

Die Devisenmärkte gehören zu den Spitzenreitern, wenn es um das Handelsvolumen geht. Neben institutionellen Anlegern ist FX Trading in den letzten Jahren auch im Retailsegment zunehmend stärker in den Vordergrund getreten. Ein Grund sind die Hebel, mit denen Anleger Währungen handeln. Ein zweiter Grund sind die Forex Handelszeiten. Die Devisenmärkte heben sich hier vom klassischen Parketthandel ab.
Aus Anlegersicht geht es beim Einstieg in den Währungshandel nicht nur um die Frage, welche Währungspaare besonders vorteilhaft für die eigene Anlagestrategie sind. Da sich die Forex Märkte in verschiedenen Zeitzonen überlappen, entstehen Phasen mit sehr hoher Liquidität und Volatilität im Markt – was die Performance (und damit die Rendite) im FX Trading beeinflusst.
Als Daytrader kennen Sie die Situation: Neigt sich der Handelstag an den Börsen seinem Ende entgegen, stellen Sie alle offenen Positionen glatt. Schließlich nehmen Trader gerade an hochvolatilen Märkten nur sehr ungern eine Position in den nächsten Handelstag mit. Dass Märkte schließen, ist nicht ungewöhnlich. Vielmehr sind die Devisenmärkte die Ausnahmen. Aufgrund der besonderen Struktur und starken internationalen Verflechtung sind Major Währungspaare und Minor Währungspaare fast durchgehend an Devisenbörsen handelbar.
Wie entsteht diese Besonderheit bei den Forex Handelszeiten weltweit? Der Hauptgrund: Viele Handelsplätze öffnen zeitlich so versetzt, dass Trader quasi durchgehend Zugriff auf Devisenmärkte von Sonntagabend bis Freitagabend haben. Wichtige Handelsplätze für Devisen haben ihren Sitz in:
▶️ Sydney
▶️ Tokio
▶️ London
▶️ New York.
Sobald die Handelszeiten der Devisenmärkte in diesen Zentren ineinandergreifen, sind Preisschwankungen in den Wechselkursen besonders hoch. Heißt für Sie als FX Trader: Passen Sie die Handelszeiten für Währungen an die Handelszeiten an. Überschneidungen zwischen den Öffnungszeiten der Handelsplätzen erhöhen sowohl die Liquidität als auch die Volatilität deutlich.
Wickeln nur einzelne Handelsplätze – wie Sydney am Sonntagabend – den Devisenhandel ab, spüren Sie dies schnell durch sehr geringe Preisschwankungen in den Wechselkursen. Teilweise bewegen sich die Kurse dann nur um weniger Forex Pips.
Zu welchem Zeitpunkt ist mit diesen schwierigen Handelsbedingungen zu rechnen? Grundsätzlich laufen Sie zu Beginn des Handels und gegen Ende Gefahr, in diese Falle zu laufen. In den Charts sind diese Momente unschwer zu übersehen. Es bilden sich häufig Plateaus, der Kurs schwankt nur noch sehr gering.
Welche Phasen für den Handel mit Währungspaaren besonders geeignet sind, lässt sich an den Überlappungen ablesen. Besonders zwischen Sydney und Tokio sowie London und New York kommt es zu einer Überschneidung.
Allerdings ist eher letzteres Overlapping für den Handel relevant, da sowohl London als auch die US-Session am Devisenmarkt mit der nötigen Liquidität einhergeht. Zwischen Australien und Japan ist der Handel nicht so stark ausgeprägt. Gerade am Montag sind die Schwankungen bei den Wechselkursen hier nicht ganz so stark ausgeprägt.
Gleiches gilt für den Freitag. Wenn die anderen Devisenmärkte schließen und nur noch in den USA gehandelt wird, nimmt auch hier die Volatilität deutlich ab. Welche Handelssession gerade geöffnet ist, wirkt sich nicht nur auf Liquidität und Volatilität am Devisenmarkt aus. Als FX Trader werden Sie schnell spüren, dass auch einzelne Majors von den Forex Handelszeiten unterschiedlich profitieren.
Wenn in Asien bzw. Australien die Devisenhandelsplätze öffnen, sind unter anderem:
▶️ USD/JPY – US-Dollar/Japanischer Yen
▶️ AUD/USD – Australischer Dollar/US-Dollar
▶️ NZD/USD – Neuseeländischer Dollar/US-Dollar
Sobald in London der Devisenhandel beginnt, legen EUR/USD und GBP/USD deutlich zu. Mit der Eröffnung des Handels in New York mischen auch CAD/USD an den Devisenmärkten wieder stärker mit. Ähnliche Tendenzen lassen sich auch für andere Währungspaare ohne Beteiligung des US-Dollars ausmachen.
Wie lukrativ der Devisenmarkt sein kann, hängt nicht nur von der Tageszeit ab. Es gibt durchaus Termine im Wirtschaftskalender, die sollten sich alle Devisenhändler dick und rot markieren. Besonders Sitzungen der großen Notenbanken wie der EZB oder der Fed haben mitunter großen Einfluss auf die Devisenmärkte. Zinsentscheidungen lassen die Kurse klettern oder abstürzen.
Aber auch andere Entwicklungen und Trends beeinflussen die Wechselkurse am Devisenmarkt. Die Bekanntgabe von Inflationsberichten oder Arbeitsmarkt- und BIP-Trends sollten in ihrer Auswirkung auf die Devisenmärkte nicht unterschätzt werden.
Der Devisenhandel beginnt Sonntagabend und endet erst Freitagabend. Dieser besondere Umstand vermittelt ein falsches Bild. Als Trader beschäftigen Sie sich intensiv mit dem Forex Broker. Generell sollte dieser Ihnen einen sehr breiten und ungehinderten Zugang zum Forex Handel ermöglichen. Verlassen Sie sich als Anleger nicht blind darauf.
Schränkt der Broker den Zugang im Rahmen gesetzlicher Feiertage ein, kommt es auf den Geschäftssitz des FX Brokers an. Gerade bei Anbietern mit einem ausländischen Geschäftssitz schauen Sie sehr genau hin. Es besteht andernfalls die Gefahr, Einschränkungen bei der Verfügbarkeit und Handelsaktivität am Devisenmarkt zu erleben.
Vor diesem Hintergrund ein kurzer Hinweis zum FX Trading über Differenzkontrakte. Hier platzieren Sie keine Order nicht im klassischen Sinn auf das Währungspaar. CFDs zerlegen das Trading. Einmal gibt es das Underlying (den Basiswert) und auf der anderen Seite die eigentliche Position. Im Zusammenhang mit Forex CFDs nutzen Sie die Preisentwicklung der Forex Währungspaare in beide Richtungen.
Da Differenzkontrakte ebenfalls Hebelprodukte sind, gelten auch an dieser Stelle die bekannten ESMA Regeln. FX Majors lassen sich mit einem Hebel 30:1 traden, während im Minor-Bereich 20:1 als Leverage seitens diverser Broker angeboten wird.
Sie wollen erleben, wie sich durch das Öffnen und Schließen der jeweiligen Devisenmärkte die Liquidität verändert? Eröffnen Sie bei guten FX Brokern ein Handelskonto, zahlen Kapital ein und finden es selbst heraus. Viele erfahrene Trader schlagen einen anderen Weg ein – über das Demokonto. Eine Reihen Broker bietet zusammen mit dem Handelskonto einen Demoaccount.
Der Vorteil: Als Trader nutzen Sie diesen Account für erste Schritte mit der Handelsplattform des Brokers. Gleichzeitig sammeln Börsenneulinge Erfahrung im Handel mit Forex Majors und Minor-Währungspaaren. Wirklich erfahrene Trader nutzen die „Sandbox“ auch, um Strategien zu verfeinern oder neue Ansätze zu probieren. In jedem Fall beobachten Sie als Anleger, wie sich in den Echtzeitkursen die Volatilität mit den geöffneten Handelssessions verändert.
Im Rahmen des Testkontos können Sie nicht nur die Forex Handelszeiten beobachten. Dank der Demo ergibt sich die Möglichkeit, wichtige Grundlagen unter realen Bedingungen zu testen. Gerade der Stop Loss und Take Profit werden zu Orderzusätzen, die Sie brauchen werden. Nutzen Sie diese, um in verschiedenen Märkten Positionen auch automatisiert zu verwalten.
Zu wissen, wann der beste Zeitpunkt aus Sicht der Volatilität und Liquidität ist, bringt Anlegern noch lange keine Rendite. Was es braucht, ist das richtige Bauchgefühl. Wer als FX Trader so denkt, trifft auch schnell falsche Entscheidungen. Was zählt, ist im FX Handel eine starke Strategie.
Die Trendfolgestrategie basiert darauf, in den Preisschwankungen der Wechselkurse Trends zu erkennen. Diese können in Richtung steigender oder fallender Kurse deuten. Die Grundlagen der Trendfolge wirken im ersten Moment sehr einfach. Herausfordernd wird das Erkennen und Bestätigen der Trends bzw. deren Momentum. Indikatoren zur Trendanalyse sind die gleitenden Durchschnitte (Moving Averages), der Moving Average Convergence Divergence MACD oder der RSI. Moving Averages kommen als Hilfsmittel, zur Anzeige der Trends zum Einsatz. Andere Indikatoren liefern Infos zur Richtung und dem Momentum.
Gerade im Hinblick auf die Forex Handelszeiten behalten Sie die Nachrichten im Auge. Wechselkurse werden davon sehr stark erfasst und reagieren Wirtschaftsnachrichten. Gerade Zinsänderungen oder der Arbeitsmarkt berühren fast immer die Angebots- und Nachfrageseite. Mithilfe der News-Strategie können Anleger erste Hinweise darauf gewinnen, welche Richtung ein Wechselkurs einschlagen kann. Allerdings sollten Sie die Annahmen noch einmal validieren.
Scalping ist eine beliebte Methode im Devisenhandel, da mit der Strategie meist eine eher kurze Exposition am Markt verbunden ist. Daher haben Schwankungen in der Liquidität keine so großen Auswirkungen. Im Kern geht es darum, kleine Gewinne zu erzielen, dies aber zu wiederholen. Im Scalping ist es daher wichtig, sich an die Strategie zu halten und mit Orderzusätzen wie einem Stop Loss zu traden. Besonders groß ist hier die Anforderung an die Qualität der Chartanalyse, da sie saubere Handelssignale liefern muss.
Gerade bei den Wechselkursen der FX Majors ist ein Phänomen zu beobachten: Die Kurse schwanken um ein mittleres Preisniveau. Dass die Preiskurve auf die Wechselkurse nach einem starken Ausschlagen wieder zurückkehrt, wird auch als Mean Reversion Effekt oder Mittelwert-Rückkehr bezeichnet. Über Indikatoren wie Bollinger Bänder oder der Relative Strength Index RSI und IBS-Indikator erschließen Sie sich Handelssignale.
Gerade bei den Währungen als Hebelprodukte entsteht gegen Ende der Handelszeiten ein sogenanntes Slippage Risiko. Wenn Sie eine Position zwischen zwei Handelssessions halten, kann es zu einer abrupten Preiskorrektur kommen. Aus diesem Grund schließen Sie als Daytrader alle Positionen. Wird diese Strategie nicht konsequent angewandt, ist Forex Trading gefährlich – weil Sie durch den Hebel hohe Verluste realisieren.
Sie haben bereits grundlegende Erfahrung mit dem Wertpapierhandel? Viele Skills und Fähigkeiten nutzen Trader im FX Handel. Allerdings gibt es Bereiche, in denen Sie Neuland betreten. Dazu gehören auch die Forex Handelszeiten. Handelssessions an den einzelnen Marktplätzen greifen teilweise direkt ineinander. Das Ergebnis ist ein überraschender Effekt: Als Anleger machen Sie sich die höhere Liquidität im Markt zunutze. Dabei dürfen Sie sich aber nicht allein auf den Bauch verlassen – es braucht eine starke FX Trading Strategie.
Vielleicht klingt diese Idee einleuchtend. Allerdings sind viele Broker inzwischen mit der Digitalisierung so weit, dass es kein klassisches Schaltergeschäft mehr gibt. Und Anleger dürfen sich nicht der Illusion hingeben, mit 10.000 US Dollar in der Tasche einen riesigen Gewinn einzustreichen. Ohne den FX Hebel beliebt der Gewinn sehr überschaubar.
Im Devisenhandel werden von den Brokern keine klassischen Handelsgebühren verlangt. Als Trader zahlen Sie den Spread. Dieser ist während des Handels über die US-Märkte meist geringer. Ein Grund, sich als FX Trader intensiver mit den Handelszeiten für Major- und Minor-Währungspaare zu beschäftigen.
Nein, es spielt keine Rolle, wann an einem Handelstag Sie als Anleger einen Gewinn mit Forex Trading erzielen. In Deutschland wird von Brokern die Abgeltungssteuer als Teil der Forex Trading Steuern eingezogen. Auf der anderen Seite müssen Sie aber darauf achten, dass Sie für Positionen immer eine ausreichend hohe Margin vorhalten.
Der Hebel (Leverage) ist durch die ESMA klar vorgegeben. Es gibt keine Abhängigkeit von der Handelszeit. Als Privatanleger können Sie höchsten 30:1 als Hebel in Anspruch nehmen. Alles andere setzt eine Befreiung auf Antrag und eine Prüfung voraus.
Grundsätzlich bieten sich Phasen an, wenn viele Märkte geöffnet haben. Dies trifft beispielsweise auf den Zeitraum zu, wenn sich die Londoner Session mit dem Handel an den US Märkten überlappen.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.