

Vielen Anlegern sind Chiphersteller wie Nvidia oder KI-Entwickler, zu denen OpenAI gehört, inzwischen ein Begriff. Beim Thema Robotik halten sich viele Trader aber nach wie vor zurück. Dabei ergeben sich vor dem kombinierten Wachstumspotenzial aus KI und Automatisierung durchaus erhebliche Synergien – auch für das eigene Wertpapierportfolio.
Bislang steht die Entwicklung in diesem Marktsektor noch am Anfang. Viele Forschungsarbeiten sind nach wie vor auf grundlegende Konzepte und Erkenntnisse ausgerichtet. Sobald sich für die einzelnen Anwendungen praktische Einsatzmöglichkeiten anbieten, kann sich daraus ein sehr potenter Wachstumsmarkt entwickeln. Wie sehen die Rahmenbedingungen für die Robotic ETFs aus?
Bei Robotics ETFs handelt es sich um börsengehandelte Fonds, die ein konkretes Ziel haben: Gezielt in Unternehmen investieren, die innovative Technologien in den Bereichen Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) verbinden. Damit erreichen die ETFs eine Exposure in sehr stark wachstumsorientierten Märkten.
Indexfonds, deren Fokus auf diesen ETFs liegt, bieten Ihnen als Anleger Zugang zu einem diversifizierten Portfolio aus Aktien, dessen Unternehmen daran arbeiten, viele Bereiche des Alltags zu verändern. Innerhalb der ETFs verteilen sich die Investments auf verschiedene Sektoren, wie:
Automatisierungslösungen für mehr Effizienz in der Fertigung und Produktion
Entwicklung und Herstellung chirurgische Roboter und Robotik-Gesundheitslösungen
Ausbau und Entwicklung von Technologien für selbstfahrende Autos und Logistikelemente
Verfahren für maschinelles Lernen und Datenanalyse als Voraussetzung für die Entwicklung von selbstlernenden Robotik-Systemen
Entwicklung von Messsystemen, Sensoren und Geräten für automatisierte Prozesse. Robotiksysteme müssen ihre Umwelt wahrnehmen können, um sich in den verschiedenen Rahmenbedingungen zurechtzufinden.
Innerhalb der verschiedenen Robotics ETFs etablieren sich verschiedene Branchen und Märkte. Zu den wichtigen Aktienwerten gehören Unternehmen wie beispielsweise:
In die Bewertung der Robotics ETFs muss die Betrachtung des Marktpotenzials einfließen. Ein Schritt, der vor dem Hintergrund der Suche nach nachhaltigen Investments besonders wichtig ist. Robotics Indexfonds bieten in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, auf das Wachstum eines dynamischen und zukunftsweisenden Sektors zu setzen. Märkte zu partizipieren.
Robotik gehört zusammen mit der Automatisierung und KI zu den vorherrschenden Megatrends, die starke Transformationseffekte in Gang setzen können. Genau hier ist einer der Gründe zu sehen, warum Robotics ETFs zu einer interessanten Option für Anleger werden.
Der Markt für Robotik und Automatisierung wird in den kommenden Jahren Prognosen zufolge stark wachsen. Schätzungen gehen hier dahin, dass in den kommenden Jahren der weltweite Robotikmarkt ein Niveau dreistelliger Milliardensummen erreichen wird. Wesentliche Impulse liefern in diesem Zusammenhang der Fachkräftemangel sowie steigende Arbeitskosten und die Nachfrage nach effizienten Produktionsprozessen.
Sich bereits heute mit dem Markt der Automatisierung und Robotics ETFs zu beschäftigen, bedeutet also, auf einen Zukunftsmarkt zu setzen und als Anleger von Wachstumsimpulse zu profitieren. Dass gerade die Fonds interessant werden, ist der Diversifikation und den Wachstumschancen geschuldet. Aber: Der Robotikmarkt ist ein volatiles Feld, was risikoaverse Anleger im Hinterkopf behalten müssen.
Anleger haben bei der Auswahl ihrer Investments zwei Ziele: Auf der einen Seite geht es um Stabilität – auch in wirtschaftlich eher schwachen Phasen. Andererseits steht Wachstum im Fokus. Robotics ETFs sind als Wachstumsmarkt genau aus diesem Grund interessant. Sie bieten Ihnen als Trader die Möglichkeit, eine Wette auf die Zukunft abzuschließen. Welche Faktoren liefern für das stark von Digitalisierung abhängige Wirtschaftsfeld Wachstumsimpulse?
Die Entwicklung von Technologien wie maschinelles Lernen oder der KI Datenanalyse schaffen nicht nur die Grundlage für Robotiksysteme. Mithilfe der technischen Trends entstehen immer wieder neue Nutzungsmöglichkeiten und fortschrittliche Anwendungen in der Robotik. Angesichts der wachsenden Breite von Anwendungsfeldern wie selbstfahrenden Autos oder chirurgischen Robotern (ein Beispiel wäre hier das Da-Vinci-System von Intuitive Surgical mit der ISIN: US46120E6023) entstehen auch für Aktionäre neue Märkte für ein Investment in die Automatisierung.
Viele Unternehmen sehen sich auf der einen Seite mit steigenden Arbeitskosten konfrontiert, auf der anderen Seite aber auch Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Für verschiedene Aufgaben in der Industrie und der Logistikbranche wird daher der Einsatz von Automatisierungs- und Robotiksystemen zunehmend interessant, was für Anleger in Robotics ETFs auch aus Deutschland diesen Markt interessanter werden lässt. In Zukunft dürfte für diesen Bereich mit einer Steigerung der Nachfrage zu rechnen sein.
In den Schwellenländern wie China, Indien oder Vietnam spielen Automatisierungsprozesse – trotz der Verfügbarkeit vieler Arbeitskräfte – eine wachsende Rolle. In diesem Zusammenhang bauen Unternehmen wie Fanuc Corporation (ISIN: JP3802400006) zunehmend ihre Marktposition aus und können sich Marktanteile in einem wachsenden Marktsegment sichern. Industrieunternehmen aus den Schwellenländern setzen auf die Robotiksysteme, um gegenüber dem Wettbewerb einfach konkurrenzfähig zu bleiben und Produkte mit einem hohen Effizienzfaktor herzustellen.
Automatisierungs- und Robotersysteme sind in der Lage, mit einem hohen Effizienzfaktor Produkte herzustellen oder in verschiedene Prozesse eingebunden zu werden. Insofern erklärt sich die hohe Nachfrage nach diesen Lösungen. Mit einem wachsenden Effizienzgrad bieten sich aber auch die Möglichkeit, Nachhaltigkeitspotenziale besser und umfassender auszunutzen.
Lange haben Unternehmen versucht, Teile ihrer Produktionskapazitäten ins Ausland zu verlagern, um damit von Unterschieden bei den Arbeitskosten zu profitieren. Inzwischen überdeckt ein Teil der Marktteilnehmer diesen Schritt, da die letzten Jahre sehr deutlich gemacht haben, wie schnell sich die Supply Chain stören lässt. Mit der Rückführung von Kapazitäten in Hochlohnbereiche steigt allerdings auch der Druck, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.
Vor dem Hintergrund dieser Einflussfaktoren erklärt sich, warum Robotics ETFs als Beimischung in ein Portfolio interessant sind. Welchen Risiken setzen sich Anleger aus, wenn sie sich zu diesem Schritt entscheiden? Gibt es in Form der Cyber Security ETFs oder Halbleiter ETFs vielleicht mögliche Alternativen oder entwickeln sich damit am Ende nicht sogar Klumpenrisiken?
Robotics ETFs haben eine starke Prognose und profilieren sich als Investment in einen Wachstumsmarkt, von dem sich Anleger ein hohes Renditepotenzial versprechen. Allerdings darf an dieser Stelle nicht ausgeblendet werden, dass es bei diesem Investment auch Risiken gibt. Diese können einerseits aus der Struktur des ETFs entstehen – Stichwort Replikation über Swaps – oder aus branchenspezifischen Risikofaktoren.
Robotics ETFs hängen sehr stark vom Technologiesektor ab. Dieser zeigt sich anfällig für hohe Kursschwankungen. Gerade regulatorische Änderungen durch den Gesetzgeber oder wenn die Entwicklung an technologische Grenzen stößt und Unternehmensbewertungen korrigiert werden, geht es für die Kurse tendenziell nach unten. Dabei zeigt sich, dass Tech-Werte und Robotics-ETFs in der Prognose stark abwerten, also ein sehr starkes Drawdown Risiko zeigen. Der iShares Automation & Robotics UCITS ETF weist beispielsweise eine Volatilität von 15,53% über 1 Jahr und 22,74% über 3 Jahre auf. Anleger müssen sich in diesem Zusammenhang die Frage stellen, wie sie mit diesem Volatilitätsrisiko umgehen und Barrieren einbauen – beispielsweise über die Integration von Smart Betas in das Portfolio, die als Stabilitätsfaktor wirken können.
Unternehmen in den Bereich Robotik und KI bzw. Digitalisierung erreichen am Markt hohe Bewertungen. In diese Einschätzungen fließen optimistische Wachstumserwartungen ein. Allerdings besteht aufgrund verschiedener Faktoren die Gefahr einer Nichterfüllung, was am Ende dazu führt, dass es zu starken Korrekturen kommt. Dieses Rückschlagpotenzial müssen Sie als Anleger in Ihre Entscheidung einfließen lassen, wenn ein Portfolio mit Robotics ETFs sinnvoll strukturiert werden soll.
Die Unternehmen im Robotiksegment stehen unter einem intensiven Wettbewerb, was einen sehr hohen Innovationsdruck auslöst. Die Marktteilnehmer können es sich nicht leisten in Forschung und Entwicklung Investitionen zurückzufahren. Eine Tatsache, die mehrere Nachteile mit sich bringt. Auf der einen Seite bindet der Investitionsdruck sehr hohe Kapitalressourcen. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, einen technologischen Rückstand aufzubauen, der das eigene Geschäftsmodell gefährdet. Zudem besteht immer das Risiko, technologisch an Grenzen zu stoßen – etwa, weil sich das Potenzial in der KI-Entwicklung nicht mehr ausreizen lässt.
In den Robotics ETFs bündeln die Fondsgesellschaften die Aktien verschiedener Unternehmen. Dabei handelt es sich auch um Wertpapiere, die mit dem Technologiesektor und der Software- sowie KI-Entwicklung verbunden sind. Ein Aspekt, den sich Anleger sehr genau anschauen müssen. Durch diese Schnittmengen kann es innerhalb eines Aktienkorbes zur Bildung eines nicht zu unterschätzenden Klumpenrisikos kommen. Aus Aktionärssicht ist es wichtig, die Grundlagen der Diversifikation auch bei einem Investment in Robotics ETFs einzuhalten.
ETFs auf die Robotikbranche bilden verschiedene Indexwerte ab. Diese haben sich in den letzten Jahren als Möglichkeit entwickelt, ein breit aufgestelltes Portfolio aufzubauen und am Wachstumstrend Automatisierung und Technisierung teilzuhaben. Welche Indizes sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig?
Der ROBO Global Robotics and Automation Index umfasst eine breite Palette an Unternehmen aus der Robotik- und Automatisierungsbranche. Die globale Ausrichtung schafft eine geografische Diversifikation und deckt verschiedene Branchensektoren wie die Industrierobotik, den Gesundheitsrobotik-Sektor und KI-Systeme ab. Zu den bekannten Unternehmen gehören Fanuc Corporation (ISIN: JP3802400006) und Intuitive Surgical (ISIN: US46120E6023).
Im NASDAQ CTA Artificial Intelligence and Robotics Index liegt der Fokus nicht ausschließlich auf den Roboticswerten, der Index bildet ein Portfolio aus verschiedenen innovativen Technologien ab. Dazu gehören Robotik und künstliche Intelligenz. Die mehr als 100 Unternehmen bieten Lösungen in den Bereichen maschinelles Lernen, Industrieroboter und Sensortechnologie an. Dazu gehören unter anderem Blackberry Limited und Ansysx.
Der MSCI World Select Top 30 Robotics Index (USD) leitet sich aus dem MSCI World Index ab und umfasst Unternehmen, die weltweit führend in der Entwicklung und Implementierung von Robotiklösungen sind. Im Index werden nicht nur Unternehmen gebündelt, die sich mit der Entwicklung von Hardwarelösungen befassen. Neben Siemens und Stryker umfasst der Index auch Aktien von Nvidia oder AMD und Qualcomm. Damit entsteht ein starkes Technologieportfolio, was allerdings vor dem Hintergrund des Klumpenrisikos für Anleger zu einer gewissen Herausforderung werden kann. Geografisch diversifiziert der MSCI World Select Top 30 Robotics Index auf Märkte in den USA, Europa und Asien.
Anleger haben zwei Ziele: Vermögen aufbauen und die erzielten Erträge absichern. Um im Portfolio Schwankungen, die gerade bei den sehr wachstumsorientierten Sektoren nicht ungewöhnlich sind, auszugleichen, mischen Sie im Depot verschiedene Anlageklassen miteinander. Eine Möglichkeit: Rentenpapiere, mit denen Trader auf einen planbaren Ertrag setzen, ohne die starken Schwankungen des Aktienmarktes in Kauf zu nehmen.
Wer bei ETFs bleiben will, kombiniert verschiedene Anlagestrategien miteinander. Beispielsweise können Sie als Anleger einen dividendenbasierten Ansatz mit Robotics ETFs kombinieren. Auf diese Weise erreichen Sie stabile Erträge aus den Gewinnbeteiligungen der Unternehmen, die wirtschaftlichen Krisen mitunter etwas nachlaufen.
Ein zweiter Ansatz wäre der Einsatz von Fonds mit einer hybriden Strategie. Diese werden beispielsweise von Global X oder J.P. Morgan Asset Management als Covered Calls ETFs mit einer Optionsstrategie als Overlay angeboten. Diese ETF-Klasse erhöht die Rendite durch Optionsprämen. Oder die Entscheidung bezieht nicht-zyklische Konsumgüter für die Faktorauswahl mit ein. Waren des täglichen Bedarfs werden immer gebraucht, weshalb Aktien aus diesem Segment stabiler auf Krisen reagieren.
Ist der beste Robotics ETF ein Fonds mit physischer oder synthetischer Nachbildung? Aus Anlegersicht spielt die Replikation für die Risikobewertung eine Rolle. Setzt eine Fondsgesellschaft auf eine synthetische Replikation, werden für die Nachbildung Finanzderivate – vor allem Swaps – eingesetzt. Hieraus ergibt sich für Anleger ein Emittentenrisiko, was in der Risikobewertung des ETFs zu berücksichtigen ist.
Physisch nachgebildete Fonds halten auf der anderen Seite die Wertpapiere. Der Vorteil: Aktien verfallen eher selten innerhalb sehr kurzer Zeit wertlos, weshalb eine physische Replikation von risikoaversen Anleger bevorzugt wird.
Stabiles Wachstum und Sicherheit – viele Anleger versuchen, beiden Ansprüchen mit dem eigenen Portfolio gerecht zu werden. Impulse für die Rendite liefern verschiedene Faktoren – wie der Einsatz von Hebel ETFs oder ein Investment in Robotiksysteme. Gerade die Innovationen in Bereichen wie KI und Automatisierung machen Robotics ETFs zu einer Wette auf die Zukunft, die durchaus aufgehen kann und hohe Renditen verspricht. Aber: Als Anleger muss Ihnen klar sein, dass Sie sich in einem volatilen Umfeld bewegen. Besonders eine Konzentration von Technologiewerten wirkt sich negativ aus, wenn sich wirtschaftliche Schwierigkeiten abzeichnen. Im Idealfall bauen Sie mit neben der Wachstumskomponente Wertpapiere ein, die Stabilität bieten.
Klumpenrisiken entstehen dann, wenn Sie im Portfolio verschiedene Fonds halten, die über einige Branchen miteinander verknüpft sind. Beispiel KI: Dieser Sektor taucht in Halbleiter, Robotics und Cyber Security ETFs auf.
Sofern Sie sich dazu entscheiden, für einzelne ETFs auf Hebel zu setzen, muss klar sein, dass sich nicht nur die Rendite multipliziert. Hebel wirken grundsätzlich in beide Richtungen und sind problematisch, wenn es zu starken Schwankungen kommt, da dann ein Volatility Decay entsteht..
Um Robotics oder Halbleiter ETFs mit einem stabilen Asset zu kombinieren, müssen Sie nach Low Volatility Ansätzen Ausschau halten – also beispielsweise auf Dividenden oder nicht-zyklische Assets setzen.
Ein Währungsrisiko entsteht für Assets, wenn diese – im Vergleich mit der Depotwährung – in anderen Währungen notieren. Im Fall der ETFs kommt die geografische Diversifizierung hinzu, da der ETF Zuflüsse aus den Aktien in die Fondswährung umrechnet.
Ja, sowohl Ausschüttungen aus einem Verkauf von Fondsanteilen als auch Auszahlungen über Dividenden unterliegen in Deutschland der Steuerpflicht. Entweder wird direkt die Abgeltungssteuer erhoben oder Sie müssen die Einkünfte in der Steuererklärung offenlegen.

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.