

Moët, Louis Vuitton oder Ferrari – Marken, die eine Gemeinsamkeit verbindet: Sie stehen für Luxus. Das Markenimage wird von allen Brands gepflegt und ist eines der wichtigen Aushängeschilder. Exklusivität und ein Hauch Upper Class – das Luxus- und Premiumsegment lebt von einer gewissen Dekadenz. Dahinter stehen knallharte Geschäftsinteressen, die von wenigen großen Konzernen vertreten werden.
LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE, Christian Dior, Hermès, Kering oder Richemont sind nur fünf Beispiele für Unternehmen, die sich dem Wunsch nach einem luxuriösen Lebensstil verschrieben haben. Und die inzwischen auch über Aktien an den Börsen gehandelt werden. Viele Privatanleger, die von einem Ferrari oder einer Rolex träumen, gehören zu den Aktionären im Streubesitz. Wer ein Direktinvestment scheut, greift zu Luxus ETFs.
Luxus ETFs – der Überblick:
Luxus ETFs bieten Anlegern den Einstieg in ein exklusives Anlagesegment – die Welt der Luxusgüter und Dienstleistungen. Diese Spezialfonds bündeln Aktien führender Luxuskonzerne bzw. Marken und versetzen Sie als Investor in die Lage, am Wachstum des Luxus-Sektors zu partizipieren.
Unter anderem umfassen die Fonds Güter wie Mode und Reisen, Teile der Automobilindustrie oder Premiumdienstleistungen. Der Fokus liegt auf Marken mit hoher Margenstärke, globaler Bekanntheit und einer besonders solventen Kundschaft.
Ein Grund, warum das Luxussegment aus Anlegersicht interessant ist: In schwierigen Marktphasen kann es widerstandsfähiger gegenüber Schwankungen, es bietet im Portfolio eine gewisse Stabilität.
Die Nachfrage nach exklusiven Produkten und Marken wird nicht nur durch steigende Privatvermögen in Europa oder den USA generiert. Gerade die Wohlstandszuwächse in Schwellenländern – und hier vor allem in China – eröffnen den Luxus- und Premiummarken neue Absatzfelder.
Luxus ETFs sind Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden (Exchange Traded Funds) und sich auf Aktien spezialisieren, die gehobene Konsumgüter repräsentieren. In diesen Sektor passen unter anderem folgende Branchen:
Diese Marken und Konzerne können Anleger an den Börsen als Einzeltitel handeln und in das Aktienportfolio aufnehmen. Mittlerweile gibt es aber eine Reihe verschiedener Luxus-Indexwerte. Diese fungieren als Marktindizes für die Performance der Unternehmen aus der Luxusgüterindustrie und sind ein Benchmark für die Wertentwicklung dieses Sektors.
Diese Indexwerte verfolgen allgemein einen globalen Ansatz und umfassen einen Aktienkorb aus den bereits beschriebenen Branchen. Innerhalb der Indizes werden die Unternehmen häufig basierend auf der Marktkapitalisierung gewichtet.
Die Exposure gegenüber verschiedenen Branchen und Regionen stellt den Index breit auf und unterstützt den Anspruch an die Diversifikation. Zu den bekannten Indizes, auf denen sich beste Luxus ETFs stützen, gehören:
Auf die Entwicklung der Luxus ETFs Prognose nehmen verschiedene Faktoren Einfluss. Makroökonomische Trends, die Branchenentwicklungen und Konsumgewohnheiten der verschiedenen Zielgruppen spielen eine Rolle. Dabei ist ein zentraler Punkt das globale Wirtschaftswachstum. Für den Sektor der Luxusgüter ist die Entwicklung in aufstrebenden Märkten wie China und Indien besonders wichtig.
Hier führen Wohlstandszuwächse zu einer wachsenden Mittel- und Oberschicht, die Luxusgüter als Statussymbole nachfragt. Wie eine Bain & Company Studie zeigt, ist der globale Luxusmarkt im Jahr 2023 deutlich gewachsen und hat einen neuen Höchststand erreicht – trotz der Tatsache, dass andere Branchen im gleichen Zeitraum sehr stark unter Druck geraten sind. Das High-End-Geschäft hat 2023 Fühlung mit der Marke von 1,5 Billionen Euro aufgenommen.
Zusätzlich werden jüngere Verbraucher auch für Luxus ETFs in Deutschland zunehmend wichtig, die in diesem Segment zunehmend als Zielgruppe wahrgenommen werden und auf der Suche nach einer Verbindung aus personalisierten, nachhaltigen und digitalen Luxusprodukten sind.
Diese Konsumentengruppe wird den Unternehmen zunehmend wichtig, was sich in einem zunehmenden Fokus der Branche auf E-Commerce und Nachhaltigkeit niederschlägt. Einfluss, der sich auch in den Luxus ETFs widerspiegelt.
Was das Luxusgüter-Segment nicht ausblenden kann, sind die geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken. Währungsbewegungen, ausgelöst durch die Entscheidungen der Zentralbanken, Handelskriege oder die Angst vor einer Rezession macht sich auch im Luxussegment bemerkbar. Allerdings zeigt sich, dass die Branche sowie Fonds (und damit auch die ETFs) eine gewisse Robustheit an den Tag legen – besonders im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Krisen, die sich andeuten.
In Luxusgüter investieren wirkt auf den ersten Blick wie ein Ansatz, der Stabilität und regelmäßige Erträge verspricht. Als Anleger dürfen Sie nicht vergessen, dass ein Investment in die Luxusbranche auch Risiken in sich birgt. Diese entstehen durch die Tatsache, dass die Luxusgüterindustrie eng mit wirtschaftlichen, sozialen und technologischen Faktoren verknüpft ist. Hierdurch ergeben sich einige Risiken für die Geldanlage.
Die Entwicklung der Luxusbranche steht in einer direkten Verbindung mit der Konjunktur. Diese Abhängigkeit zieht nach sich, dass bei steigenden wirtschaftlichen Unsicherheiten oder einer Rezession die Nachfrage nach Luxusgütern sinkt. Aber: Solange sich diese Einflussfaktoren nicht global bemerkbar machen, sondern auf einzelne Märkte beschränkt bleiben, kann ein Dämpfungseffekt eintreten. Allerdings wird in diesem Zusammenhang die Abhängigkeit von kaufkräftigen Märkten, wie China oder den USA, zu einem Problem.
Währungsrisiken entstehen im Zusammenhang mit den Investments in die Luxus ETFs an verschiedenen Stellen. Einerseits indirekt – durch die Wechselkursrisiken, denen die Unternehmen (da sie Umsätze in verschiedenen Regionen und Währungsräumen erzielen) ausgesetzt sind – und andererseits durch die Währungseffekte beim Trading.
Die Indexfonds auf das Luxussegment sind in verschiedenen geografischen Märkten involviert. Die Ausschüttungen in verschiedenen Währungen werden in der Fondswährung zusammengeführt und sind hier einem direkten Wechselkursrisiko ausgesetzt. Zusätzlich wird dieses Investmentrisiko multipliziert, wenn sich die ETF-Währung und die Nennwährung des Depots unterscheiden. Trotzdem sind ETFs auf Luxusgüter ein sinnvoller Diversifikationsfaktor.
Einfluss auf die Performance der Luxusgüter-Werte an der Börse haben wirtschaftliche Faktoren, zu denen die Marktsättigung gehört. Tritt durch Konkurrenz und den Verteilungswettbewerb eine Sättigung für etablierte Marken ein, kann darunter das Wachstumspotenzial leiden. In der Konsequenz ergeben sich geringere Renditen, die sich als Anleger mit den ETFs erzielen lassen.
Ein Risiko, dass Branche und Anleger nicht unterschätzen dürfen, sind Veränderungen im Verhalten der Verbraucher – auch, wenn es sich an dieser Stelle um Luxusgüter handelt. Ändern sich die Vorlieben der Zielgruppe – etwa aufgrund eines höheren Anspruchs an Nachhaltigkeit und ethische Produktionsmethoden – entstehen negative Einflussfaktoren auf den Markt. Diese können beispielsweise in Reputationsschäden und Umsatzverluste münden.
Luxusgüter sind vielleicht auf eine Zielgruppe zugeschnitten, die eine gewisse Solvenz mitbringt. Hinsichtlich der Frage, in welches Portfolio die Luxus-Uhren oder Mode passen, ist die Antwort etwas einfacher. Besonders über die verschiedenen Luxus ETFs hat heute ein breiter Anlegerkreis die Gelegenheit, in diesen Sektor zu investieren. Aber: Das Angebot reiner Luxus ETFs ist leider überschaubar.
Beim Amundi Luxus ETF steht die Nachbildung der Wertentwicklung des S&P Global Luxury Index im Mittelpunkt, in dem die wichtigen börsennotierten Unternehmen aus dem Luxussektor zusammengefasst werden. Der ETF erreicht eine Gesamtkostenquote von 0,25 Prozent und bietet damit eine effiziente Möglichkeit für das Investment in diesen Sektor. Der Fonds setzt auf eine synthetische Replikationsmethode mittels Swaps und bildet so die Performance des Index nach. Die Erträge werden thesauriert, sprich reinvestiert und fließen in die Rendite ein. Zu den größten Positionen zählen Unternehmen wie LVMH, Hermès und Ferrari.
Dieser ebenfalls von Amundi aufgelegte Luxus ETF zielt auf eine Zielsetzung wie der Amundi S&P Global Luxury UCITS ETF EUR ab – notiert allerdings nicht in Euro als Fondswährung, sondern US-Dollar. In anderen Bereichen orientiert sich der ETF an seinem „Zwillingsbruder“ – etwa in Bezug auf den zugrunde liegenden Index, den S&P Global Luxury Index, dessen Performance der Fonds abzubilden versucht. Gleichzeitig erreicht der Fonds eine identische TER von ebenfalls 0,25 Prozent und repliziert den Index synthetisch durch Swaps. Erträge werden ebenfalls thesauriert
Die Auswahl bei reinen Luxus ETFs ist aktuell noch begrenzt. Angesichts des Potenzials, welches dieser Sektor hat, kann von einer Ausweitung des Angebots ausgegangen werden. Zusätzlich bieten verschiedene ETFs, die Luxusmarken mit Aktien anderer Unternehmen mischen, eine Alternative zu den reinen Luxus ETFs. Mit was Sie sich als Anleger beschäftigen müssen: Wie arbeiten die ETFs bei der Replikation? Hieraus ergeben sich Hinweise, wie die Fonds in Ihr Risikoprofil passen.
Eine physische Replikation basiert darauf, dass die Fondsgesellschaft hinter den ETFs zugrunde liegenden Aktien aus dem Index erwirbt und in das Portfolio des Fonds integriert. Grundsätzlich haben Anleger dabei die Wahl zwischen einem ETF, der den Index vollständig nachbildet und alle Aktien aus dem Index umfasst, sowie andererseits Fonds nach der Optimized Sampling Methode.
Dabei wird seitens der Fondsgesellschaft nur auf eine repräsentative Auswahl der Aktienwerte gesetzt. Dazu findet eine individuelle Gewichtung der Assets im Fondsvermögen statt. Mit dieser physischen Replikation, die von Anlegern schnell als transparenter empfunden wird, können die Gesellschaften eine breite Zielgruppe ansprechen.
Die zweite Möglichkeit, den Index nachzubilden, ist der Einsatz von Derivaten wie Swaps. Beispielsweise setzen die Amundi ETFs auf diese Methode. Hier werden die Wertpapiere nicht komplett physisch gehalten, sondern die Struktur des Indexwerts mithilfe der Finanzderivate dargestellt. Ein Vorteil: Die Nachbildung ist sehr präzise. Das Problem ist an dieser Stelle allerding das Emittentenrisiko. Hier besteht die Gefahr, dass einige Positionen im Fondsvermögen wertlos werden.
Welches Ergebnis haben diese Erkenntnisse am Ende für eine Anlageentscheidung? Die physische Replikation empfinden Anleger als vorteilhaft, da sie verhindert, dass Derivate wertlos werden. Sie wird mit einem gewissen intrinsischen Wert in Verbindung gebracht. Trader empfinden diesen Ansatz außerdem nicht selten als transparenter.
Ist ein Luxus ETF sinnvoll oder spielt er für die Anlageentscheidung nur eine untergeordnete Rolle? Diese Fragen muss sich stellen und lässt sich am Ende nur anhand der individuellen Risikoprofile und Anlagestrategien beantworten. Im Rahmen der Entscheidung können sich Anleger für verschiedene Strategieansätze entscheiden. Diese Faktoren erleichtern Ihnen die Auswahl potenziell interessanter Assets entsprechend der globalen Strategie des eigenen Portfolios. Anleger können auf diese Weise ihre Rendite optimieren und Risiken verringern. An welchen Punkten kann sich dafür orientiert werden?
Wer als Anleger auf regelmäßige Erträge setzt und Marktschwankungen mit seiner Entscheidung beeinflussen will, bezieht in seine Auswahl die Dividendenrendite ein. Dividenden bieten eine stabile Ertragserwartung. Aber: Auch, wenn dieser Ansatz Krisen eher verzögert übernimmt – negative Nachfragetrends wirken sich früher oder später auch in dividendenbasierten Strategien aus.
Viele Anleger suchen nach Möglichkeiten, um Marktschwankungen zu vermeiden. Komplett wird sich dieses Risiko nicht ausschließen lassen. Allerdings ist der Low Volatility Ansatz in der Lage, den Effekt der Volatilität zu dämpfen. Ein marktstabiler Ansatz setzt voraus, dass Anleger den Einfluss verschiedener Faktoren auf die Marktschwankungen erkennen und ihre Strategie in entsprechender Weise ausrichten können.
Anleger bauen Vermögen mit verschiedenen Strategien auf. Welcher Ansatz sich empfiehlt, hängt von sehr individuellen Rahmenbedingungen ab. Die Frage, ob sich ein Direktinvestment – also der Aufbau eines Portfolios aus Einzelaktien – auszahlt oder der Sparplan, in dem mit festen Sparraten der Vermögensaufbau betrieben wird, ist pauschal nicht einfach zu beantworten.
Einzelinvestments setzen eine gewisse Kapitalstärke voraus – da die Diversifikation-Kriterien nach wie vor eingehalten werden müssen. Der Vorteil: Mit dieser Methode behalten Anleger Flexibilität in einem sehr hohen Umfang. Als Anleger mit einer begrenzten Kapitalverfügbarkeit können Sie entweder mit geliehenem Kapital einen Hebel auf das Direktinvestment ansetzen oder nutzen Sparpläne.
Hier liegt der Vorteil darin, über frei gestaltbare Sparraten Vermögen aufzubauen, in dem regelmäßig Anteile der Luxus ETFs von Anlegern in Deutschland erworben werden. Damit profitieren Sie vom Durchschnittkosteneffekt und bauen sich gleichzeitig ein Aktienportfolio auf. Allerdings hat der Sparplan hinsichtlich der Flexibilität beim Luxus ETF eine Prognose, die nicht unbedingt optimal ausfällt – da sich Sparpläne nicht überall variieren und austauschen lassen.
Luxusgüter wie Premium-Autos oder exklusive Mode leben von einem besonderen Image, das die Unternehmen intensiv pflegen. Inzwischen sind aus den einzelnen Marken mitunter global agierende Konzerne entstanden. Deren Aktien sind auf dem Parkett handelbar – und werden inzwischen auch in Indexwerten zusammengefasst. Hier liegt die Grundlage für den Aufbau von ETFs, mit denen Sie letztlich auch als Kleinanleger vom Luxussegment profitieren. Neben den reinen Luxus ETFs kann sinnvoll auch in zyklische Konsumgüter investiert werden, die keine Basiskonsumgüter sind – Anlegern aber ein umfassendes Renditepotenzial bieten.
Hier ist die individuelle Zusammensetzung des Depots entscheidend. Setzen Anleger bereits auf Hebel ETFs, kann sich ein Luxusgüter Fonds durch eine höhere Marktstabilität womöglich auszahlen.
Ja, als Anleger haben Sie auf das Klumpenrisiko zu achten. Dieses entsteht, wenn auf mehrere ETFs gesetzt wird, und diese in einigen Bereichen Überschneidungen erkennen lassen – also Luxus ETFs mit Konsumgüter ETFs kombiniert werden. Bei einer Beimengung von Cyber Security ETFs ist das Risiko geringer.
Grundsätzlich sind Anleger dazu aufgerufen, ihr Portfolio zu diversifizieren. Dies erreichen Sie unter anderem durch eine Kombination klassischer Fonds mit hybriden Angeboten oder Halbleiter ETFs.
Nutzen Sie den Brokervergleich, um sich ein Bild davon zu machen, ob sich Luxusgüter Fonds oder ETFs, die Premiummarken als Beimischung enthalten, bei Ihrem Wunschbroker traden lassen.
Einerseits entscheidet der Sitz des Brokers. Bei Luxus ETFs in Deutschland bzw. bei deutschen Brokern gilt das deutsche Steuerrecht mit der Abgeltungssteuer von 25 Prozent. Beachten Sie, dass auch bei thesaurierenden Fonds eine Besteuerung stattfindet.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.