

Vermögenswirksame Leistungen in einen ETF zu investieren, nimmt an Beliebtheit zu. Durch eine gut durchdachte Geldanlage können Sie eine ansprechende Rendite erzielen. Sie haben die Möglichkeit zu entscheiden, bei welcher Bank oder welchem Broker Sie einen ETF-Sparplan eröffnen möchten.
Wir haben für Sie zusammengestellt, was sich hinter den vermögenswirksamen Leistungen verbirgt, wie Sie diese mit ETF in Verbindung bringen können und worauf Sie bei der Wahl eines Anbieters achten sollten. Erfahren Sie hier auch mehr über eine mögliche staatliche Förderung.
Bei vermögenswirksamen Leistungen, auch abgekürzt als VwL oder VL bekannt, handelt es sich um freiwillige Zahlungen, die Ihr Arbeitgeber an Sie leisten kann. Kein Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, vermögenswirksame Leistungen anzubieten. Tatsächlich gibt es aber viele Unternehmen, die dadurch ihre Mitarbeitenden beim vermögensaufbau unterstützen.
Vermögenswirksame Leistungen werden nicht mit Ihrem Gehalt direkt an Sie ausgezahlt. Stattdessen fließen Sie in einem Vertrag, den Sie vorher abgeschlossen haben. Der Arbeitgeber zahlt die Geldleistung direkt ein. Bei den Verträgen können Sie unter anderem wählen aus:
Sie wählen den Anbieter für den Sparvertrag aus und schließen mit diesem den Vertrag ab. Anschließend senden Sie ein dazugehöriges Formular an Ihren Arbeitgeber. So wird dieser darüber informiert, wohin das Geld fließen soll.
Tatsächlich niemand, denn es handelt sich um eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers. Theoretisch können Sie vermögenswirksame Leistungen aber beziehen, wenn Sie einer der folgenden Berufsgruppen angehören:
Sind Sie nicht in Vollzeit angestellt, werden die vermögenswirksamen Leistungen in der Regel anhand Ihrer Stundenanzahl anteilig berechnet und ausgezahlt. Nicht beziehen können Sie die Leistungen dann, wenn Sie Rentner, freier Mitarbeitender bei einem Unternehmen, selbstständig oder freiberuflich aktiv sind.
Hinweis: Sprechen Sie bei Ihrem Arbeitgeber das Thema einfach an. In vielen Unternehmen ist es so, dass vermögenswirksame Leistungen erst nach der Probezeit gezahlt werden.
Die Laufzeit für einen Sparvertrag für vermögenswirksame Leistungen ist begrenzt. Dies gilt auch dann, wenn Sie mit den VL in ETFs investieren. Normalerweise wird ein Vertrag über einen Zeitraum von sechs Jahren bespart. Nach diesen sechs Jahren wird das VL-Konto geschlossen und muss nun noch ein Jahr ruhen. Anschließend können Sie sich Ihr Guthaben auszahlen lassen.
In dem Jahr, in dem das Guthaben ruht, haben Sie allerdings weiter Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen. Um diese zu erhalten, eröffnen Sie einen weiteren ETF-Sparplan.
Einige Arbeitnehmer haben den Anspruch auf eine staatliche Förderung bei den vermögenswirksamen Leistungen. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Arbeitnehmersparzulage.
Das versteuernde Einkommen im Jahr darf dabei einen Betrag von 40.000 Euro nicht überschreiten, wenn Sie sich allein veranlagen. Bei einer gemeinsamen Veranlagung liegt der Betrag bei 80.000 Euro.
Bei einem ETF-Sparplan hat die staatliche Förderung eine Höhe von 20 %. Allerdings erhalten Sie diese nur dann, wenn Sie pro Jahr nicht mehr als 400 Euro an vermögenswirksamen Leistungen durch Ihren Arbeitgeber erhalten. Bei Paaren, die beide VL-Sparen nutzen, liegt der Grenzbetrag bei 800 Euro. Das heißt, Alleinverdienende erhalten eine jährliche Förderung von bis zu 80 Euro.
Damit Sie die Arbeitnehmersparzulage auch erhalten, müssen Sie einen Antrag beim Finanzamt stellen, wenn Sie Ihre Steuererklärung einreichen. Hierfür ist es notwendig nachzuweisen, dass Sie wirklich einen Vertrag über vermögenswirksame Leistungen haben.
Denken Sie darüber nach, vermögenswirksame Leistungen im ETF anzulegen, ist ein Blick auf die Funktionsweise wichtig. Was sind ETFs eigentlicht? ETF steht für Exchange Traded Funds und beschreibt die Abbildung eines Indexes. Die Fonds werden an der Börse gehandelt und gelten als relativ sicher, da automatisch eine breite Diversifizierung erfolgt.
In einem ETF wird der Index unterschiedlicher Wertpapiere zusammengefasst. Auch bei ETFs haben Sie die Wahl, in welche Richtung Sie gern investieren möchten. So gibt es zum Beispiel grüne ETFs und Varianten, bei denen Sie sichergehen können, dass keine Investition in die Rüstungsindustrie erfolgt.
Im Vergleich zu den klassischen Investmentfonds haben ETFs deutlich geringere Kosten. Die Gesamtkostenquote wirkt sich dabei positiv auf Ihre Rendite aus. Wir haben schon kurz angeschnitten, dass Sie zudem von einer breiten Diversifizierung profitieren. Sparen mit dem ETF-Sparplan bedeutet, dass Sie Monat für Monat in mehrere Unternehmen investieren. Das funktioniert ganz automatisch über den von Ihnen ausgewählten ETF.
So werden Risiken von Beginn an reduziert. Wichtig ist sich bewusst zu machen, dass es immer ein Risiko bei Investitionen an der Börse gibt. Bei einem ETF ist dies aber, im Vergleich zur Investition in einzelne Wertpapiere oder Investmentfonds, geringer. Dadurch sind ETFs auch gut für Einsteiger geeignet, die bisher noch keine oder nur wenige Erfahrungen an der Börse gesammelt haben.
Setzen Sie vermögenswirksame Leistungen beim richtigen ETF-Anbieter ein, haben Sie relativ hohe Renditechancen bei geringen Kosten. Zum Einsatz kommen hier Sparpläne. Das heißt, Sie eröffnen ein Depot beim Anbieter oder der Partnerbank und richten einen VL-ETF-Sparplan ein. Wählen Sie den ETF aus, der zu Ihnen passt und geben Sie an, wie hoch die monatlichen Leistungen Ihres Arbeitgebers sind. Diese bilden dann die Sparrate ab.
Monat für Monat wird nun in Anteile für den von Ihnen ausgewählten ETF investiert. Das heißt, Sie profitieren auf diese Weise sogar von einem möglichen Cost-Everage-Effekt.
Die meisten Anleger möchten dann kaufen, wenn die Kurse gerade günstig sind. Allerdings ist es hier kaum möglich, immer den richtigen Zeitpunkt zu finden. Mit einem Sparplan umgehen Sie die Thematik. Sie werden Anteile zu einem höheren oder niedrigeren Kurs kaufen. Letztendlich soll sich dies aber ausgleichen und so keinen Nachteil für Sie haben. Bei Investierenden ist immer wieder umstritten, ob dies wirklich einen so großen Einfluss hat. Denn spätestens dann, wenn für Ihren ETF die Kurse immer weiter steigen und nicht mehr sinken, ist die monatliche Spar-Variante ein möglicher Nachteil.
Für Ihren Aktien ETF auf der Basis von vermögenswirksamen Leistungen spielt das aber eher eine geringere Rolle, da Sie hier nur eine monatliche Einzahlung wählen können. Im Online-Banking für Ihr Depot sehen Sie, wie die Menge an Anteilen zunimmt und auch, wie sich der ETF – und damit Ihr Guthaben – entwickelt.
Um mit Ihren vermögenswirksamen Leistungen einen guten ETF kaufen zu können, empfehlen wir Ihnen, sich mit verschiedenen Indexfonds zu beschäftigen. Natürlich gibt es einige Empfehlungen für den ETF-Sparplan, die sich bereits über einen längeren Zeitraum bewährt haben. Dazu gehören:
Tipp: Den Lyxor MSCI World erhalten Sie auch als Distributing-Variante, also als ausschüttenden ETF. Hier sind die Schwellenländer allerdings ausgeschlossen.
Möchten Sie Ihre vermögenswirksamen Leistungen in einen ETF-Sparplan investieren ist es sinnvoll, mit Bedacht vorzugehen und keinen Schritt auszulassen. Wir haben für Sie die wichtigsten Schritte zusammengestellt.
Bevor Sie nach einem passenden ETF-Anbieter für Ihre vermögenswirksamen Leistungen schauen, sollten Sie mit Ihrem Arbeitgeber klären, ob dieser VL-Zahlungen überhaupt zur Verfügung stellt. Manchmal reicht auch ein Blick in Ihren Arbeitsvertrag. Oft ist hier das Thema bereits geregelt. Dadurch erfahren Sie auch, wie hoch der VL-Betrag ist. Durch den Arbeitgeber gibt es einen Höchstbetrag von 40 Euro.
Prüfen Sie schon vor der Eröffnung einer ETF-Investition mit vermögenswirksamen Leistungen, ob Sie auch Anspruch auf eine staatliche Förderung haben. Dabei kommt es auf die Höhe des Einkommens an, das Sie im Jahr versteuern müssen.
Mit der staatlichen Zulage lohnt sich die Nutzung von vermögenswirksamen Leistungen auch, wenn Ihr Arbeitgeber nicht den vollen Betrag zahlt. Sie haben immer die Möglichkeit, den Betrag auf die 40 Euro aufzustocken. Dadurch haben Sie Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage.
Jetzt kommt es nur noch darauf an, den passenden Anbieter zu finden. Im nächsten Abschnitt haben wir für Sie die Punkte zusammengefasst, die bei der Suche wichtig sind. Es gibt inzwischen einige Anbieter am Markt, bei denen Sie ein Depot eröffnen und ETF-Sparen mit den vermögenswirksamen Leistungen umsetzen können.
Eröffnen Sie ein Depot und geben Sie an, dass Sie gern mit Ihren vermögenswirksamen Leistungen hier sparen möchten. Sie erhalten dann ein Angebot und können den Vertrag abschließen.
Das Angebot an ETF-Sparplänen für vermögenswirksame Leistungen nimmt zwar zu, dennoch sind gerade die großen Banken in diesem Bereich nicht stark vertreten. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass es sich für die Banken kaum lohnt, dieses Angebot zur Verfügung zu stellen.
Dennoch finden Sie mehrere Plattformen, wo Sie ein Depot eröffnen und vermögenswirksame Leistungen in ETFs anlegen können. Nutzen Sie einen objektiven Vergleich, um herauszufinden, welcher dieser Anbieter für Sie die beste Wahl darstellt. Achten Sie dabei auf die folgenden Punkte:
Informieren Sie sich über den Anbieter und schauen Sie nach den Bewertungen und Erfahrungen anderer Kunden mit dem von Ihnen gewünschten Produkt. Schauen Sie nach, wer hinter dem Anbieter steht und bei welcher Bank die Depots geführt werden.
Es ist empfehlenswert, dass Sie sich mit den ETFs beschäftigen, die Sie mit Ihren vermögenswirksamen Leistungen besparen können. Prüfen Sie die Entwicklung in den vergangenen Monaten oder Jahren, sehen Sie sich die Zusammensetzung an und erfahren Sie so mehr über mögliche Risiken. Eine große Auswahl an verschiedenen ETFs bei einem Anbieter ermöglicht Ihnen natürlich mehr Flexibilität bei der Auswahl. So gibt es Anbieter, wie die Commerzbank, bei der Sie aus rund 150 ETFs wählen können. Andere Plattformen, wie Comdirect, stellen über 700 ETFs zur Verfügung.
Meist findet sich bei ETFs für vermögenswirksame Leistungen eine Mindestsparrate. Diese bewegt sich bei durchschnittlich 25 Euro, kann aber auch höher oder niedriger liegen. Relevant ist sie vor allem dann, wenn Sie nicht den vollen VL-Betrag erhalten und auch nicht zusätzlich aufstocken möchten.
Alle Gebühren und Kosten reduzieren die Rendite aus Ihrem ETF-Sparplan und daher ist es natürlich von Vorteil, wenn möglichst wenig Gebühren anfallen. Die jährlichen Depotkosten sind einer der Faktoren. Bei wenigen Anbietern fallen keine Kosten an, andere legen einen Betrag fest oder berechnen diese anteilig vom Depotwert.
Ebenfalls anfallen können Kosten für jede Order. Vergleichen Sie auch hier die Höhe. Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Kosten meist ebenfalls anteilig durch einen bestimmten Prozentsatz berechnet werden.
Die Geldanlage in ETFs ist nur eine der Sparformen, auf die Sie zurückgreifen können, wenn Sie vermögenswirksame Leistungen erhalten. Für einen besseren Überblick haben wir weitere Varianten für Sie zusammengestellt.
Lange Zeit ein echter Klassiker war der Bausparvertrag für die vermögenswirksamen Leistungen. Es handelt sich um ein Zusammenspiel aus einem Darlehen und einem Sparplan der ausgewählten Bank. Nach dem Ablauf von sieben Jahren können Sie sich das Guthaben auszahlen lassen oder ein zweckgebundenes Darlehen nutzen. Dieses darf nur für den Bau oder den Kauf Ihrer eigenen Immobilie eingesetzt werden.
Für alle Anleger, die viel Wert auf Sicherheit legen, ist der Banksparplan die beste Option. Allerdings ist es auch die Variante, bei der Sie nur eine geringe Rendite erhalten. Je nach Banksparplan erhalten Sie für die Laufzeit von sechs Jahren ein variables oder ein festes Guthaben. Vergleichbar ist dies mit einem Festgeldkonto. Gerade in Zeiten von Niedrigzinssätzen ist der Banksparplan kaum lohnenswert. Zudem erhalten Sie hier keine staatliche Förderung.
Die Geldanlage in ETFs gehört ebenfalls zu den Fondssparplänen, Sie können aber auch klassische Aktienfondssparpläne nutzen. Bei diesen haben Sie die Chance auf besonders hohe Renditen, allerdings auch weniger Sicherheit als bei ETFs.
Die betriebliche Altersvorsorge ist ebenfalls verwendbar für vermögenswirksame Leistungen. In dem Fall entscheiden Sie sich, den Betrag durch den Arbeitgeber in die betriebliche Rentenversicherung einzahlen zu lassen. Der Nachteil hierbei ist, dass Sie die eingezahlten Beiträge und möglichen Zinsen erst dann erhalten, wenn Sie in Rente gehen.
Diese Variante ist eine Besonderheit bei den vermögenswirksamen Leistungen, denn sie ist nicht immer möglich. Haben Sie schon einen Immobilien- oder Baukredit, so können Sie diesen durch vermögenswirksame Leistungen reduzieren. Die Beiträge Ihres Arbeitgebers fließen dann in die Schuldentilgung. Sie müssen jedoch erst mit dem Kreditgeber klären, ob dies bei dem von Ihnen ausgewählten Darlehen überhaupt möglich ist. Wenn ja, dann wird dazu ein Vertrag mit dem Darlehensgeber abgeschlossen.
Erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen, so können Sie für diese einen ETF-Sparplan-Vertrag abschließen. Dieser hat eine Laufzeit von sechs Jahren und eine Ruhezeit von 12 Monaten. Bei einigen Anbietern entfällt sogar die Ruhezeit, allerdings haben Sie dort dann auch keinen Anspruch auf eine staatliche Förderung. Bevor Sie mit den vermögenswirksamen Leistungen in ETFs investieren, empfehlen wir Ihnen einen Vergleich der Anbieter, deren ETF-Angebot sowie möglichen Kosten, die anfallen und die Rendite mindern.
Abhängig davon, für welchen Anbieter Sie sich beim ETF-Sparplan entscheiden, stehen Ihnen teilweise mehr als 700 verschiedene ETFs zur Verfügung. Besonders beliebt für die Geldanlage sind sogenannte World-ETFs, die den Index von Aktien aus den Industrieländern abbilden.
Bei vermögenswirksamen Leistungen gilt die Vorgabe, dass der abgeschlossene Sparvertrag höchstens sechs Jahre laufen darf. Wechseln Sie vorher den Vertrag, ruht dieser bis zum Vertragsende. Nach Abschluss des Vertrages dauert es noch 12 Monate, bis Sie sich Ihr Guthaben auszahlen lassen können.
Allgemeine Aussagen zu den Kosten beim VL-Sparen mit ETFs sind nicht möglich, da sich die Gebühren bei den einzelnen Anbietern unterscheiden. Teilweise entfallen die Depotgebühren und auch Orderkosten variieren deutlich.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.