

In den Angeboten von Banken und Brokern tauchen immer häufiger auch ETP auf. Die Bedeutung des Begriffs fällt mitunter ein wenig zu vage aus. Tatsächlich ist ETP eine Abkürzung für „exchange traded product“, auf Deutsch also ein börslich handelbares Produkt.
Auf den ersten Blick scheinen ETP den beliebten ETF nahezustehen und werden meist auch in einem Atemzug mit Indexfonds genannt. Ihre Stärke besteht darin, dass sie Einzelwerte ähnlich komfortabel zugänglich machen, wie ein ETF dies mit einem ganzen Index tut. Doch die Strukturen und auch die Sicherheit unterscheiden sich. Es lohnt sich, auf die Konstruktion von ETP ausführlich einzugehen.
Was ist ein ETP? Der Begriff der Exchange Traded Products bezeichnet eine seit einigen Jahren zunehmend beliebte neue Anlageklasse. Unkompliziert börslich handelbar sind sie alle, die Wertentwicklung folgt einem Basiswert und wird durch einen Algorithmus angepasst. Diese sogenannte passive Investition kommt ohne hoch bezahlte menschliche Expertise aus.
Das erklärt den Siegeszug der Exchange Traded Funds oder ETF. Sie folgen einem Index – der Aktien, Rohstoffe und andere Werte bündeln kann – automatisiert und kostengünstig. Anleger investieren mit dem Griff zu einem ETF in ein Aktienpaket, zu Konditionen, die weitaus günstiger sind als die aktiv verwalteter Fonds. Die einfache Handhabung ist ein weiterer Pluspunkt. Wer ein Wertpapierdepot führt, kann sich Indexfonds in Eigenregie ins Depot legen oder sie für Sparpläne nutzen. Der langfristige Vermögensaufbau wurde dank der Produkte zugänglicher.
Dadurch wurde relativ schnell der Ruf nach einem vergleichbaren Angebot, aber auf Einzelwerte laut. ETF sind streng genommen eine Untergruppe der ETP, erfahren aber eine gesonderte Einstufung, da sie bereits eine Diversifizierung über die Werte im Index mitbringen und anders strukturiert sind als andere ETP.
Die passiven börslich handelbaren Produkte, die unter dem Oberbegriff ETP in Umlauf sind, bilden Basiswerte unterschiedlicher Anlageklassen ab. Dementsprechend sind spezielle Abkürzungen gebräuchlich, darunter die bekanntesten:
Hinter dem Kürzel ETC können „commodities“, also Rohstoffe, oder „currencies“, Währungen stehen. Die Abbildung des Basiswerts erfolgt in diesem Fall durch physische Investitionen, häufiger jedoch durch Futures-Kontrakte. Denn der tatsächliche Kauf und das Vorhalten ist im Fall von Rohstoffen vielfach aufwendig und bei Währungen kostspielig. Futures eignen sich für die Replikation und schaffen ein Produkt, das einem synthetischen ETF entspricht.
Ganz ähnlich sieht es auch bei ETN oder ETD – und das lässt auch schon den wichtigsten Unterschied der genannten ETP-Kategorien zu ETF erkennen.
Wo ausdrücklich von ETN die Rede ist, erfolgt die Investition in sogenannte Inhaberschuldverschreibungen auf der Grundlage des Basiswerts – vergleichbar Zertifikaten. Anleger tragen deshalb das sogenannte Emittentenrisiko. Die Bonität des herausgebenden Finanzdienstleisters entscheidet über die Güte des ETN.
Zusätzlich werden ETN in unbesicherten Versionen angeboten, aber auch in Formen, die gegen Ausfälle des Emittenten ganz oder teilweise abgesichert sind. Die Gebühren unterscheiden sich sichtbar, da besicherte ETN dem Anleger vor allem bei langfristigen Strategien einen höheren Schutz gewähren.
In allen Fällen haben ETP vs. ETF jedoch nicht den Status von Fonds – anders als bei ETF, die im Fall einer Insolvenz zum Sondervermögen zählen. Die europaweit gültige UCITS- bzw. OGAW-Richtlinie für Investmentfonds und der damit verbundene Sonderstatus gilt auch für ETF, schließt andere EPT jedoch aus.
Weniger bekannt ist, dass ETP auch Bedeutung für den Handel mit einzelnen Aktien haben. Das erweist sich als vorteilhaft bei Unternehmensanteilen, die besonders kostspielig sind, dabei eine gute Performance vorweisen und vielleicht auch noch eine Dividende ausschütten. Kleinanleger kommen vor allem bei teuren Tech-Aktien kaum zum Zug. Mit ETP rücken die Anteilsscheine jedoch in Reichweite.
Es gibt hinsichtlich der Struktur also Unterschiede, die sich auf die Sicherheit der Investition auswirken – abgesehen davon aber viele Gemeinsamkeiten zwischen ETF und ETP. Die wohl wichtigste ist die fortlaufende Handelbarkeit, im Gegensatz zu Investmentfonds, die nur einmal täglich neue Anleger „an Bord nehmen“. Alle Stärken von ETP auf den Punkt gebracht sind:
Das Produkt verspricht eine Rendite, die der des Basiswerts vergleichbar ist.
Günstige Verwaltungs- und Handelskosten durch die algorithmische Abbildung.
Transaktionen können jederzeit erfolgen.
Ständige Handelsaktivitäten während des Börsentags.
Gestützt durch starke Marktteilnehmer.
Dies unterstreicht die Bedeutung von ETP für private Anleger. Käufer oder Verkäufer haben damit größere Freiheiten, das gewünschte Produkt zu einem Kurs ihrer Wahl ins Depot zu legen. Die Handelskosten, das wurde bereits erwähnt, sind deutlich geringer, ebenso die Verwaltungskosten.
Für aktiv von Fondsmanagern verwaltete Produkte werden jährliche Gebühren erhoben, die einige Prozent der Investition ausmachen – die passive Anlage kommt günstigenfalls mit Kosten von wenig mehr als einem Zehntel Prozent pro Jahr aus. Gerade für Kleinanleger ist dies ein wichtiger Aspekt.
Hinzu kommt, dass ETP bespart werden können. Die Sparplanfähigkeit macht den Aufbau von Vermögen in planbaren und regelmäßigen Raten leicht, Sparpläne haben inzwischen den Platz des früher so beliebten Sparbuchs eingenommen. Bestimmte Produkte stehen auf der Beliebtheitsskala von Anlegern und Sparern weit oben, sie lassen sich mit der ETF Suche rasch finden.
ETP haben viel Bedeutung, wenn es um Produkte geht, die normalerweise für Anleger nicht ohne einen gewissen Aufwand handelbar wären. Zu ihnen gehören
Gold ist ein begehrter Rohstoff mit hoher Wertdichte und langfristiger Krisenbeständigkeit. Wer in physisches Gold investiert, muss sich jedoch über Auslieferung, Lagerung und Sicherheit Gedanken machen und Vorkehrungen treffen, die wiederum Kosten nach sich ziehen.
Rohstoffe wie Öl und Gas ermöglichen gute Renditechancen, sind aber für Kleinanleger an Terminbörsen nicht zugänglich. ETP erlauben es auch dieser Zielgruppe, die Wertentwicklung für sich zu nutzen.
Solche Werte, die dem Anleger fundierte Spezialkenntnisse abverlangen, stellen Kleinsparer vor hohe Hürden. Mit ETP werden sie erreichbarer und nachvollziehbarer und können so in die eigene Vermögensbildung einbezogen werden.
mit ETP müssen Anleger nicht auf den nächsten Aktiensplit warten, um bei einem Unternehmen zuzugreifen, das börslich gerade auf der Überholspur ist.
ETP erschließen also Möglichkeiten, die vor allem Kleinanlegern für Direktinvestitionen verwehrt sind – und sie tun das mit einem Komfort, der sich mit dem Handel von ETF vergleichen lässt. Wer die wichtigen Unterschiede im Sicherheitsstatus kennt und berücksichtigt, wird sicherlich zumindest einige ETP in seine Strategien einbeziehen wollen. Aber was braucht es, um Exchange Traded Products, Commodities und Notes zu handeln oder zu besparen?
Genau wie bei Aktien erfolgt der börsliche Handel über ein Wertpapierdepot. Das besondere Konto dient der Verwahrung von Aktien, Fonds oder ETF und eben auch ETP. Geführt wird es bei einer Bank oder einem Broker, zum Depot gehört ein Verrechnungskonto für das notwendige Kapital.
Nach der Eröffnung des Depots haben private Anleger über ihr persönliches Kundeninterface Zugang zu den angebotenen Produkten und geben über eine Ordermaske ihre Aufträge ein. Das können einzelne Investitionen in beliebiger Höhe sein – aber auch Sparpläne.
Einmal definiert, wird der Sparplan automatisch in der bevorzugten Sparrate ausgeführt – monatlich, alle zwei Monate oder in noch größeren Abständen. Niedrige Sparraten sorgen dafür, dass der Vermögensaufbau sich im Haushaltsbudget kaum abzeichnet. Über längere Zeit kommen dennoch beträchtliche Summen für die Finanzierung eigener Wünsche und Projekte zusammen.
Für eigene Pläne auf der Grundlage von ETP benötigen Anleger also ein Depot – aber natürlich nicht irgend eines. Die Konditionen beim depotführenden Finanzdienstleister müssen stimmen, damit sich der Handel oder das Sparen wirklich lohnen. Mit dem geeigneten Broker oder einer seriösen Bank erhalten Kunden Sicherheit und Unterstützung in den wichtigsten Bereichen des Angebots. Der Depotvergleich sorgt für einen Überblick über die große Zahl der möglichen Broker und erleichtert es auch Unerfahrenen, die Stärken und Pluspunkte der besten Depot-Anbieter zu erkennen. Geprüft werden für ein Ranking die folgenden Kriterien:
Die lange anhaltenden Nullzinsen im Gefolge der Finanzkrise trugen dazu bei, dass sich früher beliebte Anlageformen nicht mehr lohnten. Für private Anleger und Sparer bedeutete dies eine Hinwendung zu anderen, lohnenderen Produkten. So entdecken nun auch deutsche Kleinanleger neben den Aktienmärkten Instrumente wie ETP und ETF.
So leicht verständlich diese auf den ersten Blick auch sind – man sollte sich dennoch mit den Grundprinzipien des börslichen Handels vertraut machen, anstatt Kaufentscheidungen aus dem Bauch heraus zu fällen. Banken und Broker unterstützen ihre Kunden dabei und begleiten sie mit gut gemachten Informations- und Bildungsangeboten. Sie vermitteln theoretisches Finanzwissen – und für die praktische Übung gibt es bei manchen Anbietern ebenfalls die Gelegenheit.
Wo Interesse und Vorkenntnisse nicht unbedingt Hand in Hand gehen, hilft der Broker. Bildungsbereiche sind auch für Finanzdienstleister von Vorteil. Sie unterstreichen die eigene Seriosität und tragen zum Handelserfolg der Kunden bei – ein Win-Win also. Daher machen sich viele Anbieter durchaus Mühe mit der Zusammenstellung von Texten, Lektionen und anderen medialen Formaten für die Wissensvermittlung.
| ⏯️ Videos |
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| …werden überall dort verwendet, wo sie viel anschaulicher als Texte sind – etwa bei der Erklärung der Ordermaske oder der Software und ihrer Funktionen. Video-Tutorials können Nutzer immer wieder anschauen, bis alle Details verstanden sind. |
| 🖥️ Online-Kurse |
| …wenden sich an Anfänger oder Fortgeschrittene. Sie bestehen aus Lektionen, die thematisch geschlossen sind, aber aufeinander aufbauen. Zeitlich sind die Lektionen meist auf 20 oder 30 Minuten begrenzt, bei manchen Bildungs-Hubs können die Teilnehmer freiwillig eine Prüfung ablegen. |
| 📱E-Books und Blogs |
| …sind in der Regel Texte, die besonderen Schwerpunkten nachgehen – etwa dem Forexhandel oder der Erklärung von Trading-Strategien. |
| 🗓️ Lexika, Rechner und Kalender |
| …machen die Fachsprache und die Handelszeiten internationaler Börsen übersichtlicher. Rechner erleichtern die Renditekalkulation vor allem für Sparpläne. |
| 💡 Webinare |
| …in Echtzeit oder aufgezeichnet bieten Experten eine Bühne. Vor allem Live-Veranstaltungen sind sehr hochwertig, da die Teilnehmer dabei auch Fragen anbringen können – meist ist dafür eine zeitige Anmeldung nötig. |
| 📊 Marktanalysen und News |
| …erlauben einen Blick auf die Geschehnisse – und hinter die Kulissen. Denn zusammengenommen sorgen sie für ein Verständnis, wie Analysten zu ihren Bewertungen kommen. Das ist später für eigene Investitionen wertvoll. |
Nicht überall, aber doch bei einigen Anbietern können Interessierte auch praktisch Einblicke nehmen in den Handel – mit einem Musterdepot oder Demokonto. Der Testzugang wird gegen die Eingabe einer E-Mail und eines Passworts freigegeben. Er ist kostenlos und unverbindlich, mitunter aber eine sehr realistische Simulation der Abläufe.
Wo eine solche „Probefahrt“ möglich ist, sollten sich Anleger dies nicht entgehen lassen. Zumindest einige der Funktionen der Software können mit der Demo genutzt werden, und stellen eine Vorbereitung auf den späteren Handel mit echtem Geld dar. Besonders gut gemachte Demokonten ergänzen den theoretischen Bildungshub und erlauben das Anwenden des Gelernten. So werden die neuen Kenntnisse sofort vertieft.
Börsennotierte Produkte, kurz ETP, machen den Handel mit schwer zugänglichen Einzelwerten so komfortabel wie die Spekulation auf Indizes mit ETF. Die passive Anlage unterliegt einigen Besonderheiten – so sind die meisten ETP Inhaberschuldverschreibungen und genießen nicht die Vorteile eines Fonds.
Doch wie ETF sind sie günstig und obendrein auch für Sparpläne geeignet. Vor allem Kleinanleger bereichern ihren Vermögensaufbau um hochpreisige Aktien oder Gold, können Dividendenstrategien verfolgen oder sich auf Titel wie grüne Aktien konzentrieren. Die Informations- und Bildungsangebote von Banken und Brokern machen ETP insgesamt besser verständlich, Produktblätter informieren zu den Einzelwerten.
Die Bedeutung von ETP ist „exchange traded product“ – also börsennotiertes Produkt, besser gesagt alle passiv abgebildeten Einzelwerte. Dies können Rohstoffe, Währungen, Einzelaktien sein, wie sie von einem ETF nicht repliziert werden.
Ein ETF als Indexfonds bildet ein Bündel von Werten, nämlich durch den Index, passiv unter Verwendung von Algorithmen ab. Der in Europa angelegte UCITS-Standard schließt ausdrücklich Einzelwerte wie Gold als Basis für ETF aus. Die dadurch entstehende Lücke füllen ETP. Sie werden ebenso gehandelt und bespart, sind jedoch keine Fonds und damit Sondervermögen. Statt dessen stellen sie Inhaberschuldverschreibungen der Emittenten dar.
Ja, die börsennotierten Produkte bieten sich nicht nur für einzelne Investitionen an – sie können auch für längerfristige Vermögensbildung mit Sparplänen nach Maß genutzt werden.
ETC, die mit der Bedeutung von Aktien-ETP angeboten werden, bilden den Wert einer Einzelaktie ab. Die korrekte Bezeichnung wäre in den meisten Fällen allerdings ETN, da hier eine Inhaberschuldverschreibung auf die Aktie der Gegenstand der Investition ist.
Indexfonds auf Geldmarktwerte wie Leitzinsen, sogenannte Geldmarkt-ETF, gelten als vergleichsweise sichere Anlage und werden gegenüber der Spekulation auf Einzelwährungen empfohlen.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.