

Mit einem FTSE All World ETF können Sie mit nur einem Produkt 90 – 95 % der gesamten Marktkapitalisierung aller Aktien weltweit abdecken. Dieser ETF spiegelt die Performance von Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern wider. Er ermöglicht es Anlegern, ohne den Aufwand des direkten Aktienkaufs, ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen.
Doch was macht diesen ETF so besonders? Und warum könnte der Kauf eines FTSE All World ETFs für Einsteiger und erfahrene Anleger gleichermaßen attraktiv sein?
Der FTSE All World ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der den FTSE All World Index nachbildet. Dieser Index umfasst etwa 4.300 Unternehmen aus etwa 50 Ländern, darunter sowohl entwickelte als auch Schwellenländer.
Rund 90 bis 95 % der weltweiten Marktkapitalisierung wird durch diesen ETF abgedeckt. 87 % entfallen auf Industrieländer und 13 % auf Schwellenländer. Zu den großen Schwellenländern im Index gehören unter anderem China, Indien und Brasilien.
Durch diese breite Streuung bietet der ETF eine nahezu vollständige Abdeckung des globalen Aktienmarktes. Er ist somit eine ausgezeichnete Wahl für Anleger, die in die gesamte Weltwirtschaft investieren möchten, ohne sich auf bestimmte Regionen oder Sektoren zu konzentrieren.
Es gibt Stand November 2024 nur Anbieter, die in Europa ETFs auf den FTSE All World Index auflegen.
Dieser ETF hat eine Gesamtkostenquote von nur 0,22 %. Der ETF schüttet die Dividenden aus. Es gibt aber auch noch eine thesaurierende Variante: IE00BK5BQT80. Beide ETFs haben ein Fondsvolumen zwischen 14 und 15 Mrd. EUR.
Mit einer TER von 0,15 % ist dieser ETF von Invesco preiswerter. Wir haben hier die thesaurierende Variante angeführt. Das Fondsvolumen beträgt rund 550 Mio. EUR (Stand Oktober 2024). Es gibt auch eine ausschüttende Variante (ISIN: IE0000QLH0G6). Hier beträgt das Fondsvolumen allerdings nur 55 Mio. EUR.
Beide respektive alle vier hier genannten ETFs sind physisch replizierend. Das bedeutet, dass der ETF-Anbieter die im Index enthaltenen Aktien direkt kauft.
Bekannter ist mitunter der MSCI World. Anleger, die bislang den MSCI World ETF kaufen, könnten sich fragen, warum ein ETF auf den FTSE All World Sinn ergeben sollte.
Der größte Unterschied zwischen dem FTSE All World ETF und dem beliebten MSCI World ETF besteht in der Abdeckung der Schwellenländer.
Während ein MSCI World ETF nur Aktien aus 23 Industrieländern umfasst, deckt ein FTSE All World ETF sowohl Industrieländer als auch Schwellenländer ab.
Dies macht den FTSE All World ETF zu einer besseren Wahl für Anleger, die eine umfassendere globale Diversifikation wünschen. Der MSCI World ist hingegen stärker auf den US-Markt fokussiert (rund 70 %) und beinhaltet keine Aktien aus Schwellenländern.
Der FTSE All World ETF bietet zahlreiche Vorteile:
Anleger, die nur einen ETF kaufen möchten, um damit ein globales Portfolio zu erstellen, könnten auf den FTSE All World zurückgreifen.
Dies spart Zeit und Mühe, da Sie nicht mehrere regionale ETFs kombinieren müssen. Der Fonds deckt etwa 90–95 % der weltweiten Marktkapitalisierung ab, was bedeutet, dass Sie praktisch am gesamten globalen Aktienmarkt partizipieren.
Für deutsche Anleger ist dieser ETF auch besonders interessant, da er eine Alternative zum stark US-lastigen MSCI World Index bietet, der keine Schwellenländer berücksichtigt.
Der Kauf eines FTSE All World ETF ist grundsätzlich zu jeder Zeit möglich. Besonders attraktiv kann der Einstieg jedoch in Phasen niedrigerer Kurse sein, da dies langfristig höhere Renditen ermöglicht.
Wie bei jeder Geldanlage sollten Anleger jedoch auch hier auf eine breite Streuung und langfristige Strategie setzen. Wir empfehlen, einen regelmäßigen Sparplan aufzusetzen, um jeden Monat einen Teil darin zu investieren.
Der Kauf eines FTSE All World ETFs ist bei praktisch allen Online-Brokern und Banken möglich. Ein Depotkonto ist die Grundvoraussetzung, um ETFs zu kaufen.
Ein FTSE All World ETF kann als 1-ETF-Lösung für ein Portfolio dienen. Denkbar wäre noch die Hinzunahme von anderen ETFs aus dem Anleihe- oder Small-Cap-Segment.
Denn Small Cap Aktien sind im FTSE All World Index nicht enthalten. Einige Anleger entscheiden sich dazu, gezielt Regionen überzugewichten. Möglich ist das, indem Sie beispielsweise einen SPDR S&P 500 ETF kaufen, um den US-Markt stärker abzudecken.
Andere Anleger wiederum entscheiden sich dafür, zusätzlich einen Amundi STOXX Europe 600 ETF zu kaufen, um stärker den europäischen Aktienmarkt zu betonen.
Wir würden ein Beispielportfolio dagegen eher wie folgt aufbauen:

Diese Mischung ermöglicht eine ausgewogene Balance zwischen Aktien (Large- und Mid-Caps) und Anleihen, während gleichzeitig eine gezielte Small-Cap-Position für zusätzliche Diversifizierung sorgt.
Der beste FTSE All-World ETF hängt von den individuellen Vorlieben ab. In der EU gibt es nur von zwei Anbietern ETFs auf diesen Index: Vanguard und Invesco.
Zur Ergänzung eines FTSE All-World ETF passen Small-Cap-ETFs oder spezialisierte Sektor-ETFs (wie Technologie oder Gesundheit), um spezifische Marktsegmente abzudecken, die im All-World ETF nicht enthalten sind.
Der Hauptunterschied besteht darin, dass der MSCI World nur Unternehmen aus Industrieländern abdeckt, während der FTSE All-World sowohl Industrieländer als auch Schwellenländer beinhaltet. Er bietet somit eine breitere globale Diversifikation.
Der FTSE All World ETF ist nicht einfach nur eine weitere Anlageoption – er ist die perfekte Brücke zur Weltwirtschaft. Mit einer einzigen Investition sichern Sie sich Anteile an den größten Unternehmen der Erde. Doch die wahre Stärke liegt in der Flexibilität: Während der ETF Ihnen eine solide Basis gibt, bleibt genügend Raum für kreative Ergänzungen wie Small-Cap-ETFs oder spezialisierte Anleihe-ETFs.
Dieser ETF ist für all jene, die langfristig denken und gleichzeitig agil bleiben wollen. Mit geringen Kosten und einer globalen Diversifikation ist der FTSE All World ETF der Schlüssel zu einer soliden Portfolio-Grundlage, als auch Ihr Werkzeug, um strategisch clever zu investieren.

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