

Anleger setzen im Devisenhandel auf hochfrequentes Trading. Besonders, wenn sich Sessions an den Hauptmärkten London und New York überlappen, ist die Volatilität im Forex Handel sehr hoch. Ist Forex Trading gefährlich und verbietet sich damit für Neulinge? Eine Frage, die sehr unterschiedliche Aspekte berührt.
Wer sich als Anleger für den Schritt entscheidet, an Börsen Wertpapiere zu handeln, muss Verluste einkalkulieren. Es wird kaum langjährige Trader geben, welche diese Erfahrung nicht selbst schon gemacht haben. Wichtig ist, wie Anleger mit den Risiken umgehen. Und wie sich Anlagebetrug erkennen lässt.
Im Forexhandel setzen Anleger über Broker mit hohem Hebel auf Major- und Minor-Währungspaare, um mit den Preisschwankungen beim Wechselkurs ihre Rendite zu erzielen. Handelssignale ergeben sich aus der technischen Analyse und beim FX Handel besonders aus den Finanzmarkt-Nachrichten. Aber: Selbst, wer als Anleger Indikatoren zuverlässig zu nutzen weiß, muss Verluste als Trading Risiko einkalkulieren.
Besonders im Zusammenhang mit Inflationszahlen oder Zinsanpassungen der Zentralbanken reagieren Wechselkurse manchmal anders als gedacht. Und die plötzliche Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro 2015 unterstreicht, dass im Handel Risiken immer einzuplanen sind. Wie lässt sich dieses Risiko beherrschen?
Erfahrene Anleger greifen zu verschiedenen Mechanismen – von Orderzusätzen für Positionen bis zur Diversifikation. Die Meinung, dass Forex Trading gefährlich ist, haben Privatanleger noch aus einem anderen Grund: Anlagebetrug durch Broker. Unlautere Geschäftspraktiken nehmen sehr unterschiedliche Formen an. Die Palette umfasst:
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Unterschlagung (von Einlagen oder Gewinnen)
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Kursmanipulationen
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unberechtigte Kontosperren
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falsche Anlageempfehlungen
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unautorisierte Transaktionen
Gerade unerfahrene Anleger laufen beim Einstieg in den Devisenhandel Gefahr, an unseriöse Broker zu geraten. Um diese Situation zu umgehen, müssen Sie die wichtigen Formen des Anlagebetrugs durch Broker kennen.
Bei dieser Form des Betrugs manipulieren Broker den Preis eines meist weniger liquiden Assets durch falsche oder irreführende Aussagen („pump“), um das Interesse zu steigern und den Preis künstlich in die Höhe zu treiben. Sobald der Preis gestiegen ist, verkaufen die Betrüger ihre eigenen Anteile zu diesem aufgeblähten Preis („dump“), was zu einem Preissturz führt und andere Anleger mit wertlosen Aktien zurücklässt. Dieser Anlagebetrug ist auch unter dem Begriff Scalping bekannt – was diesmal aber nicht die Anlagestrategie meint. Dass Broker dieses Betrugs-Schema anwenden, entsteht besonders im Zusammenhang mit Market Makern.
Unter Anlagebetrug fallen auch Broker, die unpassende Anlageprodukte empfehlen. Im Forex- oder CFD-Segment wird dies von den Brokern durch Kundenberater realisiert, welche Kunden kontaktieren. Oftmals fallen die Empfehlungen nicht mit den finanziellen Zielen, dem Risikoprofil oder den Bedürfnissen des Anlegers zusammen. Eine Praxis, die unter anderem bei Market Makern auftaucht, aber auch mit dem Churning in einer engen Beziehung steht. Durch viele Trades, zu denen geraten wird, erhöhen sich die Handelsgebühren in Form des Spreads.
Einige unseriöse Broker können versuchen, ihre Gewinne durch versteckte Gebühren, nicht offen gelegte Kosten oder unverhältnismäßig hohe Provisionen zu steigern. Als Anleger stellen Sie bei solchen Brokern fest, dass die Renditen durch diese unerwarteten Kosten erheblich gemindert werden.
Das Bereitstellen von falschen oder irreführenden Informationen über Anlageprodukte, einschließlich der Übertreibung potenzieller Renditen oder des Verschweigens von Risiken, ist eine gängige Betrugspraxis. Als Trader werden Sie dadurch in die Irre geführt und zu Entscheidungen verleitet, die so unter vollständiger und korrekter Informationslage nicht zustande gekommen wären. In diese Kategorie fallen falsch eingespielte Kurse. Im Forex Handel treffen Sie damit falsche Entscheidungen – weil die fehlerhaften Kurse zu unsauberen Handelssignalen führen.
Einige Broker führen Transaktionen ohne die Zustimmung oder gegen den ausdrücklichen Wunsch des Kunden durch. Solche unautorisierten Transaktionen können nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen Broker und Kunde untergraben, sondern bedeuten finanzielle Verluste für Sie als Anleger. Diese Form des Anlagebetrugs steht allerdings auf tönernen Füßen, da ein Broker schadenersatzpflichtig wird. Aus Sicht der Forex Trader sind unautorisierte Handelsaktionen dann ein Problem, wenn sich der Broker einem direkten rechtlichen Zugriff entzieht.
Betrug durch Broker im Devisenhandel ist aus Anlegersicht ein Problem. Aber: Sie können unseriöse Angebote erkennen. Zu den wichtigen Erkennungszeichen gehört die Regulierung der FX Broker. Sind Broker nicht ordnungsgemäß lizenziert und von einer anerkannten Finanzaufsichtsbehörde reguliert, sehen wir darin eine Red Flag. Deutsche Broker werden durch die BaFin reguliert. Wollen Sie – wegen niedriger Spreads – bei einem Broker im Ausland handeln, gehören die SEC (USA), FCA (Vereinigtes Königreich) oder CySEC (Zypern) zu den renommierten Regulierungsbehörden. Was muss Sie beim Forex Trading hellhörig machen?
Seien Sie skeptisch gegenüber Brokern, die außergewöhnlich hohe oder garantierte Renditen versprechen. Der Forex Markt ist von Natur aus eher volatil. Kein seriöser Broker kann konstant hohe Gewinne ohne Risiko garantieren.
Seriöse FX Broker weisen transparent auf die Gebührenstruktur, Margin-Anforderungen und Interessenkonflikte hin. Wo diese Informationen fehlen oder sehr ausweichend reagiert wird, sehen wir potenzielle Warnzeichen.
Betrügerische Anbieter üben Druck aus, um Sie als Trader in Positionen zu drängen. Solche aggressiven Geschäftspraktiken sind meist ein sicherer Hinweis, es mit Anlagebetrug seitens der Brokers zu tun zu haben.
Verzögerungen oder Ablehnungen bei der Auszahlung von Kapital und Gewinnen – ohne einen klaren und nachvollziehbaren Grund zu nennen – sind ein starkes Indiz für Betrug. Seriöse Broker lassen Sie Gewinne ohne Probleme auszahlen.
Wenn Ihr Handelskonto mit versteckten Gebühren belastet wird, hören Sie auf das Bauchgefühl. Sofern hier Transparenz fehlt, überdenken Sie das Engagement beim Anbieter noch einmal.
Als FX Trader steigen Sie in einen volatilen Markt ein. Besonders, wenn sich die Sessions in Australien und Tokyo oder London und New York überlappen, ist die Liquidität in den Forex Märkten sehr hoch. Da Sie zusätzlich noch in einem Bereich unterwegs sind, für den Hebelprodukte zu den Standardwerkzeugen gehören, müssen Sie als Anleger auf starke Bewegungen gefasst sein.
Hierin liegt einer der Gründe, warum Anleger das FX Trading – zumindest für Klein- und Privatanleger – für gefährlich halten. Was macht Forex Trading riskant?
Gründe, die für einen gefährlichen FX Handel sprechen:
▶️ Hebel
▶️ Volatilität
▶️ Komplexität
▶️ Emotional Trading
▶️ Lernkurve.
Im Forex Handel wird im Regelfall mit Hebel (Leverage) getradet. Vereinfacht stellen Sie sich Hebelprodukte so vor: Als Trader hinterlegen Sie eine Sicherheitsleistung X (die Margin), der Broker erhöht die Handelsposition um den Faktor A. Am Markt platzieren Sie als Anleger damit eine Position der Größe X * AB. Warum sollte ein Broker dazu bereit sein? Ohne den Hebel wäre es vielen Privatanlegern nicht möglich, Devisen zu handeln, da selbst ein Mini-Lot einer Kontraktgröße von 10.000 Euro entspricht.
Volatilität ist einer der Risikofaktoren im Forex Trading. Durch die unterschiedlichen Handelszeiten zwischen den Hauptmärkten in Sydney, Tokyo oder London und New York schwanken sowohl die Liquidität als auch die Volatilität im Handel stark. Gerade für Anfänger ohne Erfahrung kann es schwer sein, sich zurechtzufinden und die Forex Strategien an die wechselnden Bedingungen anzupassen. Die Forex Handelszeiten müssen sehr früh in die eigenen Handelsmethoden einfließen, da Strategien wie das Scalping in diesem Umfeld sehr gut funktionieren können. Generell sinkt die Volatilität im FX Markt zum Freitag, da Now York gegen Abend die einzige noch aktive Session vor dem Wochenende ist. Sonntagabend schwanken die Kurse ebenfalls weniger stark, da zuerst Sydney in den Handel startet.
Im Forex Handel werden die Preisschwankungen in den Wechselkursen von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Als Trader brauchen Sie ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Stellgrößen.
Selbst erfahrene Trader sollten damit rechnen, in einen Forex Markt sehr stark emotional involviert zu sein. Der Begriff Emotional Trading beschreibt einen Zustand, der nicht mehr von einer rationalen, auf Daten basierenden Handelsstrategie geprägt wird. Entscheidungen werden auf Basis emotionaler Signale getroffen. Eng mit dem Emotional Trading verknüpft ist der sogenannte Fear and Greed Index. Erfahrene Anleger nutzen diesen Ansatz, um die eigenen Handelsentscheidung in eine antizyklische Richtung zu lenken. Gerade Einsteigern fällt es schwer, die Verlustszenarien im FX Handel so weit auszublenden, dass kein Emotionally Compromised Trading-Regime entsteht.
Ein Risiko im Forex Handel ist die Fehleinschätzung der Lernkurve. Bevor Trader ein ausreichend hohes Maß an Sicherheit entwickeln und Marktsituationen richtig einschätzen, braucht es einen steten Input an Know-how. Diese ausgeprägte Lernkurve – oder vielmehr deren Bedeutung – wird in der Praxis schnell unterschätzt. Hierin liegt eines der Risiken für den FX Handel. Anleger fühlen sich ausreichend gerüstet und vorbereitet. Dabei fehlen nach wie vor wichtige Skills, um im Devisenhandel auf Volatilität und Komplexität adäquat zu reagieren.
Aus Anlegersicht braucht es Mittel, um den Risiken im Forex Handel entgegenzutreten. Zinsentscheidungen oder die Inflation werden Trader nicht beeinflussen. Neben der richtigen Strategie lassen sich noch andere Register ziehen.
Die Streuung des Risikos ist eine bewährte Methode, um im FX Trading Verluste nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Als Anleger verteilen Sie Anlagekapital auf verschiedene Assets. Im Idealfall nutzen Sie an dieser Stelle Instrumente und Märkte, die nicht mit dem Devisenhandel verbunden sind.
Bauen Sie mit Stop Loss, Take Profit und Trailing Stop Loss Orderzusätze in Ihr Portfolio ein, die Verluste begrenzen. Erreicht der Wechselkurs einen gesetzten Stop Loss, löst dieser aus, schließt die Position und verringert Verluste. Mithilfe eines garantierten Stop Loss schließen Sie als Anleger sogar das Slippage Risiko aus.
Sie müssen der Lernkurve im Devisenhandel folgen. Riskieren Sie kein Kapital, sondern setzen auf das Trading Demokonto beim Broker. Auf diesem Weg handeln Trader risikoarm mit Handelsbedingungen, welche dem Live Trading durchaus auf Augenhöhe begegnen.
Der Währungshandel ist in den letzten Jahren zunehmend ins Retailsegment der Broker vorgedrungen. Aufgrund starker Schwankungen bei der Volatilität, dem Handel mit Hebel und komplexen Verbindungen der Preisbildungsfaktoren entsteht ein anspruchsvolles Handelssegment. Ist Forex Trading gefährlich? Es gibt ein Verlustrisiko, das Sie als Anleger nicht ausblenden dürfen. Nutzen Sie ein Forex Demokonto, um der Lernkurve risikoarm zu folgen. Parallel sind grundlegende Sicherheitsfeatures, wie Diversifikation und Orderzusätze in den Handel einzubauen – um die Risiken im Devisenhandel einzuhegen.
Tradingverluste gehen normalerweise zu Ihren Lasten als Trader. Eine Möglichkeit bietet sich allerdings, wenn einem Akteur – wie dem Broker – Anlagebetrug nachgewiesen werden kann.
Broker treten mitunter nicht nur als Vermittler zwischen dem Anleger und den Märkten auf. In bestimmten Situationen kann der Broker zum Gegenspieler der Trader werden, er stellt den Kurs für die Märkte. Hieraus kann ein Interessenkonflikt entstehen.
Der Devisenhandel selbst kann weder seriös noch unseriös sein – da verschiedene Akteure an den Handelsplätzen aktiv sind. Die Frage muss vielmehr lauten: Welche Stakeholder im Devisengeschäft haben die Möglichkeiten, den Handel zu manipulieren und unseriöse Geschäfte zu initiieren.
Nein, in Deutschland nicht. Auf die Erträge aus Kapitalanlagen fallen Steuern an. Bei deutschen Brokern wird die Abgeltungssteuer direkt abgeführt. Bei Brokern im Ausland können andere Bedingungen gelten.
Ja, Anleger sind in der Lage, über Währungen eine Rendite einzufahren. Allerdings sind die Herausforderungen groß und nur außerordentlich wenige Anleger schaffen es, nachhaltig eine positive Rendite mit Forex-Trading zu erzielen.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.