

Der Hebel spielt beim Traden eine überragende Rolle: Dank des Hebels reduziert sich der für das Trading notwendige Kapitalbedarf erheblich. Aus diesem Grund ist es auch bei den meisten Brokern möglich, bereits mit wenigen hundert Euro ein Handelskonto zu eröffnen.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie der Hebel funktioniert und wie Sie ihn beim Trading einsetzen können. Dabei gehen wir auch darauf ein, wie der Hebel mit der Margin zusammenhängt. Außerdem kommen wir darauf zu sprechen, auf welchen Märkten Sie mit Hebel traden können. Um Ihnen das Gesagte zu veranschaulichen, greifen wir auf mehrere Beispiele aus der Praxis zurück.
Wer mit dem Trading beginnen möchte, stellt sich unserer Erfahrung nach häufig die folgende Frage: Über wie viel Kapital sollte ich verfügen? Tatsächlich sind die Einstiegsvoraussetzungen für das Traden heutzutage vergleichsweise gering. So ist es bei vielen Online Brokern möglich, bereits mit wenigen hundert Euro ein Handelskonto zu eröffnen.
Ein Hebel macht es möglich, mit Positionen zu handeln, die deutlich mehr wert sind als das für den Handel eingesetzte Kapital. Dadurch multipliziert sich beispielsweise bei einem CFD Hebel die Positionsgröße um ein Vielfaches des hierfür erforderlichen Kapitaleinsatzes. Aus diesem Grund empfiehlt es sich bei dieser Form des Tradings besonders auf CFD Strategien zurückzugreifen.
Ganz abstrakt gesprochen, wird durch den Hebel der an den Finanzmärkten eingesetzte Betrag multipliziert. Was das genau bedeutet, zeigt das folgende Beispiel:
Angenommen, jemand verfügt über 1.000 €: Wer ohne Hebel handelt, könnte in diesem Fall eine Kapitalmenge von 1.000 € bewegen. Bei einem Hebel von 5 würde sich dieser Betrag allerdings um den Faktor 5, nämlich auf 5.000 €, multiplizieren.
Beim Trading Lernen stößt man erfahrungsgemäß recht schnell auf den Hebel und die Margin. Es ist sehr wichtig, dass Sie den Zusammenhang zwischen diesen beiden Begriffen verstehen:
Als Margin wird die Sicherheitsleistung bezeichnet, die bei einem Broker hinterlegt werden muss, um mit einem bestimmten Finanzinstrument traden zu können. So kann beispielsweise eine Margin von 20% erforderlich sein.
Was das genau bedeutet, zeigt sich an unserem gerade angesprochenen Beispiel: Wer eine Kapitalmenge von 5.000 € bewegen möchte, benötigt bei einer Margin von 20% nicht 5.000 € auf dem Handelskonto, sondern nur 1.000 €.
Es kann daher fünfmal mehr Kapital bewegt werden, weshalb auch davon gesprochen wird, dass mit einem Hebel von 1 zu 5 gehandelt wird. Wie Sie sehen, hängen die Margin und der Hebel beim Traden direkt miteinander zusammen.
Seit einigen Jahren existieren in der EU gesetzliche Obergrenzen für die Hebelgröße. Das gilt in erster Linie für Privatanleger und insbesondere für das Trading mit CFDs.
Die Höhe des maximalen Hebels hängt beim Trading mit CFDs vom zugrunde liegenden Basiswert ab. Das zeigt sich auch gut an der folgenden Tabelle:
| 📝 Basiswert | 📊 Marginanforderung | 📈 Maximaler Hebel |
|---|---|---|
| Währungen (Forex) | 3,33% | 30 |
| Aktienindices | 5% | 20 |
| Edelmetalle | 10% | 10 |
| Einzelne Aktien | 20% | 5 |
Wie Sie sehen, erhalten Sie die höchsten Hebel, wenn Sie sich für das Trading mit CFD auf Forex entscheiden. Was genau Forex Trading ist, erklären wir in unserem Ratgeber „Was ist Forex Trading?“
Als Forex wird das Trading mit Währungen bezeichnet. Zu den beliebtesten Währungspaaren zählen hierbei:
Die zweithöchsten Hebel erhalten Sie, wenn Sie sich für den Handel mit CFDs auf Aktienindices entscheiden. Beliebt sind hier beispielsweise:
Interessant ist hierbei, dass die Hebel bei Aktienindices CFD größer sind als beim Trading mit CFDs auf einzelne Aktien.
Die meisten Privatanleger greifen beim Traden auf CFDs zurück. Wie gesagt, hat dies beispielsweise den Vorteil, dass für die Eröffnung einer Position nur relativ wenig Kapital erforderlich ist.
Es gibt allerdings auch noch weitere gehebelte Finanzprodukte, die wir der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt lassen möchten. Diese finden sich beispielsweise im Portfolio der besten Zertifikate Broker vor:
Als nächstes zeigen wir Ihnen, wie sich der Hebel beim Trading mit dem DAX auswirkt. So gehen wir davon aus, dass der deutsche Leitindex bei einem Kurs von 15.000 Punkten notiert.
Durch einen Indikator erhalten wir ein Long-Signal und eröffnen eine Position. Beachten Sie hierzu bitte auch unsere Trading Indikatoren Erklärung.
Nach einem kurzen Kursanstieg fällt der DAX jedoch auf 14.950 Punkte. Kurz darauf gelingt es allerdings den Bullen wieder, das „Kommando“ zu übernehmen: Die Kurse drehen nach oben und der DAX steigt zügig auf 15.200 Punkte.
Zunächst betrachten wir die Situation ohne Hebel: Wenn der DAX bei einem Kurs von 15.000 Punkten notiert, dann sind beim Traden auch 15.000 € notwendig. So könnten Sie zum Beispiel ein ETF kaufen, welches den DAX abbildet und müssten in diesem Fall etwa 15.000 € bezahlen.
Da der Kurs zunächst um 50 Punkte fällt, sinkt der Wert unseres Handelskontos um 50 €. Im Endeffekt steigt der DAX dann allerdings auf 15.200 Punkte, sodass wir einen Gewinn in Höhe von 200 € realisieren können.
Anders stellt sich die Situation dar, wenn wir uns für einen Broker mit hohem Hebel entscheiden und diesen nutzen. So gehen wir erneut davon aus, dass uns 15.000 € zur Verfügung stehen. Für den Kauf eines DAX CFDs verlangt der Broker allerdings nicht 100% dieser Summe als Sicherheitsleistung (Margin), sondern nur 5%.
Daher genügen bereits 750 €. Mit einem Kapital von 15.000 € könnten wir daher nicht nur mit einem DAX CFD traden, sondern mit 20. Unser Kapital wird daher um den Faktor 20 gehebelt.
In diesem Fall wirken sich dann auch die Kursbewegungen deutlich stärker aus:
Wie Sie gesehen haben, können Sie mit einem Kapital von 15.000 € eine sehr große Kapitalmenge bewegen, nämlich 20 DAX CFDs. Da sich die Kursschwankungen allerdings sowohl positiv als auch negativ für den Trader auswirken können, ist es gerade auch für Anfänger empfehlenswert, mit deutlich kleineren Positionsgrößen zu handeln. Wie gesagt, benötigen Sie für das Trading mit einem DAX CFD Dank des Hebels nur 750 € auf dem der Handelskonto.
Bei vielen Online Brokern gibt es zudem die Möglichkeit, mit Mini DAX CFDs zu traden. In diesem Fall hat 1 DAX Punkt dann nicht mehr den Wert von 1 €, sondern nur noch von 0,10 €. Auch die Margin reduziert sich in diesem Fall auf nur noch 75 € (in unserem Beispiel).
Viele Trader handeln nicht nur gerne mit Aktienindices, sondern auch mit Währungen. Beim Daytrading lernen sollten Sie sich daher auch mit diesem Thema auseinandersetzen. Währungen werden immer paarweise gehandelt. Am bekanntesten ist hier sicherlich der EUR/USD, welcher zu den Hauptwährungspaaren zählt. Es ist dabei üblich, Währungen in Lot zu handeln. Ein solches Lot entspricht beim Trading mit dem EUR/USD einer Kapitalmenge von 100.000 €. Erfreulicherweise müssen Sie aber als Trader nicht über eine so große Kapitalmenge verfügen, um mit Forex CFD traden zu können. Denn wie bereits angesprochen, können Sie auch in diesem Fall auf den Hebel zurückgreifen.
Für das Trading mit 1 Lot sind Dank des Hebels nicht 100.000 €, sondern nur 3.333 € notwendig. Denn der Hebel beträgt hier 1 zu 30:
Auch in diesem Fall besteht bei den meisten Online Brokern die Möglichkeit, mit Mini Lot zu traden. In diesem Fall reduziert sich dann der Wert eines Pips auf nur noch 1 USD. Auch die Margin verringert sich auf nur noch 333 Euro.
Dies zeigt erneut, dass nicht viel Kapital notwendig ist, um mit dem Trading beginnen zu können.
Mittlerweile wissen Sie, wie der Hebel und die Margin miteinander zusammenhängen. Außerdem haben wir bereits besprochen, dass die maximale Höhe des Hebels durch den Gesetzgeber begrenzt ist. Zudem hängt die Höhe des Hebels davon ab, welcher Basiswert dem gehandelten CFD zugrunde liegt. Ein disziplinierter Umgang mit dem Hebel beim Trading ist Teil einer erfolgreichen Handelsstrategie bzw. Trading Strategie. Ganz wichtig ist daher die Frage, mit welcher Positionsgröße Sie handeln sollten?
Generell empfehlen wir Ihnen, das Trading zunächst auf einem Demokonto zu testen und beispielsweise eine CFD Simulation durchzuführen. Bei den meisten Brokern besteht heutzutage die Möglichkeit, ein solches Konto kostenlos zu eröffnen. Auf dem Demokonto steht Ihnen dann ein virtuelles Guthaben zur Verfügung. Damit können Sie dann auch den Hebel ganz ohne Risiko kennenlernen und ausprobieren.
Im nächsten Schritt können Sie dann damit beginnen, mit echtem Geld zu traden. Wir empfehlen Ihnen hierbei allerdings, mit möglichst kleinen Positionsgrößen zu handeln. Denn auf diese Weise können Sie sich besser an die Kursschwankungen gewöhnen.
Sie können dabei auch die bereits genannten Mini CFDs nutzen. Diese haben dann auch den Vorteil, dass die Margin Anforderungen nochmals deutlich geringer sind. Somit benötigen Sie auf Ihrem Handelskonto nur relativ wenig Kapital.
Eine weitere Möglichkeit, um sich mit dem Trading vertraut zu machen, besteht darin, das immer beliebter werdende Copytrading zu nutzen. In unserem Ratgeber „Was ist Copytrading?“ finden Sie mehr Informationen zu diesem Thema. Kurz zusammengefasst geht es hierbei darum, anderen Tradern zu folgen und deren Trades zu kopieren. Dafür bieten einige Online Broker spezielle Plattformen.
Die Höhe des Hebels hängt davon ab, welcher Basiswert dem gehandelten CFD zugrunde liegt. Beim Trading mit Forex CFD beträgt der Hebel 1 zu 30. Die Margin beläuft sich in diesem Fall auf 3,33%.
Anfänger sollten darauf achten, mit einer möglichst kleinen Positionsgröße zu traden. Ein Beispiel dafür ist der Handel mit 1 DAX CFD und nicht mit 10 DAX CFDs. Insgesamt sorgt der Hebel dafür, dass nur relativ wenig Kapital erforderlich ist.
Ein Hebel von 1: 10 bedeutet, dass als Margin nur 10% des eingesetzten Kapitals auf dem Handelskonto verfügbar sein muss. Dadurch ergibt sich dann eine Hebelwirkung von 1:10.
Wenn eine Aktie bei einem Kurs von 1.000 € notiert, dann sind für den Kauf normalerweise 1.000 € erforderlich. Wird mit der Aktie hingegen mit Hebel und als CFD gehandelt, dann reduziert sich das notwendige Kapital auf nur noch 200 €.
Der Hebel sorgt dafür, dass das erforderliche Kapital für das Trading stark reduziert wird. Aus diesem Grund wird der Hebel von sehr vielen Tradern eingesetzt.
Dank des Hebels ist es beim Trading nicht notwendig, über eine große Menge an Kapital zu verfügen. Verantwortlich dafür ist die Tatsache, dass nur eine bestimmte Mindestmenge an Kapital auf dem Handelskonto vorhanden sein muss. Dieser Betrag wird auch als Margin bezeichnet.
Die maximale Höhe des Hebels ist in der EU für Privatanleger durch gesetzliche Vorgaben begrenzt: So erhalten Sie den höchsten Hebel, wenn Sie Forex CFDs traden. In diesem Fall können Sie einen Hebel von 1 zu 30 nutzen. Insgesamt sollten Sie als Anfänger darauf achten, mit möglichst kleinen Positionsgrößen zu traden.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.