

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum haben sich als ernstzunehmende Anlageklasse für eine breite Zielgruppe etabliert. Dabei steht die mögliche Rendite im Mittelpunkt. Aber: Der Markt für digitale Assets ist durch eine hohe Volatilität geprägt, was potenzielle Anleger durchaus abschreckt. Ein Krypto-Sparplan kann hier eine pragmatische Lösung sein.
Durch regelmäßige Investitionen werden Risiken gestreut und der Einstieg fällt interessierten Anlegern leichter. Wie funktionieren die Krypto-Sparpläne? Was aus Anlegersicht noch wichtiger ist: Wo liegen die Herausforderungen dieser Investmentklasse? Wer am Kryptomarkt eine Exposure aufbauen will, muss sich mit erfolgversprechenden Strategien und den Möglichkeiten zur Absicherung der Investitionen beschäftigen.
Krypto-Sparpläne basieren auf dem gleichen Grundprinzip wie Sparpläne, die auf klassische Assets wie Aktien, ETFs (Exchange Traded Funds) oder Investmentfonds. Hinter Sparplänen steht ein Trading-Ansatz, der die Exposure am Markt nicht über Einmalanlagen aufbaut. Stattdessen werden regelmäßig Positionen dazugekauft – ohne auf das aktuelle Kurslevel eines Assets Rücksicht zu nehmen.
Sparpläne werden häufig von Anlegern genutzt, denen das Kapital für einen umfassenden Einstieg in den Markt fehlt, die aber trotzdem von gewissen Trends oder Assetklassen profitieren wollen. Verbreitet wird die Methode für ETFs und Aktien verwendet. Hinsichtlich des Einstiegs in Kryptowährungen ergibt sich ein ähnliches Bild.
In den Sparplan wird Kapital in kleinen Schritten angelegt. Sind Sachzwänge hinsichtlich des verfügbaren Kapitals wirklich die einzige Erklärung, warum Sparpläne (auch auf Krypto-Coins) seitens der Anleger stark nachgefragt werden? Krypto-Sparpläne haben für Anleger verschiedene Vorteile. Wer sich für diese Tradingmethode entscheidet, kann das Portfolio mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz diversifizieren. Was spricht außerdem für den Krypto-Sparplan.

💡 Krypto-Sparpläne haben verschiedene Vorteile/ Shutterstock/ insta_photos
Sparen in kleinen Raten gibt es nicht erst seit der Entwicklung digitaler Assets wie des Bitcoin. Ein schrittweise betriebener Vermögensaufbau verbindet finanzielle Flexibilität mit der Chance, mit zunehmender Laufzeit bessere finanzielle Möglichkeiten auszunutzen. Die Vorteile eines Krypto-Sparplans gehen besonders für langfristig orientierte Anleger noch deutlich weiter.
Für Einzelinvestments ist es besonders wichtig, zum richtigen Zeitpunkt in den Markt einzusteigen. Dahinter steht das Motto „Billig einkaufen, teuer verkaufen“. Mit Hilfe eines Sparplans auf digitale Währungen lässt sich das Timing-Risiko ausschalten, da Einlagen unabhängig von den Schwankungen am Kryptomarkt getätigt werden. Der Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt oder Dollar Cost Averaging (DCA)) sorgt dafür, dass sich die interne Preiskurve aus den einzelnen Kaufzeitpunkten glättet. In Phasen hoher Kryptokurse verringert sich die Anzahl der eingelegten Coins, in bärischen Phasen erhöht sich die Anzahl der Krypto-Coins. Das Risiko von Timing-Fehlentscheidungen wird mit dem Sparplan minimiert.
Einlagen in Sparpläne erfolgen nach der Einrichtung automatisch zu festen Terminen in der ausgewählten Höhe. Damit ermöglicht diese Assetklasse eine starke Automatisierung der Exposure am Kryptomarkt.
Auf den ersten Blick wirken Krypto-Sparpläne als vergleichsweise rigides Investment. Bei vielen Anbietern handelt es sich um ein flexibles Asset, das sich hinsichtlich der Sparraten und Investitionsintervalle anpassen lässt. Damit bietet sich die Chance, auf gewisse Marktszenarien zu reagieren und den Sparplan optimal anzupassen.
Krypto-Sparpläne sind ein vergleichsweise leicht zu verstehendes Asset, das viele Anleger anspricht. Seitens verschiedener Krypto-Broker werden die Einstiegshürden weiter abgesenkt – durch Sparraten ab wenigen Euro, damit auch Kleinanleger und Einsteiger die Möglichkeit haben, in den Markt einzusteigen.
Der Einstieg in den Vermögensaufbau mit Sparplänen bietet Anlegern die Chance, ein breit gestreutes Portfolio aufzubauen. Durch die Verteilung der gewünschten Gesamtsparrate auf verschiedene Kryptowährungen entsteht ein breit diversifiziertes Portfolio.
Krypto-Sparpläne verbinden eine Reihe Vorteile miteinander. Anleger müssen sich im Klaren darüber sein, dass diese Assetklasse gewisse Herausforderungen mit sich bringt. Die hohe Volatilität von Kryptowährungen bringt starke Kursschwankungen mit sich. Auch für einen Sparplan sind Verluste nicht ausgeschlossen – weshalb eine umfassende Diversifikation und die Implementierung von Hedging-Methoden eine zentrale Rolle spielen.
Weiterhin ist zu berücksichtigen, wie Krypto-Plattformen die Sparpläne beim Staking behandeln. Dahinter verbirgt sich eine passive Ertragsquelle, die Anlegern eine Rendite auch in volatilen Phasen einbringt. Hintergrund: Nicht alle Krypto-Ökosysteme basieren auf dem Proof of Work, einige nutzen den Proof of Stake. Wer Coins besitzt und diese dem Ökosystem zur Verfügung stellt, erhält einen „Zins“. Das Ganze ist mit Festgeld oder einem Sparkonto vergleichbar.
Krypto-Sparpläne sind übrigens keine Assetklasse für Anleger, die auf einen schnellen Gewinn aus sind. Vorteile wie das Dollar Cost Averaging spielen ihr Potenzial aus, wenn die Assets mittel- bis langfristig gehalten werden. Investoren, deren Strategie auf kurzfristigen Renditechancen aufbaut, tendieren wahrscheinlich eher zum Trading mit Hebel oder Methoden wie dem Scalping.

➡️ Die Volatilität der Kryptowährungen kann auch bei Sparplänen zu Verlusten führen/ Shutterstock/ Zakharchuk
Anleger sind es von herkömmlichen Wertpapier-Brokern gewohnt, Einlagen in einen Aktien- oder ETF-Sparplan ohne zusätzliche Orderkosten abzuwickeln. Im Vergleich mit dem Einmalinvestment kann sich ein spürbarer Kostenvorteil ergeben. Krypto-Sparpläne werden von Brokern anders behandelt. Einige Anbieter berechnen für den Erwerb der Sparplan-Anteile keine Kosten. Andere Krypto-Broker sind hier weniger großzügig.
Die Gebührenmodelle variieren für den Sparplan in Kryptowährungen aber sehr stark. Ein Teil der Anbieter nutzt ein provisionsbasiertes Modell, erhebt einen festgelegten Prozentsatz auf die Einlage. Wieder andere Krypto-Broker nutzen Flatrate-Modelle. Hier wird jeder Kauf mit einer festen Gebühr abgerechnet. Wer mit Krypto Geld verdienen und das Portfolio optimieren will, braucht einen Überblick zu den verschiedenen Preismodellen. Eine wichtige Orientierungshilfe kann an dieser Steller der Krypto-Sparplan Rechner sein.
Sparpläne sprechen Anleger aus verschiedenen Gründen an. Gerade in Verbindung mit ETFs spielt die Risikostreuung eine große Rolle. Dank der internen Assetallokation in den Fonds baut sich eine Diversifikation auf. Sparpläne in Kryptowährungen müssen in diesem Zusammenhang anders bewertet werden.
Die Volatilität der Märkte macht sich hier stärker bemerkbar. Aber: Krypto-ETFs verbinden das Renditepotenzial digitaler Währungen mit dem Diversifikationsgedanken klassischer Exchange Traded Funds. Hinsichtlich der Sicherheit sind aus Anlegersicht bei Krypto-Sparplänen zwei wichtige Themen zu berücksichtigen:
Technische Risiken entstehen unter anderem in der Verwahrung der Coins. Für Wallets haben sich zwei grundlegende Modelle etabliert – die Hot und Cold Wallet. Letztere ist ein physischer Speicher ohne permanente Verbindung ins Internet. Diese Variante wird als sehr sicher eingestuft. Eine Hot Wallet ist ein Onlinespeicher für die Coins und gegenüber Hacks empfindlicher.
Regulatorische Unsicherheiten entstehen aus der Tatsache, dass es sich bei Kryptowährungen in der Masse um kein Fiatgeld mit Zentralbankkontrolle handelt. Es besteht die Gefahr, durch Änderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, wie der Besteuerung oder Handelbarkeit, Nachteile zu erleiden.

✅ Mit Krypto-ETFs kann man von dem Potenzial digitaler Währungen profitieren/ Shutterstock/ somchai chinsirikul
Eine der wichtigsten Entscheidungen ist die Auswahl der richtigen Kryptowährungen. Für die ersten Investments liegt der Fokus auf etablierten und bewährten Kryptowährungen, zu denen Bitcoin oder Ethereum gehören. Diese verfügen über eine starke Marktposition, eine aktive Trading-Community und solide technologische Grundlagen. Spekulative Altcoins, bei denen häufig höhere Risiken drohen.
Wer in Kryptowährungen einen Sparplan einrichten will, muss sich mit dem Risikomanagement beschäftigen. Ein zentrales Element der erfolgreichen Krypto-Sparplan-Strategie ist Diversifikation. Im Idealfall lässt sich die Sparrate auf verschiedene Kryptowährungen und Marktsegmente verteilen, um durch das breit gestreute Portfolio das Risiko von Einzelverlusten zu reduzieren. Zur weiteren Risikoreduzierung kann ein Krypto-Sparplan als Teil eines breit aufgestellten Portfolios genutzt werden. Die Beimischung von ETFs, defensiven Aktien oder Festgeld hilft dabei, Verluste aus Krypto-Investments durch Erträge aus anderen Anlageklassen auszugleichen
Die Einrichtung des Sparplans auf Kryptowährungen variiert im Detail von Broker zu Broker. Aber: Ein „roter Faden“ lässt sich zwischen den verschiedenen Anbietern ausmachen.
Account bei einem der verfügbaren Krypto-Broker einrichten (viele Anbieter lassen dazu inzwischen auch die mobile Trading-App zu)
Über den Browser oder die App in die Handelsplattform anmelden
Im Tradingdesk nach dem Bereich für Sparpläne auf Kryptowährungen suchen
Für eine Kryptowährung, die Sparrate und Einlagenfrequenz entscheiden
Sparplaneinrichtung authentifizieren (Krypto-Broker arbeiten an diesem Punkt oft mit einer 2-Faktor-Authentifizierung)
Die einzelnen Schritte sehen im Detail bei den verschiedenen Brokern unterschiedlich aus. Generell sollte vor der Authentifizierung der Sparplaneinrichtung noch einmal alles überprüft werden. So fallen Fehler auf, die bei der Festlegung der Sparrate oder Investitionsfrequenz versehentlich gemacht wurden.

➡️ Krypto Sparpläne sehen bei jedem Anbieter anders aus/ Shutterstock/ insta_photos
Kryptowährungen haben sich in den letzten Jahren zu einer interessanten Assetklasse entwickelt, die sich nicht nur an institutionelle Investoren richtet. Privat- und Kleinanleger stehen vor einer Herausforderung: der Volatilität. Krypto-Coins sind ein spekulatives Investment. Wer zum falschen Zeitpunkt in den Markt einsteigt, muss mit Verlusten rechnen. Sparpläne haben den Vorteil, diesen Timing-Faktor zu eliminieren.
Ein Vorteil dieser Assetklasse ist der Durchschnittskosteneffekt, mit dem der Krypto-Sparplan zu einem sinnvollen Investment werden kann. Aber: Auch ein Sparplan auf Bitcoin und Co. stellt Anlegervor gewisse Anforderungen. Es braucht ein umfassendes Risikomanagement und eine Strategie, in welche sich der Sparplan am Ende einfügt.
Moderne Krypto-Broker arbeiten mit verschiedenen Tradingplattformen – darunter auch Krypto-Apps. Über diese wird nicht nur am Kryptomarkt jeden Tag gehandelt. Die mobilen Apps lassen in der Regel auch die Einrichtung der Krypto-Sparpläne zu.
Anleger fühlen sich wohler, wenn die Coins aus einem Sparplan in die persönliche Krypto-Wallet übertragen werden. Ob dies allerdings tatsächlich möglich ist, variiert von Broker zu Broker. Nicht alle Anbieter lassen diesen Schritt zu. Daher ist vor der Kontoeröffnung und Einrichtung des Sparplans zu prüfen, inwiefern eine Übertragung möglich ist.
Hier sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern sehr groß. Wer Krypto-Trading lernen will, muss sich auch mit Fragen der Sicherheit beschäftigen. Dazu gehört einerseits die Suche nach einer zuverlässigen Cold Wallet, aber auch der Blick auf die Sicherheitsfeatures und Historie der Broker und Exchanges. Dass Risiken real sind, unterstreichen spektakuläre Hacks aus der Vergangenheit, die teils sehr hohe Summen aus den „Tresoren“ der Anbieter abgezogen haben.
Nein, die Krypto-Sparpläne sind in der Regel an den jeweiligen Broker oder die Exchange gebunden. Damit ist es nicht möglich, einfach einen Sparplan mitzunehmen. Soll dieser weitergeführt werden, ist er beim neuen Anbieter einzurichten. Die Coins aus dem alten Sparplan sollten aber in der Regel übertragbar sein.
In Deutschland werden Gewinne aus Kapitalanlagen über die Abgeltungssteuer erfasst. Da Kryptowährungen kein Fiatgeld darstellen, sind sie kein klassisches Finanzprodukt. Die Besteuerung basiert auf anderen Grundlagen und orientiert sich an den Regeln für private Veräußerungsgeschäfte. Damit können Verkäufe nach einer Haltefrist von mehr als einem Jahr sogar steuerfrei sein.


Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.