

Mit Kryptos reich werden – angesichts der Rekordhöchststände, die der Bitcoin in den letzten Monaten erzielen konnte, klingt das Investment fast wie ein Sechser im Lotto. Anleger dürfen an dieser Stelle nicht vergessen, dass bei Kapitalanlagen eine sehr hohe Rendite auch mit einem evidenten Risiko einhergeht. Eine Erfahrung, die Krypto-Anleger in der Vergangenheit regelmäßig gemacht haben.
Lässt sich mit Krypto Geld verdienen? Erfahrungen zeigen, dass dies wie für jede Anlageklasse möglich sein kann. Die Betonung liegt auf „kann“, da Anleger gewisse Voraussetzungen zu erfüllen haben, um Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple, Tether oder Litecoin profitabel zu handeln. Ein besonders wichtiger Aspekt ist das Risikobewusstsein.
Bei Kryptowährungen handelt es sich um digitale Vermögenswerte, die unter anderem auf Blockchain-Technologien basieren. Gegenüber herkömmlichen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen sind einige Besonderheiten zu erkennen. Dazu gehören unter anderem:
Aufgrund dieser Rahmenbedingungen werden Kryptowährungen zu einer herausfordernden Assetklasse. Es stellt sich als zentrale Frage für Anleger: Lassen sich mit Krypto-Coins kontinuierliche Erträge erzielen oder bleibt das Investment hochspekulativ?

✅ Kryptowährungen sind eine anspruchsvolle Assetklasse/ Shutterstock/ Maryshot
Hohe Renditepotenziale und eine breite Auswahl unterschiedlicher Kryptowährungen wecken bei Anlegern immer wieder Interesse. Auf der anderen Seite steht eine sehr hohe Volatilität, die gerade bei unerfahrenen Anlegern ohne den nötigen Markteinblick zu einem Risiko werden kann. Wie sehen die Möglichkeiten für einen Einstieg in den Markt aus?
Das Direktinvestment ist eigentlich selbsterklärend. Anleger erwerben Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Tether oder Solana und verwahren sie in einer eigenen Wallet. Relevante Erträge entstehen an dieser Stelle durch Wertsteigerung der jeweiligen Coins über die Haltedauer. Zusätzlich ergibt sich für einige Coins eine zweite Ertragsquelle – das Staking.
Zu den Vorteilen, die sich aus dem Direktinvestment ergeben, gehört die Partizipation an den Preisschwankungen am Kryptomarkt. Mittlerweile bieten einige Broker und Krypto-Exchanges Anlegern über den Tradingdesk sogar die Möglichkeit, Short-Positionen zu eröffnen – um damit von Drawbacks am Markt zu profitieren. Zudem erlaubt der Besitz ein hohes Maß an Kontrolle über die gehaltenen Coins – inklusive deren Verwendung als Zahlungsmittel über existierende Akzeptanzstellen.
Auf der anderen Seite drohen Herausforderungen, die sich einerseits aus der Volatilität ergeben und die Gewinne im schlimmsten Fall wieder aufzehren. Eine besondere Schwierigkeit sind die technischen Rahmenbedingungen. Anleger müssen für die sichere Verwahrung nach geeigneten Wallets suchen. Hier bieten sich unterschiedliche Lösungen an, die verschiedene Sicherheitsstandards erreichen. Zusätzlich kommt als Risiko ein Verlust der Zugangsdaten hinzu. Ist der Zugriff auf die Wallet nicht mehr möglich, droht ein Totalverlust. Weitere Herausforderungen sind:
Direktinvestments eröffnen Anlegern die Chance auf eine direkte Partizipation an Kurstrends und passiven Erträge. Allerdings sind die Erträge stark von Marktzyklen, aber auch der technischen Sicherheit abhängig. Gewinne sind möglich, lassen sich aber nicht garantieren, die Volatilität bleibt ein zentrales Risiko.

💡 Bei einem Direktinvestment in Kryptowährungen kann man vom Kurstrend profitieren/ Shutterstock/ K.unshu
Kryptowährungen sind dezentralisierte Assets, die nicht über die klassischen Devisenbörsen gehandelt werden und sich damit der Kontrolle durch Zentralbanken oder die Börsenaufsicht entziehen. Krypto-ETPs (Exchange Traded Products) wie ETFs und ETNs sind eine Möglichkeit, über strukturierte Produkte in den Kryptomarkt zu investieren.
Diese bilden die Wertentwicklung der Kryptowährungen nach und sind an klassischen Börsen handelbar. Anleger, die hier investieren, besitzen die Coins also nicht direkt, sondern das Wertpapier, welches den Kurs abbildet. ETPs sind damit in der Lage, Trader an der Wertentwicklung der Kryptowährung teilhaben zu lassen – ohne hohe technische Herausforderungen an den Anleger zu stellen. Hintergrund: Der Zugang zu den Exchange Traded Products ist direkt über das Wertpapierdepot möglich. Es braucht also kein Wallet zur Verwahrung. Damit verlagert sich das Sicherheitsrisiko vom Trader in Richtung der Emittenten.
Betrug und Diebstahl werden auf diese Weise sehr viel unwahrscheinlicher – zumindest im Hinblick auf Verluste, die durch Anleger realisiert werden. Da es sich hier um regulierte Produkte handelt, sind die finanzrechtlichen Rahmenbedingungen (auch im Hinblick auf den Anlegerschutz) deutlich höher als im Fall des Direkthandels auf Kryptowährungen.
CFDs (Contracts for Difference) sind Finanzderivate, mit denen Anleger auf steigende oder fallende Kurse von Kryptowährungen setzen. Bei den über spezialisierten Brokern angebotenen Derivaten handelt es sich oft um Hebelprodukte, deren Wert sich von der Preisentwicklung des Basiswerts ableitet. Der Ertrag entsteht durch die richtige Prognose der Kursrichtung und den Aufbau einer Long- oder Short-Position.
Damit können Anleger auf steigende und fallende Kurse setzen. Die hohen Renditeerwartungen, die Anleger mit dieser Anlageklasse verbinden, entsteht durch die Hebelwirkung. Das Anlageinstrument CFD bietet eine hohe Flexibilität – unter anderem durch die Tatsache, dass verschiedene Broker den Handel rund um die Uhr anbieten.
Aus Anlegersicht darf das Renditepotenzial nicht überdecken, wie die Herausforderungen beim Handel mit Contracts for Difference aussehen. Durch den Hebel, der Verluste verstärkt, ist ein Totalverlust möglich. Erträge lassen sich mit dieser Anlageklasse nur erzielen, wenn aktiv Positionen gehandelt werden.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine langfristige Haltedauer zu hohen Kosten führt. Hintergrund: Broker, die CFDs anbieten, erheben für über Nacht gehaltene Positionen einen Zuschlag. Zudem können Spreads und Kommissionen weitere Kosten verursachen, die Gewinne deutlich abschmelzen lassen.
Zu guter Letzt sind CFDs ein spekulatives Asset, das eine fundierte Marktkenntnis, Erfahrung und Disziplin erfordert. Damit sind CFDs kein Instrument für Anleger, die auf kontinuierliche Erträge aus sind, sondern wo kurzfristige, spekulative Gewinne im Fokus stehen. Sie eignen sich eher für erfahrene Anleger, die Risiken verstehen, aktiv den Markt beobachten und die Charts analysieren können.

➡️ Der Handel mit Krypto CFDs erfordert Handelserfahrung und Disziplin/ Shutterstock/ Stock Rocket
Neben den aktiven Investments – wie der Direktanlage oder ETPs – stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um einen passiven Ertrag zu erzielen. Ein Beispiel: Beim Staking werden Coins in einem Proof-of-Stake-Netzwerk gehalten, um Transaktionen zu validieren und das Netzwerk zu sichern. Dafür erhalten Anleger regelmäßige Belohnungen, vergleichbar mit Zinsen oder Dividenden – was an Sparkonten oder einen Krypto Sparplan erinnert. Die Höhe der Erträge beim passiven Kryptos verdienen hängt vom Netzwerk, der Sperrfrist und der Wertentwicklung der Coins ab.
Eine weitere Möglichkeit zur Generierung eines passiven Cashflows ist das Verleihen von Krypto-Coins (Lending) oder das Bereitstellen von Liquidität für dezentrale Börsen (Liquidity Mining). Beide Methoden bergen allerdings Risiken wie die Möglichkeit einer Plattforminsolvenz oder technische Fehler. Was Krypto-Anfänger unterschätzen: Es existiert ein Marktrisiko. Durch Preisschwankungen kommt es zu Wertverlusten der Coins – die in ihrer Höhe die Erträge deutlich übersteigen können. Parallel baut sich ein Liquiditätsrisiko auf: Gesperrte Coins sind für das Trading nicht verfügbar.
Investieren in Kryptowährungen erfordert ein umfassendes Verständnis für die Marktdynamik und Mechanismen, den technischen Aspekt und die aktuellen Entwicklungen am Markt. Nur, wer als Trader das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage, den Netzwerk-Updates und regulatorischen Veränderungen versteht, kann Chancen am Kryptomarkt erkennen und Risiken minimieren. Dazu stehen Anlegern verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Eine besonders wichtige Toolbox stellt die Chartanalyse zur Verfügung.
Hinter der technischen Analyse verbirgt sich ein Instrumentarium, welches Trends, Unterstützungs- und Widerstandszonen sowie potenzielle Einstiegs- und Ausstiegspunkte identifiziert. Dazu benutzt die Chartanalyse verschiedene Verfahren – wie Chartmuster und Indikatoren. Zu wissen, welche Dynamiken in der aktuellen Preisentwicklung ruhen, ist besonders im volatilen Kryptomarkt hilfreich. Anleger sind damit in der Lage, emotionale Entscheidungen zu vermeiden und strukturiert zu handeln.
Der gezielte Einsatz verschiedener Indikatoren ermöglicht eine Bewertung der Kursdynamik – sowohl zur Bewertung der Trendausbildung als auch im Hinblick auf die Trendstärke. Im Rahmen der Chartanalyse lassen sich verschiedene Werkzeuge nutzen, mit denen sich die Volatilität bestimmen lässt und ob sich ein Markt in einem überkauften oder überverkauften Zustand befindet.
Allerdings hat die Bitcoin Chartanalyse auch Grenzen. Es gibt keine Garantie für Gewinne. Die Analysen der Indikatoren sind eher als Wahrscheinlichkeitsaussagen zu verstehen. Zudem besteht immer die Gefahr, dass unerwartete Marktereignisse die antizipierten Muster durchbrechen. Darüber hinaus drohen Fehlinterpretationen und es können durch den Griff zu den falschen Indikatoren Fehlsignale produziert werden. Trotzdem: Wer den Versuch macht und kontinuierlich mit Krypto Geld verdienen will, muss sich mit dem Markt, Risiken und der Chartanalyse beschäftigen. Ohne dieses Wissen bleibt das Investment eine Wette, die zu oft schiefgehen kann.

💡 Zu einer Chartanalyse gehören viele einzelne Elemente/ Shutterstock/ Alex from the Rock
Kryptowährungen bieten verschiedene Möglichkeiten, um einen Ertrag zu erzielen – von spekulativen Kursgewinnen über passives Einkommen bis hin zu kurzfristigen Trading-Erfolgen. Dass Krypto-Coins kontinuierlich und risikolos Erträge erzielen, diese Vorstellung ist allerdings eher unrealistisch. Aus Anlegersicht muss klar sein, dass Gewinnchancen mit Risiken einhergehen. Entscheidend sind eine umfassende Marktkenntnis und die Bereitschaft, sich mit Kryptowährungen umfassend auseinanderzusetzen.
Parallel müssen Anleger die Fähigkeit entwickeln, Risiken zu erkennen und zu steuern – durch ein kontinuierliches Wissensmanagement und den Einsatz der Chartanalyse, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Letztlich sind Kryptowährungen kein „Selbstläufer“, sondern eine hochdynamische Anlageklasse. Wer als Anleger kontinuierliche Erträge anstrebt, muss Risiken akzeptieren und flexibel auf Veränderungen reagieren. Nur so können Kryptos Teil einer nachhaltigen Anlagestrategie werden.
Trading ist ohne Startkapital nicht möglich. Allerdings gibt es einen Umweg: Krypto-Coins über Mining erhalten. Diese Möglichkeit stößt in Deutschland allerdings auf gewisse Hindernisse, da die Strompreise zu einem limitierenden Faktor hinsichtlich des Ertrags werden.
Ein wichtiger Ansatz für das Sammeln von praktischen Erfahrungen sind Demokonten zum Krypto Trading lernen. Diese werden von einigen Brokern und Exchanges angeboten und erlauben es Tradern, ohne die Einzahlung von Kapital das Kryptos kaufen und verkaufen zu „trainieren“.
Es gibt keinen festen Betrag, der in die Anlageklasse fließen sollte. Es kommt an dieser Stelle darauf an, sich mit den eigenen Anlagezielen zu beschäftigen und Kryptos in das Risikomanagement einzubinden. Aufgrund der hohen Volatilität sind die Coins für viele Portfolios als Beimischung zu verstehen.
Ja und Nein. In diesem Zusammenhang ist zu bewerten, in welcher Form die Coins gehandelt werden. Bei einem strukturierten Anlageprodukt wie ETPs handelt es sich um Finanzprodukte. Im Direkthandel werden die Coins eher als Sachwert bewertet – wodurch sich ein steuerlicher Vorteil ergeben kann.
In diesem Zusammenhang braucht es einen umfassenden Blick auf die Produktauswahl. Eine wachsende Zahl Broker bietet das Krypto kaufen an – oft auf ETPs. Der Direkthandel ist in vielen Fällen über Krypto-Exchanges möglich.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.