETFs in der Regel gegenüber Marktschwankungen etwas robuster. Auf der anderen Seite bekommen Anleger negative Nachfragetrends und die hohen Entwicklungskosten zu spüren. Beide beeinflussen die Gewinne der Halbleiter-Unternehmen und Auszahlungen aus den Dividenden. Hinzukommt als Problem, dass gerade in den innovativen und wachstumsorientierten Branchen Dividenden mitunter in sehr begrenztem Umfang ausgeschüttet werden.
Eine weitere Strategie zielt auf die Minimierung der Volatilität ab. Hier werden Aktien mit geringen Schwankungen bevorzugt. Damit soll erreicht werden, dass die hohe Volatilität einiger Aktien aus dem Portfolio herausfällt. Im Zusammenhang mit den Halbleiter ETFs ist die Umsetzung einer solchen Strategie allerdings dahingehend herausfordernd, da volatile Unternehmenswerte in beide Richtungen ausschlagen und Anleger so auf Performance verzichten. Eine Dämpfung erreichen Anleger auch durch den Griff zu ETFs, die marktstabile Sektoren mit Halbleitern kombinieren.
Viele klassische ETFs setzen auf eine Gewichtung nach der Marktkapitalisierung. Hierdurch werden Unternehmen wie Nvidia oder TSMC stärker gewichtet. Mit der Gleichgewichtung der Indexbestandteile wird diese Dominanz vermieden. Welcher ist der beste Halbleiter ETF für diesen Tradingansatz? Ein Beispiel hierfür wäre der Invesco Dynamic Semiconductors ETF (ISIN: US46137V6700). Aber: Durch die Gleichgewichtung kann die Volatilität im Aktienportfolio höher ausfallen, da sich die Kurse der kleineren und innovativen Unternehmen im Halbleitersektor teilweise deutlich stärker bewegen.
Dieser Ansatz ist eher für den risikoorientierten Anleger interessant. In der wachstumsorientierten Anlagestrategie spielen besonders die Aktien eine Rolle, mit denen Sie an einem überdurchschnittlichem Umsatz- oder Gewinnwachstum teilhaben. Dieser Ansatz passt sehr gut zur Halbleiterbranche, die auf langfristige Megatrends wie KI, Cloud Computing oder Blockchain setzt. Viele Fonds, wie der Global X Semiconductor ETF (ISIN: US37954Y7393) realisieren eine stark wachstumsorientierte Strategie im Halbleitersegment.
Die Halbleiterbranche erlebt seit Jahren ein starkes Wachstum. Der Megatrend wird durch verschiedene Marktfaktoren, wie die KI-Entwicklung, den Blockchain-Hype oder die starken Digitalisierungsbemühungen angetrieben. Als Anleger profitieren Sie hier von einem sehr starken Wachstum. Die Aktienwerte einiger Unternehmen haben sich in wenigen Jahren verdrei- oder vervierfacht. Allerdings geht mit diesem starken Wachstumstrend auch das Risiko für Korrekturen auf dem Parkett einher. Trader brauchen eine angepasste Risikostrategie und können sich dafür beispielsweise bei den Smart Betas bedienen – und den Ansatz übernehmen, das Portfolio nach Faktoren zu gewichten.
Über einen Sparplan bauen Sie auch mit einem Halbleiter ETF Vermögen in kleinen Raten auf. Allerdings müssen die Risiken klar sein. Das Technologie-Segment ist von Innovationen abhängig und bewegt sich stark zyklisch.
Ja, als Anleger können Sie die Halbleiter-Fonds im Portfolio auch mit anderen ETFs – etwa auf den MSCI World ex USA mischen. Achten Sie aber darauf, in diesem Mix das Klumpenrisiko zu verhindern (wenn einzelne Sektoren in vielen Fonds stecken).
Die Halbleiter-Branche bewegt sich aktuell in einem positiven Megazyklus. Damit liefert sie für das Portfolio wichtige Wachstumsimpulse, die Sie einfach ausnutzen können. Achten Sie aber immer auf eine gut ausbalancierte Risikostrategei.
Einerseits durch den Aufbau eines breit gestreuten Portfolios – etwa mit Hebel- und Luxus-ETFs. Auf der anderen Seite müssen Sie die Märkte beobachten. Eine Trendwende mit einem Flash-Crash passiert selten über Nacht, sondern kündigt sich meist an.
Hier entscheidet der Sitz des Brokers. Handeln Sie Halbleiter ETFs in Deutschland, fällt die Abgeltungssteuer von pauschal 25 Prozent an. Im Ausland gelten andere Steuersätze.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.